Wuppertal Institut zum Klimagipfel

Eine Übersicht zu Beiträgen zu COP 21

In einem Positionspapier des Wuppertal Instituts fordert der deutsche Think Tank die Staaten der Welt nachdrücklich auf, vier zentrale Elemente im Pariser Abkommen zu integrieren:

  • Eine starke Verpflichtung zum Wandel statt Emissionsrechte-Basar;
  • ein neues Paradigma: Vollständiger Ausstieg aus fossilen Brennstoffen bis Mitte des Jahrhunderts;
  • Transparenz in Form eines robusten Berichts- und Überprüfungsverfahren, und
  • ambitioniertere Anstrengungen – Verpflichtungsbeiträge müssen als minimales, nicht als maximales Niveau festgeschrieben werden und maximal fünf Jahre abdecken.

Darüber hinaus empfiehlt das Wuppertal Institut, dass die ambitionierten Länder dem globalen Konvoi vorweg fahren und einen kleineren ehrgeizigen Klima-Club bilden sollten. weiterlesen…

Vorrang für Erdkabel

Akzeptanz erhöhen

Bei neuen Gleichstrom-Höchstspannungs-Übertragungsleitungen (HGÜ) bekommt die Erdverkabelung Vorrang. In der Nähe von Wohngebieten sind Freileitungen dann sogar unzulässig. Damit soll die Akzeptanz für neue Leitungen möglichst erhöht werden. Der Bundestagwirtschaftssausschuss fügte diese Änderungen am 25.11.2015 in den von der Bundesregierung eingebrachten Gesetzesentwurf zur Änderung von Bestimmungen des Rechts des Energieleitungsbaus (18/4655,18/5581) ein. weiterlesen…

1,5 Grad-Grenze umstritten

Widerstand aus Saudi-Arabien

Die deutsche Delegation beim Weltklimagipfel will ihr Profil als Klima-Vorreiter wieder schärfen: Am 03.12.2015 sagte Umwelt-Staatssekretär Jochen Flasbarth, Deutschland favorisiere die Aufnahme der 1,5-Grad-Grenze in den geplanten Weltklimavertrag; im Text solle diese Zahl stehen. Der BUND-Vorsitzende Hubert Weiger nannte es ein „ermutigendes Signal, dass sich Deutschland neben Frankreich dafür einsetzt, die globale Erderwärmung auf unter 1,5 Grad zu begrenzen“. Laut Weiger erkennen beide Regierungen damit an, dass schon 1,5 Grad Erwärmung katastrophale, die Lebensgrundlagen von Millionen Menschen zerstörende Folgen haben werde. Allerdings weigerte sich laut Tagesspiegel Saudi-Arabien schon, den Weltklimarat (IPCC) zu beauftragen, die Auswirkungen einer globalen Erwärmung über 1,5 Grad hinaus zu untersuchen. weiterlesen…

50.000 Solarjobs mehr in Europa möglich

Ohne Handelsbeschränkungen

Mirco Sieg beschreibt in pv magazine eine Studie über den sozio-ökonomischen Beitrag der Solarenergie für Europa von Ernst & Young im Auftrag des Photovoltaikverbands Solar Power Europe, die zeigt, dass politische Entscheidungen zu hohen Arbeitsplatzverlusten in der europäischen Solarbrache geführt hätten. Doch könne ein Ende der Handelsbeschränkungen für chinesische Solarprodukte in den kommenden fünf Jahren mehr als 50.000 neue Jobs entstehen lassen.
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BSW kritisiert KWKG-Novelle

KWKG-Novelle: Verpasste Chance für Energiewende und Klimaschutz – Ganzjährige Förderung fossiler Kraft-Wärme-Kopplung erschwert Energiewende im Fernwärmesektor

Der Bundesverband Solarwirtschaft e.V. (BSW-Solar) übte Kritik an der Novelle des Kraft-Wärme-Kopplungsgesetzes, die am 03.12.2015 im Deutschen Bundestag verabschiedet wurde. BSW-Hauptgeschäftsführer Carsten Körnig: „Subventionen fossiler Energie dürfen die Energiewende nicht länger blockieren! Das ist eine verpasste Chance für den Klimaschutz!“ weiterlesen…

