Nachfrage nach Ökostrom steigt

Verbraucher-Einbindung in die Umsetzung der Energiewende

Angebot und Nachfrage von Ökostrom steigen seit Jahren kontinuierlich. Die Zahl der Ökostromprodukte ist von 810 im Jahr 2013 auf 1.157 Produkte im Jahr 2017 gestiegen. Knapp 80 Prozent der Stromanbieter führten 2017 mindestens ein Ökostromprodukt im Angebot. Gleichzeitig ist die Stromkennzeichnung kaum bekannt und kann aktuell wenig Wirkung entfalten. Das zeigt die am 16.08.2019 veröffentlichte „Marktanalyse Ökostrom II“ des UmweltBundesamtes. weiterlesen…

Matterhorn für Bergsteiger immer gefährlicher

Klimawandel: Permafrost taut in immer höheren Lagen

Nicht nur in der Arktis taut es mit verheerenden Folgen – auch die Alpen spüren den Klimawandel. Ergebnis: Tauender Permafrost, bröckelnde Felsen. Das Matterhorn – von den Einheimischen „Horu“ genannt – hält einen traurigen Rekord bei den Abstürzen: Seit seiner Erstbesteigung 1865 starben über 550 Menschen, beim Versuch, den Gipfel zu erklimmen. Jahr um Jahr steigt die Zahl der Opfer rasant. Allein sechs Menschen kamen in den vergangenen Wochen am Matterhorn ums Leben, vergangene Saison waren es elf. „Matterhorn soll gesperrt werden“ titelten daraufhin einige schweizerische Zeitungen auf die Forderung einzelner Bergführer hin. weiterlesen…

Auf dem Weg in die Post-Lithium-Ära

Batterien ohne Lithium, Kobalt und Nickel

Rund 50 Millionen Euro investieren der Bund und das Land Baden-Württemberg in die Batterieforschung in Ulm – ursprünglich mit dem Ziel, die Produktion von Batterien für Elektroautos anzuschieben. Doch diese „Forschungsfertigung“ wird nun in Münster stattfinden, die Ulmer Forscher haben neue Ziele. Hellmuth Nordwig hat am 08.08.2019 im Deutschlandfunk über die Pläne der Wissenschaftler vom Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoffforschung in Ulm berichtet – Ausschnitte. weiterlesen…

Mikroplastik rieselt mit Schnee

AWI-Wissenschaftler weisen Kunststoff im Arktis- und Alpenschnee nach

Winzige Mikroplastikpartikel wurden in den vergangenen Jahren vielfach im Meer- und Trinkwasser und sogar in Tieren nachgewiesen. Forscher des Alfred-Wegener-Instituts und des schweizerischen WSL-Instituts für Schnee- und Lawinenforschung SLF haben jetzt unerwartet viel Mikroplastik in Schneeproben der Alpen nachgewiesen, aber auch in noch abgelegeneren Gegenden wie der Arktis. Ihr Bericht erzeugte großes Aufsehen in den Medien.Die winzigen Kunststoffteilchen werden über die Atmosphäre transportiert und vor allem mit dem Schnee aus der Luft ausgewaschen – und womöglich auch eingeatmet. Das zeigt die in der Fachzeitschrift Science Advances am 14.08.2019 veröffentlichte Studie der Wissenschaftler. weiterlesen…

Die Grenzen der Regenwald-Senken

Regenwälder als Klimaretter? Nur solange der Nährstoff-Vorrat reicht…

Wieviel Kohlenstoffdioxid können tropische Regenwälder aufnehmen? In der Fachzeitschrift „Nature Geosciences“ veröffentlichte Untersuchungen eines internationalen Forscherteams mit maßgeblicher Beteiligung der Technischen Universität München (TUM) deuten darauf hin, dass die Aufnahmekapazität speziell der Amazonasregenwälder durch den Phosphorgehalt des Bodens stark begrenzt ist. weiterlesen…

