Jülicher Experten auf der Spur der Stickoxide

Mit dem MOBILAB die Effizienz lufthygienischer Maßnahmen in Ballungsgebieten bewerten

Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig entscheidet am 27.02.2018 darüber, ob Fahrverbote für Dieselfahrzeuge in Großstädten wegen hoher Schadstoffbelastungen gesetzlich zulässig sind. Um zu beurteilen, ob Maßnahmen wie Fahrverbote sinnvoll sind, werden jedoch differenzierte Messdaten und verlässliche Computermodelle benötigt, erklären Jülicher Klimaforscher mit Pressemitteilung vom 21.02.2018. Sie erfassen mit ihrem Messfahrzeug MOBILAB zeitlich und räumlich hochaufgelöst, wie Stickoxide und andere Luftschadstoffe in Großstädten verteilt sind und wer die Verursacher sind. weiterlesen…

Benziner mehr Feinstaub – Diesel mehr NOx

Studie in Scientific Reports

Während der Bund angeblich überlegt, ob Städte Stink-Diesel von bestimmten Straßen verbannen (der dann in bisher nicht betroffene Wohngebiete ausweichen wird) dürfen, während also kurz vor der Leipziger Urteilsverkündung mit ernster Miene ein veritabler Schildbürgerstreich angekündigt wird – hat den die Autoindustrie ersonnen? – kommt nun eine neue Studie des Inhalts heraus, dass beide, Benziner und Diesel, Dreck am Auspuff haben – nur verschiedener Provinienz und Qualität: Die einen (Benziner) zu viel Feinstaub – die anderen (Diesel) zu viel Stickoxide. Fazit: Beide gehören an den Pranger. weiterlesen…

Ein Fischerdorf kämpft gegen die Zeit

Lesehinweis: NYT-Report über die bedrohte Küste Louisianas

Steigende Meeresspiegel und Landverluste schieben Louisianas Küstenlinie immer weiter ins Land hinein, und ein Viertel der Feuchtgebiete des Staates sind bereits verschwunden. Für die Gemeinde Jean Lafitte stellt sich weniger die Frage, ob sie dem Meer erliegen wird als wann – und wie viel die Öffentlichkeit in die künstliche Verlängerung ihres Lebens investieren sollte. So beginnt ein großer Bericht („Die ertrinkende Küste“) in der New York Times über den verzweifelten Kampf des Fischerdorfs Jean Lafitte im Süden der USA gegen den Untergang. weiterlesen…

Verteilnetze zu schwach für mehr E-Mobilität

Studien: Steigende Nachfrage könnte Netzbetreiber und Stromlieferanten überfordern – zu wenig EE – bald 3 Mio. E-Autos weltweit

Das Elektroauto gilt als ein Hoffnungsträger für die angestrebte und notwendige „Verkehrswende“ – so das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung GmbH (ZEW) Mannheim. Die Bundesregierung hat sich daher zum Ziel gesetzt, bis 2020 eine und bis 2030 sechs Millionen Elektroautos auf die Straßen zu bringen. Diese politisch gesetzten Ziele für die Elektromobilität werden allerdings aller Voraussicht nach – zumindest in der kurzen Frist bis 2020 – nicht erreicht. Würden im Jahr 2025 rund 4,5 Millionen Autos rein elektrisch betrieben werden, sehen die Energieexperten zwar keine Engpässe in den bis dahin geplanten und realisierten Erzeugungs- und Übertragungsnetzkapazitäten. Allerdings wird es den Umfrageergebnissen zufolge Engpässe im Verteilnetz geben. weiterlesen…

Energieeffizienz-Potenziale besser nutzen!

