Bund redet Ländern kaum drein

Zuständigkeiten in der Energiepolitik

In ihrer Antwort (19/3421) auf eine Kleine Anfrage (19/2727) der FDP-Bundestagsfraktion hebt die Bundesregierung die Eigenständigkeit der Länder in energiepolitischen Fragen hervor – so der parlamentseigene Pressedienst heute im bundestag. Die Bundesländer legten ihre Ziele „auf sehr unterschiedliche Art und Weise“ fest und unterschieden sich deutlich voneinander. Derzeit werde an einer Übersicht über die Ausweisung und Entwicklung von Flächen für die Windenergienutzung gearbeitet; bundesweite Übersichten etwa der Energie-Ziele einzelner Bundesländer, deren prognostiziertem Bedarf oder Erzeugungskapazitäten, lägen nicht vor. weiterlesen…

Rund 13.500 öffentliche Ladepunkte in Deutschland

Kapferer: „Was für den Durchbruch fehlt, sind passende E-Fahrzeuge“

Im neuen BDEW-Ladesäulenregister sind aktuell rund 13.500 öffentliche und teilöffentliche Ladepunkte an rund 6.700 Ladesäulen für Deutschland erfasst – davon 13 Prozent Schnelllader. In die Erfassung eingeflossen sind Meldungen der Energieunternehmen und weiterer Marktakteure wie Parkhaus- und Parkplatzbetreiber, Supermärkte und Hotels. Ende Juni 2017 waren es rund 10.700 Ladepunkte. Das sei ein Zuwachs von über 25 Prozent innerhalb eines Jahres, wie der Bundesverband für Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) am 25.07.2018 mitteilte. Eine detaillierte Auswertung der Zahlen für die Bundesländer und Städte soll in Kürze folgen. weiterlesen…

Traum von sauberer Energie

Österreicher will Fusionsreaktor bauen – viele folgen ihm

Es klingt schier unglaublich: Der Österreicher Michl Binderbauer will einen emissionsfreien Fusions-Reaktor bauen. Die Meldung würde schnell in der „Ablage P“ verschwinden, würden nicht in paar Dinge stutzig machen: Zu den Unterstützern zählt beispielsweise Google. Das Handelsblatt berichtete breit: Mit seinem Start-up TAE Technologies habe Binderbauer, dessen CEO er erst vor wenigen Tagen (17.07.2018) wurde, prominente Investoren wie den Staatsfonds von Kuwait, die Rockefeller-Familie oder Microsoft-Mitbegründer Paul Allen an Land gezogen. Im Verwaltungsrat sitzen große Köpfe: Ex-Vorstandschef von General Electric, Jeffrey Immelt und der ehemalige US-Energieminister und Nuklearphysiker Ernest Moniz. Diese illustre Galerie legt nahe: Da muss etwas dran sein. weiterlesen…

Netzausbau benötigt klares Energiewende-Konzept

Projekt „Transparenz Stromnetze“ zeigt: Energiewende braucht dringende politische Entscheidungen

Die Energiewende zügig strukturieren, Effekte einer Dezentralisierung umfassender analysieren und ein „Expertengremium Netze“ einrichten: Dies sind einige der übergeordneten Empfehlungen des Projekts „Transparenz Stromnetze“, dessen Ergebnisse nun in der Broschüre „Transparenz Stromnetze – Stakeholder-Diskurs und Modellierung zum Netzausbau und Alternativen“ öffentlich zur Verfügung stehen, wie das Öko-Institut e.V. Freiburg am 25.07.2018 mitteilte. weiterlesen…

Totgesagte leben länger – SPD in der Existenzkrise

Transformationsaufgabe als Perspektive sozialdemokratischer Politik

„Entweder die Menschheit wird in den nächsten 20- 30 Jahren eine nachhaltige Welt, eine Welt in Balance auf den Weg gebracht haben, oder die Menschheit wird auf diesem Planeten aufhören. Nachhaltigkeit ist die einzig tatsächlich alternativlose Perspektive aller heutigen Politik,“ stellt Thomas Weber zu Beginn eines Aufsatzes in den Perspektiven DS 1/2018 lakonisch fest. Unter dem Titel „Totgesagte leben länger – SPD in der Existenzkrise“ dekliniert er diese Feststellung am Beispiel der aktuellen Krise durch, in der sich die SPD offenbar befindet. Solarify dokumentiert mit freundlicher Genehmigung den interessanten Text zum Thema Nachhaltigkeit. weiterlesen…

Big Data vs. Bad Data

Was passiert, wenn schlechte Daten die Nachhaltigkeitspolitik bestimmen?