Studie: „Klimaschutzaktivitäten bis 2020“

Öko-Institut stellt Studie zu internationalen Klimaschutzanstrengungen bei COP21 vor

Das Öko-Institut präsentiert zusammen mit Ecofys und Fraunhofer ISI im Rahmen der UN-Klimakonferenz COP21 in Paris eine aktualisierte Studie zu Klimaschutzaktivitäten bis 2020. Die Studie zeigt zugenommene Klimaschutzaktivitäten auf nationaler Ebene in den vergangenen Jahren, obwohl die Verhandlungen um ein internationales Klimaschutzabkommen stagnierten. Um die Zwei-Grad-Grenze nicht zu überschreiten, müssen die weltweiten Anstrengungen zur Verringerung von Treibhausgasemissionen deutlich verstärkt werden. Dazu müssten die Industrieländer ihre bisherigen Reduktionsziele für das Jahr 2020 erhöhen, Entwicklungsländer zusätzliche oder neue Minderungszusagen für das Jahr 2020 vorlegen und gleichzeitig weitergehende Klimaschutzmaßnahmen vor 2020 umgesetzt werden. weiterlesen…

Bodenlos

Immer weniger fruchtbare Böden: Weltweit gehen jährlich 10 Millionen Hektar Ackerfläche verloren

Das Internationale Jahr des Bodens ist vorbei – der Bodenschutz aber längst nicht am Ziel: Weltweit geht jährlich eine Fläche von rund 14 Millionen Fußballfeldern verloren. Ein Viertel der globalen Bodenfläche enthält heute schon deutlich weniger Humus und Nährstoffe als vor 25 Jahren oder lässt sich gar nicht mehr als Ackerland nutzen – darauf weist eine gemeinsame Pressemitteilung von Umweltbundesamt und BMZ hin. weiterlesen…

Klageverfahren um Hinkley Point C

Ungarn und die Slowakei wollen vor Gericht für britische Atomsubventionen streiten

Der Ökostromanbieter Greenpeace Energy sieht sich darin bestätigt, dass auch andere EU-Staaten Atomsubventionen nach dem Vorbild des umstrittenen AKW-Projektes Hinkley Point C nutzen wollen. Dies lässt sich aus der neuen Nachricht schließen, dass neben Großbritannien auch die Slowakei und Ungarn die EU-Kommission im Klageverfahren um milliardenschwere britische Atombeihilfen unterstützen wollen. Alle drei Staaten haben in den vergangenen Tagen Anträge gestellt, als Streithelfer in das Verfahren aufgenommen zu werden, wie das zuständige Gericht der Europäischen Union mitteilte. Vor dem Gericht in Luxemburg klagt Greenpeace Energy zusammen mit 145 Unternehmen und Verbänden gegen die von der EU-Kommission genehmigten Subventionen für das geplante AKW in Südwestengland – Österreich und Luxemburg in einem gesonderten Verfahren. weiterlesen…

Regierung reist klimaneutral

Hendricks kompensiert mit Emissionsgutschriften

Tu Gutes und rede darüber – Selbstlob aus dem BMUB: Auf Initiative von Bundesumweltministerin Barbara Hendricks wird die Bundesregierung die Treibhausgasemissionen ihrer Dienstreisen durch Investitionen in wirksame Klimaschutzprojekte ausgleichen. Hendricks beauftragte die Deutsche Emissionshandelsstelle (DEHSt) beim Umweltbundesamt, für diese Kompensation Emissionsgutschriften aus neuen und hochwertigen Klimaschutzprojekten anzukaufen. Die Klimawirkungen von Dienstreisen werden so durch Emissionseinsparungen an anderer Stelle neutralisiert. weiterlesen…

Netzausbau, KWK und EEG-Novelle

Verkabelung kostet 8 Milliarden, erhöht aber Akzeptanz

Energiepolitiker der Großen Koalition haben nach langen Sitzungen Beschlüsse gefasst und sie am 02.12.2015 im Rahmen eines Pressegesprächs mit den stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Michael Fuchs und Georg Nüßlein sowie der SPD-Bundestagsfraktion Hubertus Heil in großer Einmütigkeit veründet: Es geht um abschaltbare Lasten, den Netzausbau und KWK samt EEG. weiterlesen…