Zypries bei DENEFF-Konferenz: Neue Geschäftsfelder

Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries betonte am 20.02.2018 in Berlin im Rahmen der 7. DENEFF-Jahresauftaktkonferenz die vielfachen Vorteile der Energieeffizienz – die aber noch nicht genügend genutzt würden: „Unser Ziel ist es, dass Deutschland auch im Energiebereich eines der innovativsten Länder bleibt. Gerade Energieeffizienz-Technologien bieten vielfältige Chancen für die deutsche Wirtschaft und eröffnen neue Geschäftsfelder, nicht nur für große Unternehmen, sondern auch für Startups. Diese Potenzial müssen wir noch besser nutzen.“ weiterlesen…

Fell: „Erdgas ist Teil des Klimaproblems und keine Lösung“

Neueste Studie der NASA zeigt den erschreckenden Klimaeinfluss von Erdgas

Von der Industrie wird oft behauptet, dass Gas ein klimafreundlicher Energieträger sei, der gemeinsam mit den Erneuerbaren Energien den Klimaschutz voranbringe. Das die Kohle ablösende Erdgas trage wesentlich zur Reduktion von CO2-Emissionen bei, so die Argumentation. In der Tat sind die CO2-Emissionen von Erdgas deutlich geringer als die von Kohle und Öl. Für die Klimabewertung von Erdgas ist die Zahl der CO2-Emissionen jedoch nicht erschöpfend, denn obgleich Erdgas in der Verbrennung CO2-ärmer ist, werden in der gesamten Prozesskette mehr Klimagasemissionen als bei Kohle oder Erdöl produziert. Denn bei der Förderung und dem Transport von Erdgas wird erheblich Methan ausgestoßen – und die Wirkung von Methan ist wesentlich klimaschädlicher als die von CO2. Hans-Josef Fell am 22.02.2018 zu den Erkenntnissen der NASA-Erdgas-Studie. weiterlesen…

WWF mit Palmöl-Scorecard 2017

„Wenig Klasse, viel träge Masse“

46 Prozent der deutschen Händler und Produzenten verweigern die Auskunft über ihren Umgang mit Palmöl. Nur ein Teil macht Fortschritte beim Einsatz von zertifiziertem Palmöl. Das ist die durchwachsene Bilanz des bereits am 02.02.2017 veröffentlichten neuen WWF-Palmöl-Checks – und: Wenigen Palmöl-Vorreitern steht die Masse der Totalverweigerer gegenüber. Daher fordert der WWF gesetzliche Vorgaben für Import und Kennzeichnung von Palmöl. weiterlesen…

Stromnetzplanung an Klimazielen ausrichten…

…fordern DUH, Germanwatch und WWF

In einer gemeinsamen Presseerklärung vom 21.02.2018 üben Deutsche Umwelthilfe (DUH), Germanwatch und WWF Kritik am Szenariorahmen für den Netzausbau bis 2030: „Die aktuelle Stromnetzplanung in Deutschland bildet die Klimaziele von Paris nicht ab“, so lautet die Kritik der Deutschen Umwelthilfe DUH, von Germanwatch und WWF in ihren Stellungnahmen zum Szenariorahmen für den Netzausbau 2019-2030. weiterlesen…

Simone Peter neue BEE-Präsidentin

Brickwedde verabschiedet

Die promovierte Biologin Dr. Simone Peter ist von der Mitgliederversammlung des Bundesverbandes Erneuerbare Energie (BEE) einstimmig zur neuen Präsidentin gewählt worden. Die Ex-Grünen-Chefin folgt damit ab dem 01.03.2018 auf Fritz Brickwedde, der seit Oktober 2013 Präsident des Dachverbands der Erneuerbare Energien-Branche war und sein Amt aus persönlichen Gründen abgibt. weiterlesen…

Gute Grafiken zum Klimawandel: Die Anleitung

Zwölf Ratschläge

Der Weltklimarat IPCC wird oft kritisiert, seine Berichte und Illustrationen seien wenig verständlich. Wie das Portal klimafakten berichtet, haben jetzt Psychologen und Klimaforscher des britischen Empfehlungen erarbeitet, wie sich Klima-Daten besser visualisieren lassen: „Zwölf Ratschläge bringen es auf den Punkt“. weiterlesen…