Bakterien verwerten CO2

DLF: Erfolge der Synthetischen Biologie

Zwei wissenschaftliche Erfolge im Kampf gegen den Klimawandel: Im Deutschlandfunk beschrieb Hellmuth Nordwig, wie taiwanesische Forscher künstlich erzeugte Bakterien indirekt Kohlendioxid verwerten lassen; sie wandeln CO2 hergestellte Ameisensäure in Energieträger um. Am Max-Planck-Institut für Molekulare Pflanzenphysiologie in Potsdam-Golm hat Arren Bar-Even gewöhnlichen Colibakterien beigebracht, was sonst nur die wenigsten Einzeller können: nämlich von direkt aus CO2 produzierter Ameisensäure zu leben. Aus Sicht der Wissenschaftler könnte beides langfristig helfen, den Klimawandel zu bremsen. Ein deutsches Unternehmen (Electrochaea) produziert mit bakterieller Hilfe Methan. weiterlesen…

EIB will aus fossilen Energien aussteigen

Öl- und Gasproduktion sowie Gasinfrastruktur bald nicht mehr finanzierbar

Die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet, dass die Europäische Investitionsbank (EIB) im Entwurf einer neuen Energierichtlinie vorsieht, ab 2021 keine fossilen Energieprojekte mehr zu finanzieren. Das bedeutet keine Öl- und Gasproduktion, keine Infrastruktur, die vornehmlich auf Erdgas ausgerichtet ist sowie keine Strom- und Wärmeerzeugung aus fossilen Quellen. Stattdessen will sich die Bank auf Energieeffizienz besonders im Gebäudebereich konzentrieren sowie auf den weiteren Ausbau erneuerbarer Energien, Energiespeicherung und Transformation weg von fossilen Energien. So plane die EIB ihre Aktivitäten an die Pariser Klimaziele anzupassen, wie Germanwatch und urgewald am 26.07.2019 mitteilten. weiterlesen…

Öl, Gas, Kohle – ein teurer Irrweg

Blackrock verliert 90 Milliarden durch fossile Investitionen

Der größte Vermögensverwalter der Welt setzt auf das falsche Pferd. Einer Analyse zufolge hat Blackrock in den letzten 10 Jahren mit Investitionen in Öl, Gas und Kohle viel Geld verloren, statt Kapital in aufstrebende Erneuerbare Energien anzulegen. Näheres über die Investitionsschwerpunkte des weltgrößten Vermögensverwalters hat Manuel Först am 02.08.2019 in energiezukunft berichtet. weiterlesen…

MCC hält Klimaziele bis 2030 für erreichbar

Fünf Kriterien

Am 20.09.2019 will die Bundesregierung im Klimakabinett die wesentlichen Beschlüsse fassen, damit Deutschland seine Klimaziele erreicht. Dabei geht es vor allem um die Bereiche, die nicht vom EU-Emissionshandelssystem erfasst sind, im Wesentlichen Verkehr und Wärme. Europarechtlich bindende Verpflichtungen zwingen die Regierung zum Handeln. Zur Entscheidungsfindung, hat die Regierung vom Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung (den „Wirtschaftsweisen“) ein Sondergutachten bekommen. Dieses basiert zu einem maßgeblichen Teil auf einer umfangreichen Analyse des Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change MCC und des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK). Ein Kurzdossier aus dem MCC fasst die für die „Wirtschaftsweisen“ erstellte MCC-PIK-Expertise zusammen. weiterlesen…

Klimaschutz braucht faire und wirkungsvolle CO2-Steuer

Wuppertal Paper liefert Diskussionsgrundlage zur CO2-Bepreisung

Wie kann Deutschland seine Klimaziele bis 2030 erreichen? Die derzeit heiß diskutierte CO2-Steuer verbunden mit weiteren gezielten Klimaschutzmaßnahmen ist eine Möglichkeit, womit diese Ziele in greifbare Nähe rücken. Liegt der CO2-Preis zwischen 30 und 50 Euro pro ausgestoßener Tonne CO2, ist es zielorientiert, die Hälfte der Einnahmen für Klimaschutzmaßnahmen zu investieren. Sozial gerecht ist eine Steuer, wenn die andere Hälfte der Einnahmen direkt an Haushalte und Unternehmen zurückerstattet wird. Eine Diskussionsgrundlage dafür lieferte das am 11.07.2019 veröffentlichte Wuppertal Paper „Ein CO2-Preis als Instrument der Klimapolitik: notwendig, aber nur im Gesamtpaket wirkungsvoll und sozial gerecht“. weiterlesen…

Mehr als nur Lippenbekenntnisse?

Wie ernst nimmt die Bundesregierung die Klimapolitik wirklich?

Tatsächlich ist die Koalition mittlerweile kaum wiederzuerkennen. Die SPD verfasst eilig einen Zehn-Punkte-Plan für mehr Klimaschutz, die CDU setzt eine Arbeitsgruppe gegen das Pillepalle von gestern ein, in der CSU schwingt sich Parteichef Markus Söder zum Vorkämpfer für den Klimaschutz auf. Ein eigenes Klimakabinett ist eingesetzt, es soll bis zum 20. September das erste bundesdeutsche Klimaschutzgesetz auf die Beine stellen. Bei einem Preis auf klimaschädliche Emissionen von Verkehr und Gebäuden geht es plötzlich nicht mehr um das Ob, sondern um das Wie. Was für ein Wandel. weiterlesen…

„Klimapolitik geht wie Haushaltspolitik“

Deutschland muss EU-Emissions­vorgaben endlich einhalten – sonst wird es teuer
Von Hans-Jochen Luhmann

Mit Geld muss man umgehen können. Man hat sich ein Budget vorzugeben; und sich daran dann zu halten. Disziplin ist gefragt. Stattdessen Schulden zu machen beziehungsweise in der Buchführung zu schummeln, ist verführerisch. Das gilt privat, das gilt für den Staat gleichermaßen. weiterlesen…

Geplatzte Hoffnung

Keine Chance für Meeres-entlastende Plastik-Zersetzung durch Bakterien

„Nein, sie werden uns bei diesem Umweltproblem nicht helfen: Bakterien sind definitiv nicht in der Lage, in die Meeresumwelt geratenes Plastik zu zersetzen und sie werden diese Fähigkeit voraussichtlich auch nicht evolutionär erwerben“. Zu diesem Schluss kommen die IOW-Mikrobiologen Sonja Oberbeckmann und Matthias Labrenz in einer groß angelegten Übersichtsstudie über Biofilme auf Mikroplastik. Die Ergebnisse wurden nun in der Fachzeitschrift Annual Review of Marine Science veröffentlicht. weiterlesen…

Schon bald in produktionsnahem Maßstab skalierbar?

ECO COM’BAT eröffnet neue Möglichkeiten zur Verbesserung der Nachhaltigkeit von Hochvoltbatterien

Die Elektromobilität stellt hohe Anforderungen an neue Hochleistungsbatterien – Reichweite, Lebensdauer, Sicherheit oder Ladezeiten, um nur einige zu nennen. Die eigentliche Herausforderung ist der Ressourcenbedarf für eine wachsende Anzahl großer Lithium-basierter Autobatterien. Zehn Partner aus Industrie und Forschung hatten sich deshalb im EU-finanzierten Projekt ECO COM’BAT zusammengeschlossen, um eine nachhaltige nächste Generation von Hochvolt-Lithium-Ionen-Batterien zu entwickeln und das – wie die Presseabteilung des Fraunhofer-Instituts für Silicatforschung ISC am 31.07.2019 mitteilte – mit Erfolg. weiterlesen…