ISE in der Kritik

Expertenstreit: Brennstoffzelle oder Akku klimafreundlicher? Vergleich von Treibhausgas-Emissionen umstritten

Für das Erreichen der Klimaschutzziele muss der Verkehrssektor die durch den Einsatz von fossilen Kraftstoffen verursachten Treibhausgas-Emissionen drastisch senken. Doch wie groß ist der Treibhausgas-Fußabdruck von alternativen Antriebskonzepten? Forscher des Fraunhofer ISE haben in einer Studie im Auftrag der H2 Mobility Deutschland einen Lebenszyklus-Vergleich von Elektro- und Brennstoffzellenfahrzeugen durchgeführt (siehe solarify.eu/batterie-und-brennstoffzelle-ergaenzen-einander-ideal). Und sehen die Brennstoffzelle klar vorn. Das erweckt Widerspruch aus den Niederlanden. weiterlesen…

Künstliche Inseln als Offshore-Wasserstoffspeicher

Europäisches Konsortium entwickelt Verteilkreuz-Konzept, um Offshore-Windenergie mit Wasserstoffspeicher zu erleichtern

Die internationalen Konsortialpartner des North Sea Wind Power Hub (NSWPH) haben am die Ergebnisse der Bewertungsphase eines Projekts vorgestellt, das Wasserstoff in künstlichen Inseln in der Nordsee speichern will – schreibt Nicole Weinhold in einem ausführlichen Berichtin Erneuerbare Energien. Dafür haben sie die Bedingungen für den Bau eines oder mehrerer Windenergie-Verteilkreuze in der Nordsee analysiert, Studien durchgeführt, Szenarien untersucht, Gespräche mit politischen Entscheidungsträgern, führenden Offshore-Windparkentwicklern und Nichtregierungsorganisationen geführt. weiterlesen…

Rückenwind für Wasserstoff nutzen

TÜV SÜD und LBST helfen bei der Konzeption von sicheren und wirtschaftlich sinnvollen Lösungen der Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie

Mit der geplanten Einrichtung von „Reallaboren“ und dem Wettbewerb HyLand hat die Bundesregierung wichtige Weichen gestellt, um den Einsatz von Wasserstoff in der Industrie und im Verkehr voranzutreiben. „TÜV SÜD und die Ludwig-Bölkow-Systemtechnik GmbH (LBST) haben die nötigen Kompetenzen und Erfahrungen, um die sichere Anwendung der Wasserstoff- und Brennstoff­zellentechnologie und die Vorbereitung und Umsetzung entsprechender Projekte zu unterstützen“, wie es in der Pressemitteilung des TÜV SÜD vom 30.07.2019 heißt. (Foto: Rohrleitungssystem in einer Power-to-Gas-Anlage – © TÜV SÜD) weiterlesen…

Erneuerbares Methan mittels Urbakterien hergestellt

Mikrobielle Elektromethanogenese

In der Schweiz ist erstmals mittels Urbakterien erneuerbares Methan erzeugt worden. Wie das Portal powertogas.info der dena am 03.07.2019 mitteilte, wurde auf dem Areal Aarmatt der Regio Energie Solothurn wurde schon am 31.05.2019 mithilfe des von Electrochaea entwickelten Biomethanisierungsprozesses aus erneuerbarem Strom erstmals erneuerbares Methan hergestellt. Nur ein paar Tage später sei bereits die erste Einspeisung ins Gasnetz erfolgt. weiterlesen…

Raus aus dem linearen Konsumwahn

acatech: Kreislaufwirtschafts-Initiative gegründet

Wachstum vom Ressourcenverbrauch entkoppeln – keinen Abfall mehr verursachen – alles wiederverwenden, ist die (alte) Idee der Kreislaufwirtschaft. Die neu gegründete Circular Economy Initiative Deutschland möchte in diesem Sinne die lineare Logik des Herstellens und Verbrauchens durchbrechen, indem Wissenschaft, Unternehmen und zivilgesellschaftliche Organisationen zusammen an einem Zielbild für Deutschland arbeiten. Mitglieder der Initiative stellten am 29.07.2019 in München eine erste Studie über Perspektiven für Deutschland, europäische Vorbilder und die Entwicklung einer Kreislaufwirtschafts-Roadmap vor. Solarify weist in einem Anhang darauf hin, dass die Idee von der Kreislaufwirtschaft schon eine lange Geschichte hat. (Titel: Deutschland auf dem Weg zu einer zirkulären Wirtschaft – © acatech; Circular Economy) weiterlesen…

Wie geht es weiter nach dem EEG?

