„Wir müssen offensichtlich Neuland gestalten“

Aufruf zu Weitblick, Technologieoffenheit und Kooperation

von Matthias Grünig

Der Berliner IT-Fachmann Matthias Grünig nennt seinen Aufruf bescheiden einen „naiven Versuch“ – der studierte Physiker mahnt ultimativ politischen Nachholbedarf an: Es müsse viel mehr Geld in die Erforschung alternativer Treibstoffe investiert werden. Denn die fossilen Energien und die Umweltressourcen neigen sich dem Ende zu, die Weltbevölkerung wachse weiter, der Klimawandel bedrohe die globalen Lebensbedingungen, die ökonomische Ungleichheit der Kontinente und monopolistischen Machtgefüge festigten sich. weiterlesen…

160 Milliarden für die Wissenschaft

„Historischer Meilenstein für Wissenschaftsstandort Deutschland: Drei Wissenschaftspakte schaffen Planungssicherheit und fördern Forschung auf höchstem Niveau“

Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder haben am 06.06.2019 die drei Wissenschaftspakte (Nachfolge Hochschulpakt, Nachfolge Qualitätspakt Lehre und Pakt für Forschung und Innovation) mit einem Volumen von insgesamt rund 160 Milliarden Euro beschlossen. Vor dem Treffen der Ministerpräsidenten hat Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) im Handelsblatt die Bedeutung der Einigung zwischen Bund und Ländern zum Wissenschaftspakt unterstrichen: „Von 2021 bis 2030 werden in die Wissenschaftsorganisationen 120 Milliarden Euro fließen können. Darüber hinaus stellen wir den Hochschulen dauerhaft rund vier Milliarden Euro jedes Jahr zur Verfügung, zusätzlich zur Grundfinanzierung der Hochschulen“. weiterlesen…

Elektroautos können erst ab 2040 CO2-Emissionen deutlich senken

Studie zeigt: Umbau der Fahrzeugflotte ist dringlich, wirkt aber nur mit großem Zeitverzug

Die Vorstellung, Deutschland könnte im Wesentlichen mit Elektroautos seine Klimaschutzziele im Verkehrssektor realisieren, wird durch eine Studie des Berliner Klimaforschungsinstituts MCC (Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change) und der Uni Newcastle stark relativiert: Selbst in England, wo zwei wesentliche Rahmenbedingungen deutlich günstiger sind, kann die Elektrifizierung der Fahrzeugflotte die verkehrsbedingten CO2-Emissionen für sich genommen bis 2030 kaum und bis 2040 nur um maximal 10 Prozent senken. weiterlesen…

Problembereiche Effizienz in Gebäuden und im Verkehr

Fortschrittsbericht zur Energiewende: Treibhausgasemissionen und Stromausgaben gesunken

Knapp 38 Prozent des deutschen Stroms kommen einer Medienmitteilung der Bundesregierung zufolge aus Erneuerbaren Energien – damit liege ihr Anteil jetzt schon über dem für 2020 gesetzten Ziel. Außerdem werden Windkraft und Photovoltaik billiger. Der zweite Fortschrittsbericht zur Energiewende, den das Kabinett am 05.06.2019 beschlossen hat, stellt aber auch fest: Für die Energiewende bleibt noch viel zu tun. Nach ersten Schätzungen sind die Treibhausgasemissionen 2018 deutlich zurückgegangen. weiterlesen…

Unerklärlicher Anstieg des Methans in der Luft

Klimaforschung an ihren Grenzen

Eine starke Zunahme der Methan-Werte in der Atmosphäre beunruhigt Klimaforscher weltweit. Denn bisher können sie sich die steigenden Werte des besonders klimaschädlich Treibhausgases, das ist, nicht erklären. Ed Dlugokencky vom Erdsystem-Forschungslabor der National Oceanic and Atmospheric Administation (NOAA/ESRL) beschrieb am 01.06.2019 auf der ESRL-Webseite den Trend. weiterlesen…

