UNICEF: erste Klimaopfer

690 Millionen Kinder vom Klimawandel bedroht

690 Millionen Kinder sind infolge des Klimawandel von Krankheiten, Armut oder sogar dem Tod bedroht – so die Deutsche Welle am 24.11.2015. Davor hatte das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen, UNICEF, in einem flammenden Appell an den Welt-Klimagipfel gewarnt. Vielleicht hat er ja gefruchtet. Jedenfalls muss bald etwas geschehen. weiterlesen…

Energie-Konversion: Neues Institut

„Leuchtturm in der Energieforschung“ –  neues Zentrum an der Universität Göttingen soll internationale Vernetzung stärken

„International Center for Advanced Studies of Energy Conversion“ (ICASEC) heißt ein neues Studienzentrum an der Universität Göttingen. Es  soll – so eine Pressemitteilung der Uni – die Hochschule im Bereich der Energieforschung stärken, indem Grundlagenforschung, internationale Vernetzung und Bildungsinitiativen durch Austauschprogramme gefördert werden. „Das Energieproblem ist eine der größten globalen Herausforderungen unserer Zeit. Zur Bewältigung dieser Aufgabe werden enge, internationale Zusammenarbeit sowie langfristige Ansätze benötigt“, so Prof. Dr. Alec Wodtke, Sprecher von ICASEC. „Daher nimmt die Grundlagenforschung in diesem Gebiet eine entscheidende Rolle ein und wird auf lange Sicht zu wichtigen Innovationen führen.“ weiterlesen…

Peruanischer Kleinbauer verklagt RWE

Gletscherschmelze infolge Klimawandels bedroht Anwohner

Erstmals in Europa wird ein Verursacher des Klimawandels verklagt: Unterstützt von Germanwatch reichte der Kleinbauer und Bergführer Saúl Luciano Lliuya aus Peru am 24.11.2015 beim Landgericht Essen Klage gegen RWE ein. Der Grund: Die gewaltigen Emissionsmengen des Energiekonzerns gefährden seine Familie, sein Eigentum sowie einen großen Teil seiner Heimatstadt Huaráz. Ein durch den Klimawandel schnell wachsender Gletschersee wird zum Risiko für die 120.000-Einwohner-Stadt in den Anden. weiterlesen…

Divestment: Allianz dekarbonisiert

Weltgrößter Versicherer steigt aus Kohle aus

Die Allianz, weltgrößter Versicherer und einer der fünf größten Finanzinvestoren, kündigte überraschend an, dass sie ihre Investitionen aus dem Klimakiller Kohle abziehen wird. Insgesamt handelt es sich um ein Volumen von vier Milliarden Euro, der größte Teil davon in Anleihen. Stattdessen setzt die Allianz nun auf Windkraft – berichtet u.a. Energiezukunft unter Bezug auf ZDF-Frontal21. weiterlesen…

Geister scheiden sich bei Atomnachhaftung

Bei Anhörung im BT-Wirtschaftsausschuss konträr beurteilt

Die geplante Kostenhaftung der Atomenergiekonzerne wird von Experten gegensätzlich beurteilt. In einer öffentlichen Anhörung des Bundestags-Wirtschaftausschusses am 23.11.2015 zum Entwurf eines Gesetzes zur Nachhaftung für Rückbau und Entsorgungskosten im Kernenergiebereich (18/6615) nannten die einen den Entwurf als verfassungswidrig, während er den anderen nicht weit genug ging. Energiekonzerne sollen langfristig und umfassend für die Kosten ihrer Betreibergesellschaften für Stilllegung und Rückbau von Kernkraftwerken und die Entsorgung ihner radioaktiven Abfälle haften. Selbst zukünftige, noch unbekannte Zahlungspflichten sollen erfasst werden. weiterlesen…