Fraunhofer ISE befragt Besitzer früher EEG-geförderter PV-Anlagen

2000 wurde das EEG mit dem Ziel verabschiedet, die Entwicklung von Stromerzeugungstechnologien aus erneuerbaren Energien wie Photovoltaik zu fördern, Energieimporte zu reduzieren und den Klimaschutz voranzutreiben. Besitzern von Solaranlagen wurde eine auf 20 Jahre festgelegte Vergütung für die Einspeisung von Strom ins öffentliche Netz zugesichert. Anfang 2021 laufen nun die ersten EEG-Vergütungen aus. Im Rahmen des SINTEG Projekts „C/sells“ ruft das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE die Besitzer von älteren PV-Anlagen auf, an einer Befragung zu Betriebsoptionen jenseits des EEG teilzunehmen. weiterlesen…

BUND: Power-to-X nicht per se klimafreundlich

Ohne Nachhaltigkeitsregeln sogar potenziell schädlich

Strombasierte Energieträger, sogenannte Power-to-X (PtX), werden in der Debatte um Klimaschutzmaßnahmen in den Sektoren Verkehr, Industrie und Gebäude aktuell als klimaneutraler Ersatz für fossile Brennstoffe angepriesen. Dass PtX jedoch nicht per se klimafreundlich ist und unter Umständen sogar negative Folgen für Umwelt und Klima aufweisen kann, zeigt ein am 29.07.2019 veröffentlichtes, im Auftrag des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) erarbeitetes Impulspapier des Öko-Instituts auf – am Schluss eine kritische Würdigung. (Foto: Zapfhähne-OME-H2-Solarstrom – © MPI CEC) weiterlesen…

„Es liegt in unserer Natur“

BWE legt neue Naturschutzbroschüre vor

Windenergie und Naturschutz – Nicht immer werden die beiden Begriffe als kompatibel angesehen. Wieso eigentlich? Schließlich werden durch die Stromerzeugung aus Windenergie jährlich über 70 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente eingespart, was dazu beiträgt, unsere ökologische Lebensgrundlage zu erhalten. Zudem gibt es strenge Auflagen für die Errichtung von Windenergieanlagen, und viele Windenergieprojekte leisten über Ausgleichs- und Kompensationsmaßnahmen einen wichtigen Beitrag zur Sicherung von Lebensräumen heimischer Tierarten. Die am 04.07.2019 vorgelegte BWE-Naturschutzbroschüre lenkt die Aufmerksamkeit auf diese Zusammenhänge und erklärt, wie Windenergie und Naturschutz Hand in Hand gehen können. weiterlesen…

So früh wie nie: Erderschöpfungstag am 29. Juli

Earth Overshoot Day: Wir überziehen das Ressourcen-Konto unseres Planeten

„Da der Earth Overshoot Day immer früher im Jahr stattfindet und ein großer Teil davon die CO2-Emissionen sind, tritt die Bedeutung entschlossenen Handelns immer klarer hervor. Deshalb arbeiten wir mit allen Beteiligten daran, effektive Ansätze zu finden“, sagt die chilenische Umweltministerin María Carolina Schmidt Zaldívar, Vorsitzende der für Dezember in Santiago geplanten COP25, aus Anlass des globale „Erderschöpfungstages“ (Earth Overshoot Day), der 2019 bereits auf den 29. Juli fällt. Ab diesem Tag hat die Menschheit nach Berechnungen des „Global Footprint Network“ bereits die gesamten natürlichen Ressourcen verbraucht, die unser Planet innerhalb eines Jahres erzeugen und regenerieren kann. weiterlesen…

Flexibilität für den Strommarkt der Zukunft

Neues AEE-Hintergrundpapier zeigt breites Spektrum an Flexibilitätsoptionen

Im Strommarkt der Zukunft geben Wind und Sonne den Takt vor. Dies bedeutet, dass der Fokus auf die „Grundlast“ der Vergangenheit angehört. „Grundlast war gestern. Unser Strommarkt braucht mehr Intelligenz und Flexibilität“, sagt Robert Brandt, Geschäftsführer der Agentur für Erneuerbare Energien (AEE). Das neue Hintergrundpapier stellt sowohl Herausforderungen als auch Lösungsansätze für mehr Flexibilität im Strommarkt vor. (Foto: Hochspannungsmasten und Windenergie bei Nauen, Brandenburg – © Dieter Fichtner für Solarify) weiterlesen…