Wie sich Ladungen in Solarzellen bewegen

Verständnis mikroskopischer Prozesse in Perowskit-Solarzellen kann zu höherem Wirkungsgrad führen

Wenn die Sonne aufgeht, beginnt in Perowskit-Solarzellen – die bald aktuelle Silizium-Solarzellen ergänzen oder ersetzen könnten – ein komplexer Tanz: Elektronen werden durch Licht mit Energie versorgt und in Bewegung versetzt und hinterlassen Löcher,. Gleichzeitig bewegen sich Ionen im Perowskit-Material. Das Verständnis dieses komplexen Tanzes kann dazu beitragen, den Wirkungsgrad von Solarzellen zu erhöhen. Gert-Jan Wetzelaer, Gruppenleiter am Max-Planck-Institut für Polymerforschung (MPI-P) in Mainz, und sein Team haben mit einer Kombination aus Experiment und Computersimulation neue Einblicke in die mikroskopischen Vorgängen erhalten und sie in Nature Communications publiziert. weiterlesen…

„Viel Neues aus der Zukunft“

BMWi: Forschung zu zukünftigen Energiewelten liefert jede Menge spannende Neuigkeiten

„Das erfolgreiche Forschungsprogramm des BMWi „Schaufenster intelligente Energie – Digitale Agenda für die Energiewende“ (SINTEG)“ gehe (nach fast vier Jahren Laufzeit) in die Endrunde und liefere nun „jede Menge spannende Ergebnisse“. Laut einer Medienmitteilung des BMWi testen gegenwärtig fünf Modellregionen deutschlandweit innovative Lösungen für die Energiewende. Die Modellregion WindNODE im Nordosten Deutschlands etwa stellt Lösungen vor, mit denen Unternehmen Öko-Strom flexibler nutzen und damit auch die Stromnetze entlasten können. weiterlesen…

Von der Leyen will Klimaziel verschärfen – Stimmen

Rede zur Lage der EU

Die EU-Kommission legt ihre Klimalatte höher: Der europäische CO2-Ausstoß soll bis 2030 statt um 40 um mindestens 55 Prozent gegenüber 1990 sinken, forderte Präsidentin von der Leyen in ihrer Rede vor dem EU-Parlament in Brüssel zur Lage der EU am . Die Verschärfung auf „mindestens 55 Prozent“ soll den Weg ebnen, das Pariser Klimaschutzabkommen doch noch einzuhalten und die gefährliche Überhitzung der Erde zu stoppen. Die Zielvorgabe sei ehrgeizig, machbar und gut für Europa, so von der Leyen. weiterlesen…

Neue Eigenschaften des roten Metalls

Aktiv = dyna­misch: Das Geheim­nis von Kupfer-Elektro­kata­lysa­toren

Brennstoffzellen stehen im Fokus der modernen Energieforschung und sind essenziell für eine nachhaltige Energieversorgung. Ob ihr Herz – der Katalysator – effizient arbeitet, hängt stark von seinem Material ab. Kürzlich gelang der Gruppe um die Physikalische Chemikerin Julia Kunze-Liebhäuser an der Universität Innsbruck einer Medienmitteilung vom zufolge der Nachweis, dass Kupfer als Katalysator viel besser geeignet ist, als man bisher dachte.
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EEA: Niedrige Umweltqualität schuld an 13 % aller Todesfälle

Bekämpfung von Umweltverschmutzung und Klimawandel wird Gesundheit und Wohlbefinden verbessern, vor allem der am stärksten Gefährdeten

Dem Bericht der Europäischen Umweltagentur „Healthy environment, healthy lives: how the environment influences health and well-being in Europe“ („Gesunde Umwelt, gesundes Leben: wie die Umwelt die Gesundheit und das Wohlbefinden in Europa beeinflusst“) zufolge hat die Umweltverschmutzung durch menschliches Handeln weiterhin einen bedeutenden Anteil an den Krankheitsfällen in Europa. Der Bericht geht ausführlich auf die Daten der Weltgesundheitsorganisation zu Todes- und Krankheitsursachen ein und betont die Schlüsselrolle der Umweltqualität in Europa für Gesundheit und Wohlbefinden. Er zeigt auf, wie soziale Benachteiligung, ungesunder Lebensstil und demografischer Wandel in Europa die Umweltgesundheit beeinflussen, wobei die am meisten Gefährdeten auch am stärksten betroffen sind. weiterlesen…

