Dezentrale CO2-freie Wärmeerzeugung, Endenergieverbrauch gesenkt und Wärmenetze ausgebaut

Wie der Gebäudesektor die Klimaziele doch noch erreichen kann

Mit den aktuell beschlossenen Maßnahmen zum Klimaschutz wird Deutschland weder seine bisherigen noch die verschärften europäischen Klimaschutzziele im Gebäudesektor bis 2050 erreichen, so eine gemeinsame Medienmitteilung vom 11.05.2021 des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE, des Öko-Instituts und des Hamburg Instituts. Wie dies doch möglich wäre, zeigen zwei Roadmaps eines Forschungsteams, in dem es Maßnahmen und politische Instrumente vorstellt, mit denen die dezentrale Wärmeerzeugung kein CO2 mehr ausstößt, der Endenergieverbrauch gesenkt und die Wärmenetze ausgebaut werden können (Foto: Im Freiburger Stadtteil Gutleutmatten wurden dezentrale Solarthermie-Anlagen innovativ in ein Nahwärmenetz eingebunden – © fraunhofer.ise). weiterlesen…

Redox-Flow-Revolution vom UMSICHT

Schritt in Richtung Massenmarkt

Redox-Flow-Batterien eignen sich hervorragend, um große Mengen regenerativer Energien zu speichern. Allerdings sind sie bislang noch zu teuer für den Massenmarkt. Forschende des Fraunhofer-Instituts für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT haben einer Medienmitteilung vom 05.05.2021 zufolge das „Herz“ einer Redox-Flow-Batterie – den Stack – vollständig re-designt – und konnten so den Materialeinsatz und die Kosten massiv senken. Dafür erhalten sie den Joseph-von-Fraunhofer-Preis. weiterlesen…

Erneuerbarer Ottokraftstoff mit 20 Prozent weniger CO2-Ausstoß

Verkauf von Blue Gasoline im Laufe des Jahres auch an regulären Tankstellen

Das Angebot an erneuerbaren, CO2-reduzierten Kraftstoffen wächst. Nach dem R33 Blue Diesel (22 % CO2-Emissionen weniger als klassischer Diesel) haben Bosch, Shell und Volkswagen nun einen kohlenstoffarmen Ottokraftstoff namens Blue Gasoline auf den Markt gebracht. Der neue Kraftstoff enthält – einer gemeinsamen, hier von Solarify dokumentierten Medienmitteilung der drei Unternehmen zufolge – ebenfalls bis zu 33 Prozent Erneuerbare Energie und sorgt für eine Reduzierung der Kohlendioxid-Emissionen um mindestens 20 Prozent. weiterlesen…

Enzym in Pilz entdeckt

Katalysator für biochemische Reaktion zum Abbau von Lignozellulose

Forscher unter Leitung der University of York haben ein Enzym in einem Pilz entdeckt, das als Katalysator eine biochemische Reaktion zum Abbau von Lignozellulose auslösen kann. Die Entdeckung dieses neuartigen Enzyms, das eine wertvolle Chemikalie aus landwirtschaftlichen Abfällen freisetzt, könnte ein wichtiger Durchbruch bei der Aufwertung erneuerbarer Kraftstoffe und Chemikalien sein, zeigt eine ihre Untersuchung. weiterlesen…

NABU und BSW definieren Solarpark-Standards

Gesamtversiegelungsgrad soll 5 % der Fläche nicht überschreiten

Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) und der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW) haben sich einer gemeinsamen Pressemitteilung vom 05.05.2021 zufolge auf Kriterien für naturverträgliche Photovoltaik-Freiflächenanlagen verständigt. Dabei wurden „Win-Win-Lösungen“ für Natur- und Klimaschutz angestrebt. weiterlesen…

Energiewende beschleunigen

Forschungsgruppe entwickelt smarte Steuerung des dezentralen Systems

Das deutsche Energiesystem verändert sich fundamental: Es wird dezentraler und selbstorganisiert, viele Erneuerbare-Energien-Anlagen treten an die Stelle weniger Großkraftwerke – viel mehr Akteure, die technisch und organisatorisch in ein nachhaltiges Energiesystem eingebunden werden müssen. Wie kann das funktionieren? Die Nachwuchsforschungsgruppe SteuerBoard Energie von Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW), der Leuphana Universität Lüneburg und dem Ecolog-Institut für sozial-ökologische Forschung und Bildung untersucht einer IÖW-Medienmitteilung vom zufolge mit Förderung des Bundesforschungsministeriums, wie das erneuerbare dezentrale Energiesystem auf verschiedenen Ebenen gesteuert werden kann. weiterlesen…

