„Regierung verantwortlich für Einbruch der EE“

Kommentar von Hans-Josef Fell

2015 haben sich in Deutschland die Investitionen in Erneuerbare Energien gegenüber 2014 fast halbiert – im Gegensatz zum Welttrend: Weltweit haben sich 2015 die Investitionen in Erneuerbare Energien erneut gesteigert. Das ist das Ergebnis der zehnten Ausgabe der UNEP-Jahresveröffentlichung unter dem Titel Global Trends in Renewable Energy Investment 2016 (herausgegeben vom Frankfurt School-UNEP Collaborating Centre for Climate & Sustainable Energy Finance und Bloomberg New Energy Finance (BNEFsiehe solarify.eu/neues-ee-rekordhoch-aber-nicht-in-deutschland). „Die Regierung Merkel-Gabriel mit ihrem dafür zuständigen Staatssekretär Rainer Baake hat also ganze Arbeit geleistet“, sagt Hans-Josef Fell, Präsident der Energy Watch Group (EWG) und Mitautor des EEG. „Mit ihrer EEG-Novelle 2014 hat sie die Investitionen in Erneuerbare Energien in weiten Teilen erstickt.“ weiterlesen…

Schottland kommt ohne Kohle aus

Abschied von Kohleverstromung – Fokus auf Offshore-Wind

Am 24.03.2016 wurde Schottlands letztes Kohlekraftwerk vom Netz genommen. Longannet besaß eine Kapazität von 2.400 MW und wurde 1970 im schottischen Fife nötdlich des Firth of Forth errichtet. Ausgehend vom Transitional National Plan des Vereinigten Königreichs verabschiedet sich Schottland mit der Stilllegung des Kohlemeilers endgültig von der klimaschädlichen Kohleverstromung und setzt seinen Fokus immer stärker auf Erneuerbare Energien. Umweltschützer begrüßen den Schritt und erachten den Ausstieg aus der Kohle als wichtigen Beitrag zum Erreichen der britischen Klimaziele – so Joschua Katz in energiezukunft. weiterlesen…

Solarstrom auf Weg in TW-Bereich

Internationale Tagung zur Rolle der Photovoltaik für klimaschonende Energieversorgung kündigt neue Wachstumsphase an

Im Rahmen einer Tagung der „Global Alliance for Solar Energy Research Institutes (GA-SERI)“ befassten sich 50 internationale Experten aus Deutschland, Japan, den USA und weiteren Ländern am 17. und 18.03.2016 mit der Zukunft der Photovoltaik. 2015 wurden weltweit 60 GW an PV-Leistung neu installiert. Damit hat sich der PV-Markt an die globale Produktionskapazität angeglichen. Veranstalter war mit Unterstützung durch die Bundesumweltstiftung (DBU) das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE in Freiburg. weiterlesen…

Antworten aus der Energiezukunft

BDEW, GIZ und pwc: Ein Delphi für die künftigen Energiesysteme

Mit der Studie Delphi Energy Future*) haben der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V. (BDEW), die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH und PricewaterhouseCoopers AG WPG (PwC) untersuchen lassen, wie sich die Energiesysteme in Deutschland, in Europa und in der Welt bis 2040 verändern werden. Die aktuelle, vor allem auch in Deutschland national geprägte Debatte um Anpassung oder Neugestaltung aufzubrechen und aus globaler Sicht einen umfassenden Blick auf die Energiesysteme der Zukunft zu wagen. An Delphi Energy Future waren ca. 350 Energieexperten aus mehr als 40 Ländern beteiligt. Die Ergebnisse wurden am 18.03.2016 im Rahmen des Berlin Energy Transition Dialogue im Auswärtigen Amt vorgestellt und diskutiert. weiterlesen…