Mehr als 1.000 km H2-Leitungen

IPCEI für Wasserstofftechnologie in Prüfung

Der im Rahmen der Nationalen Wasserstoffstrategie geplante Umbau der heimischen Grundstoffindustrie zu einer nachhaltigen Energienutzung soll auch mit ausländischen Partnern umgesetzt werden. Besondere Bedeutung hätten dabei zunächst die EU-Mitgliedsstaaten, aber auch andere Länder, die über entsprechendes Potenzial an Erneuerbaren Energien verfügten. Umweltfragen und die Einhaltung der Menschenrechte seien ebenfalls wichtige Aspekte für die Auswahl von Partnern im Rahmen einer internationalen Energiekooperation, schreibt die Bundesregierung dem parlamentseigenen Pressedienst heute im bundestag zufolge in einer Antwort (19/21359) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen (19/21108). Ein neues „Important Project of Common European Interest (IPCEI)“ für Wasserstofftechnologie werde geprüft. weiterlesen…

Bis 2050 Lebensraum von mehr als einer Milliarde Menschen bedroht

Düstere Prognose des IEP

Innerhalb der nächsten 30 Jahren müssen etwa 1,2 Milliarden Menschen ihr Heimat verlassen, da die Klimakrise und das Bevölkerungswachstum zu einem Anstieg der Migration mit „enormen Auswirkungen“ sowohl für die Entwicklungsländer als auch für die Industrieländer führen werde, so eine am 09.09.2020 in London vorgestellte Analyse („Erstes ökologische Bedrohungsregister“ – ETR) des Institute for Economics and Peace (IEP). weiterlesen…

Gletscherseen seit 1990 um 50 Prozent gewachsen

Ursache Gletscherschmelze – Überschwemmungen drohen

Die Wassermenge in den Gletscherseen der Erde ist Forschungen zufolge seit 1990 um etwa 50 Prozent gestiegen. Denn die Gletscher ziehen sich aufgrund der globalen Erwärmung zurück – eine neue in Nature Climate Change unter dem Titel „Rapid worldwide growth of glacial lakes since 1990″ publizierte Untersuchung von Wissenschaftlern der Universitäten Exeter und Calgary zeigt die drohenden dramatischen Folgen. Ein Teil des Schmezwassers fließt zwar direkt in die Ozeane, aber eine beträchtliche Menge speist Gletscherseen – und Gemeinden flussabwärts sehen sich nun einer erhöhten Bedrohung durch verheerende Überschwemmungen ausgesetzt. weiterlesen…

„Eine gigantische Katastrophe“ – und eine Lösung?

Lesehinweis auf Süddeutsche Zeitung: Waldbrände in den USA

„Dass der Klimawandel das Hauptproblem für die vielen Feuer im Westen der USA ist, mag US-Präsident Trump nicht erkennen. Das von den Demokraten regierte Kalifornien war schon immer Ziel seiner Verachtung“, schreibt USA-Korrespondent Hubert Wetzel am 11.09.2020 in der SZ. Bereits im November 2019 berichtete Michaela Haas ebenfalls in der SZ über ein „ein ebenso einfaches wie geniales Brandschutzmittel“, neues Gel, das die Natur gegen Waldbrände „impfen“ könne. weiterlesen…

Tagebaubetroffene ziehen vors Verfassungsgericht

Klage gegen energiewirtschaftliche Notwendigkeit von Garzweiler

Es ist der einzige Tagebau für den die Bundesregierung im inzwischen in Kraft getretenen Kohleausstiegsgesetz eine energiewirtschaftliche Notwendigkeit festschreibt. Für Garzweiler II gilt damit „der vordringliche Bedarf zur Gewährleistung einer sicheren und zuverlässigen Energieversorgung“ in den Grenzen der Leitentscheidung der NRW-Landesregierung von 2016. Demnach dürfte der Tagebaubetreiber RWE bis 2038 ca. 645 Millionen Tonnen Braunkohle aus Garzweiler fördern und dafür fünf weitere Dörfer abreißen. Dagegen wehren sich die Initiative Menschenrecht und Bergrecht sowie weitere Anwohner des Tagebaus nun juristisch und legten Verfassungsbeschwerde ein, wie sie am 09.09.2020 auf einer Pressekonferenz in Berlin verkündeten. Näheres dazu von Manuel Först in energiezukunft. weiterlesen…