UBA misst neuen CO2-Rekordwert

Zum Vergleich: Die CO2-Konzentration aus vorindustrieller Zeit lag bei etwa 280 ppm. Derzeit steigt die Konzentration von CO2 jedes Jahr um weitere zwei ppm an. Dass dieser Anstieg abflachen wird, ist nicht erkennbar. Maria Krautzberger, Präsidentin des UBA: „Die Daten zeigen erneut, wie dringend wir das Klimaschutzübereinkommen von Paris umsetzen müssen. Wenn wir nicht schnell damit anfangen, Emissionen zu reduzieren und mittelfristig auf null zu setzen, werden wir wohl schon in zehn Jahren 420 ppm CO2 messen können, in 50 Jahren landen wir gar bei 500 ppm.“ weiterlesen…

Regierung soll Klimaschutzgesetz vorlegen

Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen

Die Fraktion Bündnis 90/ Die Grünen fordert in einem Antrag (18/8080) von der Bundesregierung ein Klimaschutzgesetz zur Verankerung der deutschen Klimaschutzziele. Das Gesetz soll jährliche Ziele für die Sektoren Stromerzeugung, Verkehr, Gebäude, Industrie und Landwirtschaft bis 2050 festschreiben. Das solle „Planungssicherheit für Investitions- und Produktentscheidungen“ schaffen. Zudem fordern die Grünen, den Klimaschutz ins Grundgesetz aufzunehmen. weiterlesen…

Hendricks unterzeichnet COP21

Bundesumweltministerin bei Zeremonie der Vereinten Nationen in New York

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks unterzeichnete im Rahmen einer Zeremonie der Vereinten Nationen am 22.04.2016 um 12.40 Uhr Ortszeit in New York das Pariser Klimaschutzabkommen. Damit gehört Deutschland zu den Erstunterzeichnern des Klimavertrags, der erstmals alle Staaten der Welt in die Pflicht nimmt. Mehr als 130 Länder hatten dem UN-Hauptquartier gegenüber ihre Teilnahme an der Unterschrifts-Zeremonie zugesagt, darunter 60 Staats- oder Regierungschefs, unter ihnen auch Brasiliens Präsidentin Dilma Rousseff, Kanadas Premierminister Justin Trudeau und US-Außenminister John Kerry sowie Präsident Francois Hollande – Frankreich hat noch für fast ein Jahr den Vorsitz der COP21. weiterlesen…

Linke: Regierung soll Kohleausstieg einleiten

Entsprechender Gesetzentwurf für erstes Halbjahr 2016 gefordert

Die Bundesregierung soll noch im ersten Halbjahr 2016 einen Gesetzentwurf mit einem Rahmen für den Ausstieg aus der Kohleverstromung vorlegen – das fordert die Fraktion Die Linke in einem Antrag (18/8131). Danach soll der Ausstieg im zweiten Halbjahr 2017 mit der Stilllegung erster Kraftwerksblöcke beginnen. 2035 soll schließlich das letzte deutsche Kohlekraftwerk abgeschaltet werden. Der Ausstieg soll mit einem „Strukturwandelfonds Kohleausstieg“ sozial begleitet werden. „Nach dem vielfach als historisch bezeichneten Pariser Klimagipfel müssen auch in Deutschland die Weichen für mehr Klimaschutz gestellt werden“, fordert die Linksfraktion. Solarify dokumentiert den Antrag. weiterlesen…

VDE-Studie zeigt Weg zum „atmenden“ Stromnetz

Flexibler Umbau für Energiewende durch dezentrale Automatisierung

Weil sich durch den wachsenden Anteil der stark fluktuierenden Stromerzeugung aus erneuerbaren Energiequellen infolge der EnergiewendeHochspannungsleitung bei Wiesbaden - 20130407 Foto © ho die Energieflüsse in den Verteilnetzen nicht nur je nach Lastsituation, sondern auch nach Wetterlage ändern, müssen die Stromverteilnetze bedarfsorientiert umgebaut und flexibilisiert werden. Das stellt die Verteilnetze vor erhebliche wirtschaftliche wie technische Herausforderungen. Eine Lösung gibt es jedoch, die der Technologieverband VDE jetzt in einer neuen Studie aufzeigt: Den Umbau der Stromverteilnetze in „aktive Verteilnetze“. weiterlesen…

