Gegen die Energiewende

Schweizer Strommix 2017: (fast) ausschließlich fossil

Die Schweizerische Energie-Stiftung SES hat den Strommix der vier größten Schweizer Energieversorgungsunternehmen analysiert: 2017 produzierten Alpiq, Axpo, BKW und Repower im Schnitt mehr als zwei Drittel ihres Stroms mit fossilen und nuklearen Energiequellen. Im Vergleich zum Vorjahr erhöhten die vier somit den CO2-Ausstoß pro Kilowattstunde Strom erheblich – trotz Pariser Klimaabkommens. Die SES fordert die Energieversorger deshalb auf, die Energiewende umzusetzen und den Ausbau der Erneuerbaren Energien stärker voranzutreiben. weiterlesen…

Doch mehr Platz im Emissionsbudget?

„In Wahrheit haben wir keine Zeit zu verlieren“

Vor einigen Monaten erschien im Fachjournal Nature Geoscience eine Studie mit dem Fazi, bis zur Schwelle von 1,5 °C Erderhitzung könne die Menschheit noch deutlich mehr Kohlendioxid ausstoßen als gedacht. Man könne sich mit Klimaschutz mehr Zeit lassen, hieß es daraufhin in einigen Medienberichten. Stimmt das wirklich? Und wie kam die Studie überhaupt zu ihren Ergebnissen? Antworten auf diese und weiteren Fragen gibt der Berliner Klimaforscher Carl-Friedrich Schleussner auf Fragen von Toralf Staud im Portal klimafakten. weiterlesen…

Natürliche Kühlung gegen die Hitze in der Stadt

Wien ergreift Maßnahmen gegen urbane Hitzeinseln – „die beste Klimaanlage kommt aus der Natur“

Im dicht bebauten Gebiet ist es bei einer Hitzewelle nochmals deutlich heißer und drückender. Asphalt, Beton und Dächer sorgen dafür, dass die Temperaturen im direkten Umfeld noch weiter steigen. Es entstehen städtische Hitzeinseln (Urban Heat Islands). Das Phänomen nimmt durch den globalen Klimawandel noch weiter zu, sofern nicht städtebauliche Gegenmaßnahmen getroffen werden, um diese Entwicklung zumindest abzumindern. Grundlage ist der Urban Heat Islands Strategieplan Wien“. weiterlesen…

„Sofortprogramm Saubere Luft 2017-2020“ springt nicht an

Noch kein Mittelabruf

Bislang wurden nach Angaben der Bundesregierung keine Gelder aus dem „Sofortprogramm Saubere Luft 2017-2020“ (siehe auch Kolumne re.) abgerufen – so der parlamentseigene Pressedienst heute im bundestag. Das geht aus der Antwort (19/3525) vom 23.07.2018 auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen (19/3234) hervor. weiterlesen…

Brandenburg startet ‚1.000-Speicher-Programm‘

Bis zu 7.000 Euro bei Anschaffung von Batteriespeicher für selbst erzeugten Strom

Wirtschafts- und Energieminister Albrecht Gerber hat am 30.07.2018 den Startschuss für das ‚1.000-Speicher-Programm‘ gegeben. Damit sollen private Hausbesitzer, die mit einer Photovoltaik-Anlage auf ihrem Dach selbst Strom erzeugen, bei der Anschaffung eines Batteriespeichers unterstützt werden. weiterlesen…

Präindustrielle Treibhausgasquelle?

Aufstieg von Tiefenwasser im Südpolarmeer erklärt CO2-Anstieg im Holozän

Was nun immer mehr zu einer Bedrohung für Mensch und Umwelt wird, hat die menschliche Zivilisation in der Vergangenheit wahrscheinlich erst möglich gemacht, so eine Medienmitteilung aus dem Mainzer Max-Planck-Institut für Chemie vom 30.07.2018. Denn schon lange vor dem massiven anthropogenen Anstieg des atmosphärischen CO2-Gehalts erhöhte sich die CO2-Konzentration in der Atmosphäre leicht. Die Zunahme spielte möglicherweise eine entscheidende Rolle bei der Stabilisierung des Klimas im Holozän und damit auch für die Entwicklung der menschlichen Zivilisation. Woher das Treibhausgas kam, hat nun ein internationales Team unter der Leitung des Max-Planck-Instituts für Chemie und der Universität Princeton untersucht. Demnach könnte das CO2 in die Atmosphäre gelangt sein, weil im Südpolarmeer mehr Tiefenwasser aufstieg. weiterlesen…

