Netzentgelte in einer kohlenstoffarmen Welt

Untersuchungen der Auswirkungen von Netztarifen auf die Stromausgaben der Haushalte und drohende Unterdeckung

Zunehmende Eigenerzeugung und Speicherung ändern den Stromverbrauch der Haushalte. Die üblichen volumetrischen Netztarife können zu einem Ungleichgewicht zwischen verschiedenen Gruppen von Haushalten und ihrem jeweiligen Beitrag zur Deckung der Betriebskosten des Netzes aber auch zu unproportionaler Belastung armer Familien führen. Fünf Autoren um den Österreicher Johannes Reichl untersuchten in nature energy, wie das Verständnis des Verbraucherverhaltens und der Gerätenutzung in Verbindung mit sozioökonomischen Faktoren den Regulierungsbehörden helfen kann, die Netztarife auf faire Weise an neue Gegebenheiten anzupassen. Gleichzeitig könnten aufkommende neue Energieverbrauchsstrukturen zum Absinken der Netzkosten unter die Netzentgelte führen, weshalb nach neuen Tarifen gesucht wird. In seiner Studie mit detaillierten Verbrauchsdaten der Haushalte verdeutlicht Alessandro Rubino (ebenfalls in nature energy) die potenziell unverhältnismäßigen Auswirkungen unterschiedlicher Tarife auf die Haushaltsbudgets. weiterlesen…

Dumpingimporte ruinieren europäische Biodieselindustrie

VDB prangert „unfaire Handelspraktiken“ an

Der Verband der Deutschen Biokraftstoffindustrie (VDB) warnt, die deutsche und europäische Biodieselindustrie stehe „vor einer wirtschaftlichen Katastrophe“. Schuld daran sei von den jeweiligen Regierungen mit unfairen Handelspraktiken geförderter importierter Biodiesel aus Argentinien und Indonesien. In den letzten Wochen hätten deshalb bereits drei deutsche Biodieselwerke ihre Produktion drosseln oder gänzlich einstellen müssen. weiterlesen…

Wechselt BMWi energiepolitischen Kurs?

Bareiß: Stärker auf Energie-Effizienz setzen

„Weil die Stromnetze überlastet sind, will sich der Bund nicht mehr nur auf Wind- und Sonnenstrom konzentrieren – sondern stärker auf Energieeffizienz“, schrieb Klaus Stratmann am 13.04.2018 im Handelsblatt. Er zitierte aus einem Gespräch mit dem neuen Parlamentarischen Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium, Thomas Bareiß (CDU) – der inzwischen auch Tourismus-Beauftragter der Bundesregierung geworden ist. weiterlesen…

Finnland steigt 2029 aus der Kohle aus

Aber: Neue AKW

Finnlands Umweltminister Kimmo Tiilikainen hat laut EURACTIV mitgeteilt, sein Land werde ab 2029 den Einsatz von Kohle in der Energieerzeugung verbieten, schreibt Sam Morgan in der Übersetzung von Tim Steins. Die finnische Regierung prüfe außerdem ein groß angelegtes Subventionsprogramm, das Energieunternehmen dafür belohne, wenn sie vorzeitig aussteigen. Allerdings würden zwei neue Atomkraftwerke gebaut. (Foto: Bereits stillgelegt: Kraftwerk Inkoo – © Unbekannt – Annual Report Energy Market Authority of Finland 2007, Gemeinfrei) weiterlesen…

„Auszeiten von Wind und Sonne überbrücken“

Neuer Kraftwerksspeicher eingeweiht

Bis in die ZDF-heute-Nachrichten schaffte es das Ereignis: Am 13.04.2018 wurde am Heilbronner EnBW-Steinkohlekraftwerk ein neuartiger Stromspeicher zur Spannungs-Stabilisierung von Ministerpräsident Winfried Kretschmann eingeweiht. Denn, so heute: „Erneuerbare Energien können nicht durchgängig Strom liefern. Man benötigt also neue Speichermethoden. Aus diesem Grund wurde in Heilbronn eine Art Riesebatterie eingeweiht.“ Mit der neuen Speichertechnologie wollen EnBW und Bosch nach eigenen Angaben die Energiewende vorantreiben. weiterlesen…

