Geheimnis der Cyanobakterien entschlüsselt

Bald künstliche Photosynthese? Wie genau Cyanobakterien CO2 effizient umwandeln

Ein internationales Forschungsteam konnte das Geheimnis der Cyanobakterien lüften. Künftig wird es so möglich sein, bei ihnen „abzuschauen“, wie sie Luft-CO2 in wasserlösliche Kohlensäure umwandeln und vor dem Aufbau von Biomasse in der Zelle zwischenspeichern. Das hat jetzt ein Forscherteam unter Beteiligung der Ruhr-Universität Bochum in der Zeitschrift Nature Communications erläutert. (Foto: Jacqueline Thiemann und Marc Nowaczyk waren überrascht, dass die molekularen Details der biologischen CO2-Umwandlung bei Cyanobakterien doch anders sind als zuvor gedacht und wollen demnächst bei Cyanobakterien abgucken – © RUB, Marquard) weiterlesen…

Historischer Tiefstand für Wind-Onshore

BWE: Durch mehr Genehmigungen und Flächen schnellstmöglich überwinden

Der Brutto-Zubau der Windenergie an Land von 1.078 Megawatt (MW) bzw. 325 Anlagen im Gesamtjahr 2019 liegt auf dem niedrigsten Stand seit Einführung des EEG im Jahr 2000, meldete der Bundesverband WindEnergie am 28.01.2020. Der Zubau sei um 55 Prozent geringer als 2018 und 80 Prozent geringer als 2017 gewesen. Daher fordert der Branchenverband, Bund und Länder müssten das Ausbautief durch Sofortmaßnahmen für mehr Genehmigungen und Flächen überwinden helfen. Zudem müssten pauschale Abstandsregeln vor allem für bestehende Regional-, Flächen- und Bauplanungen sowie Repowering-Projekte vermieden werden. Nachdem der Bedarf an Erneuerbaren Energien für klimaneutrale Produktion, Sektorenkopplung und Wasserstofferzeugung steigt, müsse die Bundesregierung die Ausbaupfade anpassen. weiterlesen…

RWE will runden Tisch zum Windkraftausbau

Auch unpopuläre Vorschläge erwünscht – Anrainer beteiligen?

Der Ausbau der Windenergie in Deutschland ist praktisch zusammengebrochen – 2019 nur 276 neue Windenergieanlagen. Der Stromriese RWE schlägt deshalb einen runden Tisch vor, um den Bau von Windgeneratoren an Land wieder in Gang zu bringen. Die Forderung (unter anderem von der SPD), dass Anrainer finanziell beteiligt werden, ist nicht mehr ganz neu, aber auch nicht völlig unumstritten. weiterlesen…

Sektorkopplung mit ES-FLEX-INFRA

Fraunhofer vernetzt Produktion und Speicherung von Energie

Der Anteil der Erneuerbaren Energien an der Stromproduktion erreicht mittlerweile fast 50 Prozent – mit dem großen Nachteil, dass sie sich dem tagsüber wechselnden Strombedarf kaum anpassen können. Sie liefern nur dann elektrische Energie, wenn der Wind weht oder die Sonne scheint. Ideal wäre es, erzeugte Erneuerbare Energie in großem Maße speichern und die Produktion und Speicherung von Energie aufeinander abstimmen zu können. Dies ist das Ziel von ES-FLEX-INFRA, einem Gemeinschaftsprojekt unter der Leitung des Fraunhofer-Instituts für Algorithmen und Wissenschaftliches Rechnen SCAI. (Grafik: Sektorkopplungen in städtischen Netzen – © Fraunhofer SCAI) weiterlesen…

Industrielle Power-to-Gas-Groß-Anlage in der Schweiz

Deutsche Partner: microbEnergy, Schmack Biogas und Siemens

Die Viessmann-Töchter microbEnergy und Schmack Biogas bauen eben die nach eigenen Angaben weltweit größte Power-to-Gas-Anlage zur mikrobiologischen Umwandlung von Wasserstoff in Biomethan. Siemens liefert die die Elektrolyse-Technologie. Der schweizerische Energieversorger Limeco (Limmattal) startet das Projekt unter den Prämissen der „Energiestrategie 2050“, die für die Eidgenossenschaft auf Atomausstieg, die Reduktion von Treibhausgasen und den Ausbau von Erneuerbarer Energie wie Solar- oder Windkraft setzt. weiterlesen…