Mieterstromgesetz verpufft nahezu wirkungslos

Verbändeallianz fordert Nachbesserungen

Am 25.07.2017 trat das Gesetz zur Förderung von Mieterstrom und zur Änderung weiterer Vorschriften des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) in Kraft. Nach einem Jahr herrscht Ernüchterung. Bislang wurde lediglich eine Leistung von 3,3 Megawatt peak (MWp) Mieterstromanlagen zugebaut. Förderfähig ist insgesamt hingegen ein Zubau von jährlich 500 MWp. Haupthindernis für die Verbreitung von Mieterstrom sei die Belastung von solar erzeugtem Mieterstrom mit der EEG-Umlage. Anders als beim Eigenverbrauch von Solarstrom werde Mieterstrom mit der vollen EEG-Umlage belastet, kritisierte der Zentralverband der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH) am 30.07.2018. weiterlesen…

Kampf ums Öl gefährdet Klima und Frieden

Kolumne von Hans-Josef Fell:
Problematische Abhängigkeiten

Der iranische Präsident Hassan Rouhani hat jüngst erneut gedroht, die Straße von Hormus für Öl-Tanker zu sperren. US-Präsident Donald Trump sprach daraufhin von Krieg. Eine Blockade des wichtigen Seewegs würde nach Ansicht von Analysten den Ölpreis kurzfristig über 100 Dollar steigen lassen. Ein Preisniveau, das 2008 bis 2012 zu erheblichen Verwerfungen der Weltwirtschaft führte – schrieb Hans-Josef Fell am 26.07.2018 auf seiner Internetseite. weiterlesen…

„Deutschland wirtschaftet, als gäbe es drei Erden“

Erdüberlastungstag: Stopp umweltschädlicher Subventionen gefordert

„Ab diesem Mittwoch leben wir auf Pump, aber auf lange Sicht wird die Erde uns keinen Kredit mehr geben können. Brennende Wälder, schmelzende Gletscher – längst leuchten die roten Warnlampen des Planeten“, so der Vorsitzende des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Hubert Weiger am 01.08.2018. Am 01.08.2017, einen Tag früher als 2017, sind die natürlichen Ressourcen aufgebraucht, welche die Erde 2018 regenerieren und damit ohne Schaden zur Verfügung stellen kann. Ab jetzt muss die Menschheit bis Jahresende bei der Natur einen Kredit aufnehmen. weiterlesen…

EU-ETS verbessert Klimaschutz

cep mit Analyse

Das EU-Emissionshandelssystem (EU-ETS) ist im Vorfeld seiner 4. Handelsperiode (2021–2030) umfassend reformiert worden. Das cep (Centrum für Europäische Politik) in Freiburg hat Stand und Perspektiven nach der Reform in einem Input bewertet. In einer Medienmitteilung heißt es zusammenfassend: „Das EU-ETS ist ein ökologisch treffsicheres und zugleich ökonomisch effizientes Instrument zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen und trägt damit entscheidend zur Erreichung der EU-Klimaziele bei. Daher sollten nach dem Luftverkehr künftig auch weitere Sektoren in das EU-ETS einbezogen werden. Um die Verlagerung von Emissionen aus der EU in Drittstaaten („Carbon-Leakage“) zu verhindern, sollte der Anteil an Emissionszertifikaten, die den im internationalen Wettbewerb stehenden EU-Industrieunternehmen kostenlos zugeteilt werden, nicht auf maximal 46% begrenzt werden. Ein Mindestpreis für Treibhausgasemissionen, die durch das EU-ETS reguliert werden, ist ökonomisch ineffizient, denn er verzerrt die Preisbildung im EU-ETS und verhindert damit eine kostenminimale Reduktion der Treibhausgasemissionen in der EU.“ weiterlesen…