Österreich Platz 8 – Deutschland nur 16

WEF und McKinsey untersuchten weltweit 114 Länder für Energiewende-Index

Österreich überholt in der Energiewende den vermeintlichen Musterschüler Deutschland, das international vergleichsweise schlecht abschneidet. Im Gesamtranking des beim Weltwirtschaftsforum (WEF on Latin America) in São Paulo (Brasilien) vorgestellten globalen Energiewende-Index von McKinsey und World Economic Forum belegt Österreich den achten Platz von 114 untersuchten Ländern. Deutschland erreicht nur Platz 16 – im europäischen Vergleich schneiden gleich elf Länder besser ab als Deutschland, darunter der weltweite Spitzenreiter Schweden, Norwegen, die Schweiz, Finnland, Dänemark, Österreich sowie Großbritannien und Frankreich. Für den neuen Energiewende-Index (Energy Transition Index, ETI) wurde der jeweilige Stand der Energiewende anhand von 40 Indikatoren ermittelt. weiterlesen…

Wärmewende: Jetzt die richtigen Pfade einschlagen

Wie kann die Energiewende in Gebäuden mehr Fahrt aufnehmen? Ein Kommentar von dena-Chef und geea-Sprecher Andreas Kuhlmann

Damit die Wärmewende weiter Fahrt aufnimmt, müssen wir jetzt die richtigen Pfade einschlagen. Die aktuelle Legislaturperiode wird dafür entscheidend sein. Dies hat auch die Politik erkannt. Im aktuellen Koalitionsvertrag stehen zu diesem Thema einige sinnvolle Maßnahmen, die nun aber zügig umgesetzt werden sollten. weiterlesen…

Landwirtschaft und globale Erwärmung verstärken Freisetzung von klimaschädlichem Lachgas

JLU-Klimaforscher an weltweiter Studie zu organischen Böden beteiligt

Nicht zum Lachen: Das Gas Distickstoffmonoxid (N2O), besser bekannt unter seinem Trivialnamen Lachgas, trägt maßgeblich zur Klimaerwärmung und Zerstörung der Ozonschicht bei. Ein großes internationales Forscherteam unter Beteiligung des Klimaforschers und Pflanzenökologen Prof. Christoph Müller von der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) hat mit der Untersuchung unterschiedlichster organischer Böden weltweit nun die potenziellen Einflussfaktoren der Lachgas-Freisetzungen ermittelt. weiterlesen…

Überkritisches CO2 statt Wasserdampf

Besserer Wirkungsgrad

In Zusammenarbeit mit dem US-Energieministerium haben die Sandia National Laboratories (SNL) in Albuquerque, New Mexico, eine Technologie zur Kommerzialisierung von überkritischem Kohlendioxid (s-CO2) entwickelt. Bis Ende 2019 wollen SNL ein voll funktionsfähiges Demonstrationsystem namens s-CO2 Brayton Power Conversion System (550?C, 10 MWe) erstellen, das die systematische Identifizierung und Stilllegung von technischen Risiken und Tests von Komponenten für die kommerzielle Anwendung dieser Technologie ermöglicht. weiterlesen…

Emissionsziele der Seeschifffahrt umstritten

CO2-Ausstoß bis 2100 auf Null (?) – Fell: „Durchbruch“

Seit 21 Jahren verhandeln die Mitglieder der Internationalen Seeschifffahrtsorganisation IMO über einen Klimaplan für Hochseeschiffe. Der drohte während der entscheidenden Verhandlungen in London zu scheitern. Denn zwischen den Akteuren ist Streit entbrannt. Die IMO will bis 2100 die CO2-Emissionen der Seeschifffahrt auf Null senken, bis 2050 im Vergleich zu 2008 zumindest halbieren. Der EU geht das nicht schnell genug. Sie fordert eine verbindliche IMO-Zielvereinbarung von 70 bis 100 Prozent weniger CO2 bis Mitte des Jahrhunderts. weiterlesen…

Tsunamis könnten Tourismusbranche teuer zu stehen kommen

Forscher entwickeln globalen Risiko-Index für Strandtourismus – 203 Mio. Euro Verlust jährlich

