„Fernsteuerung der Regierung durch Dieselkonzerne“

Schwere Vorwürfe der DUH

„Wie Diesel-Minister Andreas Scheuer die Hardware-Nachrüstung hintertreibt und die Luft durch neue schmutzige Diesel-Pkw vergiften möchte“, überschrieb die Deutsche Umwelthilfe (DUH) eine Einladung zu einer Pressekonferenz. Die „Fernsteuerung von Bundeskanzlerin Angela Merkel durch die Dieselkonzerne“ gehe unverändert weiter. Die DUH sei im Besitz des internen BMVI-Konzepts und nimmt es öffentlich auseinander. Peinlich für Bundesverkehrsminister Scheuer sei vor allem, dass „in Ermangelung ausreichenden Sachverstandes seines Hauses inhaltliche Fehler der Ghostwriter aus den Konzernzentralen ungeprüft übernommen“ worden seien. weiterlesen…

IPCC-Sonderbericht kommt

Thema: Erderwärmung auf 1,5 Grad begrenzen

Beim UN-Klimagipfel 2015 in Paris formulierten die Staaten das Ziel, die Erderwärmung auf deutlich unter zwei Grad Celsius und möglichst unter 1,5 Grad Celsius zu beschränken. Sie luden den Weltklimarat ein, zur angestrebten 1,5-Grad-Grenze einen Sonderbericht zu verfassen. Am 08.10.2018 wird dieser Sonderbericht des IPCC veröffentlicht – er fasst auf mehr als 200 Seiten den Forschungsstand zu politisch wie wissenschaftlich komplexen Fragen rund um die 1,5-Grad-Grenze zusammen. Im Rahmen eines Pressegesprächs am 26.09.2018 in Berlin informierten Fachleute über Entstehungsbedingungen und Bedeutung des Sonderberichts. weiterlesen…

Neuartiger Lithium-CO2-Akku nutzt Industrieabgase

Anpassung der Entladereaktion in Li-CO2-Batterien durch Einbeziehung der CO2-Abscheidung

Eine von MIT-Forschern entwickelte (in Joule und SciTechDaily veröffentlichte) neuartige Batterie kann zum Teil mit aus Kraftwerke oder anderen Industrieprozessen abgeschiedenem Kohlendioxid hergestellt werden. Anstatt zu versuchen, Kohlendioxid mit Hilfe von Metallkatalysatoren in Spezialchemikalien umzuwandeln, was derzeit eine große Herausforderung darstellt, könnte diese Batterie CO2 beim Entladen kontinuierlich in ein festes mineralisches Carbonat umwandeln. weiterlesen…

Verbände kritisieren Seehofers einseitig besetzten Wohngipfel

Ohne Klimaschutz in Gebäuden kein dauerhaft bezahlbarer Wohnraum

Anlässlich des Wohngipfels von Bauminister Horst Seehofer am 21.09.2018 kritisieren die Deutsche Umwelthilfe (DUH), die Deutsche Unternehmensinitiative Energieeffizienz (DENEFF), der Bundesverband energieeffiziente Gebäudehülle (BuVEG), der Bundesverband Wärmepumpe (BWP) und der Verband für Wärmelieferung (VfW), dass keine angemessene Diskussion von Klimaschutz- und Energieeffizienzmaßnahmen stattfinde. Die einseitige Besetzung der Gipfelteilnehmer spreche dafür, dass die Energieeffizienz in der aktuellen Diskussion um die Wohnungsbaupolitik im Ministerium nur geringen Stellenwert habe. weiterlesen…

Hohe Risiken bei der Finanzierung von Braunkohle-Folgeschäden

Studie mahnt, Gelder für Tagebauschäden schleunigst zu sichern

Das Risiko, dass die Steuerzahler für Schäden aufkommen müssen, die infolge von Braunkohle-Tagebauen entstehen, ist gestiegen. Grund dafür sind die jüngsten Konzernumstrukturierungen bei RWE, Leag und Mibrag. Bisher haben Bundes- und Landesregierungen versäumt, die Rekultivierung und Ewigkeitsschäden der Tagebaue finanziell abzusichern. Dies zeigt eine neue Studie des Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft (FÖS) im Auftrag des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und der Klima-Allianz Deutschland. weiterlesen…

