VKU jubelt: „Grünstrommarktmodell durchgefallen“

BMWi richtet Arbeitsgruppe zur Grünstromkennzeichnung ein

Laut Mitteilung des VKU hat das Bundeswirtschaftsministerium eine Arbeitsgruppe mit dem Auftrag eingerichtet, ein Kennzeichnungs-Modell für EEG-geförderten Strom zu entwickeln. Ein Modell für eine neue Vermarktungsform für EEG-Strom soll hingegen ausdrücklich nicht entwickelt werden. Dies sei „eine klare Absage an das Grünstrommarktmodell (GMM)“, gegen das sich unter anderen der VKU zur Wehr gesetzt hatte, weil es für die meisten Stadtwerke nachteilig gewesen wäre. Andere, allen voran der BEE und Lichtblick, setzten sich für das GMM ein.
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Deutschland verbaselt seine Energiewende

Peinlich, peinlich: Mit der aktuellen Politik wird Deutschland die selbst gesteckten Klimaschutzziele nicht erreichen. Das attestieren Fachleute nun der Bundesregierung.

von – Mit freundlicher Genehmigung des Autors – Erstabdruck auf „zeit-online.de“ vom 18. 11.2015.

Zu den Erzählungen rund um die Energiewende gehört die Behauptung, das Ausland beobachte akribisch und fasziniert, wie die Deutschen dabei sind, ihre Energieversorgung ohne Atomstrom und Klimafrevel zu organisieren. Mancher argumentiert gar, dass das Gelingen oder Scheitern der Energiewende im Kampf gegen die globale Erwärmung von größerer Bedeutung sein als die Endlosschleifen der UN-Klimaverhandlungen.
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Verkehrswende dümpelt

Meta-Analyse vergleicht wissenschaftliche Studien im Hinblick auf Energieversorgung des Verkehrssektors bis 2050

Wachsende Verkehrsleistung und langsamer technologischer Fortschritt sorgen dafür, dass die Energiewende im Verkehrssektor nicht vorankommt. Soll die Verkehrswende aber gelingen – ohne sie keine generelle Energiewende -, sind tiefgreifende politische Maßnahmen wie Verkehrsverlagerung, Verkehrsvermeidung,  alternative Kraftstoffe und Antriebe erforderlich. Das geht aus der am 19.11.3015 von der Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) veröffentlichten Metaanalyse „Energiewende im Verkehrssektor“ hervor, welche die Aussagen von 14 Studien zur Entwicklung der Energieversorgung im Verkehr einander gegenüberstellt. „Der Studienvergleich zeigt, dass der Verkehr das Sorgenkind der Klimapolitik ist und bleibt“, so AEE-Geschäftsführer Philipp Vohrer. „Die kurzfristigen Ziele der Bundesregierung bezüglich Einsparungen beim Endenergieverbrauch und der Treibhausgasemissionen im Verkehrssektor erscheinen aus heutiger Sicht kaum noch erreichbar. Unmittelbar vor der UN-Klimaschutzkonferenz ist diese Erkenntnis besonders bitter.“ weiterlesen…

DUH klagte gegen Dieselstinker – erfolgreich

Dieselabgase: Deutsche Umwelthilfe startet bisher größte Klagewelle für „Saubere Luft in Deutschland“

Die DUH setzte in elf Großstädten Fahrverbote für schmutzige Dieselfahrzeuge auf dem Klageweg durch. Besonderer Fokus liegt auf dem Ausbau eines „sauberen“ ÖPNV. Schmutzige ÖPNV-Diesel-Busse müssen kurzfristig ersetzt oder nachgerüstet werden. In München, Darmstadt und Wiesbaden leitet die DUH Zwangsvollstreckungsverfahren ein. weiterlesen…

Wertstoffgesetz wertlos

DUH und BDE dagegen: Wertstoffgesetz trägt nicht zur Abfallvermeidung und zum Mehrwegschutz bei

Der Gesetzentwurf setzt die Abfallhierarchie nicht um und liefert keine Impulse zur Förderung von Mehrwegverpackungen. Die „Allianz für Mehrweg“ fordert klare Kennzeichnungsregelung für Getränkeverpackungen und eine Lenkungsabgabe auf Einwegflaschen und Dosen. Der Bundesverband der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Rohstoffwirtschaft (BDE) lehnt den vorgelegten Arbeitsentwurf für ein Wertstoffgesetz in seinen Kernpunkten ebenfalls ab. weiterlesen…

