Leere Versprechen von G20- und G7-Staaten

EU-Länder haben keine Strategien für Ende von Fossil-Subventionen

Kein einziger EU-Mitgliedstaat hat bisher eine umfassende Strategie zum Abbau der Subventionen für fossile Brennstoffe aufgestellt, obwohl sich die G20 bereits vor zehn Jahren verpflichtet hatte, diese Subventionen bis 2025 zu beseitigen. Darüber hinaus zeigt eine neue Studie des Overseas Development Institute (ODI), der Friends of the Earth Niederlande und des Climate Action Network (CAN) Europe über die 28 nationalen Energie- und Klimapläne des Blocks, dass nur neun EU-Länder ihre Zusage bekräftigt haben, die Gelder abzubauen, wie Frédéric Simon am 09.09.2019 für EURACTIV.com schrieb. weiterlesen…

Greenpeace: Autos emittieren neun Prozent des weltweiten CO2

Aktivisten protestieren mit Monster-SUV gegen klimaschädliche Hersteller

„Laut einer Greenpeace-Studie emittiert allein VW so viel CO2 wie ganz Australien. Ob es stimmt oder nicht – es befeuert Aktivisten, die am Sonntag die IAA lahmlegen wollen“, schreibt Jens Koenen am 10.09.2019 im Handelsblatt. Demnach verursachen die zwölf größten Autokonzerne während der Produktion und mit den Emissionen ihrer Autos einen CO2-Fußabdruck größer als die gesamte Europäische Union. Gegen weitere klimaschädliche Pkw protestierten 15 Greenpeace-Aktivisten am 10.09.2019 mit einem überdimensionierten Geländewagen vor einem Eingang beginnenden Automesse IAA in Frankfurt. weiterlesen…

Wettbieten um den Steinkohleausstieg

Ein Entwurf des Wirtschaftsministeriums

Dem Reduktionspfad der Kohlekommission folgend, wird dafür jedes Jahr eine bestimmte Menge an Steinkohle ausgeschrieben, die abgeschaltet werden muss. Im Rahmen dieser Ausschreibungen können die Betreiber der Kraftwerke dann anbieten, bei welcher Entschädigungssumme sie bereit wären, ihre Anlagen stillzulegen – einer Auktion gleichend. Für jede Ausschreibung soll jedoch vorab ein Höchstwert festgelegt werden und der letztendliche Zuschlag für die Abschaltprämie wird sich wohl nach einer Kombination aus Preis und CO2-Emissionen der betroffenen Anlage ergeben. weiterlesen…

Deutsche Autohersteller in puncto Klimaschutz „auf der Zielgeraden“

Studie von Agora Verkehrswende bescheinigt BMW, Daimler und VW überraschend gute Chancen, ihre CO2-Zielwerte für das Jahr 2021 zu erreichen. Die Politik sollte sie jetzt mit „eindeutigen Signalen“ unterstützen.

Der Expertise, die der International Council on Clean Transportation (ICCT) im Auftrag von Agora Verkehrswende angefertigt hat, liegen Szenarien zugrunde, die auf öffentlichen Ankündigungen der Hersteller beruhen und aus den Produktstrategien der vergangenen Jahre abgeleitet sind. Danach besteht bei allen Herstellern „ein Potenzial zur Verbesserung des konventionellen Verbrennungsmotors“; ihre CO2-Zielwerte für das Jahr 2021 können die Hersteller jedoch nur mit einer „deutlich entschiedeneren Elektrifizierung der Neufahrzeugflotte“ erreichen. weiterlesen…

Mehr Hitze, weniger Kälte

ETHZ: Europa erwärmt sich

Lorenz und ihre Kollegen untersuchten Messwerte von europäischen Wetterstationen aus den Jahren 1950 bis 2018. In diesem Zeitraum analysierten sie die 1% Tage mit Hitzestress sowie die 1% kältesten Tage. Sie analysierten außerdem den jeweils heißesten Tag oder die kälteste Nacht pro Jahr und untersuchten, wie sich dieser Maximal- bzw. Minimalwert im Laufe der Zeit verändert hat. weiterlesen…

