Studie: „Beispielloser“ Rückgang der Kohlenutzung in Westeuropa

Ausgekohlt? Zumindest geht der Anteil der Kohle an der Energieproduktion in Europa zurück – aber auch Indien ist rückläufig

Die weltweite Energieproduktion per Kohle wird 2019 voraussichtlich um drei Prozent fallen. Das ist die bisher größte Kohlekraft-Reduzierung. Westeuropa entpuppt sich dabei als führend, wie eine am 25.11.2019 veröffentlichte Studie zeigt. Frédéric Simon hat sie sich für EURACTIV.com angesehen. (Foto: Kohlekraftwerk Niederaußem, RWE – © Franziska Vogt für Solarify) weiterlesen…

Wüsten-Wasserstoff: Neuer Anlauf mit Desertec 3.0

10 Jahre Dii Desert Energy – Jahrestagung mit Ghorfa in Berlin

Der Palaissaal des Berliner Adlon-Hotels war bis auf den letzten Platz besetzt, es mussten gar zusätzliche Stühle geholt werden, als Dii-Geschäftsführer Paul van Son am 25.11.2019 die 250 Gäste der „Energy-Transition in the Arab World„-Konferenz (Energiewende in der arabischen Welt) begrüßte. Die oft – zu Unrecht – totgesagte Dii-Desert-Energy, vor 10 Jahren als „Desertec Industrial Initative“ unter großem Medien-Hype gegründet (siehe solarify.eu/10-jahre-desertec), feierte gemeinsam mit der Ghorfa (arabisch-deutsche Handelskammer) 10jähriges Bestehen und gleich lange Zusammenarbeit. weiterlesen…

DUH fordert Nachbesserung und verbindliches Effizienzgesetz

DUH: „Entwurf der Energieeffizienzstrategie 2050 unterläuft Klimaziele der Bundesregierung“

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) kritisiert den Entwurf des Bundeswirtschaftsministeriums zur Effizienzstrategie 2050 der Bundesregierung als unzureichend. Das vorgeschlagene Zwischenziel für 2030 von lediglich 28 Prozent Reduktion des Primärenergieverbrauchs gegenüber 2008 sei unvereinbar mit dem jüngst beschlossenen Klimaschutzgesetz. Es müsse bei mindestens 38 Prozent liegen. Zahlreiche Maßnahmen für den Gebäude- und Verkehrssektor zur Erreichung der Klimaziele fehlten im Entwurf entweder komplett oder seien ambitionslos, heißt es in der DUH-Pressemitteilung vom 22.11.2019. weiterlesen…

„Der Mensch wird aussterben“

Buch des Evolutionsbiologen Kurt Kotrschal

Kurt Kotrschal bezieht Position. Der Mensch interessiert sich vor allem für – den Menschen“, so bewirbt der Wiener Brandstätter-Verlag das Buch des Evolutionsbiologen mit dem Titel: „Mensch – Woher wir kommen, wer wir sind, wohin wir gehen“. Der Mensch sei das komplexeste aller sozialen Wesen, sagt Kurt Kotrschal. Verantwortlich sei das menschliche Gehirn: hochgetunt, aber auch störungsanfällig. Für ihn steh fest: Menschen wird es irgendwann nicht mehr geben. weiterlesen…

So einflussreich sind die Gegner der Windkraft

„Der Netzausbauzuschuss ist der nächste Nagel im Sarg der Windenergie“

Erst die Abstandsregeln und nun sollen sich Windparkbetreiber auch noch an den Kosten für den Netzausbau beteiligen. Neue Gesetzesentwürfe aus dem Wirtschaftsministerium könnten die Windenergiebranche endgültig ruinieren. Manuel Först von energiezukunft hat sich die Windkraft-Verhinderer-Szene näher angesehen und meint – auch mit Blick auf jüngste Vorgänge im Wirtschaftsministerium: Dies alles geschehe bewusst. weiterlesen…

