11.000 Forscher warnen vor Klimakatastrophe

„Noch nie dagewesenes Leid“ droht

Während die US-Regierung in einem Schreiben an die UN offiziell ihre Kündigung für das Klimaabkommen von Paris eingereicht hat (Außenminister Mike Pompeo erklärte in einer Stellungnahme, der Pakt sei eine „unfaire Belastung“ für die US-Wirtschaft), warnen – knapp vier Wochen vor dem UN-Klimagipfel – 11.000 Wissenschaftler aus 153 Ländern (darunter 871 deutsche Forscher) in einem gemeinsamen Appell in der Fachzeitschrift BioScience vor einer rapiden Zunahme der Erderwärmung und einem „Weiter So“ im Kampf gegen den Klimawandel. „Noch nie dagewesenes Leid“ stehe uns bevor, wenn nicht entschlossen und rasch gehandelt werde. weiterlesen…

Treibhausgasneutral und ressourceneffizient bis 2050

RESCUE-Studie untersucht sechs Szenarien für eine gleichzeitige Klima- und Rohstoffwende in Deutschland

Das Umweltbundesamt (UBA) hat in seiner neuen RESCUE-Studie untersucht, wie Deutschland bis 2050 Treibhausgasneutralität erreicht und gleichzeitig 70 Prozent weniger Rohstoffe und Ressourcen nutzen kann. Die RESCUE-Studie zeichnet dazu in sechs Szenarien mögliche, im Detail aber noch auszugestaltende Pfade auf. Die Szenarien sollen der Bundesregierung helfen, das vereinbarte Ziel der Treibhausgasneutralität bis 2050 mit Leben zu füllen. weiterlesen…

Unser Vermächtnis an die Menschheit

Emissionen aus nur 15 Jahren können 20cm Meeresspiegelanstieg erzeugen

Allein die bislang vorliegenden Klimaschutzpläne der Länder bis 2030 könnten den Meeresspiegel bis 2300 um 20 Zentimeter ansteigen lassen, wenn die Regierungen Ihre Selbstverpflichtungen nicht noch einmal deutlich nachbessern. Das zeigt eine neue Studie, die jetzt in den Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS) veröffentlicht wurde. Die Arbeit von Forschern der Climate Analytics in Berlin und des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) zeigt erstmals die konkreten Auswirkungen der bislang vereinbarten Vorhaben der einzelnen Länder zur Emissionsreduktion im Rahmen des Pariser Klimaabkommens mit Blick auf den längerfristigen Meeresspiegelanstieg. weiterlesen…

Was wird aus der Arbeit, wenn die Wirtschaft nicht mehr wächst?

Buchtipp: „Tätigsein in der Postwachstumsgesellschaft“

Der hohe Ressourcenverbrauch und die Emissionen unseres Wirtschaftens sprengen die planetaren Grenzen. Trotzdem halten viele in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft am Ziel fest, die Wirtschaftsleistung weiter zu steigern. Ein wesentlicher Grund dafür ist, dass Wirtschaftswachstum ausreichend Arbeitsplätze schaffen soll. Was aber wird aus der Arbeit, wenn die Wirtschaft nicht mehr wächst – oder nicht mehr wachsen soll? Das ist das Thema eines Buches, dessen Herausgeberinnen Irmi Seidl und Angelika Zahrnt die Antwort haben: aus der Erwerbsarbeit muss ein Tätigsein werden. weiterlesen…

Batterie entzieht der Luft CO2 beim Laden

Filterung von Industrieabgasen

Carbon2Chem - altes Stahlwerk Thyssen - Foto © Gerhard Hofmann, Agentur Zukunft für SolarifyCarbon2Chem® (siehe: solarify.eu/carbon2chem) könnte Unterstützung durch einen neuen Batterietyp erfahren: der soll nämlich CO2 aus der Luft absorbieren. Dank eines einfachen Herstellungsprozesses liegen die Kosten pro Tonne bei nur 45 bis 90 Euro. Die Entwickler vom MIT sehen als mögliche Einsatzszenarien die Filterung von Kraftwerks- und Industrieabgasen – sie haben ihre Entwicklung in der Zeitschrift Energy and Environmental Science publiziert. weiterlesen…

