DIW: Kaum Carbon Leakage durch nationalen Brennstoff-Emissionshandel

Entwurf einer Verordnung zur Vermeidung von CO2-Steuerflucht

Die Einführung des nationalen Brennstoff-Emissionshandels birgt nach Einschätzung von DIW-WissenschaftlerInnen kein erhöhtes Risiko eines Carbon Leakage, also der Verlagerung von klimaschädlicher Industrie ins Ausland. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) und des Münchener ifo Instituts, die im Auftrag des BMF erstellt wurde. Die ÖkonomInnen gehen zudem nicht davon aus, dass sich die internationale Wettbewerbsfähigkeit vermindern könnte. Die gesamte Studie ist als Politikberatung kompakt abrufbar. (Siehe Download.) weiterlesen…

Chinas ‚künstliche Sonne‘ erreicht erste Entladung

150 Millionen Grad heiß

Zahlreichen Medienberichten zufolge soll Wissenschaftlern in einem chinesischen Forschungsreaktor eine Sensation gelungen sein: Bei 150 Millionen Grad Celsius verschmolzen sie die Kerne zweier Atome zehn Sekunden lang. „Der Tokamak-Reaktor HL-2M in Chengdu in der südwestchinesischen Provinz Sichuan schloss seine erste Entladung am 4. Dezember ab, was Chinas unabhängige Beherrschung der Konstruktion und des Baus großer, fortschrittlicher Tokamak-Geräte und ihrer Betriebstechnologie bedeutet“, so die stolze Originalmitteilung der China National Nuclear Corporation (CNNC). weiterlesen…

250 Forscher aus aller Welt warnen

Störungen und Zusammenbruch der Gesellschaft drohen

In einem – am 07.12.2020 im Londoner Guardian erschienenen – offenen Brief forderten mehr als 250 Wissenschaftler aus 30 Ländern die politischen Entscheidungsträger auf, sich eingehender mit dem wachsenden Risiko gesellschaftlicher Störungen und Zusammenbrüche aufgrund von Klima- und Umweltschäden zu beschäftigen. Der Brief verlangt, sich darauf zu konzentrieren, wie man solche Störungen verlangsamen, sich darauf vorbereiten und denjenigen helfen kann, die bereits unter solchen Störungen leiden. Die Unterzeichner sind Spezialisten in einer Reihe von mit dieser Herausforderung befassten Themenbereichen, die gemeinsam der Meinung sind, dass es an der Zeit ist, auf wissenschaftliche Erkenntnisse über die missliche Lage der Menschheit zu hören. weiterlesen…

EEA: THG aus Strommeilern gehen zurück – seit 2005 um 35%

Europas Kraftwerke haben 2019 deutlich weniger klimaschädliche Gase emittiert

Wie die EU-Umweltagentur EEA meldet, haben europäische Stromerzeuger wesentlich weniger Klimagase emittiert als 2018. Die Emissionen der vom EU-Emissionshandel umfassten stationären Anlage fielen um gut neun Prozent – der größte jährliche Rückgang seit zehn Jahren. Im Vergleich mit 2005 sind die Emissionen gar um 35 Prozent gesunken. Das kommt daher, dass die Kraftwerke mehr und mehr auf Erneuerbare Energien als auf Kohle setzen. Experten mahnen dennoch, die Ausstöße müssten noch deutlich mehr sinken, wenn 2050 in der EU Klimaneutralität erreicht werden soll. Anders der Flugverkehr: Hier haben die Emissionen noch einmal zugelegt – um ein Prozent. Für dieses Jahr erwartet die Umweltagentur einen Rückgang – wegen der Pandemie. weiterlesen…

Regierung sieht E-Fuels sehr kritisch – unter anderem gar „ökologisch nachteilig“

Antwort der Regierung auf FDP-Anfrage – Verkehr bis 2050 weitgehend treibhausgasneutral

