„Selbstverteidigung“ gegen Sauerstoff für Katalysatoren entwickelt

Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Chemische Energiekonversion in Mülheim an der Ruhr entwickeln Strategie, die einen bio-inspirierten molekularen Katalysator mit Hilfe einer Polymermatrix stabilisiert

Dieser Katalysator ist einer der effizientesten molekularen Katalysatoren für die Wasserstoffoxidation, der mit geringen Energieverlusten und hoher Aktivität arbeitet und damit eine Alternative zu teuren Metallen wie Platin darstellt. Sein Design wurde von der Natur inspiriert; er ahmt Eigenschaften, der Hydrogenasen nach, den Enzymen, die Wasserstoffproduktion oder -oxidation mit Hilfe von auf der Erde reichlich vorhandenen Metallen wie Nickel und Eisen katalysieren. Wie das Max-Planck-Institut für Chemische Energiekonversion am 16.04.2018 mitteilte, wurde diese Gemeinschaftsarbeit kürzlich in Nature Communications veröffentlicht und von den Editoren hervorgehoben. weiterlesen…

Liberalisierung des Strommarktes

Befreiung für neue Anbieter und die Erneuerbaren

Die Liberalisierung des Strommarktes in der Europäischen Union vor 20 Jahren hat in Deutschland und zahlreichen weiteren EU-Mitgliedstaaten positive Auswirkungen auf die Anbietervielfalt zugunsten einer nachhaltigeren Stromproduktion gehabt. Staaten, die Chancen der Liberalisierung versäumten, hinken hingegen bei der Entwicklung Erneuerbarer Energien häufig hinterher. Dieses Fazit zieht die Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) am 27.04.2018 nach Auswertung zentraler Kennzahlen zur Entwicklung der Strommärkte in der EU in den vergangenen zwei Jahrzehnten. weiterlesen…

Petra Pinzler und Günther Wessel: „Vier fürs Klima“

„Wie unsere Familie versucht, CO2-neutral zu leben“

Die Frage nach dem guten und umweltbewussten Leben in Zeiten des Klimawandels beschäftigt viele: „Wie reduzieren wir unseren ökologischen Fußabdruck?“ Die Familie Pinzler-Wessel hat es ein Jahr lang versucht. Ihre anregenden, mutmachenden Erlebnisse und Recherchen präsentieren sie in einem „alltagsprallen Buch“, wie es der Verlag Droemer nennt: „Ein Weg, der für alle praktikabel ist und wesentlich mehr Spaß macht als Verzicht erfordert.“ weiterlesen…

2. Mai 2018: Erdüberlastungstag

„Als ob wir drei Erden zur Verfügung hätten“

Erstmals kommt der „deutsche Erdüberlastungstag“, der Tag, an dem wir die uns eigentlich zustehenden, natürlich verfügbaren Ressourcen aufgebraucht haben und „auf Pump“ leben, eine Woche später, so Berechnungen der Forschungsorganisation Global Footprint. Das hänge aber nicht mit ernsthaften Verbesserungen, sondern nur mit wetterbedingten Emissionsschwankungen zusammen, betonte die Umwelt- und Entwicklungsorganisation Germanwatch mit Verweis auf Global Footprint. Der Earth Overshoot Day 2018 wird für Ende Juli (2017: 2. August) erwartet. weiterlesen…

Anthropogenes Verbrennungseisen als komplexer Klimawandelbeschleuniger

Atmosphärische Belastung achtmal höher als bisher geschätzt

Atmosphärisches Eisen beeinflusst den globalen Kohlenstoffkreislauf, indem es die Biogeochemie des Ozeans durch die Ablagerung von löslichem Eisen in den Ozeanen verändert. Bei der anthropogenen (fossilen) Verbrennung freigesetztes Eisen ist eine Quelle löslichen Eisens, die bisher zu Unrecht als weniger wichtig angesehen wurde als andere lösliche Eisenquellen wie Mineralstaub und Biomasseverbrennung. weiterlesen…

