Mehr als 1.300mal Klimanotstand ausgerufen

1.354 Regierungen, Parlamente und Kommunalvertretungen repräsentieren 814 Millionen

Fridays-for-Future-Demonstration vor Reichstag - Foto © Gerhard Hofmann, Agentur Zukunft für Solarify1.354 Parlamente, Stadt- und Staatsregierungen von 25 Ländern haben bis zum 11.02.2020 den Klimanotstand ausgerufen. Die davon repräsentierte Bevölkerung beläuft sich auf 454 Millionen, von denen 53 Millionen (80 Prozent der Bevölkerung) im Vereinigten Königreich leben. In Neuseeland ist der Anteil mit 74 Prozent nahezu ebenso hoch. In Ländern wie der Schweiz und Italien sind es dagegen nur rund 25 Prozent. Das erklärt climateemergencydeclaration.org. weiterlesen…

Klimanotstands-Beschlüsse vielfach mehr als symbolisch

Viele Kommunen meinen es ernst

Fridays-for-Future-Demonstration am Brandenburger Tor - Foto © Agentur Zukunft für SolarifyImmer mehr Kommunen rufen den „Klimanotstand“ aus. Das ist für viele mehr als ein symbolisches Anerkennen der Klimakrise, wie eine jetzt veröffentlichte Studie des Instituts für ökologische Wirtschaftsforschung zeigt. Kommunen, die es sich vornehmen, alle kommunalen Maßnahmen verpflichtend auf ihre Klimawirkung zu prüfen und dies mit einem breiten Monitoring verbinden, heben den Klimaschutz auf eine neue Ebene, so die Einschätzung der Untersuchung. weiterlesen…

Schon 1974: Sorge um CO2-Konzentration

Schon vor 46 Jahren erkannte William D. Nordhaus: „Menschengemachte Emissionen beeinflussen Klima“

Es ist alles schon lange bekannt: Schon 1974 entwarf der spätere (2018) Nobelpreisträger William D. Nordhaus, ein makroökonomisches Modell des langfristigen Wachstums. Seine bahnbrechende Arbeit „Resources as a Constraint on Growth“, erschienen in der American Economic Review, enthielt als erste eine Darstellung der Kohlendioxidkonzentration und des Klimas in einem solchen makroökonomischen Rahmen und analysierte, wie der Klimawandel zu möglichst geringen Kosten eingedämmt werden konnte – weiterentwickelt 1975 unter dem Titel „Can we conrol carbon dioxide?“. 1977 definierte Nordhaus die sogenannte Zwei-Grad-Grenze (solarify.eu/zwei-grad-grenze – s.u.). weiterlesen…

Regierung zur Förderung von E-Fuels

Vor allem im Blick auf die Entwicklungszusammenarbeit

Bundestag - Foto © Gerhard Hofmann, Agentur Zukunft für SolarifyDie Förderung sogenannter E-Fuels (synthetischer Treibstoffe) ist – so der parlamentseigene Pressedienst heute im bundestag – ein Thema der Antwort der Bundesregierung (19/16829) auf eine Kleine Anfrage der Bundestags-FDP-Fraktion (19/16007). Darin schrieb die Fraktion zunächst, dass E-Fuels – mittels regenerativ erzeugten Stroms aus Wasserstoff und CO2 hergestellt – etwa im Verkehrssektor weltweit Anwendung finden könnten. Ein Vorteil sei, „dass die bestehenden Verbrennungsmotoren den synthetischen Kraftstoff tanken können und dafür auch das bereits existierende Tankstellennetz genutzt werden könnte“. weiterlesen…

Wieder Temperaturrekord in der Antarktis

18,3 Grad Celsius

Am 06.02.2020 ist an der argentinischen Forschungsstation Esperanza an der Nordspitze des Kontinents mit 18,3 Grad Celsius die wärmste jemals in der Antarktis verzeichnete Temperatur gemessen worden. Das übertraf den dort am 24.03.2015 aufgestellten Rekord von 17,5 ° Celsius um fast ein Grad. Die Temperaturaufzeichnungen von Esperanza reichen bis 1961 zurück. Das melden neben anderen das argentinische Portal Perfil und CNN. weiterlesen…

EU-Kraftwerks-Emissionen seit 1990 auf Tiefststand

Treibhausgase um 12 Prozent zurückgegangen – Kohle bricht ein, von Wind und Sonne überholt