Strom aus Stoff

Textile Solarzellen mit vielfältigen Einsatzmöglichkeiten

Solarzellen auf den Dächern sind längst Usus, ebenso wie große Solarparks. Künftig sollen jedoch auch solche Flächen zur Energieerzeugung genutzt werden, die bislang noch nicht dazu taugten. Neuartige textile Solarzellen von Fraunhofer-Forschern aus Dresden machen es möglich. (Foto: Jonas Sundqvist, Gruppenleiter Dünnschichttechnologien, zeigt Protoypen textiler Solarzellen. – © Fraunhofer IKTS) weiterlesen…

„Unverhältnismäßige“ Medienpräsenz

Klimaleugner werden häufiger zitiert als Klimaforscher

Die sogenannten Klimawandelleugner – Menschen, die an der Tatsache zweifeln, dass der Mensch im Zuge der Industrialisierung durch Emissionen an Treibhausgasen aus Fabriken, Verkehr und Landwirtschaft maßgeblich und nachweislich das Klima auf der ganzen Erde auf gefährliche Weise verändert – hätten sich „zu einer lauten Stimme innerhalb von Politik und Wissenschaftskommunikation“ entwickelt, schreiben die Forscher im Fachmagazin Nature Communications (Petersen et al., 2019). Näheres zur wissenschaftlichen Untersuchung der Klimawandel-Leugner-Medienpräsenz in zeit online vom 15.08.2019. weiterlesen…

Richtfest am CEC

„Werkzeugkoffer für die Energiewende“

Das Max-Planck-Institut für Chemische Energiekonversion (CEC) in Mülheim an der Ruhr wird um vier neue Gebäude mit einer Nutzfläche von zusammen 4.500 m2 erweitert. Dafür haben vor rund zwei Jahren umfangreiche Neu- und Umbauarbeiten begonnen. Am 14.08.2019 fand das Richtfest für den zweiten Bauabschnitt am Mühlheimer Kahlenberg statt. weiterlesen…

Lesehinweis: Hohe CO2-Emissionen aus Afrikas Tropenwäldern

Die Zeit zitiert einen Bericht aus Nature Communications

Tropische Regenwälder und Waldböden sind CO2-Senken – dachte man bisher. Abholzung, Waldbrände und Brandrodung hingegen beschleunigen den Klimawandel. Welche Wälder wie viel CO2 speichern, wie viel diese Ökosysteme auf natürlichem Wege abgeben und aufnehmen – kurz: ihr Einfluss auf den menschengemachten Klimawandel ist allerdings bis heute nicht genau erforscht. Für Nature Communications (Palmer et al., 2019) – so die Wochenzeitung Die Zeit – haben Geowissenschaftler von der University of Edinburgh nun Satellitendaten aus den Jahren 2009 bis 2017 ausgewertet und dabei Überraschendes festgestellt: Während die tropischen Waldgebiete in Südamerika, Asien und Australien wie zu erwarten in der Bilanz weiterhin zuverlässig CO2 speichern, haben einige tropische Waldregionen Afrikas im Durchschnitt einiger Jahre große Mengen an Treibhausgas abgegeben – und weit mehr als befürchtet. Die höchsten Werte stellte das Forscherteam im Kongobecken und Äthiopien fest. weiterlesen…

ISE: Ultradünne Solarzellen erreichen fast 20% Effizienz

Nature Energy veröffentlicht Paper von Fraunhofer ISE und Centre de Nano-Sciences et de Nanotechnologies

Forschern des französischen Centre de Nanosciences et de Nanotechnologies (C2N) ist es in Zusammenarbeit mit Forschern des Fraunhofer ISE und anderen gelungen, Sonnenenergie in einer Solarzelle äußerst effizient einzufangen, dank einer ultradünnen Absorptionsschicht aus 205 Nanometer dickem Galliumarsenid (GaAs) und einem nanostrukturierten Spiegel. Mit diesem neuen Herstellungsverfahren wurde ein Wirkungsgrad von fast 20% erreicht – so das am 06.08.2019 in Nature Energy publizierte Ergebnis. (Bild: Ultradünne Solarzelle aus Galliumarsenid – © C2N / H-L Chen & al.) weiterlesen…