Daten und Fortschritt wurden bislang weitgehend für synonym gehalten, aber Redner des Asia-Pacific Carbon Forum vom 11. bis 13.07.2018 in Singapur sahen das kritisch, so Sonia Sambhi am 20.07.2018 im Portal eco-business.com (Singapur). Sie warnten davor, dass Daten das Potenzial haben könnten, die Aufmerksamkeit von den wirklichen Umweltproblemen abzulenken. Daten ermöglichen es Städten, ihre Fortschritte zu bewerten, Verbesserungsmöglichkeiten aufzuzeigen und sich ehrgeizige Ziele für die Zukunft zu setzen. Aber bedeuten mehr Daten immer mehr Fortschritt oder sollten Politiker zwischen guten und schlechten Daten unterscheiden? fragte Assaad Razzouk, Geschäftsführer von Sindicatum Sustainable Resources. weiterlesen…

Optimale Wärmequellen für Wärmepumpen

Solare Wärme verringert den Flächenbedarf von Erdkollektoren

Die Möglichkeiten, die Energieeffizienz von Wärmepumpenanlagen zu verbessern, sind längst noch nicht ausgeschöpft. Das neue BINE-Projektinfo „Welche Wärmequellen sind optimal für Wärmepumpen“ (06/2018) stellt zwei Ansätze vor. Forscher am Institut für Solarenergieforschung GmbH in Emmerthal haben ein Konzept entwickelt, mit dem der Flächenbedarf von Erdwärmekollektoren verringert werden kann. weiterlesen…

RWE Divestment-Ziel

Französische Versicherer trennen sich vom deutschen Spitzenversorger

Nach den großen europäischen Versicherern Allianz, AXA, Generali und SCOR wollen nun auch die beiden französischen Versicherungsgesellschaften Macif und AG2R La Mondiale nicht mehr in Unternehmen investieren, die neue Kohlekraftwerke planen – schrieb Claire Stam auf EURACTIV. Am stärksten betroffen von der Entscheidung: Der deutsche Spitzenversorger und CO2-Sünder RWE. weiterlesen…

Windstrom umwandeln zum Speichern

Erfolgreiche Zwischenbilanz von Power-to-Gas-Anlage in energiepark mainz

Im ersten Halbjahr 2018 haben Windparks in Deutschland rund 55 Mrd. kWh ins Stromnetz eingespeist. Das waren 7 Mrd. mehr als 2017. Um zeitweise überschüssigen Windstrom speichern zu können, arbeiten Wissenschaftler an der Verbesserung von Umwandlungs- und Speichertechnologien. Das neue BINE-Projektinfo „Energiepark Mainz“ (05/2018) stellt mit der weltgrößten Power-to-Gas-Forschungsanlage ein vielversprechendes Verfahren vor. Hier wird mithilfe von Windstrom durch Elektrolyse Wasserstoff erzeugt, gespeichert und ins Erdgasnetz eingespeist. Im industriellen Maßstab sollen Verfahren und neuartige Komponenten erprobt werden. weiterlesen…

Streit um „Umwälzpumpe“

Nordatlantik: Studie stellt bisherige Klima-Lehrmeinung zur Nordatlantik-Strömung auf den Kopf

Eine neue Studie über die nordatlantische Umwälzströmung widerspricht diametral den gängigen Theorien der Klimawirkung dieser sogenannten Strömungspumpe. Der neuen Untersuchung zufolge ist nicht der Klimawandel verantwortlich für die Abschwächung der Umwälzpumpe, sondern – im Gegenteil – die Umwälzpumpe befeuere vielmehr iherseits die aktuelle Klimaerwärmung, wie die Forscher am 18.07.2018 im Fachmagazin nature berichteten. Dem wiederum widersprechen allerdings einige renommierte Klimaforscher heftig. weiterlesen…