Blinde Flecken beim Klimaschutz

WWF veröffentlicht Denkanstöße für mehr Verantwortung in der Lieferkette

Der öffentliche Druck auf Unternehmen steigt, Verantwortung für ihre Lieferketten zu übernehmen. Neben sozialen Standards und der Herkunft von Ressourcen spielt auch die Frage nach dem Klimaschutz eine immer wichtigere Rolle. Der WWF Deutschland hat nun zusammen mit der Unternehmensberatung Sustainable AG ein Diskussionspapier veröffentlicht, das die Hindernisse für erfolgreichen Klimaschutz in Lieferketten identifiziert und Lösungsvorschläge zeigt. Die Analyse wurde bei einer Expertenveranstaltung von WWF, dem Deutschen Global Compact Netzwerk und der Sustainable AG mit ca. 60 Unternehmensvertretern am 22.11.2019 in München bei der BayWa AG vorgestellt. weiterlesen…

„Ohne Windenergie keine Energiewende“

IASS: „1000 Meter Mindesabstand reduziert Windkraftpotential um 65 %“

Ein pauschaler Mindestabstand von 1000 Meter von Windkraftanlagen zu Wohngebäuden würde den weiteren Ausbau von Windenergie praktisch komplett zum Erliegen bringen. De facto wäre kein weiterer Zubau mehr möglich. Bundesländer und Gemeinden wären von dem Mindestabstand unterschiedlich stark betroffen. Dies ist das Ergebnis einer Datenanalyse, die Wissenschaftler des Potsdamer Instituts für transformative Nachhaltigkeitsforschung (IASS) in einem discussion paper veröffentlicht haben. Untersucht wurde, was unterschiedliche Abstandlängen für die Erreichung der Windenergieziele für 2030 und 2050 bedeuten würde. weiterlesen…

Solarparks fördern Biodiversität

bne-Studie: Freiflächen-Photovoltaikanlagen bieten Natur- und Artenschutz

Eine der zentralen Fragen der Energiewende ist die optimale Verwendung des kappen Gutes „Fläche “, um Klimaschutz, Landwirtschaft und Naturschutz miteinander zu verbinden. Wie der Bundesverband Neue Energiewirtschaft am 20.11.2019 mitteilte, kommt eine aktuelle bne-Studie zu dem Ergebnis, dass Solarparks positiv auf die Biodiversität wirken. „Solarparks können die Artenvielfalt im Vergleich zur umgebenden Landschaft fördern“, so die Autoren der Studie. weiterlesen…

Energie.System.Wende. 2019

BMBF: ESYS kann weitermachen

Das BMBF setzt die Förderung für „Energiesysteme der Zukunft“ (ESYS) über 2020 hinaus fort – diese Zusage machte Ministerialdirigent Volker Rieke im Rahmen der diesjährigen Jahresversammlung am 19.11.2019 im Berliner Futurium unter dem Titel „Energie.System.Wende. 2019“. Wie kann Digitalisierung eine dezentralere Energieversorgung ermöglichen und die Flexibilisierung des Strommarkts unterstützen? Wer trägt die Verantwortung in einem zunehmend dezentralisierten und digitalisierten Energiesystem? Und inwiefern muss sich der rechtliche Rahmen für eine klimaschonende und auch stärker international vernetzte Energieversorgung ändern? Darüber diskutierten die Gäste der Jahresversammlung von „Energiesysteme der Zukunft“ (ESYS) mit Stakeholdern der Energiewende diskutieren. (Foto: ESYS Jahresversammlung 2019 – © Gerhard Hofmann für Solarify) weiterlesen…

Klimawandel könnte die Treibhausgasemissionen aus Süßwasserökosystemen verdoppeln

Chemische und mikrobielle Vielfalt in Süßwasser verändern Funktion von Ökosystemen

Jeder Tropfen Süßwasser enthält Tausende verschiedener organischer Moleküle, die bisher unbemerkt geblieben sind, wie die University of Cambridge am 18.112.2019 mitteilte. Durch die Messung der Vielfalt dieser Moleküle und ihrer Wechselwirkung mit der Umwelt sei eine unsichtbare Welt entdeckt worden, die das Funktionieren von Süßwasserökosystemen beeinflusse und zur Emission von Treibhausgasen beitragen könne. weiterlesen…