Fell: „Internationales Entsetzen über Klimaschutz-Versagen der deutschen Regierung“

Eine Kritik von Hans-Josef Fell – Präsident der Energy Watch Group (EWG)

Allmählich wird sichtbar, welche verheerende Wirkung die Große Koalition international erzielt, da sie die Erreichung der deutschen Klimaschutzziele für 2020 aufgegeben hat und in Deutschland die CO2-Emissionen seit Jahren sogar wieder steigen. Deutschland galt jahrzehntelang als internationaler Vorreiter im Klimaschutz. In anderen Ländern kämpften und kämpfen viele engagierte Politiker in ihren Parlamenten und NGOs in der Öffentlichkeit dafür, eine wirksame Klimaschutzpolitik durchzusetzen. Der Verweis auf die große Industrienation Deutschland, die das sogar zusammen mit dem Atomausstieg erfolgreich schaffe, gehörte zu den Standartargumenten weltweit. Gerade der schnelle Ausbau der Erneuerbaren Energien löste bei vielen Erstaunen aber auch Nachahmung aus, wie man an den über 100 weltweit kopierten EEGs schnell ablesen kann. Doch Deutschland ist zurückgefallen in der weltweiten Energiewende, ist längst kein Klimaschutz-Vorreiter mehr, wie Hans-Josef Fell am 20.02.2018 kritisiert. weiterlesen…

Diesel-Hardware-Nachrüstung möglich und wirksam

ADAC-Test widerlegt Auto-Unternehmen und VDA

„Hardware-Nachrüstsätze für ältere Diesel-Pkw sind nicht praktikabel herzustellen und einzubauen“, hieß es stets von der Autoindustrie. „Hardware-Nachrüstungen an Dieselfahrzeugen sind wirksam“, betitelte der ADAC am 20.02.2017 eine Medienmitteilung über einen gemeinsam mit dem baden-württembergischen Verkehrsministerium durchgeführten Test. Dieser habe „die Fake News der Industrie endgültig wiederlegt: Hardware-Nachrüstung funktioniert“, ergänzte Württemberg-Chef Dieter Roßkopf. Die Automobilindustrie hatte es bislang stur abgelehnt, Geld in die Nachrüstung zu stecken und behauptet, sie funktioniere schon aus Zeitgründen technisch nicht. weiterlesen…

Unmittelbare CO2Senkung entscheidend

Meeresspiegel: Jede Verzögerung der Emissionswende um 5 Jahre führt bis 2300 zu 20 cm höherem Anstieg

Um die Risiken des Meeresspiegelanstiegs zu begrenzen, ist es entscheidend, so früh wie möglich den Scheitelpunkt der CO2-Emissionen zu erreichen – selbst wenn die globale Erwärmung auf deutlich unter 2° C begrenzt wird. Eine Studie in der Fachzeitschrift Nature Communications untersucht erstmals das Meeresspiegel-Vermächtnis, das mit dem Pariser Klimaabkommen bis 2300 zu erwarten ist. Die zentralen Projektionen der Studie kommen auf einen Anstieg des globalen Meeresspiegels zwischen 0,7 m und 1,2 m, wenn Paris vollständig umgesetzt wird, wie das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung am 20.02.2018 mitteilte. weiterlesen…

Schneller NOx-Anstieg vergrößert Herzinfarktrisiko

Friedrich-Schiller-Universität Jena: Europäer verloren 800.000 Lebensjahre

Seit längerem ist bekannt, dass hohe Stickoxidkonzentrationen in der Umgebungsluft der Gesundheit schaden und unter anderem das Herzinfarktrisiko erhöhen. Wie die Friedrich-Schiller-Universität Jena am 15.02.2018 mitteilte, haben Wissenschaftler des Universitätsklinikums Jena jetzt nachgewiesen, dass sich das kurzfristige Risiko für einen Herzinfarkt auch erhöht, wenn der Stickoxidgehalt in der Umgebungsluft innerhalb von 24 Stunden rasch ansteigt. Dynamische Anstiege der Luftverschmutzung sind durch europäische Grenzwerte bisher nicht erfasst. weiterlesen…

Großbritannien: Der „Koxit“ steht kurz bevor

Bis 2025 werden die Briten den Kohleausstieg ganz vollzogen haben. Wie machen die das?