Abgas-Skandal: Regierung gängelte TÜV

TÜV Nord greift Bundesregierung scharf an

In der VW-Affäre sind auch die Prüf-Organisationen ins Kreuzfeuer der Kritik geraten. Jetzt machte der Technische Überwachungsverein (TÜV) Nord Front gegen die Bundesregierung in Sachen VW-Abgas-Skandal: Laut TÜV-Nord-Chef Guido Rettig sei sie der Automobilindustrie zuwillen gewesen und habe dem TÜV untersagt, die Motorensoftware zu untersuchen. Rettig sagte, man habe lediglich Gesetze befolgt. Gleichzeitig wies der TÜV-Boss im Intervierw mit Daniel Wetzel (Die Welt) Vermutungen zurück („eine abwegige Vorstellung, Unsinn“), die wirtschaftlichen Abhängigkeiten zwischen Autokonzern und Prüfgesellschaften seien sehr eng. weiterlesen…

Auftragsvergabe künftig ökologisch und sozial – „Bundesregierung verpasst Chance“

Neues Gesetz regelt Vergabekriterien öffentlicher Stellen – Kritik

Künftig sollen sich Entscheidungen über Einkäufe und Aufträge der öffentlichen Hand auch am Umweltschutz und an sozialen Standards ausrichten. Das steht in einem Gesetzentwurf, der eine EU-Richtlinie umsetzt; diese – mit dem Kürzel 2014/23 – 25/EU – erklärt die Einhaltung umwelt-, sozial- und arbeitsrechtlicher Standards zum allgemein gültigen Grundsatz der Auftragsvergabe. Als Produkteigenschaften sollen auch nicht-stoffliche Merkmale und der Produktionsprozess selbst gelten. Das Gesetz (VergRModG – Bundestagsdrucksache 18/6281)  ging am 14.08.2015 an den Bundesrat (dieser hat 17 Änderungsvorschläge gemacht), soll im Dezember vom Bundestag beschlossen werden und am 18.04.2016 in Kraft treten. Eine Anhörung im Wirtschaftsausschuss verlief aufgrund der Einladungspraxis einseitig. Stellungnahme von WEED: „Bundesregierung verpasst Chance“. weiterlesen…

Atomendlagerung: Einschlusswirksamkeit eine Million Jahre erhalten

Anforderungen an Endlagersicherheit

Die vor fünf Jahren vom BUMB herausgegebenen und 2012 aktualisierten Sicherheitsanforderungen an die Endlagerung wärmeentwickelnder radioaktiver Abfälle entsprechen zwar heute noch weitgehend dem Stand von Wissenschaft und Technik, sollten aber in Teilen überarbeitet und konkretisiert werden, waren sich die zu einer öffentlichen Anhörung der Endlagerkommission am 19.11.2015 geladenen Experten einig. weiterlesen…

Q1-Q3: plus zwei Prozent Energieverbrauch

Jan. – Sept. 2015: 333 Mio. t Steinkohleneinheiten – EE plus 9 % – Export-Rekord

Die Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AGEB) rechnet in diesem Jahr mit einem Anstieg des Energieverbrauchs in Deutschland um etwa 1,7 Prozent auf rund 13.360 Petajoule (PJ) oder 456 Millionen Tonnen Steinkohleneinheiten (Mio. t. SKE). Wie die AGEB in ihrer traditionellen und nach eigener Aussage „meist sehr präzisen“ Herbstprognose ausführt, werden die Erneuerbaren Energien mit einen Zuwachs von knapp 9 Prozent am stärksten zulegen. weiterlesen…

Verkehrs-Emissionen bis 2050 halbieren?

Straßenverkehr in der Diskussion – bisher schwache Bilanz

„Das Verkehrswesen könnte eine wesentliche Straßensperre auf dem Weg zur Vermeidung des gefährlichen Klimawandels darstellen“, so eine Pressemitteilung aus dem Berliner Mercator Research Institute. Wenn jedoch die Weichen richtig gestellt würden, ließen sich bis 2050 die verkehrsbedingten Emissionen nahezu halbieren, schreiben Klimaforscher in einer am 19.11.2015 im Fachmagazin Science erschienenen Studie des („Transport: A roadblock to climate change mitigation?“). weiterlesen…