„Bahnbrechende Vereinbarung“ über Lieferung von grünem Wasserstoff aus Australien

Fortescue und Covestro einig

Wasserstoff-Tanklastzug - Foto © Gerhard Hofmann für SolarifyDas australische Unternehmen Fortescue Future Industries (FFI) („Grüner Wasserstoff kann uns retten, aber das Warten darauf nicht“), hundertprozentige Tochter des australischen Eisenerzgiganten Fortescue Metals Group, setzt seine hochfliegenden Ambitionen in Sachen grünem Wasserstoff durch eine langfristige Liefervereinbarung mit dem führenden deutschen Polymerunternehmen Covestro in die Tat um. FFI will laut der Absichtserklärung ab 2024 jährlich das Äquivalent von 100.000 Tonnen mit Photovoltaik produziertem grünem Wasserstoff und dessen Derivaten, einschließlich grünes Ammoniak, liefern – so Blake Match am 18.01.2022 im Portal pv magazine Australien. weiterlesen…

Rekord-Bioanteil im Diesel 2020

UFOP: Technologieoffenheit Voraussetzung zur Erfüllung der steigenden Quotenverpflichtungen

Die im Quotenjahr 2020 dem Dieselkraftstoff beigemischte Biokraftstoffmenge lag mit etwa 3,45 Mio. t um ca. 1 Mio. t über dem bisherigen Rekordwert von 2019. Die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen e.V. (UFOP) interpretiert dieses Ergebnis in einer Medienmitteilung vom 05.01.2022 so, dass die zum 01.01.2022 auf 7 % angehobene und bis 2030 auf 25 % ansteigende Treibhausgas(THG)-Minderungsverpflichtung erfüllbar ist. Voraussetzung für die Erfüllung der mit Blick auf das Jahr 2030 insbesondere für den Verkehrssektor herausfordernden THG-Reduktionsverpflichtungen gemäß Klimaschutzgesetz ist und bleibt jedoch ein für alle Erfüllungsoptionen technologieoffener Ansatz in der Herstellung und Anwendung von Biokraftstoffen sowie synthetischen Kraftstoffen aus erneuerbaren Strom. weiterlesen…

Kohleausstiegs-Deal mit Südafrika zum Leben erwecken

Geschlechtergerechtigkeit schwächelt noch

Deutschland hat in Glasgow angekündigt, Südafrika mit 700 Millionen Euro beim Ausstieg aus der Kohleverstromung zu unterstützen. Um jedoch den südafrikanischen Kohleausstieg ohne wirtschaftliche und sozioökonomische Verluste zu gewährleisten, muss ein regionaler und nationaler Plan für einen gerechten Übergang sorgen. Das Team COBENEFITS am Institut für transformative Nachhaltigkeitsforschung (IASS) legt eine Analyse zur Dekarbonisierung vor, in der es datenbasierte Empfehlungen ausspricht für Maßnahmen in Südafrikas Kohleabbauzentrum Mpumalanga. weiterlesen…

Kleiner und viel stärker: Neue Stadtwerke-Windräder

Drei neue Anlagen entstehen bei Großbeeren südlich Berlins

Auf einem Feld bei Großbeeren, etwa 25 Kilometer südlich des Berliner Alexanderplatzes, errichten die Berliner Stadtwerke einer Medienmitteilung vom 13.01.22 zufolge einen aus drei Hochleistungsanlagen bestehenden Windpark mit einer Gesamtleistung von 17,1 Megawatt. Die auf Grundstücken u. a. der Berliner Stadtgüter bis Februar 2022 wachsenden drei Türme des deutschen Herstellers Nordex haben es in sich: Sie messen bis zur Flügelspitze 180 Meter, wobei die an der Turmspitze in 105 Metern angebrachten Rotorblätter einen Durchmesser von 149 Metern bestreichen. Das bedeutet hier bei etwa 20 Meter weniger Höhe gegenüber vielen bisher gebauten Anlagen einen rund 30 Meter größeren Rotordurchmesser. weiterlesen…

