Kupferindustrie klagt über Gasmangel

Hohe Energiepreise gefährden Ausbau der erneuerbaren Energie und verursachen Einschränkungen der Produktion

Zusätzlich 2,419 Cent pro Kilowattstunde (ct/kWh) kommen ab dem 01.10.2022 auf Haushaltskunden und Unternehmen zu. Entsprechend hohe Kosten drohen mit der Gasumlage auch der deutschen Kupferbranche – so das gleichnamige Institut am 30.08.2022. Aktuell führten die erheblichen Energiepreissteigerungen für die Unternehmen im Vergleich zum Vorjahr schon zu enormen Mehrkosten, die nun durch eine Gasumlage zusätzlichgesteigert werden. Durch sie entsteht zudem ein fundamentaler Wettbewerbsnachteil, der die deutsche Kupferindustrie und die inländische Produktion von essenziell für die Energie- und Mobilitätswende notwendigen Produkten grundsätzlich in Frage stellt. weiterlesen…

Mit Graphen effizient Gold aus Elektronikschrott gewinnen

„Stein der Weisen“?

Laut einer Untersuchung chinesischer und britischer Forscher kann Graphenoxid Gold mit hoher Effizienz aus Elektronikschrott gewinnen. Alchemisten glaubten einst an die Existenz des Steins der Weisen: einer Substanz, die billige Stoffe in kostbares Gold verwandeln kann. Nun haben Wissenschaftler des Shenzhen Institute of Advanced Technology der Chinesischen Akademie der Wissenschaften (CAS), des Institute of Metal Research der CAS, der Universität Manchester und der Tsinghua-Universität in China laut einer Veröffentlichung in Nature Communications gezeigt, dass Graphen eine Art Stein der Weisen sein kann und die Goldgewinnung aus Abfällen ermöglicht, die nur Spuren von Gold enthalten (ein Milliardstel Prozent). (Bild: Goldstaub – © Savana Price auf Pixabay) weiterlesen…

Weichen stellen für den Markthochlauf

Bayern und Baden-Württemberg gründen Wasserstoffallianz

Mit der Gründung einer Wasserstoffallianz wollen sich Baden-Württemberg und Bayern zukünftig stärker vernetzen und Vorreiter auf nationaler und internationaler Ebene bei der Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie sein. Die Ministerpräsidenten beider Länder betonten bei einer gemeinsamen Pressekonferenz am 29.08.2022 die Bedeutung des ‚grünen‘ Wasserstoffs, der klimaneutral aus erneuerbarem Strom erzeugt wird, als Energieträger der Zukunft. weiterlesen…

Brandenburg verabschiedet Energiestrategie 2040

33 GW Photovoltaik und 15 Windenergie

Das Landeskabinett hat am 25.08.2022 eine „Energiestrategie 2040“ sowie einen Pfad mit Zwischen- und Sektorenzielen für den (noch zu erarbeitenden) Klimaplan beschlossen. Demnach soll Brandenburg bis 2045 klimaneutral sein – so auf PV Magazine und das Brandenburgische Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Energie (MWAE) in einer Medienmitteilung. weiterlesen…

Älteste PV-Anlage Europas liefert seit 40 Jahren Strom

1982 ans Netz angeschlossen

SSelbst nach 40 Jahren liegt die Leistung der besten Module noch innerhalb der Garantiebedingungen, so Mauro Caccivio, Leiter des Photovoltaiklabors der Tessiner Fachhochschule Supsi in einem Interview mit Energeia, dem Magazin des Schweizer Bundesamtes für Energie BFE am 11.08.2022. Die Zehn-Kilowatt-Anlage wurde 1982 auf dem Dach eines Gebäudes der Tessiner Fachhochschule in Lugano installiert. Die meisten Module erreichen noch immer einen hohen Wirkungsgrad. weiterlesen…