30 Jahre Tschernobyl und die Energiewende

Aus Politik und Zeitgeschichte: „Energie global“

Die Bundeszentrale für Politische Bildung hat in ihrer Schriftenreihe „Aus Politik und Zeitgeschichte“ ein Heft über das Thema Energie publiziert: „Energie global„. Vor 30 explodierte der Druckbehälter des Atomkraftwerks „Wladimir Iljitsch Lenin“ bei Tschernobyl und der bisher nur theoretisch bekannte GAU, der größte anzunehmende Unfall, mündete in die bis dahin schlimmste Katastrophe der zivilen Atomenergienutzung – die Zahlenangaben schwanken zwischen 50 und 93.000 (noch zu erwarteten) Opfern – und das von nur 44,152 Kilogramm in die Atmosphäre gelangtem Material (berechnet aus der in wikipedia.org veröffentlichten Tabelle der wichtigsten freigesetzen Radionuklide). Vor fünf Jahren folgte im japanischen Fukushima ein weiterer nuklearer GAU. Beide Unglücke haben dazu beigetragen, dass Deutschland inzwischen klar auf Atomausstiegskurs ist und 30 Jahre nach Tschernobyl eine „Energiewende“ eingeleitet hat. weiterlesen…

Energie um 1 % teurer

Energiepreismonitor April 2016 von Agora-Energiewende und European Climate Foundation: Erstmals wieder steigende Energiepreise

Die Belastung der deutschen Energieverbraucher ist von Februar auf März 2016 um ein Prozent gestiegen, so der aktuelle Preismonitor von Agora-Energiewende und der European Climate Foundation. Im historischen Vergleich bleibt Energie aber noch so günstig wie zuletzt vor fast sechs Jahren. Der deutlichste Anstieg zeigt sich bei den Kosten für Heizöl.
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Zivilgesellschaft will Klimaziele schärfen

Mehr als 40 Organisationen legten gemeinsamen „Klimaschutzplan 2050“ vor

PK 40 NGOs für Klimaschutzplan 2050 - Foto © Gerhard Hofmann, Agentur ZukunftIn einem im Rahmen einer Pressekonferenz vorgestellten „Klimaschutzplan 2050 der deutschen Zivilgesellschaft“ heißt es, dass ein ambitionierter Klimaschutzpfad nur eingeschlagen werde, wenn Deutschland sein Reduktionsziel von 40 Prozent weniger CO2 bis 2020 erreiche. Dafür sei u. a. ein zusätzliches Abschalten von Braunkohlekraftwerken notwendig. Dies erforderten die Pariser Klima-Beschlüsse, mit denen sich die Weltgemeinschaft auf eine Begrenzung der Erderwärmung auf deutlich unter 2 Grad, und wenn möglich unter 1,5 Grad Celsius, geeinigt hat. Derzeit liegt das deutsche Klimaziel für das Jahr 2050 bei 80 bis 95 Prozent CO2-Reduktion. weiterlesen…

Berlin erhöht Druck auf Brüssel

Hendricks bat, Doel und Tihange bis zur Klärung „offener Sicherheitsfragen“ herunterzufahren

Umweltministerin Barbara Hendricks hat einer BMUB-Mitteilung zufolge die belgische Regierung gebeten, die zwei Schrott-Reaktorblöcke Tihange 2 und Doel 3 aus Sicherheitsgründen vorübergehend vom Netz zu nehmen, bis „offene Sicherheitsfragen“ geklärt seien. Denn die störanfälligen Meiler stellen auch für deutsche Städte permanente Bedrohungen dar. Tihange liegt rund 60, Doel rund 130 Kilometer von der deutschen Grenze entfernt.
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