Allenthalben Nachhaltigkeit

Bund und Länder mal einig

Die 23. Kalenderwoche hätte gut und gern „Woche der Nachhaltigkeit“ heißen können: Sie begann am Dienstag, dem 04.06.2019 mit der 19. Jahreskonferenz des Rates für Nachhaltige Entwicklung, am 06.06. wurde im Bundestag über Klimaziele und Frackingverbot diskutiert und am gleichen Tag verabschiedeten Bund und Länger eine gemeinsame Erklärung zur Nachhaltigkeit – Titel: „Gemeinsam für eine nachhaltige Entwicklung – Bund und Länder erklären ihre Verantwortung für eine gute Zukunft“. Solarify dokumentiert sie. weiterlesen…

„Zehn Jahre CSU-Verkehrspolitik: Zehn verlorene Jahre“

Horrende Summen für Dieselsubventionen und Straßenbau – ganz wenig für Investitionen in Bahn und Radverkehr

Mit einer Kleinen Anfrage an das Bundesverkehrsministerium fördert die Bundestagsfraktion der Grünen erschreckende Zahlen für den Klimaschutz zutage. Ziel der Grünen war es, die Bilanz der CSU im Verkehrsministerium seit 2009 offenzulegen. Denn seit 10 Jahren führen ununterbrochen CSU-Politiker das Ministerium. Auf Peter Ramsauer folgte 2013 Alexander Dobrindt. Christian Schmidt, ebenfalls CSU, leitete das Ministerium von Ende 2017 bis Anfang 2018 kommissarisch, bis zur neuen Legislaturperiode Andreas Scheuer folgte. Das klimaschädliche Treiben der CSU-Verkehrsminister beschrieb Manuel Först für energiezukunft. weiterlesen…

„Es ist schlimmer, viel schlimmer, als Sie denken“

Sachbuch „Die unbewohnbare Erde“

Ganz egal, wie gut wir informiert sind – ausreichend alarmiert sind wir nicht: Die heute schon spürbaren und die schlimmstmöglichen Folgen der Klimaerwärmung sind das Thema des amerikanischen Journalisten David Wallace-Wells in diesem fesselnden Report, der zugleich polarisiert und aufrüttelt. Wie kann und wird das Leben auf der Erde in nur 40, 50, 60 Jahren aussehen? Sicher ist: Heutige Teenager und Kinder werden noch erleben, wie sich die Bedingungen für die Menschheit auf der Erde dramatisch verschlechtern, sie werden erleben, wie sie in Teilen unbewohnbar wird. weiterlesen…

Zerstörung weiterer Dörfer für Braunkohle verfassungswidrig

BUND-Rechtsgutachten: Klimaschutz setzt neue Hürden für Enteignungen

Zwangsenteignungen für die Fortführung der Braunkohlentagebaue Garzweiler und Hambach sind angesichts der gestiegenen Klimaschutzvorgaben nicht mehr zulässig. Das ist das zentrale Ergebnis eines vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) heute in dem vom Tagebau Garzweiler unmittelbar bedrohten Dorf Keyenberg (Rheinland) vorgestellten Rechtsgutachtens „Beschränkung von Enteignungsmöglichkeiten für Braunkohlentagebaue durch Klimaschutzvorgaben“. Der BUND beauftragte mit dem Gutachten die Frankfurter Kanzlei Philipp-Gerlach & Teßmer, die im Jahr 2013 bereits erfolgreich die Verfassungsbeschwerde des BUND NRW gegen die Enteignung seiner Streuobstwiese im Tagebau Garzweiler I vertreten hatte. weiterlesen…

Wissenschaftsplattform „Nachhaltigkeit 2030“ setzt Online-Konsultation auf

Jetzt online: Wissenschaftliche Konsultation zur deutschen Nachhaltigkeitspolitik

Ab sofort haben Forschende aus allen Fachrichtungen eine neue Möglichkeit, sich an der Weiterentwicklung der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie zu beteiligen. Dafür hat die Wissenschaftsplattform Nachhaltigkeit 2030 (wpn2030) die Online-Konsultation „Eine Frage der Wissenschaft: Die Nachhaltigkeitsstrategie auf dem Prüfstand“ aufgesetzt. Bis zum 31.07.2019 können Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ihre Erkenntnisse, Vorschläge und Ideen einspeisen. Sieben Leitfragen setzen sich mit der für 2020 anstehenden Weiterentwicklung der Strategie auseinander. weiterlesen…