Energieimporte aus Sonnenstaaten

Einfuhr grünen Wasserstoffs kein Selbstläufer

Viele Regierungen und auch die Europäische Kommission streben die Klimaneutralität für das Jahr 2050 oder früher an. Ein Baustein in vielen Plänen ist der Import von grünem Wasserstoff und Methan aus Nordafrika oder dem Mittleren Osten, wo der verlässliche Sonnenschein geringe Stromkosten für den Betrieb von Elektrolyseuren verspricht. Doch noch ist unklar, wie Regierungen den internationalen Handel mit grünen Kraftstoffen wirtschaftlich gestalten. Eine Studie unter Beteiligung der Fraunhofer-Einrichtung für Energieinfrastrukturen und Geothermie (IEG, Cottbus und Bochum) hat nun die wesentlichen Aspekte zusammengestellt. Sie bewertet das Potenzial von Energieimporten aus benachbarten Sonnenstaaten am 18.01.2022 im Fachjournal Computers & Industrial Engineering. (Foto: Gas-Tanker ARCTIC PRINCESS vor Hammerfest_(N) – © JoachimKohlerBremen – Eig. Werk, commons.wikimedia.orgCC BY-SA 4.0) weiterlesen…

EU untersagt Fusion südkoreanischer Gastankerwerften

Zusammenschluss würde zwei Drittel des LNG-Tanker-Marktes beherrschen

Wegen der Befürchtung von Wettbewerbseinschränkungen beim Bau großer Flüssigerdgas-Tanker hat die EU-Kommission ihr Veto gegen die geplante Fusion zweier Schiffbau-Schwergewichte in Südkorea eingelegt. Die EU kann im Rahmen der Fusionskontrollverordnung auch gegen den Zusammenschluss außereuropäischer Unternehmen ihr Veto einlegen, wenn diese einen entscheidenden Einfluss auf den rund 450 Millionen Menschen umfassenden gemeinsamen EU-Markt hätte, schreibt euractiv am 14.01.2022. (Foto: Erdgas-Tankschiff – Foto © TheoRivierenlaan auf pixabay) weiterlesen…

Habeck und die Grenzen des Vogelschutzes

Geraten Windenergie-Pläne in Konflikt mit EU-Recht?

Die neue Bundesregierung will den Ausbau von Onshore-Windenergie wieder in Gang bringen und lässt die Windkraftindustrie in ganz Europa auf Rückenwind vom ehemaligen Weltmeister der Onshore-Windenergie hoffen. Doch dabei könnte es zu Konflikten mit den Naturschutzverbänden und EU-Recht kommen, schreibt Nikolaus Kurmayer auf euractiv.com. weiterlesen…

Rund 1.000 Kilometer zusätzlicher Trassen

Bundesnetzagentur bestätigt Netzentwicklungsplan Strom 2021-2035

Die Bundesnetzagentur hat am 14.01.2022 den Netzentwicklungsplan Strom 2021-2035 bestätigt. Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur, dazu: „Netzplanung ist der Wegbereiter der Energiewende und des verstärkten Klimaschutzes. Gegenüber dem letzten Netzentwicklungsplan blicken wir nun weiter in die Zukunft. Die bisherige Planung erweist sich dabei einmal mehr als tragfähig, weiterer Netzausbau für ein klimaneutrales Zielnetz wird absehbar notwendig sein“, erklärte Homann und ergänzte: „Wir können bei der Planung des Stromnetzausbaus schnell auf die weitere Intensivierung des Klimaschutzes reagieren. Wir haben uns im Netzentwicklungsplan auf die Szenarien mit den intensiveren Erneuerbaren-Zielen fokussiert und bereiten auch für die neuen Offshore-Ziele den Weg.“ weiterlesen…

Bakterien produzieren Diesel-ähnlichen Kraftstoff

Mikrobielle Produktion von Biokraftstoffen der vierten Generation

Forscher der Universität Exeter haben in Zusammenarbeit mit dem Energie- und Petrochemiekonzern Royal Dutch Shell modifizierte Bakterien entwickelt, die bei Bedarf Kraftstoff produzieren. Die Wissenschaftler unter der Leitung von Professor John Love haben einen Weg gefunden, die Organismen dazu zu bringen, Kraftstoff zu produzieren, der fast identisch mit Diesel ist. weiterlesen…

IRENA sieht grünen Wasserstoff als möglichen Störfaktor

Neue gegenseitige Abhängigkeiten drohen

Laut einer Analyse der Internationalen Agentur für erneuerbare Energien (IRENA) könnte grüner Wasserstoff den Welthandel und die bilateralen Energiebeziehungen stören. Durch rasches Wachstum der globalen Wasserstoffwirtschaft könne sich die Position der Staaten verändern, wenn neue Wasserstoffexporteure und -verbraucher entstehen. Das könne zu erheblichen geoökonomischen und geopolitischen Verschiebungen führen. (Titel: Titel © irena.org) weiterlesen…