„Connecting the Dots“

EIB-Präsident Werner Hoyer bei Konferenz über Digitalisierung, Finanzen & nachhaltige Entwicklung

Um die Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs) zu erreichen, ist es entscheidend, private Finanzmittel in größerem Umfang und mit größerer Geschwindigkeit zu mobilisieren. Finanzinnovationen, neue Technologien und die Digitalisierung haben das Potenzial, wesentlich zu dieser Aufgabe beizutragen. Vor diesem Hintergrund hat der Generalsekretär der Vereinten Nationen die Task Force für die digitale Finanzierung der SDGs eingesetzt, um zu untersuchen, wie dieses Potenzial erschlossen und gleichzeitig die damit verbundenen Risiken bewältigt werden können. weiterlesen…

Geothermie als Ersatz für fossile Energie

„Erdwärme ist CO2-neutral, erneuerbar und landschaftsschonend“

Das von der Bundesregierung geplante Kohleausstiegsgesetz schafft Verbesserungen für den Ausbau von erneuerbaren Technologien wie der Geothermie. Der Bundesverband Geothermie begrüße die Pläne, sehe aber weiteren Handlungsbedarf bei der Förderung von umweltfreundlicher Fernwärme aus Geothermie. Geothermie nutze die vorhandene Fernwärme-Infrastruktur, sei platzsparend und reduziere den Kohlenstoffdioxidausstoß erheblich, heißt es in einer Pressemitteilung des Verbandes vom 24.01.2020. weiterlesen…

„Der Welt gehen die Ausreden für‘s Nichtstun aus“

Klimakosten sind am geringsten, wenn die Erwärmung auf 2°C begrenzt wird

Die Klimakosten sind wahrscheinlich am geringsten, wenn die globale Erwärmung auf höchstens 2 Grad Celsius begrenzt wird. Das auf der Basis naturwissenschaftlicher Erkenntnisse politisch ausgehandelte Klimaziel des Paris-Abkommens ist also auch das wirtschaftlich sinnvolle, so zeigen jetzt Forscher vom PIK-Potsdam in einer neuen Studie. (Grafik: Kumulierte Verluste der Wirtschaftsleistung in verschiedenen Szenarien der Klima-Sensitivität. – © Glanemann et al, 2020, Abb. 2 (Ausschnitt), PIK-Potsdam) weiterlesen…

Status Quo: Marktparität von PV und Onshore-Wind in Europa

Vorabveröffentlichung von enervis energy advisors

Im Rahmen einer Kurzstudie zum Status Quo der Marktparität von Onshore Windenergie und PV in 25 europäischen Ländern stellte das Beratungs- und Analysehaus enervis energy advisors fest, dass das Interesse an Utility- und Corporate-PPA ungebrochen sei. 2019 sei eine Pipeline von rund 21 GW an förderfreien EE-Projekten in Europa angekündigt worden. Die anhaltenden ehrgeizigen Pläne zur Stilllegung kohlebefeuerter Grundlastkraftwerke würden die Strompreise mittelfristig generell stützen. (Cover: Europäischer PPA-Markt 2019 – © enervis) weiterlesen…

Karliczek: „Wasserstoff ist das Öl von morgen“

Die Forschungsministerin im SPIEGEL-Interview: „Wir wollen Trendsetter werden“

H2 grün - Symbol„Grüner Wasserstoff ist das Erdöl von morgen“, sagte Bundesforschungsministerin Anja Karliczek am 19.12.2019 vor ihrer Fraktion (siehe: solarify.eu/gruener-wasserstoff-ist-das-erdoel-von-morgen). Jetzt hat sie das in einem SPIEGEL-Interview bekräftigt: „Deutschland wird sich in den nächsten 50 Jahren nicht selbst mit Energie versorgen können. Heute führen wir gut 80 Prozent aus dem Ausland ein.“ Daher will sie im großen Stil Wasserstoff aus Afrika importieren. „Der grüne, importierte Wasserstoff ist das Öl von morgen“, sagte Karliczek. Ziel sei es, bis 2050 den deutschen Energiebedarf „zu über 50 Prozent aus importiertem, nachhaltig erzeugtem Wasserstoff“ zu decken.
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