Buch „Das Supermolekül“

Mit Wasserstoff das fossile Zeitalter beenden

Wasserstoff ist der Energieträger der Zukunft: Man kann Brennstoffzellen für Autos mit ihm antreiben oder ganze Kraftwerke, die Wohnhäuser gleichzeitig mit Wärme und Strom versorgen – dezentral und sicher. Als Kerosinersatz kann Wasserstoff als Treibstoff für Düsenflugzeuge und sogar Raketen eingesetzt werden. Als Speichermedium ist er die kostengünstige Lösung für eine nachhaltige und flächendeckende Versorgung mit Energie. Das riesige Potenzial von Wasserstoff ist in der Wissenschaft schon längst bekannt. Die deutsche Automobilindustrie scheut dennoch Investitionen und setzt mit Akku-Autos auf den falschen Trend. Gleichzeitig hat sich die Politik von der Fossil-Lobby hoffnungslos kapern lassen und versucht mit allerlei Tricks, die Entstehung einer Wasserstoff-Gesellschaft auszubremsen. Timm Koch hat für sein Buch „Das Supermolekül“ (Westendverlag) mit tapferen Pionieren und besonnenen Wissenschaftlern gesprochen, die keinen Zweifel lassen: Die Chance, das fossile Zeitalter zu beenden und der Schlüsseltechnologie Wasserstoff endlich zum Durchbruch zu verhelfen, ist zum Greifen nahe. weiterlesen…

Extreme Wind-Energie-Flaute

Rückgang von 82 Prozent – schlechtester Wert seit Einführung des EEG

Der Ausbau der Windenergie an Land ist in Deutschland fast zum Erliegen gekommen, so die von der Deutschen WindGuard im Auftrag von BWE und VDMA Power Systems erhobenen Zahlen. Im ersten Halbjahr lag der Bruttozubau bei 287 MW beziehungsweise 86 Anlagen – im Vergleich zum bereits schwachen Vorjahreszeitraum ein Rückgang von 82 Prozent. Zieht man den Rückbau von Windenergieanlagen ab, ergibt sich ein Nettozubau von lediglich 231 MW bzw. 35 Anlagen – dies ist der schlechteste Wert seit Einführung des EEG 2000. weiterlesen…

Freiwillige CO2-Kompensation

Wenn sich Treibhausgas-Emissionen nicht vermeiden oder reduzieren lassen, können sie zumindest durch Klimaschutzprojekte kompensiert werden

Jeder Mensch hinterlässt einen CO2-Fußabdruck, in Deutschland sind das im Durchschnitt gut elf Tonnen CO2 pro Jahr. Durch klimabewusstes Handeln, beispielsweise weniger zu fliegen oder weniger tierische Produkte zu essen, lassen sich Emissionen vermeiden oder zumindest reduzieren. Für die verbleibenden Emissionen kommt als letzter Schritt deren Ausgleich in Betracht, auch Kompensation genannt. Das Umweltbundesamt hat am 23.07.2019 den UBA-Ratgeber „Freiwillige CO2-Kompensation durch Klimaschutzprojekte“ veröffentlicht. weiterlesen…

Brot für die Welt: Klimawandel lässt Hungerzahlen ansteigen

Jahresbilanz fordert klaren Kurs im Kampf gegen den Klimawandel

Die Hilfsorganisation Brot für die Welt warnte in ihrer Jahresbilanz angesichts steigender Hungerzahlen vor den Kosten des Klimawandels und forderte zu mehr Engagement dagegen auf. Am meisten litten darunter Länder, die am wenigsten zu den Problemen beigetragen hätten. Zum dritten Mal in Folge habe sich die Zahl der weltweit Hungernden erhöht – auf jetzt 821 Millionen Menschen. Eine Hauptursache ist der weltweite Temperaturanstieg. „Je weniger wir heute gegen den Klimawandel tun, umso teurer kommt er alle zu stehen“, mahnt die Präsidentin des evangelischen Hilfswerks, Cornelia Füllkrug-Weitzel, bei der Vorstellung der Jahresbilanz am 25.07.2019 in Berlin. Die Bundesregierung müsse endlich einen klaren Kurs einschlagen. „Die Kosten des Klimawandels, die weltweit und bei uns entstehen, wenn nichts getan oder weiter gezaudert wird, werden von der Politik ausgeblendet.“ weiterlesen…

