Bakterien fressen Polyurethan-Plastik

Mikrobe zersetzt und ernährt sich von schwer recycelbarem Kunststoff

Mehr als 300 Millionen Tonnen Kunststoff werden jährlich weltweit produziert. Einen großen Teil dieser Plastikflut macht Polyurethan aus – in Kleidung, Schuhen, Möbel, Surfbrettern, Autos und Kühlschränken verarbeitet. Es ist zwar extrem leicht, isoliert und fixiert am Bau, ist aber besonders schlecht zu recyceln und enthält giftige Stoffe. Weil die Wiederaufbereitung bisher energieintensiv und teuer war, landete das PU in Massen auf Mülldeponien, in der Natur oder im Meer, wo es giftige Chemikalien freisetzt. Der dem Erdboden entnommene Bakterienstamm Pseudomonas sp. TDA1 greift Polyurethan-Plastik an und könnten den schwer recycelbaren Kunststoff biologisch abbauen. weiterlesen…

COP26 im November verschoben

Kommentare zur Verschiebung der 26. Weltklimakonferenz in Glasgow

Das Klimasekretariat der Vereinten Nationen UNFCCC und die Regierung von Großbritannien verschieben aufgrund der COVID-19-Pandemie die für 09. bis 20.11.2020 in Glasgow geplante 26. Weltklimakonferenz der Vereinten Nationen COP26. Der neue Termin soll zu einem späteren Zeitpunkt und in Absprache mit den Vertragsstaaten der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen bekannt gegeben werden, teilten die britische Regierung und die finnische Umwelt- und Klimaministerin Krista Mikkonen am Mittwochabend auf Twitter mit. weiterlesen…

Power-2-X könnte gleich mehrere Probleme lösen

Hoffnungen auf Wasserstoff gewachsen

H2 grün - SymbolWasserstoff könnten ein Schlüssel zu neuen, erfolgversprechenden Geschäftsmodellen für Energieversorger werden. Das Vertrauen in die positive Entwicklung durch Power-to-Gas in den vergangenen zwei Jahren habe sich verdoppelt, aktuell rechneten rund 60 Prozent der Versorgungsunternehmen mittel- und langfristig mit hohen bis sehr hohen Margen. Das ist ein Ergebnis der Studie „Strategieentwicklung von Energieversorgern“ der Managementberatung Horváth & Partners. weiterlesen…

EE-Anteil wegen großer Sondereffekte erstmals bei 52 Prozent

ZSW und BDEW legen aktuelle Berechnungen vor

Im ersten Quartal 2020 haben die Erneuerbaren Energien aufgrund einer Kombination von Sondereffekten erstmals rund 52 Prozent des Bruttoinlandstromverbrauchs gedeckt. Das zeigen vorläufige Berechnungen des Zentrums für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) und des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW). Auf den „Wind-Rekord“ im Februar folgte der März mit außergewöhnlich vielen Sonnenstunden. Hinzu kam ein Rückgang des Stromverbrauchs um ein Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. weiterlesen…

„Der Kaukasus ohne Mütze“ – die Gletscher schmelzen

Warum das Eis in den Bergen schmilzt und was dadurch geschehen kann

Infolge der Klimaerwärmung ist die Fläche der Kaukasus-Gletscher zwischen 1986 und 2014 um etwa 16% zurückgegangen, so ein internationales Forschungsteam mit Levan Tielidze von der Staatsuniversität Tbilissi und Stanislav Kutuzov, Geograph der HSE-Universität Moskau. Gletscher, die nicht mit Gesteinsschutt bedeckt sind, haben demnach stärker abgenommen als bedeckte und damit eher geschützte Gletscher. Die von den Kaukasus-Gletschern bedeckte Fläche nimmt jährlich um etwa 0,5% ab – ein auffälliger Verlust, wie die Forscher im Fachmagazin The Cryosphere berichten. weiterlesen…