„Future Fuels“ – Energie einfach, flexibel, effizient und nachhaltig speichern

DLR-Querschnittsprojekt „Future Fuels“ erforscht synthetische Kraftstoffe

Synthetische Kraftstoffe sind ein entscheidender Baustein für die erfolgreiche Umsetzung der Energiewende. Sie machen es möglich, Energie einfach, flexibel, effizient und nachhaltig zu speichern. Gleichzeitig sind sie leistungsfähige Garanten zukünftiger Mobilität: als Kraftstoffe für Fahrzeuge, Züge und Schiffe sowie als Treibstoff für Flugzeuge und Raketen. Die Herausforderung besteht darin, sie klimaneutral herzustellen und ihre chemischen Eigenschaften so zu gestalten, dass keine oder zumindest wesentlich weniger Schadstoffe wie Rußpartikel und Stickoxide entstehen. Elf Institute des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) erforschen im nun startenden interdisziplinären DLR-Querschnittsprojekt „Future Fuels“ die Entwicklung und Anwendung synthetischer Kraftstoffe. Das Querschnittsprojekt läuft über vier Jahre und hat ein Volumen von fast 13 Millionen Euro, das aus der Grundfinanzierung des DLR stammt. weiterlesen…

Für mehr internationale Zusammenarbeit bei Energiewende und Klimaschutz

dena-Chef Andreas Kuhlmann zur bevorstehenden Berlin Energy Week

Wenige Tage vor Beginn des 4. Berlin Energy Transition Dialogue und der weiteren Veranstaltungen im Rahmen der Berlin Energy Week vom 16. bis 20.04.2018 hat Andreas Kuhlmann, Vorsitzender der Geschäftsführung der Deutschen Energie-Agentur (dena), die Bedeutung des internationalen Dialogs für das Gelingen der Energiewende und für Fortschritte im Klimaschutz betont. weiterlesen…

Windkraft an Land gegen PV chancenlos

Photovoltaik räumt alle Zuschläge bei gemeinsamer Ausschreibung mit Windkraft an Land ab

32 zu 0 – so lautet das Ergebnis bei der ersten technologieoffenen Ausschreibung zugunsten der Photovoltaik. Der durchschnittliche, mengengewichtete Zuschlagswert lag mit 4,67 Cent pro Kilowattstunde leicht über dem Ergebnis der reinen Photovoltaik-Ausschreibung vom Februar. hat sich die von der Bundesnetzagentur veröffentlichte Liste der Zuschläge am 12.04.2018 für das pv magazine genauer angeschaut. weiterlesen…

Ist China der EU einen Schritt voraus?

Quoten für E-Mobilität und Regeln für Batterie-Recycling

Die chinesische Regierung hat kürzlich gesetzliche Maßnahmen für den Umgang mit Batterien für Elektrofahrzeuge beschlossen. Die neuen Regeln verpflichten Hersteller, Batterien so zu produzieren, dass Informationen über Ladekapazität und Inhaltsstoffe transparent zur Verfügung stehen. Zudem müssen unbrauchbare Batterien dem geordneten Recycling zugeführt werden. Damit ist China der Europäischen Union einen deutlichen Schritt voraus, was die Regulierung der Rohstoffe für die Elektromobilität angeht. Das Öko-Institut e. V. bewertet derzeit im Auftrag der Europäischen Kommission die bestehende Europäische Batterierichtlinie von 2006, die den dynamischen Entwicklungen der Elektromobilität angepasst werden muss. weiterlesen…

BSW-Solar und BWE: Gemeinsame Ausschreibung gescheitert

Miteinander statt Gegeneinander erforderlich

Die Spitzenverbände der Solarwirtschaft und der Windenergiebranche lehnen gemeinsame Ausschreibungen weiter entschieden ab. Der Bundesverband Solarwirtschaft e.V. (BSW-Solar) und der Bundesverband WindEnergie e.V. (BWE) sprechen sich mit Blick auf die Ergebnisse der gemeinsamen Ausschreibung dagegen aus, die beiden Erzeugungstechnologien in einen nicht zielgerichteten Kostenwettstreit zu verwickeln. Eine erfolgreiche Umsetzung der Energiewende erfordere einen kraftvollen Ausbau der Wind- und Solarkapazitäten auf Augenhöhe. Gemeinsame Ausschreibungen seien dafür ungeeignet. Bei der Auktion sind alle Zuschläge auf die Photovoltaik gefallen, die Windenergie ging leer aus. weiterlesen…