Laut Bundesregierung macht „die bis spätestens zum Jahr 2050 notwendige weitgehende Treibhausgasneutralität des Verkehrs es notwendig, stromerzeugte Kraftstoffe im gasförmigen bzw. flüssigen Zustand auf Basis erneuerbaren Stromes herzustellen und diese dort einzusetzen, wo eine Elektrifizierung technisch kaum möglich oder unwirtschaftlich ist (Luft- und Seeverkehr, Teile des Schwerlastverkehrs)“ – so der parlamentseigene Pressedienst heute im bundestag. In der Antwort (19/24942) auf eine Kleine Anfrage (19/23994) der FDP-Fraktion kündigt die Bundesregierung eine ehrgeizige Treibhausgasminderungs-Quote (THG-Quote) bis 2030 an. weiterlesen…

Rolle rückwärts

Atomkraft droht Teil von Europas Wasserstoffmarkt zu werden

Nach Entwürfen der Europäischen Union droht die Kernenergie einen Platz in der künftigen Wasserstofferzeugung Europas einzunehmen. Frankreich und einige osteuropäische Staaten treiben das Atomkraft-Revival voran. Manuel Först hat für energiezukunft die Hintergründe recherchiert. weiterlesen…

EE deckten im Jahr 2020 gut 46 Prozent des Stromverbrauchs

Aktuelle Berechnungen von ZSW und BDEW

Fast die Hälfte des 2020 in Deutschland verbrauchten Stroms stammte aus Erneuerbaren Energien. Das zeigen vorläufige Berechnungen des Zentrums für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) und des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) für das Gesamtjahr 2020. weiterlesen…

Schwarz-Rot (endlich) einig bei EEG-Novelle

Reform für schnelleren Ausbau des Ökostrom-Anteils in Deutschland seht – Kritik

Die Koalitionsparteien haben sich am 14.12.2020 nach langen Verhandlungen über noch offene Punkte im Erneuerbare-Energien-Gesetz geeinigt. Dazu gehört eine Regelung zum Weiterbetrieb der sogenannten Ü20-Solar- und Windkraftanlagen, die bald aus der Förderung fallen werden. Der Eigenverbrauch von selbst produziertem Solarstrom – etwa auf dem Hausdach, der Terrasse oder im Garten – soll erleichtert werden. Auch für Anlagen auf Mietshäusern sind Vereinfachungen geplant.Die Branche (BEE, BSW-Solar, BVW) ist unzufrieden. weiterlesen…

„Wir sind bereits in Schwierigkeiten“

Rede von UNEP-Exekutivdirektorin Inger Andersen anlässlich der Vorstellung des UNEP Emissions Gap 2020

Trotz eines Rückgangs der Treibhausgasemissionen aufgrund der wirtschaftlichen Verlangsamung von COVID-19 steuert die Welt in diesem Jahrhundert immer noch auf einen katastrophalen Temperaturanstieg jenseits der 3° C zu – weit über die Grenze des Pariser Abkommens hinaus. Aber der UNEP-Report lässt auf eine grüne Pandemieerholung und wachsende Verpflichtungen zu Netto-Null-Emissionen hoffen, sagte UNEP-Chefin Andersen am 09.12.2020. weiterlesen…

Doch Rekord-Rückgang globaler CO2-Emissionen

Dank COVID-19-Lockdowns

„2,4 Milliarden Tonnen weniger CO2 dank Corona“ titelte die Süddeutsche Zeitung am 11.12.2020, als die Universitäten von East Anglia (UEA) und Exeter die jährliche weltweite CO2-Bilanz als Ergebnis des sogenannten „Global Carbon Projects“ (GCP) von 86 Klimaforschern aus aller Welt verkündeten. Denn die neue Bilanz zeigte einen noch nie erreichten Rückgang der CO2-Emissionen, der allerdings auf Corona-bedingte Einschränkungen des Transportwesens zurückgeführt wird. Die CO2-Konzentration der Luft stieg dennoch weiter an. weiterlesen…