Zwei Jahre nach Start schlechte Noten

BSW-Solar: Bundesregierung bisher halbherzig bei solarem Mieterstrom

Zwei Jahre nach dem Start des Mieterstromgesetz zieht der Bundesverband Solarwirtschaft eine ernüchternde Zwischenbilanz. Gerade einmal gut 1,5 Prozent des möglichen Förderrahmens seien ausgeschöpft worden. Pro Jahr soll das Gesetz eine Förderung von solaren Mieterstromanlagen mit einer Gesamtleistung von 500 Megawatt ermöglichen. Von den 1.000 Megawatt seien bis heute allerdings nur rund 15 Megawatt genutzt worden. weiterlesen…

EU fördert Projekte zur Kohleverstromung

Gelder für Anschaffung hochgiftiger Gase zur Optimierung von Prozessen der Kohleindustrie

Eigentlich soll es in der EU bald vorbei sein mit der Kohleenergie – spätestes ab 2025 soll es keinerlei Subventionen für die Kohleindustrie mehr geben. Und doch fördert die EU-Kommission weiterhin die Kohleforschungsprojekte großer Energieunternehmen. Das geht aus Dokumenten im Besitz des European Environmental Bureau hervor, die EURACTIV vorliegen und die sich Florence Schulz für EURACTIV.de näher angeschaut hat. weiterlesen…

Klimawandel nicht mehr zu übersehen – Die Politik? Trödelt.

Umsteuern aber immer noch möglich

„Europa ächzt unter einer Hitzewelle, in der Arktis brennen die Wälder, am Horn von Afrika hungern die Menschen, in Nepal, Indien und Bangladesch fliehen Millionen vor Überschwemmungen und tropische Zyklone verwüsten die ostafrikanische Küste. Man muss schon sehr blind und wissenschaftsfeindlich sein, um 2019 die Warnsignale der planetaren Überhitzung nicht zu erkennen“, schreibt Jan Kowalzig in seinem Blog für Oxam am 26.07.2019. weiterlesen…

Denkmal für Islands ersten weggeschmolzenen Gletscher

Klimawandel verantwortlich – Island tut sich schwer, Verlust zu verarbeiten

Islands erster durch den Klimawandel verlorener Gletscher wird mit einem Denkmal in Erinnerung bleiben, das nächsten Monat an der Stelle des ehemaligen Gletschers enthüllt werden soll. Bereits 2014 hatte der Okjökull den offiziellen Status als Gletscher verloren, weil zu viel seiner Eismasse weggeschmolzen war, so Forscher der Rice-University in Houston, Texas.  Jetzt gibt es ihn nicht mehr: Der Gletscher auf dem Gipfel des Vulkans Ok ist der erste in Island, der infolge der Erderwärmung verschwunden ist (Bild: Ok-Jökull-Gedenktafel, Island – © Rice-University – CC BY-SA 4.0, commons.wikimedia.org). weiterlesen…

Klima erwärmt sich so schnell wie nie in den letzten 2000 Jahren

98 Prozent der Erdoberfläche von der globalen Erwärmung betroffen

Im Unterschied zu vorindustriellen Klimaschwankungen erfolgt die gegenwärtige, vom Menschen verursachte Klimaerwärmung auf der ganzen Welt gleichzeitig. Zudem ist die Geschwindigkeit der globalen Erwärmung so gross wie nie seit mindestens 2000 Jahren. Das zeigen zwei Studien der Universität Bern. weiterlesen…

Nature: Neue EU-Chefin macht mutige Klimazusagen

Ursula von der Leyens CO2-Reduktionsziele brauchen Unterstützung von EU-Mitgliedstaaten

Noch nicht im Amt und schon in Nature: Die nächste EU-Präsidentin Ursula von der Leyen hat den Klimawandel ganz oben auf ihre Agenda gesetzt. Sie wurde am 16.07.2019 von den MdEP knapp gewählt und wird als erste Frau die Leitung der Exekutive der Europäischen Union übernehmen. Dabei spielt die Neun-Stimmen-Mehrheit die Unzufriedenheit vieler über die plötzliche Nominierung wieder. Viele MdEP hätten es vorgezogen, wenn der Chef einer der politischen Gruppierungen des Parlaments die Verantwortung für die Festlegung und Umsetzung der politischen Agenda der EU-Kommission erhalten hätte. (Auszüge aus einem Artikel von Quirin Schiermeier) weiterlesen…