DEval-Bericht: Anpassung an Klimawandel 

Besonders gefährdete Länder erhalten weniger deutsche Mittel als erwartet

Überflutungen, Wirbelstürme, steigende Meeresspiegel: Entwicklungsländer sind von den Folgen des Klimawandels besonders betroffen. Deutschland unterstützt die Länder dabei, sich an diese Folgen anzupassen. Allerdings bekommen besonders gefährdete Länder wie kleine Inselstaaten deutlich weniger deutsche Mittel, als zu erwarten wäre. Das zeigt ein Bericht vom 25.03.2020 des Deutschen Evaluierungsinstituts der Entwicklungszusammenarbeit (DEval). weiterlesen…

Elektroautos doch besser fürs Klima in 95% der Welt

Gegenteilige Befürchtungen unbegründet – in fast allen Teilen der Welt

In Medienberichten wird regelmäßig in Frage gestellt, ob Elektroautos wirklich „grüner“ sind, wenn die Emissionen aus der Produktion und der Erzeugung ihrer Elektrizität berücksichtigt werden, teils wird unterstellt, dass Elektroautos die Kohlenstoffemissionen tatsächlich sogar erhöhen könnten, wenn man den Life Circle beachte. Eine am 23.03.2020 in Nature Sustainability veröffentlichte Untersuchung der Universitäten von Exeter, Nijmwegen und Cambridge kommt nun jedoch zu dem Schluss, dass Elektroautos insgesamt zu geringeren Kohlenstoffemissionen führen, selbst wenn bei der Stromerzeugung immer noch erhebliche Mengen an fossilen Brennstoffen eingesetzt werden. weiterlesen…

AGEB legt Bericht zum Energieverbrauch 2019 vor

Deutlicher Verbrauchsrückgang – Anteil kohlenstoffreicher Energieträger sinkt

Der Energieverbrauch in Deutschland ging 2019 auf 12.832 Petajoule (PJ) oder 437,8 Millionen Tonnen Steinkohleneinheiten (Mio. t SKE) zurück und lag damit um 2,1 Prozent unter dem Niveau des Vorjahres. Für den Verbrauchsrückgang sorgten, wie die Arbeitsgemeinschart Energiebilanzen (AGEB) in ihrem jetzt veröffentlichten Jahresbericht 2019 ausführt, weitere Verbesserungen bei der Energieeffizienz, Verschiebungen im Energiemix sowie ein konjunkturell bedingter Rückgang des Energieverbrauchs in der Industrie. Verbrauchssteigernd wirkten die etwas kühlere Witterung sowie die Zunahme der Bevölkerung. Die verbrauchssenkenden Faktoren wirkten sich jedoch deutlich stärker aus als die verbrauchssteigernden. Bereinigt um den Einfluss der Witterung sowie Lagerbestandsveränderungen wäre der Energieverbrauch nach Berechnungen der AG Energiebilanzen sogar um 2,4 Prozent gesunken. weiterlesen…

ISE: Fassaden „Wärmewände“

Projekt ArKol: Wärmepotenzial von Fassaden erschließen

Etwa 40 Prozent der Primärenergie in Deutschland werden heute für Raumwärme und Trinkwassererwärmung eingesetzt. Zu einem Gelingen der Wärmewende könnten Fassaden als „Wärmewände“ einen Beitrag liefern, der bislang wenig Beachtung gefunden hat. Ein Forschungskonsortium unter Leitung des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE hat im Projekt »ArKol« zwei neuartige solarthermische Fassadenkollektoren entwickelt, die architektonisch ansprechend einen integralen Bestandteil der Fassade darstellen: einen Streifenkollektor und eine solarthermische Jalousie. (Foto: Die Jalousie ist insbesondere für Gebäude mit großen Glasfassaden geeignet. – © Fraunhofer ISE) weiterlesen…

Lesehinweis: CO2-Grenzsteuer – Europas Drohung wirkt

Handelspartner der EU bereiten sich auf Grenzabgabe vor

Drei Monate nach Ursula von der Leyens Ankündigung einer CO2-Abgabe an den EU-Außengrenzen reagieren Europas Handelspartner unterschiedlich: Russland und China sind bereit zur Kooperation – die USA gehen auf Konfrontationskurs. Und auch Großbritannien könnte getroffen werden. So der Branchendienst bizz-energy.com. weiterlesen…

