Archäen erzeugen grünes Methan

Neuartiger Bioreaktor wandelt unter extremen Druck CO2 und H2 in Erdgas um

Ein neuartiger Bioreaktor für die biologische Methanogenese ermöglicht die Produktion von Bio-Methan erstmals unter extrem hohen Druckverhältnissen: Mit bisher unerreichter Effizienz werden CO2 und H2 zu Methan (C2H4) umgewandelt. Die signifikante Steigerung im Vergleich zu herkömmlichen Bioreaktoren (s.u.) verdankt sich Milliarden an extreme Druckverhältnisse gewöhnte von Archäen, die bereits im Erdurzeitalter lebten. Die österreichische Krajete GmbH, die den Bioreaktor konzipierte und nun auch eine erste Pilotanlage errichtete, hat am 23.01.2020 auf diesen Erfolg hingewiesen. weiterlesen…

100 Sekunden vor 12

Weltuntergangsuhr näher an 12 als jemals seit 1947

Die symbolträchtige Weltuntergangsuhr, welche die größten Gefahren für die Menschheit symbolisiert, steht einer Medienmitteilung des Bulletin of the Atomic Scientists’ zufolge heute näher vor 12 Uhr, als jemals zuvor seit ihrer Einrichtung 1947. Um den Handlungsbedarf zu unterstreichen, wird die Zeit der Weltuntergangsuhr jetzt in Sekunden statt in Minuten angegeben: Am 23.01.2020 hat der Sicherheits- und Sponsorenausschuss des Bulletins, dem 13 Nobelpreisträger angehören, die Weltuntergangsuhr von zwei Minuten vor 12 auf 100 Sekunden vor 12 vorgerückt. weiterlesen…

Deutschland macht EU-Hausaufgaben nicht

EU will Säumige beim Klimaplans beim Namen nennen und an den Pranger stellen

Nur etwas mehr als die Hälfte der EU-Staaten hat ihre endgültigen nationalen Energie- und Klimapläne (NECPs) bis zum 01.01.2020 bei der Europäischen Kommission eingereicht, sagte jüngst eine Kommissionsbeamtin und warnte, dass die EU-Exekutive bald die vollständige Liste der Länder online veröffentlichen wird. Paula Pinho, Referatsleiterin in der Energie-Direktion der Kommission, kündigte an, die EU werde alle NECPs, die sie erhalten habe, noch vor Ende des Monats veröffentlichen. Dann käme laut Euractiv-Autor Frédéric Simon ans Licht, wer bis jetzt seine Hausaufgaben nicht gemacht hat. Peinlich: Deutschland ist dabei. weiterlesen…

Neuer Rekord am Mauna Loa

CO2-Spitzenwert jetzt 415,79 ppm

Die CO2-Konzentration in der Atmosphäre steigt unaufhörlich – und immer schneller – weiter an. Jetzt hat sie einen neuen Rekordwert erreicht: An der wichtigsten Messstation Mauna Loa auf Hawaii zeigten laut NOAA (National Oceanic and Atmospheric Administration) die Messgeräte am 21.01.2020 ein Tagesmittel von 415,79 parts per million. Der bisherige von der NOAA gemessene und publizierte Spitzenwert vom 17.05.2019 betrug 415,70 ppm. Der Anstieg von 0,028 Prozent auf 0,041 Prozent an der Luft sieht winzig aus, bedeutet aber, dass die Menge um 50 Prozent zugenommen hat. weiterlesen…

Netzbetreiber rechnen mit deutlich mehr Solarstrom

Solarwirtschaft sieht deutlich höheren Zubau-Bedarf und fordert von Bundesregierung umgehende gesetzliche Beschleunigung

Die heimische Stromnachfrage wird kräftig wachsen und künftig deutlich stärker aus Solaranlagen gedeckt werden. Davon gehen inzwischen auch Deutschlands Übertragungsnetzbetreiber aus. Nach deren Einschätzung wird die solare Kraftwerkskapazität in den kommenden 15 Jahren gegenüber heute um rund 120 bis 160 Prozent zunehmen – je nach Entwicklung der politischen Rahmenbedingungen. Der Bundesverband Solarwirtschaft e. V. (BSW) fordert deshalb von der Bundesregierung umgehend die Beseitigung von Marktbarrieren und die gesetzliche Beschleunigung des Photovoltaikausbaus noch in diesem Frühjahr. weiterlesen…

