Klimaschutz soll in Bayerische Verfassung

Umweltschutzverbände, Freie Wähler und Grüne wollen Volksbegehren

Der Verein „Klimaschutz – Bayerns Zukunft“ will den Klimaschutz in der bayerischen Verfassung verankern. Die notwendigen 25.000 Unterschriften für die Zulassung eines Volksbegehrens sollen ab dem 03.09.2018 gesammelt werden. Am 30.07.2018 berichtete Peter Kveton im Bayerischen Rundfunk über den aktuellen Stand des Vorhabens, das u.a. von den Freien Wählern, einzelnen Vertretern der Grünen sowie mehreren Umweltschutzverbänden unterstützt wird. weiterlesen…

Diese Steuer kann Klima retten

US-Ökonomen für Abgabe auf Benzin, Gas und Kohle, deren Einnahmen direkt an Bürger ausgeschüttet werden

Mitte Juli 2018 ereignete sich in den Vereinigten Staaten etwas Ungewöhnliches: Der Politiker Carlos Curbelo, Mitglied des US-Repräsentantenhauses, läutete eine neue Phase im Kampf gegen den Klimawandel ein. Er veröffentlichte einen Plan zur Einführung einer Carbon Tax (Kohlenstoff-Steuer), einer Strafsteuer auf CO2. Das besondere: Curbelo ist Republikaner, ebenso wie Präsident Donald Trump, der oberste Leugner des Klimawandels in den Vereinigten Staaten. Benjamin Bidder befragte dazu am 29.07.2018 für Spiegel-online den US-Ökonomen Gilbert Metcalf. weiterlesen…

Klimaveränderung ändert auch unsere Nahrung…

…und kann sich bedrohlicher auswirken, als wir denken

Die Weltbevölkerung wird bis 2050 auf fast 10 Milliarden anwachsen. Mit 3,4 Mrd. mehr Mündern und dem wachsenden Wunsch der Mittelschicht nach Fleisch und Milchprodukten in Entwicklungsländern könnte die weltweite Nachfrage nach Lebensmitteln um 59 bis 98 Prozent steigen, schrieb Renee Cho vom Earth Institute der Columbia University am 25.07.2018. Das bedeute, dass die Landwirtschaft weltweit die Produktion steigern und die Erträge steigern müsse. Aber neue Studien deuten darauf hin, dass der Klimawandel – nämlich höhere Temperaturen, Wetterextreme, Dürren, zunehmender Kohlendioxidgehalt der Atmosphäre und steigende Meeresspiegel – die Erträge zu verringern und die Qualität unserer Nahrungsmittelversorgung zu gefährden droht. weiterlesen…

Erneuerbare vollständig in Stromnetze integrierbar

Forschungsprojekt REGEES untersucht Marktdesign und Netzbetriebsführung für künftige Stromnetze

Für die vollständige Netzintegration Erneuerbarer Energien müssen alle Synergien zwischen den Marktteilnehmern erkannt und genutzt werden. Dann lässt sich die Stromerzeugung weitestgehend auf erneuerbare Energien umstellen. Zu diesem Ergebnis kommt das Projekt REGEES. Im Zuge dieses Projekts hat das Fraunhofer IOSB gemeinsam mit dem Fraunhofer IFF, der TU Ilmenau, der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg und der Siemens AG nach neuen und innovativen Wege gesucht, wie ein solches erneuerbares und dezentrales Energiesystem betrieben werden muss. weiterlesen…

Seekabel durch Golf von Biskaya geplant

Frankreich, Spanien und Portugal bauen Energieverbindungen aus

Frankreich, Spanien und Portugal haben sich am 27.07.2018 darauf geeinigt, im Golf von Biskaya eine Seekabel-Verbindung zu bauen, um der iberischen Halbinsel aus ihrer Energieisolierung zu helfen, so das Portal phys.org. Nach einem Treffen in Lissabon begrüßten die drei Staats- und Regierungschefs eine dabei unterzeichnete Vereinbarung über die Finanzierung der 370 Kilometer langen Stromleitung zwischen Frankreich und Spanien – „ein sehr wichtiger Schritt“, sagte der portugiesische Premierminister Antonio Costa. weiterlesen…

Forschungsoffensive zu regenerativen Kraftstoffen

Strategiedialog Automobilwirtschaft: Landesregierung, KIT und Industrie vereinbaren Projekt „reFuels – Kraftstoffe neu denken“ als Alternative zu fossilen Treibstoffen

