Good-bye Peak Oil


Weltweite Flut neuer Ölvorräte

von Gerard Reid, energyandcarbon
Statt wie erwartet Zeuge von Peak Oil (siehe solarify.eu/peak-oil) oder Ölknappheit zu werden, erleben wir eine Flut neuer Ölvorräte auf der ganzen Welt. Anstatt sich Gedanken darüber zu machen, woher das gesamte Öl, das wir in Zukunft benötigen werden, kommen wird, sprechen wir nur darüber, wann die weltweite Ölnachfrage ihren Höhepunkt erreichen wird. Der Zeitpunkt ist nicht vorhersehbar, aber klar ist, dass wir in eine Ära reichlich vorhandenen Erdöls eintreten – ein Paradigmenwechsel für die gesamte Energiewirtschaft und die Geopolitik. weiterlesen…

Stadtstaaten gut bestückt mit Stromtankstellen

Hamburg verfügt über das dichteste Ladenetz

Der Verkehr ist bislang eines der großen Problemfelder bei Energiewende und Klimaschutz. Der Einsatz Erneuerbarer Energien auf Straße und Schiene kommt kaum voran, die aus unseren Mobilitätsbedürfnissen resultierenden Treibhausgasemissionen stagnieren nicht nur, sondern haben sich sogar erhöht. Für eine Verbesserung dieser Bilanzen setzen viele auf Elektromobilität, da batteriebetriebene Autos nicht nur lokal emissionsfrei sind, sondern beim Betrieb mit Ökostrom auch insgesamt kaum Klimagase verursachen, wie die Agentur für Erneuerbare Energien mitteilt. weiterlesen…

Goodbye Heimat

Bis zu 16 % der Tier- und Pflanzenarten sind potentielle Auswanderer

Der Senckenberg-Wissenschaftler vom Forschungszentrum Biodiversiät und Klima – Hanno Seebens – hat gemeinsam mit einem internationalen Team herausgefunden, dass 16 Prozent aller Tier- und Pflanzenarten das Potential haben, vom Menschen in andere Gebiete verschleppt zu werden. Momentan sind 28 Prozent solcher regional neu beobachteten, nicht-einheimischen Arten – global gesehen – sogenannte neue Neobiota. Neue Neobiota sind Arten, die zum ersten Mal außerhalb ihres natürlichen Verbreitungsgebiets auftauchen. Die Kontrolle nicht-einheimischer Arten, die erhebliche Risiken bergen, erfordert daher höhere Anstrengungen als bisher, schreibt das Team aktuell im Fachjournal „Proceedings of the National Academy of Sciences“. weiterlesen…

Rekordjahr für Windenergie am Meer

Wegen hoher Unsicherheiten 60 Prozent Investitionseinbruch zu befürchten

2017 konnte der Ausbau der Windkraft am Meer in Europa um 50 Prozent gesteigert werden. Auch wenn die Branche den Ausbaurekord begrüße, zeige ein genauerer Blick große Unsicherheiten für die Zukunft. Durch die Änderung von Fördersystemen versuchten viele Betreiber ihre Projekte noch schnell in bestehenden Systemen zu errichten. Die um 60% eingebrochenen Investitionen zeigten ebenfalls die große Verunsicherung der Windbranche, verlautbart der österreichische Verband IG WINDKRAFT am 07.02.2018 in seiner Pressemitteilung. „Europa muss möglichst rasch zu stabilen Rahmenbedingungen zurückkehren“, fordert Stefan Moidl, Geschäftsführer der IG Windkraft. weiterlesen…

„Drei Tage Energiehauptstadt Europas“

E-world energy & water Essen mit neuer Bestmarke: 750 Aussteller, bestimmendes Thema „Smart Cities“

Erneut habe die E-world energy & water „eindrucksvoll ihre Position als Europas führende Fachmesse der Energiewirtschaft unter Beweis gestellt“ – so eine abschließende Medienmitteilung: „Erstmals präsentierten 750 Aussteller – mehr als jemals zuvor – aus 26 Nationen in der Messe Essen ihre Lösungen für die Zukunft der Energieversorgung. Digitalisierung, Flexibilisierung und Dezentralisierung waren die bestimmenden Themen, über die sich die über 25.000 Besucher aus 73 Ländern informierten und austauschten.“ weiterlesen…

dena startet Studie zur urbanen Energiewende

Viele Städte und Kommunen in Deutschland stehen noch am Anfang / Unternehmen und Institutionen als Partner für Hauptstudie gesucht