Weißblaue Klima-Musterschüler

CSU prescht beim Klimaschutz vor

Als erste der drei Koalitionsparteien hat die CSU ein Klimakonzept verabschiedet. Parteichef und Ministerpräsident Markus-Söder sprach laut der CSU-Internetseite von einem „Klimaplan statt Klimaideologie“ – ein Seitenhieb auf die Grünen. Der CSU-Vorstand billigte im Rahmen einer Klausurtagung am Starnberger See einstimmig die neue „Klimastrategie“. Mit diesem Konzept will die CSU nun in die entscheidende Phase der Koalitionsberatungen über ein großes Klimaschutzpaket gehen. (Foto: Heizkraftwerk nahe Bad Tölz – © Dieter Fichtner für Solarify) weiterlesen…

Mineralölwirtschaft will Energiesteuer durch CO2-Bepreisung ersetzen

BUND fordert Autobauer zur Abkehr vom SUV auf

Zur Internationalen Automobilausstellung (IAA) hat die Umweltorganisation BUND von der Industrie einen Strategiewechsel verlangt. Die deutsche Auto-Industrie baut nach Meinung des Bund Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) nicht nur zu viele, sondern auch noch die falschen Autos, schreibt das Hamburger Abendblatt. Statt dicker Elektro- oder Hybrid-SUVs brauche es ganz andere Angeboten, forderte BUND-Vizevorsitzender Ernst-Christoph Stolper. Denn in die großen Geländewagen jetzt Elektromotoren einzubauen, reiche bei weitem nicht aus. Scholz will SUVs stärker zur Kasse bitten; künftiger ver.di-Chef fordert einkommensbezogene CO2-Steuer. weiterlesen…

Abgasskandal: Immer mehr Klagen erfolgreich

RBB-Kontraste: Manche VW-Diesel wegen „Thermofenster“ nach Update schmutziger

SUV – Foto © Gerhard Hofmann, Agentur Zukunft für SolarifyVW-Diesel stoßen trotz Software-Updates noch immer zuviel Schadstoffe aus. Wie das ARD-Politikmagazin Kontraste (RBB: „Diesel-Skandal – Immer noch illegale Abschalteinrichtungen in VW-Modellen?“) herausfand, wird die Abgasreinigung deutlich gedrosselt, sobald die Temperatur unter 15 Grad fällt oder über 33 Grad steigen. Neues Wort: „Thermofenster“. Die Kanzlei Dr. Stoll & Sauer hat zahlreiche Verurteilungen von Abgas-Betrügern aufgelistet. weiterlesen…

Agro-PV maximiert Erträge

Studie der Oregon State University: Am produktivsten für Sonnenenergie ist Ackerland

Eine am 07.08.2019 in der Zeitschrift Scientific Reports veröffentlichte Studie der Oregon State University (OSU) kommt zu dem Schluss, dass es ausreicht, wenn weniger als 1% der landwirtschaftlichen Nutzfläche in Solarparks umgewandelt würde, um den weltweiten Bedarf an elektrischer Energie zu decken. Das Konzept der gemeinsamen Erschließung derselben Fläche für Photovoltaik und konventionelle Landwirtschaft wird als Agro-PV bezeichnet. weiterlesen…

Städte natürlich kühlen

Ob Bäume die Temperatur in der Stadt abkühlen, hängt von ihrer Umgebung ab

„Wir wissen, dass Pflanzen das Klima in einer Stadt angenehmer machen. Nun wollten wir herausfinden, wie viele Grün­flächen es tatsächlich braucht, um eine deutlich kühlende Wirkung zu erzielen“, sagt Gabriele Manoli, ehemaliger Postdoc an der Professur für Hydrologie und Wasserwirtschaft der ETH Zürich und Erstautor der in Nature publizierten Studie. weiterlesen…