In düsteren Brexit-Debatten geht eine interessante Entwicklung in Großbritannien ein wenig unter: Die Briten haben den Anteil von Kohle an der Energiegewinnung bereits massiv heruntergefahren; bis 2025 soll der Ausstieg vollzogen sein. Niels Boening beschreibt in der Ausgabe 02/2018 des Magazins Zeit Wissen, wie das gelingen soll – unter anderem mit massiven Preissteigerungen. weiterlesen…

DAX-Konzerne wollen CO2-Preis

Ungewöhnlich

„Wer das Kapitel ‚Umwelt und Klima‘ des Koalitionsvertrags von Union und SPD liest, bleibt ratlos zurück“, schrieben und am 18.02.2018 im Handelsblatt – denn: „Vage Ankündigungen wechseln sich ab mit inhaltsleeren Bekenntnissen zum Klimaschutz“. Und das, obwohl Deutschland doch in der Pflicht stehe, der Pariser Übereinkunft der COP21 von 2015 folgend alles zu tun, um die Erderwärmung auf unter zwei Grad zu begrenzen. weiterlesen…

Bioethanol senkt Feinstaub

Studie der TU Wien

Laut einer Medienmitteilung der TU Wien haben Forscher nachgewiesen, dass die Beimischung von Bioethanol in Benzinmotoren nicht nur die CO2-Bilanz, sondern auch den Ausstoß von Feinstaub verringern würde . Eine Erhöhung des Anteils von 5 auf 10 Prozent könnte die Feinstaubwerte bis 23 Prozent senken. Die Forscher vom Institut für Fahrzeugantriebe und Automobiltechnik untersuchten den Einfluss verschieden hoher Alkohol-Anteile im Benzin auf den CO2– und Partikelausstoß benzinbetriebener Pkw. weiterlesen…

Voreingenommene Studien stigmatisieren Entwicklungsländer

nature: „Ziehen Sie keine voreiligen Schlüsse über Klimawandel und Bürgerkonflikte!“

Die Wissenschaftszeitschrift nature weist in einem Editorial auf einen Sachverhalt hin, der bisher nicht im Mittelpunkt stand: „Viele Studien, die die globale Erwärmung mit zivilen Unruhen in Verbindung bringen, sind voreingenommen und verschärfen die Stigmatisierung der Entwicklungsländer.“ weiterlesen…

e.on will 25 €/t CO2

CEO Teyssen plädiert für Vervier- bis Fünffachung des Preises

e.on-Vorstandschef Johannes Teyssen verlangt, die Preise für CO2-Zertifikate drastisch zu erhören, um die Klimaschutzziele 2030 zu erreichen. Im Nachrichtenmagazin Focus (so das Wallstreet-Online) forderte Teyssen „wirksame Anreize“, um den Ausstoß von Kohlendioxid zu verringern oder zu vermeiden. Teyssen definierte seine Anreize mit 25 bis 30 Euro je Tonne. weiterlesen…

AWI-Magazin: Klimaforschung in Arktis und Antarktis

87 Seiten fundiertes Wissen über die Brennpunkte unseres Planeten

Klimaforschung verständlich machen – mit diesem Ziel veröffentlicht das Alfred-Wegener-Institut das Magazin „Auf den Spuren des Wandels“. In Artikeln, Interviews und Infografiken erfahren die Leser, warum Klimaforschung in den Polargebieten so wichtig ist. „Wer sich auf diese kurzweilige und informative Lektüre einlässt, geht gewappnet in die nächste Diskussion zum Klimawandel“ empfiehlt das Institut das am 14.02.2018 erstveröffentlichte AWI-Magazin. (Titel: AWI-Magazin – Im Fokus – © AWI) weiterlesen…