15 Fakten zum Klimawandel

Vier Wissenschafts-Institutionen veröffentlichen gemeinsames Papier

„In der Fachwelt besteht Konsens, dass der Mensch die Haupt-Ursache des gegenwärtigen Klimawandels ist. Verlässliche Informationen zum Klimawandel liegen vor. Gegenstimmen sind nicht wissenschaftlich fundiert. Klima-Modelle geben verlässlich Auskunft über künftige Entwicklungen“. Dies sind drei Hauptaussagen aus einem neunseitigen Hintergrundpapier, in dem klimafakten.de gemeinsam mit dem Deutschen Klima-Konsortium, der Klima-Initiative der Helmholtz-Gemeinschaft und der Organisation „Scientists for Future“ den aktuellen Stand der Forschung, wichtige Fragen rund um Klimawandel und Klimaschutz zusammengefasst und am 26.03.2020 veröffentlicht hat. weiterlesen…

Fast 100.000 neue PV-Prosumenten in Deutschland

EU-Forschungsprojekt untersucht neue Solarstromkonzepte

Die Zahl der Prosumenten – Menschen, die eine Photovoltaikanlage betreiben und einen Teil des Solarstroms vor Ort selbst verbrauchen – stieg in Deutschland von Februar 2019 bis Januar 2020 um fast 100.000. Das meldet der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW), Koordinator des EU-geförderten Forschungsprojekt PVP4Grid, das diese neuen Energiekonzepte seit 2017 in acht europäischen Ländern untersucht hat. weiterlesen…

Setzt den Erfolg der Energiewende fort

Das EEG braucht nach 20 Jahren neue Impulse, um weiter fossile Energiequellen durch nachhaltige zu ersetzen

„Kaum ein Gesetz hatte einen gleichermaßen ökonomisch wie ökologisch großen Erfolg wie das Erneuerbare-Energien-Gesetz, kurz EEG, das am 1. April vor 20 Jahren in Kraft trat. Mit rund 43 Prozent steuerten die erneuerbaren Energien in Deutschland im Jahr 2019 bereits mehr zum Bruttostrombedarf bei als Stein- und Braunkohlekraftwerke zusammen. Ihre Klimaschutzwirkung ist immens: Sonne, Wind, Bioenergie & Co. sparen über alle Sektoren hinweg mittlerweile mehr als 200 Millionen Tonnen Kohlendioxid (CO2) pro Jahr ein – und damit mehr als der gesamte Verkehrssektor an CO2 ausstößt.“ – Ein Gastbeitrag von Simone Peter in der Frankfurter Rundschau vom 29.03.2020. weiterlesen…

China profitiert von strengeren Umweltnormen

Die Volksrepublik ist zum Schrittmacher der energiepolitischen Wende geworden

Wer wäre nicht für strenge Umweltauflagen, weniger Kohlendioxidausstoß und einen nachhaltigeren Umgang mit den natürlichen Ressourcen? Abgesehen von hartnäckigen Leugnern des Klimawandels zählt hohe Umweltqualität heute weltweit zu den vorrangigen Werten der Menschen. Das zeigt der jährliche World Value Survey. In der Praxis aber sieht es oft anders aus. Nur in wenigen Ländern gibt es strenge Umweltregulierungen, die auch entschieden durchgesetzt werden. Im ewigen Kampf zwischen Umwelt-, Wachstums- und Beschäftigungspolitik zieht die Umwelt nach wie vor oft den Kürzeren. Wird sich das angesichts sinkender Schadstoffemissionen infolge der Coronakrise in absehbarer Zeit ändern? Und welche Rolle kann Umweltpolitik im künftigen geostrategischen Kräftemessen spielen? Fragen, denen am 26.03.2020 in der Analyse-Serie „Global Challenges“ im Handelsblatt nachgeht. weiterlesen…

Weltweit erster Flüssigwasserstofftanker

Grüner Wasserstoff aus australischer Braunkohle?

Das weltweit erste Tankschiff für flüssigen Wasserstoff namens „Suiso Frontier“ soll den „Aufbau einer internationalen Energieversorgungskette mit dem Ziel einer kohlenstofffreien Gesellschaft starten“ – so verkündete Kawasaki Heavy Industries auf seiner Webseite vor kurzem die offizielle Taufe im Werk Kobe. Das Schiff wird verflüssigten Wasserstoff mit einem Achthundertstel des ursprünglichen Gas-Volumens, gekühlt auf -253° C, „sicher und in großen Mengen über lange Strecken auf dem Seeweg“ transportieren, hieß es. Doch noch ist der Wasserstoff eher blau. weiterlesen…