Abgas-Skandal: Fast alle auffällig – Sammelklagen

Länder-Verbraucherschutzminister wollen Sammelklagen einführen

In Deutschland gibt es keine Sammelklagen – noch nicht. Dabei wären sie durchaus hilfreich. Das riet die EU schon vor drei Jahren ihren Mitgliedsländern. Das könnte sich aber nun ändern, wie Zeitungen berichten, denn die Verbraucherschutzminister der Länder wollen „Musterklagen in Verbraucherangelegenheiten“ einführen, um auf Fälle wie den VW-Abgas-Skandal reagieren zu können. Bisher nämlich haben einzelne Verbraucher gegen einen großen Konzern wie VW oder Daimler keine Chance, sagte NRW-Umweltminister Johannes Remmel, Vorsitzender der Verbraucherschutz-Ministerkonferenz. weiterlesen…

Vattenfall ist Braunkohle los

Tschechischer Konzern übernimmt – Vattenfall will CO2-Ausstoß um mehr als 50 Mio. t/a senken

Vattenfalls ostdeutsche Kohlekraftwerke samt Lausitzer Tagebaue mit 7.500 Mitarbeitern übernimmt endgültig das tschechische EVU EPH, wie beide Seiten am 18.04.2016 mitteilten. EPH, dem bereits die Mitteldeutsche Braunkohlegesellschaft (Mibrag) gehört, hat sich für den Kauf mit dem tschechischen Finanzinvestor PPF Investments zusammengetan. weiterlesen…

Die große Stromlüge

Hervorragende TV-Doku auf arte

Solarify empfiehlt selten Filme, aber „Die Große Stromlüge“ von Cécile Allegra, Patrick Dedole und ihrem Kameramann Cédric Terrasson ist eine Dokumentation, die einem unter die Haut geht. Ein Film, so Hans-Josef Fell, „den jeder sehen muss, der verstehen will, warum es den Erneuerbaren Energien in der EU und Deutschland so schlecht geht“. Das findet Solarify auch. weiterlesen…

Novellierungs-Entwurf der Anreizregulierungsverordnung

BMWi leitet Länder- und Verbändeanhörung ein

Das BMWi hat am 19.04.2016 die Länder- und Verbändeanhörung für den Entwurf einer „Zweiten Verordnung zur Änderung der Anreizregulierungsverordnung“ eingeleitet. Laut einer Mitteilung auf der Webseite sind Stellungnahmen zum Verordnungsentwurf bis zum 03.05.2016 möglich. weiterlesen…

Tschernobyl – Eine Chronik der Zukunft

Kommentar von Christian von Hirschhausen – mit freundlicher Genehmigung

Vor 30 Jahren, am 26. April 1986, um 1:24 Uhr in der Nacht, explodierte der Reaktordruckbehälter im Block 4 des sowjetischen Atomkraftwerks „W. I. Lenin“ in Tschernobyl, an der Grenze zwischen der ukrainischen und der weißrussischen Sowjetrepublik. Das schwerste Reaktorunglück in der Geschichte der Atomkraft entstand aus einer Mischung falsch ausgelegter Anlagen und menschlicher Fehler bei deren Betrieb. Die ausgetretene Radioaktivität machte die Gegend für tausende von Jahren unbewohnbar und zog über Weißrussland auch nach Skandinavien und Mitteleuropa. Niemand, der diese Tage im Frühling 1986 bewusst erlebt hat, wird die Ungewissheit, die Hilflosigkeit der Politiker – von Michail Gorbatschow bis zum deutschen Innenminister Friedrich Zimmermann – und die Machtlosigkeit vor dem unkontrollierbaren Atom vergessen. weiterlesen…

Wenig Freude an EEG-Novelle 2016

BMWi leitet Länder- und Verbände-Anhörung ein – scharfe Kritik

Das BMWi hat laut einer Mitteilung am 14.04.2016 die Länder- und Verbände-Anhörung zum EEG 2016 eingeleitet. Letztere reagierten spontan mit scharfer Kritik. Der Anteil der Erneuerbaren am Stromverbrauch solle steigen, schreibt das Ministerium. Das EEG 2016 sei das zentrale Instrument, um das Ausbauziel (bis 2050 von derzeit 32 auf mindestens 80 %) „geordnet zu erreichen“. Künftig sollen die EEG-Vergütungen nicht mehr staatlich festgelegt, sondern durch Ausschreibungen wettbewerblich am Markt bestimmt werden. weiterlesen…

Stromgestehungskosten sinken ab 2020

…durch Einsatz von Lastmanagement, Wärme- und Pumpspeicher – Studie vergleicht wirtschaftliche und technische Optionen

2050 sollen mindestens 80 Prozent des Stroms erneuerbar erzeugt werden – so will es die Regierung. Wissenschaftler des Öko-Instituts erforschten nun den Weg dorthin, nämlich, wie sich der steigende Anteil Erneuerbarer Energien mit Speichern, Netz- und Lastmanagement optimal in das Energiesystem integrieren lässt. Das jetzt erschienene BINE-Projektinfo „Stromversorgung für 2050 modellieren“ (02/2016) stellt mögliche Grundstrukturen der Stromerzeugung und -verteilung für die Jahre 2020, 2030 und 2050 vor. weiterlesen…

Energieeffizienz ist Wachstumsmarkt

Branche setzt 10% mehr um – Wichtigster Markttreiber jetzt Politik, nicht mehr Energiepreise

Anbieter von Energieeffizienzlösungen haben 2015 einen Umsatz von hochgerechnet 135 Milliarden Euro in Deutschland erwirtschaftet. Der Markt ist damit laut dem am 12.04.2016 in Berlin vorgestellten Branchenmonitor Energieeffizienz 2016 zwischen 2014 und 2015 um knapp 10 Prozent gewachsen. Die Marktanalyse basiert auf einer Unternehmensbefragung der Deutschen Unternehmensinitiative Energieeffizienz e.V. (DENEFF) in Zusammenarbeit mit der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC). Sie erscheint bereits im vierten Jahr in Folge. weiterlesen…

Digitalisierungsgesetz „ohne Sinn und Ziel“

BEE: „Alibi-Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende – vermeidbare Kostenlawine droht“

Der Bundesverband Erneuerbare Energien (BEE) sprach sich am 13.04.2016 in der Anhörung des Wirtschaftsausschusses des Bundestags zum Entwurf eines Gesetzes zur Digitalisierung der Energiewende klar gegen die zwangsweise Einführung von Smart-Metern bei neuen und bestehenden Ökostrom-Anlagen aus. BEE-Geschäftsführer Hermann Falk: „Das Gesetz führt zu einer überflüssigen Kostenlawine, der Nutzen ist nicht ersichtlich.“ weiterlesen…