Industrieunternehmen werden zu Stromlieferanten

Fast die Hälfte will selbst Strom erzeugen, die andere Hälfte bleibt skeptisch

In Deutschland könnten in den kommenden Jahren Tausende neue Stromproduzenten entstehen. Vier von zehn Industrieunternehmen (45 Prozent) können sich vorstellen, künftig selbst Strom zu erzeugen und an andere Unternehmen oder Privathaushalte zu verkaufen. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Befragung von 506 Unternehmen im Auftrag des Digitalverbands Bitkom. weiterlesen…

MCC-Vorschlag: Klimapolitik sozial gerecht gestalten

Kurzdossier Steuerreform – Negative Verteilungseffekte vermeiden

CO2-Preise fördern durch Anreize für Investitionen in klimafreundliche Technologien den Übergang zu CO2-armen Wirtschaften, belasten aber zunächst vor allem Geringverdiener. Mit den Einnahmen aus CO2-Bepreisung sollten daher im Gegenzug diese Haushalte besonders entlasten – am Ende könne dabei sogar mehr Geld im Portemonnaie der Verbraucher übrig bleiben als vorher – so jedenfalls ein Kurzdossier des Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change (MCC). weiterlesen…

Ein Sonntag fast ohne Kohlestrom

Am 30. April lieferten Erneuerbare Energien im Mittel fast zwei Drittel des Stroms in Deutschland. Dafür standen so viele Kohlekraftwerke wie noch nie still.

Wind und PV bei Bitterfeld - Foto © Gerhard Hofmann, Agentur Zukunft für SolarifyVon 15 bis 16 Uhr arbeiteten sie nur noch mit einer Leistung von knapp 8 Gigawatt. Die Steinkohlekraftwerke waren auf 1,8 GW heruntergefahren worden, Braunkohlekraftwerke lieferten hingegen immer noch etwa 6,2 GW. Kernkraftwerke reduzierten ihre Leistung von 7,9 auf 5 GW. Das zeigt eine aktuelle Auswertung der Stromdaten durch Agora Energiewende. weiterlesen…

Germanwatch: „Gipfel des Zynismus und der Dummheit“

Trumps Berater wollen offenbar Austritt aus Pariser Klimaabkommen empfehlen – scharfe Kritik von Germanwatch

Christoph Bals, Germanwatch - Foto © Gerhard Hofmann, Agentur Zukunft für SolarifyNach übereinstimmenden US-Medienberichten wollen Berater Trumps dem US-Präsidenten offenbar zum Austritt aus dem Pariser Klimaabkommen raten. Dazu erklärt Christoph Bals, Politischer Geschäftsführer von Germanwatch, am 03.05.2017: „Ein Austritt aus dem Pariser Klimaabkommen wäre der Gipfel des Zynismus und der Dummheit. Dies würde alle Befürchtungen bestätigen, dass die US-Regierung die globale Klimakrise nicht einmal eindämmen will. Damit würde die US-Regierung auch die amerikanische Wirtschaft von der internationalen Energierevolution und Wachstumsmärkten der Zukunft abkoppeln.“ weiterlesen…

PV-Kosten weiter im Sinkflug

Investition in Deutschland immer billiger

Der deutsche Solarmarkt blieb 2016 mit einem Zubau von nur 1,53 Gigawatt weit hinter der Planung der Bundesregierung (2,4 – 2,6 GW) zurück. Der Auswertung des Portals „Strom-Report“ zufolge haben die Investitionen in neue PV-Anlagen in Deutschland im vergangenen Jahr mit 1,58 Milliarden Euro abgenommen – gegenüber 2010 (19,5 Mrd. und 7,5 GW) sind sie gar um 92 Prozent gesunken. Die Investitionen in Photovoltaik machen nur noch 11 % des Gesamtvolumens von 14,2 Mrd. € des Erneuerbare Energien-Marktes aus. weiterlesen…

Endenergieverbrauch wird sinken

NEEAP: Mehr als Prophezeiung: Von 2008 bis 2020 um 12%

Die Bundesregierung sei davon überzeugt, dass der Endenergieverbrauch sinken wird. Der Verbrauch habe 2015 stagniert bzw. sei gestiegen, heißt es zwar in dem von der Bundesregierung als Unterrichtung (18/11973) vorgelegten Nationalen Energieeffizienz-Aktionsplan 2017 (NEEAP). Schätzungen deuteten aber darauf hin, dass der gesamte deutsche Primärenergieverbrauch zwischen 2008 und 2020 insgesamt voraussichtlich um gut 12 % zurückgehen werde. weiterlesen…

Seit 1977 mehr als 17.300 Forschungsprojekte für rund 12 Milliarden Euro

40 Jahre Energieforschungsprogramm der Bundesregierung

Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries eröffnete am 02.05.2017 im BMWi den Festakt zu „40 Jahre Energieforschungsprogramm der Bundesregierung“ – zugleich Auftakt zur Konferenz „Zukunft der Energieforschung“ im Anschluss an den Festakt. Rund 150 Experten aus Wirtschaft und Wissenschaft waren erwartet worden. weiterlesen…

Keiner haftet für Grenz-GAU

Studien belegen mangelhafte Absicherung grenznaher Atomunfälle

Doel, Fessenheim, Temelin – Deutschland ist umgeben von alten Atommeilern. Entsprechend wächst die Sorge vor einem schweren Unfall. Neue Studien zeigen nun: Die Opfer eines Super-GAU würden nach heutiger Rechtslage weitgehend auf den Schäden sitzen bleiben. Denn die AKW jenseits von Deutschlands Grenzen sind allesamt nicht ausreichend versichert. Zu diesem Ergebnis kommen Analysen des Forums Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft (FÖS) sowie des Berliner Anwalts Hartmut Gaßner im Auftrag des Ökoenergieanbieters Greenpeace Energy. weiterlesen…

Exportstopp für Brennelemente in Schrott-AKW gefordert

Hendricks: „Geht nicht“ – Rede „Grenzregionen vor Atomrisiken schützen“ – „Atomausstieg konsequent umsetzen“

Die Oppositions-Fraktionen Die Linke und Bündnis 90/Die Grünen forderten in einer Bundestagsdebatte am 28.04.2017 den sofortigen Exportstopp für Brennelemente aus Lingen in die belgischen AKW Tihange und Doel. Überhaupt sollten die Lingener Fabrik und die Urananreicherungsanlage Urenco in Gronau stillgelegt werden. Vertreter der Koalitionsfraktionen und der Bundesregierung bestritten in einer leidenschaftlich geführten Debatte die Möglichkeit des Exportstopps (die Stilllegung werde aber geprüft) und warfen den Grünen Wahlkampfmanöver für Nordrhein-Westfalen vor. weiterlesen…

Berliner Braunkohle-Blockade in Brüssel gescheitert

„Ein guter Tag für Europas Luft“ – EU-Mehrheit setzt Luftverbesserungen durch

Die EU hat am 28.04.2017 gegen den Willen der Bundesregierung und anderer Kohleländer strengere Grenzwerte für Kohlekraftwerke beschlossen: Weil die meisten EU-Länder, die über die „Umweltstandards für Großfeuerungsanlagen“ verhandelten, dafür waren, treten diese trotz des deutschen Neins in Kraft. „Ein guter Tag für Europas Luft,“ freuten sich BUND und andere Umweltverbände; weniger Menschen würden frühzeitig sterben – allerdings erst ab 2021. Genau vor drei Jahren hatte das IASS-Potsdam Grenzwerte für (zunächst neue) Kohlekraftwerke vorgeschlagen. weiterlesen…