Frankreich lässt nicht vom Palmöl

Streit um Biokraftstoffe geht weiter

In Frankreich hat das Schicksal von Palmöl eine Reihe von Wendungen erfahren, vor allem, weil NGO und Total weiterhin über dieses Thema streiten. Französische NGOs und der multinationale Öl- und Gaskonzern Total setzen ihr Armdrücken über den Steuerstatus von Palmöl, das in pflanzenbasierten Biokraftstoffen verwendet wird, fort. EURACTIV Frankreich berichtet. weiterlesen…

Gesellschaftliche „Kippmechanismen“ können Klima stabilisieren

Durchbruch erscheint möglich

Um die Erwärmung der Erde auf deutlich unter 2° C zu begrenzen, müssen die Gesellschaften weltweit bis spätestens 2050 ihre Treibhausgasemissionen auf Null reduziert haben. Dazu ist eine tiefgreifende globale Transformation der heutigen Energie- und Landnutzungssysteme notwendig. Klimaneutralität bis Mitte des Jahrhunderts bedeutet, dass die Treibhausgasemissionen ab heute alle zehn Jahre halbiert werden müssen – so das PIK-Potsdam am 21.01.2020 in einer Medienmitteilung. weiterlesen…

EU: Unsummen für „unnötige“ Gasprojekte

Euractiv: Werden Milliarden versenkt?

Europa braucht keine neue Gasinfrastruktur, um die Energieversorgungssicherheit zu gewährleisten, so – laut Frédéric Simon auf EURACTIV.com am 20.01.2020 – das Ergebnis einer neuen Studie des Beratungsunternehmens Artelys im Auftrag der European Climate Foundation (ECF). Der Bericht warnt vielmehr vor dem Risiko, dass 29 Milliarden Euro für 32 größtenteils „unnötige“ Gasprojekte verschwendet werden könnten. weiterlesen…

Massive Kritik an Kohleausstiegsplänen

Altmaier verteidigt sich gegen Vorwürfe von KWSB-Mitgliedern und NGO

Der Zeitplan für den Braunkohle-Ausstieg (siehe solarify.eu/bund-laender-einigung-ueber-kohleausstieg) entzweit das politische Berlin: Acht von 28 Mitgliedern der ehemaligen Kohlekommission (Kommission Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung, KWSB) warfen der Bundesregierung vor, sie verstoße gegen die mühsam ausgehandelten Empfehlungen zum Kohleausstieg und sehen den vor einem Jahr erzielten Kohlekompromiss gar durch die Bundesregierung aufgekündigt. Sie kritisieren die ihrer Ansicht nach zu zögerliche Abschaltung von Kraftwerken und zu hohe Entschädigungen für die Betreiber. In einer Stellungnahme forderten sie den Bundestag zum Handeln auf. „Hier wird ein gesellschaftlicher Frieden, der vereinbart worden war, leichtfertig verspielt“, sagte Barbara Praetorius, eine der vier Vorsitzenden der Kommission, am 21.01.2020 in Berlin. weiterlesen…

Warum Methan das Klima bedroht

Was ist Methan und warum ist es von Bedeutung?

Die Botschaft des jüngsten UN-Klimaberichts ist klar: Wenn wir die Treibhausgasemissionen nicht drastisch reduzieren, wird die Welt auf einen Temperaturanstieg von weit mehr als 1,5°C gegenüber dem vorindustriellen Niveau zusteuern. Eine drastische Reduzierung der Emissionen bedeutet eine Reduzierung von mindestens 32 Gigatonnen CO2-Äquivalent (Gt CO2) bis 2030. Das ist so, als ob man alle THG-Emissionen aus Großbritannien, Frankreich, Deutschland und Brasilien zusammengenommen jedes Jahr in den nächsten 10 Jahren eliminieren würde. Wie um alles in der Welt werden wir dies erreichen? Ein Zustandsbericht von Laura Hutchinson und Kate Hight vom Rocky Mountain Institute. weiterlesen…