Die 6 Abrechnungen der europäischen Energie

von Gerard Reid, Experte in Energie und Mobilität

Angesichts der Tatsache, dass sowohl die europäischen Großhandelspreise für Erdgas, Kohle und Strom als auch die CO2-Preise so hoch sind wie nie zuvor, stehen die Europäer vor einem Winter der Unzufriedenheit, der viele Jahre andauern könnte. Die Kunden, ob Industrie, Gewerbe oder Einzelhandel, müssen mit Preiserhöhungen rechnen, die ein Vielfaches dessen betragen, was sie in den letzten Jahren gezahlt haben. Dies sind seismische Erschütterungen, die so groß sind, dass sie das gesamte Ökosystem destabilisieren könnten: das soziale, wirtschaftliche und politische Gefüge Europas. weiterlesen…

Solarkraftwerke im Weltraum?

ESA legt Kosten-Nutzen-Studien vor

Um Europa auf künftige Entscheidungen zur weltraumgestützten Solarenergie vorzubereiten, hat die Europäische Raumfahrtagentur ESA für den kommenden ESA-Rat auf Ministerebene im November 2022 ein Vorbereitungsprogramm namens SOLARIS vorgeschlagen. Ziel von SOLARIS wäre es, den Boden für eine mögliche Entscheidung über ein vollständiges Entwicklungsprogramm im Jahr 2025 zu bereiten, indem die technische, politische und programmatische Durchführbarkeit der weltraumgestützten Solarenergie für den terrestrischen Bedarf nachgewiesen wird. (Grafik: Deutscher Umweltsatellit EnMAP – © DLR – CC BY-NC-ND 3.0) weiterlesen…

2023 Giga-Solarmodul-Produktion in den USA

SPI Energy will 1,5 GW-Produktionskapazität für Solarwafer aufbauen

SPI Energy, ein amerikanisches Unternehmen für Erneuerbare Energien und Anbieter von Solarspeicher- und Elektrofahrzeuglösungen, beabsichtigt nach eigenen Angaben die Beschaffung von 1,5 GW Solarwafer-Produktionsanlagen in den USA und den Beginn der Auslieferung bis 2023. Bis 2024 soll die Produktionskapazität auf 3 GW erhöht werden. Laut TaiyangNews hat die Verabschiedung des Inflation Reduction Acts von 2022, der Anreize für die Produktion von Solarwafern mit bis zu 12 $/m² für jeden produzierten Solarwafer verspricht, das Unternehmen motiviert, seine Pläne beschleunigt abzuschließen. weiterlesen…

Wasserstoff-Ammoniak-Brücke Kanada-Deutschland

Ab 2025

Deutsche Energiekonzerne wollen die Dekarbonisierung vorantreiben: Eon Hydrogen und Uniper wollen ab 2025 unabhängig voneinander viel grünen Wasserstoff aus Kanada und Ammoniak importieren. Entsprechende Absichtserklärungen haben die beiden deutschen Energiekonzerne jetzt mit dem kanadischen Projektentwickler Everwind Fuels unterzeichnet. Der baut derzeit in Point Tupper, Nova Scotia, im Osten Kanadas eine Produktionsstätte für grünen Wasserstoff und Ammoniak (u.a. von Ralph Diermann, pv magazine). weiterlesen…

Uniper beschert finnischem Energieriesen Fortum hohe Verluste

Bund übernimmt 30 Prozent

Die durch den Ukraine-Krieg angeschlagene deutsche Tochter Uniper hat den finnischen Mutterkonzern Fortum tief in die Verlustzone gerissen. Im Rahmen des genehmigten „Stabilisierungspakets“ beteiligte sich die Bundesregierung mit 30 Prozent an Uniper – der schwächelnde Energieversorger erhielt im Gegenzug 15 Milliarden Euro Eigenkapital und Liquiditätshilfen – so EURACTIV. Die finnische Fortum (zu 51 Prozent in Staatsbesitz) bleibt mit einem reduzierten Anteil von 56 Prozent seit 2020 der größte Aktionär von Uniper, meldete aber einen Nettoverlust von 7,4 Milliarden Euro zwischen April und Juni dieses Jahres. Der Aktienkurs von Fortum fiel an der Börse in Helsinki um mehr als drei Prozent. weiterlesen…