Geht es diesen Sommer wieder an den Strand? Immer häufiger reisen europäische Touristen an Orte mit erheblichem Tsunamirisiko – das fanden Forscher nun heraus. Bei der Jahreskonferenz der European Geosciences Union (EGU) 2018 in Wien haben sie am 12.04.2018 einen Tsunami-Risikoindex für Reiseziele auf der ganzen Welt vorgestellt. Die von Andreas Schäfer vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT) geleitete Studie untersuchte alle bedeutenden Reiseziele weltweit in Bezug auf mögliche Verluste für die Tourismusbranche in Folge von Tsunamis. (Bild: Beispiele simulierter Tsunamis und ihre maximalen Wellenhöhen – © Andreas Schaefer, KIT) weiterlesen…

Netzentgelte in einer kohlenstoffarmen Welt

Untersuchungen der Auswirkungen von Netztarifen auf die Stromausgaben der Haushalte und drohende Unterdeckung

Zunehmende Eigenerzeugung und Speicherung ändern den Stromverbrauch der Haushalte. Die üblichen volumetrischen Netztarife können zu einem Ungleichgewicht zwischen verschiedenen Gruppen von Haushalten und ihrem jeweiligen Beitrag zur Deckung der Betriebskosten des Netzes aber auch zu unproportionaler Belastung armer Familien führen. Fünf Autoren um den Österreicher Johannes Reichl untersuchten in nature energy, wie das Verständnis des Verbraucherverhaltens und der Gerätenutzung in Verbindung mit sozioökonomischen Faktoren den Regulierungsbehörden helfen kann, die Netztarife auf faire Weise an neue Gegebenheiten anzupassen. Gleichzeitig könnten aufkommende neue Energieverbrauchsstrukturen zum Absinken der Netzkosten unter die Netzentgelte führen, weshalb nach neuen Tarifen gesucht wird. In seiner Studie mit detaillierten Verbrauchsdaten der Haushalte verdeutlicht Alessandro Rubino (ebenfalls in nature energy) die potenziell unverhältnismäßigen Auswirkungen unterschiedlicher Tarife auf die Haushaltsbudgets. weiterlesen…

Dumpingimporte ruinieren europäische Biodieselindustrie

VDB prangert „unfaire Handelspraktiken“ an

Der Verband der Deutschen Biokraftstoffindustrie (VDB) warnt, die deutsche und europäische Biodieselindustrie stehe „vor einer wirtschaftlichen Katastrophe“. Schuld daran sei von den jeweiligen Regierungen mit unfairen Handelspraktiken geförderter importierter Biodiesel aus Argentinien und Indonesien. In den letzten Wochen hätten deshalb bereits drei deutsche Biodieselwerke ihre Produktion drosseln oder gänzlich einstellen müssen. weiterlesen…

Wechselt BMWi energiepolitischen Kurs?

Bareiß: Stärker auf Energie-Effizienz setzen

„Weil die Stromnetze überlastet sind, will sich der Bund nicht mehr nur auf Wind- und Sonnenstrom konzentrieren – sondern stärker auf Energieeffizienz“, schrieb Klaus Stratmann am 13.04.2018 im Handelsblatt. Er zitierte aus einem Gespräch mit dem neuen Parlamentarischen Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium, Thomas Bareiß (CDU) – der inzwischen auch Tourismus-Beauftragter der Bundesregierung geworden ist. weiterlesen…

Finnland steigt 2029 aus der Kohle aus

Aber: Neue AKW

Finnlands Umweltminister Kimmo Tiilikainen hat laut EURACTIV mitgeteilt, sein Land werde ab 2029 den Einsatz von Kohle in der Energieerzeugung verbieten, schreibt Sam Morgan in der Übersetzung von Tim Steins. Die finnische Regierung prüfe außerdem ein groß angelegtes Subventionsprogramm, das Energieunternehmen dafür belohne, wenn sie vorzeitig aussteigen. Allerdings würden zwei neue Atomkraftwerke gebaut. (Foto: Bereits stillgelegt: Kraftwerk Inkoo – © Unbekannt – Annual Report Energy Market Authority of Finland 2007, Gemeinfrei) weiterlesen…