Kohleverstromung in Berlin - Foto © Gerhard Hofmann, Agentur Zukunft für SolarifyDie Treibhausgasemissionen der Kraftwerke in der Europäischen Union sind im vergangenen Jahr so stark zurückgegangen wie nie zuvor seit 1990. Sie sanken um 120 Millionen Tonnen CO2 im Vergleich zu 2018, das entspricht einem Rückgang um 12 Prozent. Der EU-Stromsektor emittierte im vergangenen Jahr zwölf Prozent weniger CO2 als 2018. Der Anteil Erneuerbarer Energien an der Stromproduktion stieg EU-weit auf einen neuen Rekordwert von 35 Prozent. Das zeigt die sechste Analyse aktueller Stromdaten aus allen EU-Ländern durch Agora Energiewende und Sandbag „The European Power Sector in 2019“ vom 05.02.2020. weiterlesen…

Klimawandel: 300.000 Hektar Wald in Deutschland abgestorben

Bergwaldprojekt e.V. pflanzt mehr als 37.000 Bäume zur Förderung naturnaher Waldentwicklung

Durch Orkan zertsörter Wald bei Rathenow - Foto © Agentur Zukunft für Solarify„Die Klimakrise hat uns längst erreicht. 300.000 Hektar Wald sind in Deutschland infolge der Dürrejahre 2018 und 2019 abgestorben. Die Ursachen sind menschengemacht. Fichten- und Kiefernmonokulturen, die mehr als die Hälfte der deutschen Wälder ausmachen, sind am stärksten gefährdet,“ heißt es in einer Medienmitteilung von Bergwaldprojekt e.V. vom 05.02.2020. Seit 30 Jahren engagieren sich tausende Freiwillige für den naturnahen Waldumbau von labilen Nadelholzforsten hin zu klimastabilen Mischwäldern. Durch die Pflanzungen und den Schutz von standortheimischen Baumarten sollen die unverzichtbaren Schutzfunktionen unserer Wälder für Trinkwasser, Klima, saubere Luft, Artenvielfalt erhalten werden. weiterlesen…

UBA: Deutschland verringert Emissionen stärker als gedacht

2018 Reduktion um knapp 36 Millionen Tonnen – vier Prozent weniger Treibhausgase als 2017

Verkehr in Berlin - Stau oder S-Bahn, eine Alternative - Foto © Gerhard Hofmann, Agentur Zukunft für SolarifyInsgesamt 858,4 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente hat Deutschland 2018 ausgestoßen – 35,9 Mio. t bzw. 4 Prozent weniger als 2017 und 31,4 Prozent weniger im Vergleich mit 1990. Dies zeigen die Ergebnisse der Berechnungen, die das Umweltbundesamt (UBA) laut einer Medienmitteilung an die Europäische Kommission übermittelt hat. Am deutlichsten sind die Emissionen in der Energiewirtschaft zurückgegangen, deutlich weniger dagegen im Verkehr und der Landwirtschaft. „Dennoch scheint Deutschland seine Klimaziele für die Dekade nicht so weit zu verfehlen, wie ursprünglich geschätzt“, schreibt Florence Schulz am 22.01.2020 in EURACTIV.de. weiterlesen…

CO2-Emissionen im Verkehr sinken – aber nur relativ

Viele Autos emittieren viel

Dichter Verkehr auf der Berliner Ringautobahn bei Nacht - Foto © Agentur Zukunft für SolarifyIm Schnitt belasten Pkw Umwelt und Klima heute zwar weniger als früher, aber ihre steigende Zahl macht technische Verbesserungen zunichte: Pro Kilometer emittieren sie zwar 15 Prozent weniger CO2 als 1995 – weil aber mehr Pkw auf den Straßen unterwegs sind, sind die Emissionen insgesamt um 0,5 Prozent angestiegen. Gleiches gilt für Lkw: Die kilometerbezogenen bzw. spezifischen CO2-Emissionen sanken bei Lkw im Schnitt zwar um 30 Prozent. Weil ihre Anzahl aber gestiegen ist, sind die absoluten CO2-Emissionen im Straßengüterverkehr heute um 20 Prozent höher als 1995. Das zeigen Grafiken von Statista und Daten des Umweltbundesamtes. weiterlesen…