Recyclingkapazitäten könnten knapp werden

UBA-Studie betrachtet Umweltaspekte des Recyclings alter Windenergieanlagen

Windenergieanlagen - Foto © Gerhard Hofmann, Agentur Zukunft für SolarifyMehr als 27.000 Onshore-Windenergieanlagen (WEA) stehen derzeit in Deutschland. Ende 2020 fallen erstmals Anlagen aus der 20-jährigen Förderung gemäß Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG). In Abhängigkeit von den Bedingungen vor Ort können ältere Anlagen durch leistungsstärkere und effizientere Neuanlagen, die einen höheren Ertrag am Standort erlauben, ersetzt werden (sog. Repowering). Auch ein Weiterbetrieb von Anlagen kann in Frage kommen, wenn technisch und wirtschaftlich möglich. Voraussichtlich ist ab 2021 mit einem verstärkten Rückbau zu rechnen. Hierfür gibt es bislang wenig Erfahrung. Das Umweltbundesamt (UBA) hat deshalb in einem umfangreichen Forschungsprojekt den Stand der Technik untersucht, Recyclingmengen berechnet und die Finanzierung betrachtet. Dabei zeigt sich: Es drohen Engpässe, bei den Recyclingkapazitäten für die faserverstärkten Kunststoffe der Rotorblätter und Risiken für Mensch und Umwelt beim unsachgemäßen Rückbau. Zudem könnten die Rückstellungen der Betreiber für den Rückbau nicht ausreichen. weiterlesen…

Das Meer kommt

Meeresspiegel-Anstieg bedroht 300 Millionen Menschen

Qingdao (Tsingtau) am Gelben Meer, China - Foto © Gerhard Hofmann, Agentur Zukunft für SolarifyDer Anstieg des Meeresspiegels könnte im Jahr 2050 rund 300 Millionen Menschen bedrohen. Allein 150 Millionen würden dann in Regionen leben, die unterhalb der Flutlinie leben. Rechnet man jährliche Überschwemmungen etwa infolge von Sturmfluten mit ein, ergibt sich sogar die Zahl von 300 Millionen potenziell betroffenen Menschen. Zu diesen Ergebnissen kommt eine Studie der Organisation Climate Central im Fachjournal Nature Communications. vom Ressort Wissen der Süddeutschen Zeitung hat sich die Studie angesehen. weiterlesen…

Meeresalgen verdauen Plastik mittels Bakterienenzym

Marburger Biologen übertrugen Bakteriengene in Kieselalgen

Plastikmüll am Strand von Havanna, Kuba - Foto © Gerhard Hofmann, Agentur Zukunft für SolarifyPlastikmüll landet tonnenweise im Meer. Jetzt soll aufgeräumt werden: Ein Bakterienenzym versetzt einer Medienmitteilung zufolge Mikroalgen in die Lage, Plastikmüll im Salzwasser abzubauen. Damit schafft es die Kieselalge Phaeodactylum tricornutum, Plastikmüll im Salzwasser abzubauen. Marburger Zellbiologen haben das herausgefunden, indem sie eine Kieselalge mit dem Enzym PETase aus einem Bakterium, das die PETase zum Abbau von Kunststoff nutzt versahen. Das Team um den Marburger Nachwuchsgruppenleiter Daniel Moog veröffentlichte seine Ergebnisse in der Fachzeitschrift Microbial Cell Factories. Ocean Cleanup will jetzt auch Flüsse vom Plastikmüll befreien. weiterlesen…

Meilenstein auf Weg zu solarer Wasserspaltung

Aber noch nicht wettbewerbsfähig

III-V-Mehrfachsolarzellen können extreme Wirkungsgrade erreichen – mehr als herkömmliche Siliziumzellen. Allerdings sind die Kosten der III-V-Halbleiter noch zu hoch für den Einsatz in Flachmodulen. Wissenschaftler haben einer Medienmitteilung der Technischen Universität Ilmenau vom 30.10.2019 zufolge in dem vom Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE geführten Verbundprojekt MehrSi jetzt einen weltweit noch nicht erreichten Wirkungsgrad spezieller Solarzellen erzielt: 24,3 Prozent des von monolithischen, auf Silizium gewachsenen III-V-Dreifachzellen aufgenommenen Sonnenlichts wurden in elektrische oder chemische Energie umgewandelt – ein Meilenstein auf dem Weg zur direkten solaren Wasserspaltung zur Gewinnung von Wasserstoff. Partner des Fraunhofer ISE im soeben erfolgreich abgeschlossenen „MehrSi“-Projekt waren neben der TU Ilmenau die Philipps-Universität Marburg und der Anlagenhersteller Aixtron SE. weiterlesen…

Neues von Energy-X

Interview in DLF – Forschung aktuell mit Robert Schlögl

Robert Schlögl - Foto © Gerhard Hofmann, Agentur Zukunft für SolarifyProf. Robert Schlögl, Direktor der Abteilung Heterogene Reaktionen am Max-Planck-Institut für Chemische Energiekonversion (CEC) in Mülheim an der Ruhr, sprach in einem Interview mit dem Deutschlandfunk über das EU-geförderte Projekt Energy-X. Anlass dazu war eine in Brüssel kürzlich präsentierte Roadmap für Energy-X. weiterlesen…