IEA warnt vor Mangel an kritischen Mineralien

Gefahr für die weltweite Energiewende

Die Internationale Energie-Agentur IEA hat ihren Bericht „The Role of Critical Minerals in Clean EnergyTransitions“ veröffentlicht. Darin warnt sie vor einem Mangel an kritischen Mineralien aufgrund der voranschreitenden Energiewende. Die Versorgung mit kritischen Mineralen, die für wichtige saubere Energietechnologien wie Elektrofahrzeuge und Windkraftanlagen unerlässlich sind, müsse in den kommenden Jahrzehnten stark zunehmen, um die Klimaziele der Welt zu erreichen, so die IEA. Dies schaffe potenzielle Energiesicherheitsrisiken, denen sich die Regierungen jetzt stellen müssten (Bild: Kritische Mineralien – Titel © iea.org). weiterlesen…

Nicht so unschuldig wie es scheint

Wasserstoff für die Leistung von Perowskiten im Auge behalten

Forscher der Materialabteilung des College of Engineering der University of California Santa Barbara (UCSD) haben eine wesentliche Ursache für Einschränkungen des Wirkungsgrads in einer neuen Generation von Solarzellen aufgedeckt. Sie entdeckten, dass Wasserstoff eine führende Rolle bei der Bildung von Defekten in einer Perowskitschicht spielt, die deren Leistung als PV-Geräte einschränken. Die Entdeckung, so die Forscher, bietet weitere Einblicke in bereits durch Versuch und Irrtum ermittelte Beobachtungen und könnte dazu beitragen, die bereits beeindruckenden Wirkungsgradleistungen von Perowskiten noch weiter zu steigern. (Grafik: Wasserstofflücke in Perowskit – llustration © Xie Zhang, engineering.ucsb.edu). weiterlesen…

Wasserstoffproduktion im eigenen Garten

Kleinwindgeneratoren und private Produktion

Privathaushalte benötigen laut Angaben des Bundesumweltamts für Strom und Wärme rund ein Viertel der gesamten in Deutschland verbrauchten Energie, die wird. Dabei wird gut die Hälfte der Energie aus Erdgas und Erdöl gewonnen. Im Hinblick auf den sich verschärfenden Klimawandel ist diese Bilanz ernüchternd. Daher soll künftig jedermann mit kleinen Windrädern Wasserstoff für den Eigenbedarf produzieren können. Leichtbauexperten des Fraunhofer-Instituts für Angewandte Polymerforschung IAP, der BTU Cottbus und ein Industriepartner entwickeln einer Medienmitteilung vom 03.05.2021 zufolge dafür jetzt die dazu nötigen Bestandteile: kleine effiziente Rotoren und sichere Tanks (Foto: Kleinwindrad zur Wasserstoffproduktion – © fraunhofer-iap). weiterlesen…

CO2-Preis überspringt erstmals 50-Euro-Marke

Verdreifachung innerhalb eines Jahres

Die Erwartung verschärfter Klimaschutz-Bemühungen treibt die Preise für Verschmutzungsrechte auf ein Rekordhoch. Die von der EU ausgegebenen Emissionszertifikate übersprangen am erstmals die Marke von 50 Euro und stiegen um 1,3 Prozent auf 50,05 Euro je Tonne ausgestoßenem CO2. Dieser Preis hat sich damit innerhalb eines Jahres verdreifacht. Hohe CO2-Preise setzen besonders Betreiber von Kohlekraftwerken unter Druck. In Deutschland wollen denn auch immer mehr EVU ihre Kohlekraftwerke vorzeitig vom Netz nehmen, wenn sie dafür entschädigt werden. „Es gibt einen ganzen Korb preistreibender Faktoren“, sagte Analystin Ingvild Sorhus vom Datenanbieter Refinitiv gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters. weiterlesen…