Kuhlmann: „Energiewende integriert denken“

In Deutschland und Europa

Die Europäische Kommission, der Europäische Rat und das EU-Parlament haben sich Ende Juni informell darauf geeinigt, bis 2030 den Anteil der Erneuerbaren Energien am Brutto-Endenergieverbrauch auf mindestens 32 Prozent zu erhöhen und die Energieeffizienz um 32,5 Prozent zu steigern. Außerdem wurde mit der Governance-Verordnung ein Kompromiss für die Umsetzung der Energie- und Klimapolitik gefunden. Die EU-Länder müssen jetzt Maßnahmenpläne für die Energieziele bis 2030 erarbeiten. Deutschland kann das mit seinem Vorhaben verbinden, das es im Koalitionsvertrag festgelegt hat: die Einführung eines Klimaschutzgesetzes. Ein Kommentar von dena-Chef Andreas Kuhlmann zu den neuen Zielen für die Energieunion und den Herausforderungen im Energiewendedialog: Energiewende integriert denken – in Deutschland und Europa weiterlesen…

Klimawandel treibt Maispreise in die Höhe

UW-Studie: Temperaturanstieg wird weltweiten Ertrag reduzieren

Mais ist die am weitesten verbreitete Kulturpflanze der Welt, die auf vielfältige Weise verwendet und auf internationalen Märkten gehandelt wird. Forscher der University of Washington (UW) haben jetzt untersucht, was der Klimawandel für die weltweiten Erträge dieser Pflanze bedeutet: Wärmere Temperaturen bis zum Ende dieses Jahrhunderts werden weltweit die Erträge reduzieren, was die bisherigen Forschungen bestätigt. Die Studie zeigt aber auch einen dramatischen Anstieg der Variabilität der Maiserträge von einem Jahr zum anderen und die Wahrscheinlichkeit gleichzeitig niedriger Erträge in mehreren Hochproduktionsregionen, was zu Preiserhöhungen und globaler Verknappung führen könnte, wie Hannah Hickey am 11.06.2018 in den UW News schrieb. Die Studie wurde am 26.06.2018 in den Proceedings of the National Academy of Sciences of the United States of America (PNAS) veröffentlicht. weiterlesen…

Europas größtes Solarmodul-Recycling-Werk eröffnet

Recyceln von Solarpanels in Europa gesetzliche Pflicht – in China und den USA eher nicht

Während die solare Kapazität weiter wächst – weltweit sind derzeit rund 402 Gigawatt installierter Solarleistung erreicht – kommen die alten Module der frühen Jahre an ihr Leistungsende. Photovoltaikpanels haben eine geschätzte Lebensdauer von rund 30 Jahren, die erste Generation wird jetzt also langsam fällig. Das Unternehmen Veolia hat ein Recycling-Werk für ausrangierte Solarmodule im südfranzösischen Rousset nahe Marseille eröffnet. Laut Nachrichtenagentur Reuters hat das neue Werk einen Vertrag mit der Solarindustrie-Recyclingorganisation PV Cycle France abgeschlossen, um 2018 rund 1.300 Tonnen Solarmodule zu recyceln – das wären praktisch alle Solarmodule, die in diesem Jahr in Frankreich anfallen, wie Nicole Allé am 29.06.2018 für das Portal energiezukunft schrieb. weiterlesen…

Bundesländer als Treiber der Energiewende

240 Seiten starke AEE-Ausgabe des „Statusreportes Föderal Erneuerbar 2018“

Die Bundesländer spielen für die Gestaltung der Energiewende in Deutschland eine wesentliche Rolle: Ob es um die Flächenausweisung für Erneuerbare Energien, den Ausbau der Strom- und Wärmenetze oder – wie aktuell in der Kohlekommission – um den weiteren Umgang mit den bestehenden fossilen Kraftwerken geht, überall haben die Länder einen entscheidenden Einfluss. weiterlesen…

Import von grünem Gas?

