Klimaschutz lässt sich sozialverträglich gestalten

MCC-Metastudie „Anlass zur Zuversicht“

Die Klima- und Energiepolitik war bisher oft nicht optimal, was die sozialen Folgen angeht – also etwa die Lebensqualität des Einzelnen, die Verteilung des Wohlstands und der lokale Zusammenhalt. Das liegt nicht in der Natur der Sache, sondern lässt sich vermeiden, wie jetzt eine aufwändige Metastudie unter Leitung des Berliner Klimaforschungsinstituts MCC (Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change) belegt. weiterlesen…

Emissionsarmes Fliegen soll 2050 Realität sein

White Paper von DLR und BDLI zeigt Perspektiven auf

Eine Energiewende in der Luftfahrt mit dem Ziel Zero Emission ist bis zur Mitte des Jahrhunderts möglich und bedarf eines umfassenden Innovationsschubs. Das betonen das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und der Bundesverband der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie (BDLI) bei der gemeinsamen Übergabe des White Paper „Zero Emission Aviation – Emissionsfreies Fliegen‘“ an das BMWi am 14.10.2020 in Berlin. weiterlesen…

Durchbruch in der Batterieforschung dank Latentwärmespeicher „ss-PCMs“

Erfolg von Forschern der Martin-Luther Universität Halle-Wittenberg

Der Arbeitskreis Hahn und Doktorand Felix Marske haben beim IQ Innovationspreis Mitteldeutschland 2020 mit dem Projekt der Form-stabilisierten Latentwärmespeichermaterialien (ss-PCMs) den ersten Platz im Cluster „Automobilität“ gewonnen. Da beim schnellen Aufladen von Akkumulatoren auf Lithiumionenbasis in Autos Hitze entsteht, muss die überschüssige Wärme schnell abtransportiert werden. Aktive Kühlsysteme aus Ventilatoren und Kühlflüssigkeiten über Pumpsystemen benötigen jedoch viel Strom und Platz im Akkumulator-System des Autos. Aus diesem Grund hat der AK Hahn Einsteckmodule aus einem neuartigen Material, sogenannten Form-stabilisierten Latentwärmespeichern, entwickelt. weiterlesen…

PV wird größter Stromerzeuger weltweit

IEA World Energy Outlook 2020: Neue beherrschende Kraft weltweiter Strommärkte

„Das Jahrzehnt der Photovoltaik ist angebrochen. Die Solarstromerzeugung wird in den nächsten Jahren schneller wachsen als die aller anderen Technologien, wie der am 13.10.2020 publizierte World Energie Outlook (WEO) der Internationalen Energieagentur IEA zeigt“, schreibt Sven Ullrich in Erneuerbare Energien. Und Petra Hannen auf pv magazine: „Den Szenarien der Internationalen Energie-Agentur zufolge werden erneuerbare Energien bis 2030 insgesamt 80 Prozent des weltweiten Strombedarfs abdecken. Allerdings muss das starke Wachstum mit robusten Investitionen in die Stromnetze verbunden werden.“ Doch es gibt auch Kritik: „Pfad in den Untergang der menschlichen Zivilisation“ sagt die Kurzanalyse der Energy Watch Group Berlin. weiterlesen…

„Klimaeffekt ist erstaunlich gering“

Echtzeit-Daten zeigen massive Auswirkungen von Covid-19 auf globale Emissionen

Während die andauernde Corona-Pandemie weiterhin Menschenleben fordert, konnte in der ersten Jahreshälfte 2020 ein beispielloser Rückgang der CO2-Emissionen festgestellt werden – stärker als während der Finanzkrise von 2008, der Ölkrise von 1979 oder sogar während des Zweiten Weltkriegs. Ein internationales Forscherteam um das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) hat herausgefunden, dass in den ersten sechs Monaten dieses Jahres 8,8 Prozent weniger Kohlendioxid ausgestoßen wurden als im gleichen Zeitraum im Jahr 2019 – ein Rückgang von insgesamt 1.551 Millionen Tonnen. weiterlesen…

„….dem Tempo des Klimawandels nicht gewachsen“

Kipp-Prozesse: Größerer Teil des Amazonas-Regenwaldes bedroht

Ein größerer Teil des Amazonas-Regenwaldes als bislang bekannt läuft Gefahr, einen Kipp-Punkt zu überschreiten, an dem er austrocknen und zu einer Art Savanne werden könnte. Das zeigt eine Studie auf der Grundlage von Computermodellen und Datenanalyse, die jetzt von einem Team von Wissenschaftlern – darunter Johan Rockström, Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung – in Nature Communications veröffentlicht wurde. weiterlesen…