Nutzung und Speicherung von CO2 fortentwickeln

Optionen des Klimaschutzes

Deutschland wird sein Klimaschutzziel für 2020 verfehlen. Die Nutzung und Speicherung von Kohlendioxid (CCU, CCS) aus Industrieprozessen könnte eine Lücke im Klimaschutz schließen. Das Ob und Wie dieser Technologien muss jetzt, so eine Medienmitteilung von acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften vom 25.09.2018, öffentlich diskutiert werden, damit notwendige Infrastrukturen geplant, genehmigt und errichtet werden können. Nur dann wären sie ab 2030 als wirksame Klimaschutzmaßnahmen einsatzfähig. Die entsprechende acatech-Position haben Experten aus der Wissenschaft, aus Gewerkschaften und Umweltverbänden, aus Ämtern, Behörden und der Industrie gemeinsam erarbeitet. weiterlesen…

Altmaier lässt CCS-Speicher, E-Mobilitäts-Oberleitungen und LNG-Infrastruktur prüfen

Gutachten im Vergabeprozess

Wie die Portale energate und SPIEGEL-Online meldeten, will das BMWi unter anderem untersuchen lassen, ob Deutschland eine eigene CCS-Infrastruktur aufbauen soll. Der Prüfauftrag sei Teil eines sich derzeit im Auftrags-Vergabeprozess befindenden externen Gutachtens über die langfristigen Anforderungen an Infrastrukturen im Rahmen der Energiewende. Die Ergebnisse der Untersuchung sollen innerhalb von zwei Jahren vorliegen. weiterlesen…

Glatt gelogen

Guter Wille und Uninformiertheit vieler Klimafreunde wird zum Ausbau der Monstertrassen missbraucht

„Bund und Länder wollen den Ausbau der Stromnetze zügig voranbringen“, berichtete der Deutschlandfunk am 21.09.2018. „Zur Zeit erleben wir in der Öffentlichkeit eine Großoffensive zur Sicherung der Braunkohle-Verstromung“ – so der Einleitungstext zu einer Stellungnahme des SfV in Sachen Kohleausstieg: „RWE, im festen Bündnis mit der Bundesregierung, dem Deutschen Industrie und Handelstag und dem Bündnis der energieintensiven Industrien schickt sich an, die benötigten weiteren Braunkohlegruben zu sichern (Hambacher Wald) und sich die Fernübertragungsleitungen zum zukünftigen Verkauf des Braunkohlestroms von Staats wegen bauen zu lassen“. Zur angeblichen Notwendigkeit der Fernübertragungsleitungen ein Erklärvideo des DIHK. weiterlesen…

„Wir sind zum Erfolg verdammt“

Tagesspiegel-Standpunkt von Dirk Uwe Sauer, RWTH-Professor und ESYS-Sprecher

Die Energiewende steht vor einem wichtigen Streckenabschnitt. Obwohl Sand im Getriebe des Energiewende-Motorsist, muss sie nicht nur die Sektorkopplung schaffen, also Strom, Wärme und Verkehr verknüpfen, sondern auch internationaler werden. Sonst seien die Klimaziele nicht zu erreichen, schreibt der Sprecher des Forschungsprojekts „Energiesysteme der Zukunft“, Dirk Uwe Sauer im Berliner Tagesspiegel-BACKGROUND. Weil bei der Energiewende alles mit allem zusammenhänge, sei sie eine „unglaubliche intellektuelle Herausforderung“. Ein CO2-Preis allerdings würde vieles einfacher machen. weiterlesen…

Greenpeace: RWE dürfte gar nicht roden

Rechtsgutachten: Energiekonzern lügt und untergräbt Suche der Kohlekommission nach breitem Kompromiss

Der Energiekonzern RWE verstößt laut Greenpeace gegen geltendes Recht, wenn er ab Oktober den Hambacher Forst roden lässt. Zu diesem Ergebnis gelangt die Rechtsanwältin Cornelia Ziehm in einem im Rahmen einer Pressekonferenz am 24.09.2018 in Berlin veröffentlichten Gutachten im Auftrag von Greenpeace. weiterlesen…