Preis für Künstliche Photosynthese

Otto-Bayer-Preis 2018 geht an Dr. Tobias Erb

Kuratorium und Stiftungsrat der Bayer Science & Education Foundation haben am 26.04.018 Tobias Erb vom Max-Planck-Institut für terrestrische Mikrobiologie in Marburg für herausragende Beiträge auf dem Gebiet der „Synthetischen Biologie und insbesondere ihrer Anwendung auf die künstlichen Photosynthese“ den mit 75.000 Euro dotierten Otto-Bayer-Preis 2018 zuerkannt. weiterlesen…

ESYS mit Meta-Analyse ausgewählter Energieszenarien

acatech-Materialien

Im Rahmen des Akademienprojekts „Energiesysteme der Zukunft“ hat sich die Arbeitsgruppe „Sektorkopplung“ mit der Frage beschäftigt, wie es gelingen kann, die CO2-Emissionen in der Energieversorgung in Deutschland bis zum Jahr 2050 drastisch zu reduzieren und so die Klimaziele der Bundesregierung zu erreichen. Entscheidend dafür wird sein, die Sektoren Strom, Wärme und Verkehr viel stärker zu verknüpfen und das Energiesystem als Ganzes zu optimieren. Aus einer systemischen Perspektive heraus hat die Arbeitsgruppe Handlungsoptionen für eine Vernetzung der Sektoren auf technischer und ökonomischer Ebene entwickelt. weiterlesen…

Helmholtz HI-SCORE-Research School startete

Forschung an „hybriden integrierten Systemen zur Umwandlung von Solarenergie“

Mit einem zweitägigen Treffen am Helmholtz-Zentrum Berlin (HZB) ist am 25.04.2018 die internationale Forschungsschule HI-SCORE zum Thema Solarenergie an den Start gegangen. Die internationale Forschungsschule zu Solarenergie baut auf Austausch zwischen Deutschland und Israel und eine gemeinsame, exzellente Betreuung von Promovierenden. Dafür kooperiert das HZB mit dem Weizmann-Institut in Rehovot, dem Technion in Haifa und drei israelischen Universitäten sowie den Universitäten in Berlin und Potsdam. weiterlesen…

Fast 100 Prozent Erneuerbare in Afrika bis 2050

Eine MCC-Studie zeigt: Wenn die Staaten des Kontinents kooperieren und die Kosten weiter fallen, ist zugleich Wachstum möglich

Die Stromerzeugung auf dem afrikanischen Kontinent könnte bereits 2050 fast ausschließlich über erneuerbare Energien erfolgen – ohne dabei auf ein hohes Wirtschaftswachstum verzichten zu müssen. Voraussetzung dafür ist, dass die Staaten beim internationalen Stromnetzausbau und Stromhandel kooperieren, die vorhandene Wasserkraft zum Ausgleich der Schwankungen genutzt und frühzeitig lokales Know-how im Umgang mit der neuen Technologie aufgebaut wird. Das geht aus einer Studie des Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change (MCC) hervor. weiterlesen…

Mikroalgen trotzen Klimawandel

Mikroalgen-Gemeinschaften in arktischen Küstengewässern bleiben trotz veränderter Umweltbedingungen produktiv

Mikroalgen sind die Grundlage des Ökosystems der Arktis, denn sie stehen am Anfang der Nahrungskette für Fische, Robben und Wale. Nun haben Forscher des Alfred-Wegener-Instituts gemeinsam mit kanadischen Kollegen herausgefunden und in Nature Climate Change veröffentlicht, dass ihre Gemeinschaften in der Arktis sehr widerstandsfähig sind. Demnach trotzen Mikroalgen der Versauerung der Ozeane. Auch wenn das Wasser saurer wird und sich das Licht oder die Temperaturen ändern, scheinen verschiedene arktische Mikroalgen-Gemeinschaften ihre Produktivität und Artenzusammensetzung beizubehalten. Die Wissenschaftler sehen die Widerstandsfähigkeit der Algen im Zusammenhang mit den extremen Umweltbedingungen, unter denen sie leben: Im Winter in kompletter Dunkelheit und im Sommer durchgängig dem Tageslicht ausgesetzt, wohl deshalb sind sie ziemlich abgehärtet. (Titel: Nature Climate Change Nr.5_2018 –) weiterlesen…