Der von fossilen Kraftstoffen getriebene Individual- und Lastverkehr trägt durch den Ausstoß von CO2 wesentlich zum Klimawandel bei. Synthetische Kraftstoffe – sogenannte „reFuels“ –lassen sich auch aus nicht-fossilen Kohlenstoffquellen wie biogenen Reststoffen in Kombination mit der direkten Umwandlung von CO2 und erneuerbarem Wasserstoff herstellen und können so helfen, das Weltklima zu schützen. Das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) will nun mit Partnern aus der Automobil-, Automobilzuliefer- und Mineralölindustrie und mit Unterstützung der Landesregierung Baden-Württembergs die Chancen, die diese Kraftstoffe für Gesellschaft, Wirtschaft und Umwelt bieten, in einem breit angelegten Programm erforschen. Eine entsprechende Absichtserklärung wurde am 20.07.2018 in Stuttgart unterzeichnet. weiterlesen…

NOW-Publikation zu „Wasserstoff und Brennstoffzellen“

Verkehrsbereich kommt entscheidende Rolle zu

Der Klimaschutzplan der Bundesregierung sieht vor, dass bis 2030 über alle Sektoren verteilt 55% der CO2-Emissionen im Vergleich zu 1990 eingespart werden. Wasserstoff hat dabei durch seine Vielseitigkeit das Potenzial, die Energiesektoren Strom, Wärme und Verkehr zu verbinden und für ein nachhaltiges und integriertes Energiesystem zu sorgen. Mittelfristig kommt vor allem dem Verkehrsbereich eine entscheidende Rolle zu. Notwendig ist die Elektrifizierung des Antriebs und die Umstellung auf Strom bzw. strombasierte Kraftstoffe. (Titel: Wasserstoff und Brennstoffzellen – Titel © NOW) weiterlesen…

Kohleausstieg: Geringe Auswirkungen auf Arbeitsplätze

Strukturwandel mit Ansiedlung neuer, zukunftsfähiger Unternehmen

Der Kohleausstieg hat weniger Auswirkungen auf die Arbeitsplätze in der Braunkohleindustrie als befürchtet. Auch wenn die Förderung von Braunkohle bis zum Jahr 2030 stärker zurückgeht, sind kaum betriebsbedingte Kündigungen nötig. Eine aktuelle Studie des Öko-Instituts e.V. in Freiburg zeigt, dass im Jahr 2030 insgesamt noch 8.000 Beschäftigte in der Förderung von Braunkohle und der Stromerzeugung arbeiten, wenn die Klimaziele der Bundesregierung erreicht werden, wie das Öko-Institut e.V. am 24.07.2018 mitteilte. (Titel: Studie „Beschäftigungsentwicklung in der Braunkohlenindustrie Status quo und Projektion bis 2030“ – © Öko-Institut im Auftrag des UBA) weiterlesen…

EuGH-Urteil zu Atomsubventionen

EUROSOLAR: EuGH-Urteil macht überdeutlich, dass EURATOM abgeschafft werden muss

EURSOSOLAR setzt sich seit seiner Gründung 1988 für die Aufkündigung des EURATOM-Vertrages ein. Die Europäischen Vereinigung für Erneuerbare Energien fordert, den EURATOM-Vertrag durch einen EURENEW-Vertrag zur Förderung der immer kostengünstiger werdenden Erneuerbaren Energien und einer Versorgung der EU zu 100% aus Erneuerbaren Energien zu ersetzen. Der Vizepräsident von EUROSOLAR e.V., Stephan Grüger, MdL, erklärte zum EUGH-Urteil am 13.07.2018 betreffend der Subventionen für das geplante AKW Hinkley Point: weiterlesen…

Bund kauft 20% von 50Hertz

KfW erwirbt im Auftrag der Regierung temporär Anteil am deutschen Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz

Die Bundesregierung hat entschieden, dass die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) in ihrem Auftrag den aktuell zum Verkauf stehenden 20prozentigen Anteil am deutschen Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz im Rahmen einer Brückenlösung erwirbt, das heißt, die Anteile sollen perspektivisch weiterveräußert werden – so eine gemeinsame Pressemitteilung aus BMWi und 50Hertz. Die chinesische State Grid Coropration sollte herausgehalten werden. weiterlesen…