Paris = mehr Klimaschutz – von allen

Greenpeace-Studie zeigt, wie Deutschland Klimaabkommen von Paris umsetzen muss

„Kohleausstieg bis 2025, 100 Prozent erneuerbarer Strom bis 2030, Reduktion der Treibhausgase auf null bis 2035“: Es sei „nicht nur ein Stück Papier“, das 195 Länder bei der COP21 in Paris unterschrieben hätten – es sei „ein sportliches Programm – ein Marathon im Sprinttempo, wenn man ehrlich ist“. Das Problem sei aber, so Greenpeace: „Bislang ist Deutschland nicht ehrlich“. Die Kurzform des Pariser Klimaabkommens laute nämlich: „mehr Klimaschutz – von allen. Ohne raschen Ausbau der Erneuerbaren geht das nicht. Doch Wirtschaftsminister Gabriel bremst“. weiterlesen…

Ein Kommentar und sein Widerspruch

Baake und Fell: Erneuerbare-Energien-Politik kontrovers

In einem Gastbeitrag forderte BMWi-Staatssekretär Rainer Baake am 17.03.2016 in der Wochenzeitung „Die Zeit“ einen „Paradigmenwechsel“, der die Erneuerbaren Energien zum Investitionsstandard in Deutschland macht. BDEW, GIZ und PwC veröffentlichen zudem ihre Studie „Delphi Energy Future“, nach der sich die Erneuerbaren bis 2040 weltweit durchsetzen könnten. „Fast erstaunliche Töne aus dem Bundeswirtschaftsministerium, das für die Reform verantwortlich ist“, schreibt Sandra Enkhardt im pv magazine. Denn die Erneuerbaren Energien hätten zwar 2015 bereits 12,5 Prozent des Primärenergiebedarfs, vom Bruttostromverbrauch fast ein Drittel gedeckt. Dennoch stockt eben bei Photovoltaik und Biomasse der Zubau und mit der nächsten EEG-Novelle wird ein Abwürgen der Windkraft befürchtet. Hans Josef Fell widerspricht Baake heftig in einem Leserbrief, dessen Abdruck die Zeit ablehnte. weiterlesen…

Weitere 2.000 Jobs bei RWE weniger

Grund: Milliardenverluste – neue Tochter Newco startet

RWE will weitere 2.000 Arbeitsplätze abbauen“ betitelte der T-Online-Nachrichtendienst eine afp-Meldung und setzte darüber „Ursache ist Energiewende“ (Anmerkung am Ende des Artikels). „Unsere bisherigen mittelfristigen Planungen sehen bis Ende 2018 einen Abbau um etwa 2.000 Arbeitsplätze vor, unter anderem auch durch natürliche Fluktuation“, sagte RWE-Personalvorstand Uwe Tigges in einem Interview mit der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ). RWE hat auf Grund von Management-Problemen einen Milliardenverlust zu verkraften. weiterlesen…

Leistungsstärkste Geothermie-Anlage Deutschlands läuft

Unterföhring versorgt 2.000 Haushalte mit Erdwärme

Im bayerischen Unterföhring nördlich von München wurde Ende Februar 2016 die Erweiterung der Energiezentrale in Betrieb genommen – die damit zur leistungsstärksten Geothermie-Anlage Deutschlands wurde. Mit insgesamt 22 MW Wärmeleistung wird der Betreiber Geovol künftig mehr als 2.000 Haushalte und 50 Gewerbekunden versorgen. Rund 52 Millionen Euro hat die Gemeinde bisher in die Anlage und das zugehörige Fernwärmenetz investiert. weiterlesen…

2015 mehrfaches Klima-Rekordjahr

WMO mit Weltklimabericht 2016: Paris bald ratifizieren

„Das Jahr 2015 wird sich in vielerlei Hinsicht aus der Geschichte der weltweiten Klima-Aufzeichnungen hervorheben“ mit dieser lapidaren Feststellung beginnt der Weltklimabericht 2015  (Statement on the Status of the Global Climate in 2015), der am 23.03.2016 in New York von Paul Egerton (WMO) vorgestellt wurde.  Wärmerekorde seien gebrochen worden; Hitzewellen hätten Tausenden von Toten gefordert, ebenso wie extreme Niederschläge. Die Rolle des 2015 sehr starken El Niño werde eben entschlüsselt – doch  er sei nicht an allem schuld. weiterlesen…