Die Deutsche Energie-Agentur (dena) beginnt eine groß angelegte Studie, um einen strategischen und politischen Orientierungsrahmen für die urbane Energiewende in Deutschland zu entwickeln. Im Fokus stehen dabei Herausforderungen wie die Koordinierung der vielen Akteure, die Suche nach geeigneten Technologien und zukunftsfähigen Geschäftsmodellen, die zunehmende Digitalisierung sowie die Weiterentwicklung von Infrastrukturen. Das Vorhaben baut auf einer vom ifeu-Institut für Energie- und Umweltforschung im Auftrag der dena durchgeführten Vorstudie zum Stand der urbanen Energiewende in Deutschland auf. Die Auswertung umfasst 200 Studien und Projekte zu verschiedenen kommunalen Energiewendethemen. weiterlesen…

„Diesem Anfang wohnt kein Zauber inne“

Greenpeace und andere zum Koalitionsvertrag

Greenpeace beklagte in einer Medienmitteilung unbeantwortete Fragen im K-Vertrag zum Kohleausstieg und zum Verbrenner-Aus. Indem sie das deutsche Klimaziel für 2020 aufgäben, verzögerten die Koalitionäre den überfälligen Kohleausstieg. Die Grünen vermissen konsequenten Klimaschutz, ein festes Kohleausstiegsdatum, den Einstieg in den grünen Verkehr der Zukunft: „Frickelwerk“. Der BUND beklagt, die Große Koalition verschleppe „die dringend notwendige sozial-ökologische Wende“. DUH und Germanwatch kritisieren, die Koalitionspartner zementieren den umweltpolitischen Stillstand und sehen ein riskantes Spiel mit der eigenen Glaubwürdigkeit. Solarify mit einer ersten, unvollständigen Sammlung von Reaktionen in Bezug auf die Themen „Umwelt“, „Klima“ und „Kohleausstieg“. weiterlesen…

Planetare Grenzen auf Länder heruntergebrochen

Beziehung von Ressourcennutzung und menschlichem Wohlergehen: Grundlegender Wandel nötig

Kein Land der Welt schafft es derzeit, die Grundbedürfnisse seiner Bürger zu erfüllen und dabei den Ressourcenverbrauch auf einem nachhaltigen Niveau zu halten. Das ist das Ergebnis neuester Forschungen unter Beteiligung des Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change (MCC). Die von der University of Leeds geleitete Studie „A good life for all within planetary boundaries“ hat die nationale Ressourcennutzung in insgesamt 151 Ländern bestimmt und wurde nun im renommierten Fachmagazin Nature Sustainability veröffentlicht. weiterlesen…

Wenn Wasser zur Mangelware wird

In Kapstadt rückt der „Day Zero” immer näher – bis 2050 werden mehr als 40 Prozent der Weltbevölkerung starkem Wasserstress ausgesetzt sein

Die Probleme von Großstädten wie Kapstadt und São Paulo verdeutlichen, dass Wasser bei Diskussionen über den Klimawandel mehr Berücksichtigung finden muss, schreibt Joschua Katz am 06.02.2018 für energiezukunft.

– Mit freundlicher Genehmigung –

Seit dem 01.02.2018 müssen die Einwohner in Kapstadt mit noch weniger Wasser auskommen als es bisher der Fall war. Schon im Januar hatte die Stadtverwaltung aufgrund des drohenden „Day Zero“ Alarmstufe 6 ausgerufen und den Konsum von Wasser auf maximal 10.500 Liter pro Monat und Haushalt rationiert. weiterlesen…

Untergang der Kohle zu früh ausgerufen

Ottmar Edenhofer: „Koalition von Pionieren müsste Kohleausstieg wagen“

Der Rückgang neuer Kohlekraftwerke in China und Indien wird durch den geplanten Zubau in schnell wachsenden Schwellenländern wie etwa der Türkei, Indonesien und Vietnam teilweise zunichte gemacht. Nur wenn die Staaten der Welt diesem Trend aktiv entgegen wirken, können sie die im Pariser Abkommen vereinbarten Klimaziele erreichen. Das sind Ergebnisse der Studie „Reports of coal’s terminal decline may be exaggerated“. Wissenschaftler des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) und des Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change (MCC) haben sie in der Fachzeitschrift Environmental Research Letters veröffentlicht. weiterlesen…