Bundesregierung: Deutliche Fortschritte bei Energiewende

Berichte im Kabinett

„Mit der Energiewende geht es steil voran“, das meint jedenfalls die Bundesregierung. Immerhin sind die Erneuerbaren Energien Deutschlands wichtigste Stromquelle. Auch der Verbrauch von Wärme und Kälte aus Erneuerbaren Energien sei in den letzten Jahren deutlich gestiegen: „Das bescheinigen aktuelle Berichte, die das Kabinett beschlossen hat.“ Als Grundlagen für die Energiewende werden genannt: Das Energiekonzept der Bundesregierung, ergänzende Beschlüsse des Bundestages sowie europäische Vorgaben“. Das Bundeskabinett hat am 18.11.2015 Berichte und Vorhaben zur Energiewende beschlossen. weiterlesen…

DUH, DENEFF: Effizienzstrategie Gebäude „ungenügend“, „Leerlauf“

Deutsche Umwelthilfe: „Ziel eines klimaneutralen Gebäudebestandes kann ohne ernsthafte Maßnahmen nicht erreicht werden“ – DENEFF: „Deutschland gibt kurz vor Klimagipfel Vorreiterrolle auf“

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) wirft der Bundesregierung Versagen bei der energetischen Gebäudesanierung vor. Nach Auffassung der Umwelt- und Verbraucherschutzorganisation verfehlt die heute vom Bundeskabinett verabschiedete Effizienzstrategie Gebäude (ESG) ihr selbst gesetztes Ziel, Wege in einen klimaneutralen Gebäudebestand aufzuzeigen. Sie gefährdet damit das Erreichen der Klimaschutzziele. Trotz der eigenen Erkenntnis, dass bestehende Maßnahmen nicht ausreichen, um die Effizienzziele umzusetzen, bleibt das federführende Wirtschaftsministerium einen Vorschlag schuldig, wie dieses Problem zu lösen ist. Angesichts des Ende November in Paris stattfindenden Klimagipfels ist dies ein fatales Signal. weiterlesen…

Subventionen für ungarisches AKW in der Kritik

Greenpeace Energy: Brüssel darf Atombeihilfen für Paks II nicht ungeprüft lassen

Die EU-Kommission hat am 18.11.2015 zwar entschieden, gegen Ungarn ein Verfahren wegen einer fehlenden Ausschreibung für das AKW-Projekt Paks II zu eröffnen; laut Medienberichten will Brüssel deshalb nun die ungarische Regierung auffordern, keine weiteren Verträge für das Atomprojekt abzuschließen. Nicht untersuchen will die Kommission aber, ob die geplanten Milliarden-Beihilfen für Paks II gegen EU-Wettbewerbsrecht verstoßen. Greenpeace Energy fordert die Kommission deshalb dringend auf, jetzt auch ein entsprechendes beihilferechtliches Prüfverfahren auf den Weg zu bringen. weiterlesen…

Energiekosten auf Fünf-Jahres-Tief

Benzinpreise trotz Stabilisierung der Rohölkurse an den Weltmärkten weiter gefallen

Vor ein paar Monaten noch schien der drastische Rückgang der Preise für Benzin und andere Energiearten eher ein Ausreißer zu sein. Die Kurse an den Rohstoffbörsen tendierten wieder nach oben, nachdem sie 2014 regelrecht eingebrochen waren. Seitdem ist der Trend erneut gekippt, die Preise gehen seit Monaten mit hohem Tempo zurück. Wie Agora-Energiewende mitteilt, sind die Energiepreise für Deutschlands Verbraucher mittlerweile sogar niedriger als zu Jahresanfang, als sie schon einmal langjährige Tiefstände erreicht hatten. Die Verbilligung von Energie wirkt nun wie ein sehr viel dauerhafteres Phänomen. weiterlesen…

Böll-Kohle-Atlas jetzt auch auf Englisch

„How we are cooking the climate“

Kohle war das „schwarze Gold“, das die Industrialisierung befeuerte – und wurde so eine zentrale Ursache für den Klimawandel. Der Abschied von der Kohle ist ein Schlüssel für den Übergang in eine postfossile Zukunft. Der Kohleatlas will zum Nachdenken über unser Energiesystem und unseren Rohstoffverbrauch anregen – und damit zum Nachdenken über unsere gesamte Wirtschaftsweise. Jetzt wurde der im Juni publizierte Kohle-Atlas der Heinrich-Böll-Stiftung in Brüssel auf Englisch vorgsetellt. weiterlesen…