Deutschland kann bis 2035 CO2-neutral werden

FFF und Wuppertal Institut stellen Eckpunkte für 1,5-Grad-Grenze vor

Die von der internationalen Staatengemeinschaft 2015 in Paris beschlossene Vereinbarung gibt das Ziel vor, die Erderwärmung auf deutlich unter 2 Grad Celsius, möglichst aber auf 1,5 Grad Celsius zu begrenzen. Doch es geschieht zu wenig. FridaysForFuture (FFF) dazu: „Seit fast zwei Jahren ist das Klima eines der größten Themen in Gesellschaft und Politik. Und gleichzeitig gibt es immer noch keine einzige Partei in Deutschland, die einen Plan zur Einhaltung des Pariser Klimaabkommens hat. Oder wenigstens einen Plan, was die Einhaltung der 1,5-°C-Grenze für Deutschland eigentlich bedeutet. Zwischen den Zielen aller politischen Parteien und der 1,5-°C-Grenze klafft eine gigantische Lücke.“ Beauftragt von Fridays for Future legte das Wuppertal Institut jetzt eine Untersuchung mit möglichen Eckpunkten vor, die helfen können, die 1,5-Grad-Grenze bis 2035 nicht zu überschreiten. weiterlesen…

Größte Arktis-Forschungsexpedition aller Zeiten zurück

Nach 389 Tagen endet die Jahrhundertexpedition der „Polarstern“ erfolgreich in Bremerhaven

Nach über einem Jahr in der zentralen Arktis ist das Forschungsschiff „Polarstern“ des Alfred-Wegener-Instituts (AWI) am 12.10.2020 in seinen Heimathafen Bremerhaven zurückgekehrt. „Begleitet von einer Begrüßungsflotte entgegenkommender Schiffe lief die Polarstern mit dem Morgenhochwasser gegen 9:00 Uhr über die Nordschleuse ein. Expeditionsleiter Markus Rex, Kapitän Thomas Wunderlich und das Team des finalen Expeditionsabschnitts wurden unter anderem von Bundesforschungsministerin Anja Karliczek und der Direktorin des Alfred-Wegener-Instituts, Antje Boetius, in Empfang genommen“, so die Internetseite des AWI. (Foto © Free-Photos auf Pixabay) weiterlesen…

Stickstoffdüngung heizt Klimawandel an

Nahrungsmittelproduktion setzt immer mehr zur Erderwärmung beitragendes Lachgas frei

Beim Klimaschutz wird ein wichtiger Aspekt bislang zu wenig berücksichtigt: Neben der Verbrennung fossiler Brennstoffe trägt auch die Landwirtschaft stark zur Emission von Treibhausgasen bei, unter anderem durch die Stickstoffdüngung. Durch sie erhöht sich die Konzentration von Lachgas in der Atmosphäre zunehmend und trägt damit zur Erderwärmung bei. Zu dem Schluss kommt ein internationales Team, an dem auch Sönke Zaehle, Direktor am Max-Planck-Institut für Biogeochemie in Jena (bgc-jena.mpg.de, beteiligt war. Dadurch dürfte es für die Weltgemeinschaft noch schwerer werden, die Ziele des internationalen Pariser Klimaabkommens zu erreichen. weiterlesen…

Klimawandel verschlingt Billionen

„Kosten für die Erde“

Eben erst hat das EU-Parlament die Treibhausgas-Reduktionsziele angehoben (siehe: solarify.eu/grosser-erfolg-fuers-klima). „Zu wenig“, sagen trotzdem die zuständigen NGOs. Es scheint, als hätten sie nicht Unrecht, denn in einem Aufsehen erregenden am 05.10.2020 neuen Bericht hat das Carbon Disclosure Project (GDP) gemeinsam mit dem Energieinstitut des University College London (UCL) die potenziellen Kosten für das globale Bruttoinlandsprodukt (BIP) kalkuliert, die entstehen, wenn wir die 2-Grad-Grenze überschreiten. Der Bericht berechnet die durchschnittlichen Schadenskosten von „business as usual“-Maßnahmen gegen den Klimawandel bis 2070 auf 4,6 Billionen Euro pro Jahr und bis 2200 auf 26,4 Billionen Euro pro Jahr. Die Berücksichtigung dieser Schäden wird zu einer Verringerung der BIP-Wachstumsrate um 10% bis 2050 und um 25% bis 2100 führen. weiterlesen…