„Eckpfeiler für Energiewende und Klimaschutz“

Baden-Württemberg unterstützt Ausbau der tiefen Geothermie

Um die Ziele des Klimaschutzgesetzes zu erreichen, sind massive Einsparungen bei den Treibhausgasemissionen aus der Energiebereitstellung notwendig. Die baden-würtembergische Landesregierung bekräftigt die Rolle der tiefen Geothermie als wichtigen Baustein der Energiewende für eine nachhaltige Wärme- und Stromerzeugung. Sie unterstützt den Ausbau der tiefen Geothermie im Land und will sich dafür engagieren, die Rahmenbedingungen für den wirtschaftlichen Einsatz der tiefen Geothermie zu verbessern. Das hat das Kabinett in seiner Sitzung am Dienstag, 24.03.2020, beschlossen. weiterlesen…

eHighway schon 2030 wirtschaftlicher als E-Fuels

Ifeu-Studie: Oberleitungs-Lkw preiswerter als Umstellung auf synthetische Kraftstoffe

Auf stark befahrenen Autobahnabschnitten in Deutschland könnten Oberleitungs-Lkw schon 2030 wirtschaftlich attraktiv sein – vorausgesetzt, der Staat baut eine entsprechende Infrastruktur auf. Dadurch würde auch die CO2-Vermeidung für Speditionen deutlich günstiger als der Umstieg auf synthetische Kraftstoffe – so eine am 19.03.2020 publizierte Untersuchung des Heidelberger ifeu-Instituts. weiterlesen…

Investitionen in die Zukunft sichern

Erneuerbare Energien stehen in ihrer gesamten Breite bereit

Unternehmen und Beschäftigten müsse angesichts der Corona-Krise auf breiter Basis geholfen werden. Angesichts der fortschreitenden Klimakrise sei bei den Investitionen jetzt ein klarer Fokus auf eine dauerhafte Wertschöpfung zu setzen. Die Sicherung einer nachhaltigen Energieversorgung auf Basis des gesamten Erneuerbaren Energien-Mix gehöre hier zu den Kernaufgaben. Bremsen, die dem Ausbau der Erneuerbaren Energien im Wege stünden, müssten jetzt gelöst werden, fordert die BEE-Präsidentin Simone Peter in ihrem Statement vom 24.03.2020 zum Hilfspaket der Bundesregierung. weiterlesen…

Klimafreundliche Stahlproduktion

Wasserstoff statt Kohle: Wie wird Stahl grün?
– mit freundlicher Genehmigung – von Henning Bartels –

In der Stahl- und Eisenproduktion könnten grüner Wasserstoff und elektrifizierte Prozesse die klassischen Kohlehochöfen überflüssig machen – und eine klima­neutrale Stahlproduktion ermöglichen. Gut 20 Prozent des Treibhausgasausstoßes in Deutschland gehen auf Kosten der Industrie – das sind immerhin knapp 200 Millionen Tonnen CO2-Äqui­va­lente pro Jahr. Größter einzelner Verursacher in diesem Sektor ist die energieintensive Stahl- und Eisenbranche. Denn die traditionelle Stahlproduktion setzt auf Hochöfen, die mit Kohle betrieben werden und erhebliche Mengen CO2 verursachen (am 16.03.2020 im BDEW-Magazin Wasserstoff statt Kohle: Wie wird Stahl grün?). weiterlesen…

„Auf absehbare Zeit keine wirtschaftlichen Anreize“

Wasserstoff-Stahl: ArcelorMittal und HAW Hamburg legten bereits 2017 Studie vor

Als innovatives Stahlwerk ist ArcelorMittal Hamburg ständig auf der Suche nach alternativen, klima- und umweltverträglichen Stahl-Herstellungsprozessen und hat bereits 2017 eine die Direkt-Reduktion von Eisenerz mit Hilfe von Wasserstoff bewertende Studie veröffentlicht. Deren lakonisches Fazit: „Eine Abschätzung von Umwandlungskosten macht deutlich, dass es unter marktwirtschaftlichen Gesichtspunkten auf absehbare Zeit keine wirtschaftlichen Anreize geben wird, in einen solchen Prozess zu investieren.“ weiterlesen…