„Triple G“: Deutsche Gaswirtschaft startet Diskussion

zdf liveEinen entscheidenden Beitrag zur bezahlbaren Emissionsreduktion in Deutschland werden zukünftig grüne Gase aus heimischer Produktion und aus dem Ausland leisten. Darüber waren sich einer gemeinsamen Medienmitteilung zufolge die Teilnehmer der Veranstaltung „Triple G – Green Gas for Germany“ einig, die Zukunft ERDGAS zusammen mit der Vereinigung der Fernleitungsnetzbetreiber Gas (FNB Gas) am 28.06.2018 in Berlin ausgerichtet hat. Dabei präsentierten internationale Gasunternehmen unterschiedliche Projekte zur Dekarbonisierung der Gasversorgung. Mit der Veranstaltung wollte die deutsche Gaswirtschaft die Diskussion über den Import grüner Gase anstoßen. Neben Vertretern der Gasbranche nahmen auch politische Entscheider aus Deutschland und der EU sowie Wissenschaftler teil. weiterlesen…

Immer mehr Ökostrom

Solar- und Windenergie Hauptstromquellen im ersten Halbjahr

Gemeinsam produzierten Solar- und Windenergieanlagen im ersten Halbjahr 2018 ca. 77,5 TWh gegenüber 67,8 TWh im ersten Halbjahr 2017. Sie liegen damit auf dem ersten Platz der Stromquellen und konnten mehr Strom als Braunkohle (66,7 TWh) erzeugen. Diese Daten zur Stromerzeugung für das erste Halbjahr 2017 haben einer Medienmitteilung aus dem Fraunhofer ISE zufolge Wissenschaftler um Prof. Bruno Burger des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE zusammengestellt. weiterlesen…

Klimawandel: Wer wartet, zahlt drauf

Sofortiges Handeln bester Schutz vor vielen unvorhersehbaren kleinen Katastrophen

Der Klimawandel wird Folgen haben – aber wann diese auftreten und wie schwerwiegend sie sein werden, lässt sich nicht exakt bestimmen. Genau diese Unsicherheit könnte helfen, Menschen zu schnellerem Handeln gegen den Klimawandel zu bewegen. Dies legen – von der Max-Planck-Gesellschaft soeben veröffentlichte – Ergebnisse von Computersimulationen von Wissenschaftlern des Max-Planck-Instituts für Evolutionsbiologie in Plön, der Universität Toronto und des Geomar in Kiel nahe. weiterlesen…

Gesamtwirtschaftliche Effekte der Energiewende und Verteilungseffekte in der Energiepolitik

BMWi: Zwei neue Studien untersuchen Energieausgaben und Einsparungen bei Energieimporten

Durch die Energiewende entstehen volkswirtschaftliche Vorteile. Investitions- und Beschäftigungseffekte im Bereich erneuerbarer Energien und Energieeffizienz stehen hierbei im Vordergrund. Ein dritter Impulsgeber sind Einsparungen bei Importen fossiler Energieträger wie Öl und Gas. Durch den Ausbau von erneuerbaren Energien und die Steigerung der Energieeffizienz verringern sich Importnachfrage und damit Importausgaben der Verbraucher in Deutschland, wie das BMWi am 29.06.2018 mitteilte. weiterlesen…

DUH kritisiert Bundesregierung für Plan- und Ambitionslosigkeit beim Ausbau der EE

Bundesregierung will Ausbau der Erneuerbaren jedes Jahr neu festlegen und auf langfristige Zielwerte verzichten

Die Bundesregierung will keine langfristigen Ziele mehr beim Ausbau der Erneuerbaren Energien verfolgen und kehrt damit einer wichtigen Säule des Klimaschutzes den Rücken. Der Ausbau der Erneuerbaren Energien als entscheidende Voraussetzung für den Ausstieg aus den fossilen Energien soll künftig jedes Jahr an den Fortschritt beim Netzausbau angepasst werden, statt sich wie bislang am Minderungsziel für Treibhausgase (CO2) zu orientieren. Aus Sicht der Deutschen Umwelthilfe (DUH) ist dies ein völlig falscher Ansatzpunkt, um die Energiewende voranzubringen. Ausgangspunkt für den Ausbau der Erneuerbaren sollte die Einhaltung der Klimaschutzziele sein, nicht die Netzkapazitäten. weiterlesen…

Zehn Jahre Entsorgungskommission

Unabhängige Beratung des Bundesumweltministeriums feiert Jubiläum

Am 30.06.2008 und somit vor 10 Jahren trat die Entsorgungskommission (ESK) zu ihrer konstituierenden Sitzung zusammen. Die Kommission aus Experten im Bereich der nuklearen Entsorgung greift offene wissenschaftliche Fragestellungen auf und unterstützt das Bundesumweltministerium bei den fachlichen Herausforderungen im Umgang mit radioaktiven Abfällen. Schulze: „Für das Bundesumweltministerium hat der sichere Ausstieg aus der Atomenergie oberste Priorität. Die Empfehlungen und Stellungnahmen der Entsorgungskommission leisten hierbei einen wichtigen Beitrag.“ weiterlesen…