Politik soll neue Realität anerkennen

Aufbruchsstimmung beim Forum Neue Energiewelt

Das Forum Neue Energiewelt 2018 weitete „auch in diesem Jahr den Blick auf den Energiesektor – jenseits von althergekommenen Sektorengrenzen“ – so eine Medienmitteilung des Veranstalters Solarpraxis Neue Energiewelt AG. Zeitgleich zu den schwierigen Sonderungsgesprächen für die Jamaika-Koalition zeigten die Teilnehmer des Forums, wie die Energieversorgung der Zukunft bereits heute konkret angegangen wird. Das CEO-Panel zum Abschluss des ersten Konferenztages zeigte, dass die Wirtschaft bereits in den Startlöchern steht, die Politik in Deutschland aber noch hinterherhinkt. weiterlesen…

Baden-Württemberg neuer Spitzenreiter bei EE

Bundesländervergleich Erneuerbare Energien: BaWü vor Mecklenburg-Vorpommern und Bayern

Eine neue Studie macht die Fortschritte der Bundesländer bei der Energiewende transparent: Baden-Württemberg, Mecklenburg-Vorpommern und Bayern sind im Bereich der Erneuerbaren Energien die führenden Bundesländer. Das ist das Ergebnis des am 16.11.2017 veröffentlichten Bundesländervergleichs, den das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) und das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) im Auftrag von und in Kooperation mit der Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) zum fünften Mal erstellt haben. weiterlesen…

„Es geht um Arbeitsplätze im Zusammenhang mit der Kohle“

Merkel vor COP23: „Klimawandel ist Schicksalsfrage“

Bundeskanzlerin Angela Merkel hielt am 15.11.2017 bei der 23. Klimaschutzkonferenz der Vereinten Nationen COP23 in Bonn eine Rede. „Unsere gemeinsame Botschaft lautet: Wir wollen unsere Welt schützen“, sagte sie vor den Delegierten. Gemeinsam mit Bundespräsident Steinmeier und dem französischen Präsidenten Macron rief sie zu entschlossenem Handeln auf. Solarify dokumentiert. weiterlesen…

Deutschland ratifiziert 2. Kyoto-Periode

„Wichtiger symbolischer Akt“

Die Bundesrepublik Deutschland hat sich völkerrechtlich zur zweiten Verpflichtungsperiode des Kyoto-Protokolls (2013-2020) verpflichtet. Die entsprechende Ratifizierungsurkunde wurde bei den Vereinten Nationen in New York hinterlegt. Das gab Bundesumweltministerin Barbara Hendricks laut einer Medienmitteilung vom 16.11.2017 am Rand der Weltklimakonferenz in Bonn bekannt. Die EU hat in Bonn angekündigt, dass alle Mitgliedstaaten und die EU bis Ende des Jahres ihre Ratifikationsurkunden hinterlegen werden. weiterlesen…

Deutschland unter Druck beim Kohleausstieg

Globale Allianz dafür bei COP23 vorgestellt

Die Deutsche Welle titelte: „Staaten bilden Anti-Kohle-Allianz – ohne Deutschland“ und nannte das einen „Paukenschlag auf der Weltklimakonferenz“, und die Südwestpresse ätzte gar: „Weltklimakonferenz: Deutschland beim Kohleausstieg abgehängt“. Großbritannien, Kanada und Dänemark haben nämlich mit zahlreichen weiteren Partnern bei der Bonner COP23 am 16.11.2017 die Powering Past Coal Alliance, eine globale Allianz pro Kohleausstieg, vorgestellt. Das erhöht den Druck auf Deutschland. weiterlesen…

800 Demonstranten ziehen „rote Linie“

Menschenkette für den Kohleausstieg zum Ende der Jamaika-Sondierungsgespräche

Mit einer Menschenkette als symbolische „Rote Linie“ haben am Abend des 16.11.2017 rund 800 Menschen am Berliner Spreeufer nahe der Deutschen Parlamentarischen Gesellschaft mit roten Lichtern und großen CO2-Ballons für einen schnellen Kohleausstieg demonstriert. Anlässlich der Schlussrunde der Sondierungsgespräche zwischen CDU, CSU, FDP und Bündnis 90/Die Grünen forderten sie von den verhandelnden Parteien höchste Priorität für den Schutz des Klimas und die Einhaltung der deutschen und internationalen Klimaziele. weiterlesen…

Deutschland nur auf Rang 22

Klares Bekenntnis zu Pariser Klimazielen – Umsetzung bislang mangelhaft

Die globale Energiewende nimmt zwar Fahrt auf, so der am 15.11.2017 bei der Weltklimakonferenz in Bonn vorgestellte Klimaschutz-Index (KSI) 2018 von Germanwatch: „Doch kein Land ist schnell genug. Schweden, Litauen, Marokko und Norwegen liegen vorne, die USA im freien Fall, Deutschland nur auf Rang 22. Insgesamt: Die CO2-Emissionen sinken nicht.“ weiterlesen…

Umweltverbände warnen vor klimapolitischem Totalausfall der Jamaika-Sondierer

Neue Bundesregierung muss Glaubwürdigkeit national und international wieder herstellen

Eine große Koalition aus Umweltverbänden warnt Bundeskanzlerin Merkel und die Sondierungsparteien davor, den klimapolitischen Handlungsbedarf bei den derzeitigen Verhandlungen auszusitzen. In einer gemeinsamen Erklärung vom 15.11.2017 fordern die Verbände Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Deutsche Umwelthilfe (DUH), Germanwatch, Naturschutzbund Deutschland (NABU), Greenpeace, Verkehrsclub Deutschland (VCD), WWF Deutschland und der Umweltdachverband Deutscher Naturschutzring (DNR) von der Bundeskanzlerin ein klares Bekenntnis für den Umbau von Schlüsselsektoren wie Verkehr, Energie und Landwirtschaft. Dazu gehören ein sozialverträglicher Ausstieg aus der besonders klimaschädlichen Kohle mit einer Abschaltung von mindestens 20 Gigawatt Kraftwerksleistung bis 2020, eine Agrar- und Verkehrswende hin zu klima- und naturverträglicheren Formen der Landwirtschaft und Mobilität sowie ein Ende umweltschädlicher Subventionen. weiterlesen…

Industrie wächst auch bei Kohleausstieg

DUH sieht Anzeichen für Trendwende: BDI-Studie wertet Energiewende als positiv

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hat die Berliner Sondierungsparteien einer Medienmitteilung zufolge aufgefordert, „sie sollten endlich die Klimaschutz-Scheuklappen abnehmen“. Der Umweltschutzorganisation war die vom Bundesverband der deutschen Industrie (BDI) in Auftrag gegebene, aber bisher unveröffentlichte Studie „Klimapfade für die deutsche Industrie“ zugespielt worden; deren Ergebnisse zeigen positive Wirkungen von Klimaschutzmaßnahmen für die deutsche Industrie. weiterlesen…