Energiewirtschaft mit großen Minderungen

Finale Treibhausgasbilanz 2019: Emissionen sinken um 35 Prozent gegenüber 1990

2019 wurden in Deutschland insgesamt 809,8 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente ausgestoßen. Das sind rund 46 Millionen Tonnen bzw. 5,4 Prozent weniger als 2018 und 35,1 Prozent weniger im Vergleich mit 1990. Dies zeigen die Ergebnisse der Berechnungen, die das Umweltbundesamt (UBA) an die Europäische Kommission übermittelt hat. weiterlesen…

Bidens Klima-Kehrtwende

„Der Planet schreit nach Hilfe zum Überleben“

US-Präsident Biden hat am 28.01.2021 eine radikale Neuausrichtung der amerikanischen Klimapolitik verkündet, berichten nahezu sämtliche Medien. Der Klimawandel kümmere sich nicht um Parteipolitik, sagte er. Die US-Bürger bekämen die Auswirkungen des Klimawandels – Wirbelstürme, monatelange Waldbrände und Überschwemmungen – immer häufiger und deutlicher zu spüren. Biden hat bereits Erste-Hilfe-Maßnahmen in der Klimapolitik in Form von Verordnungen auf den Weg gebracht. So unterzeichnete Biden den Wiedereintritt der USA ins Pariser Klimaabkommen COP21 und blockierte den Bau der umstrittenen Ölpipeline Keystone XL. Nun muss er im Kongress um Mehrheiten kämpfen, um seine weiteren Pläne durchzubringen. (Foto: Unser Planet braucht HIlfe – © Gert Altmann auf Pixabay) weiterlesen…

EuGH verurteilt EIB wg. verweigerter Umweltprüfung

Europäische Investitionsbank unterliegt in bahnbrechendem Fall zu „grüner“ Überprüfung

In einem bahnbrechenden Urteil hat der Gerichtshof der Europäischen Union (EuGH) entschieden, dass die Europäische Investitionsbank (EIB) die Umweltprüfung ihrer Finanzierungsentscheidungen rechtswidrig umgangen hat, so Kira Taylor am 27.01.2021 auf Euractiv. Das Urteil des EuGH vom 27.01.2021 folge auf eine Klage von ClientEarth gegen die EU-Bank, nachdem diese den Antrag der NGO auf eine interne Überprüfung eines 60-Millionen-Euro-Kredits abgelehnt habe. weiterlesen…

Das „Eis-Ungleichgewicht“ der Erde

Globaler Eisverlust steigt mit Rekordrate: 28 Billionen Tonnen Eis seit 1994 verloren

Satellitenbeobachtungen sind die beste Methode, um den Eisverlust zu verfolgen, denn die Kryosphäre ist riesig und weit entfernt. Unter Verwendung dieser und einiger numerischer Modelle zeigen die Autoren einer am 25.01.2021 in The Cryosphere publizierten Untersuchung der Universität Leeds, dass die Erde seit 1994 28 Billionen Tonnen (Tt) Eis verloren hat – vom arktischen Meereis (7,6 Tt), von Schelfeis (6,5 Tt), von Gebirgsgletschern (6,1 Tt), vom grönländischen (3,8 Tt) und antarktischen Eisschild (2,5 Tt) sowie vom antarktischen Meereis (0,9 Tt). (Foto: Perito Moreno am Lago Argentino – © Franziska Vogt für Solarify) weiterlesen…

„Ein systemisches Risiko“

Allianz Re fordert gemeinsame Initiativen gegen den Klimawandel

Überschwemmung durch Taifun Ketsana in Hoi An, Vietnam - Foto © Gerhard Hofmann für SolarifyDie Coronakrise ist auch im Versicherungssektor das derzeit dominierende Thema. Die Pandemie sorgt für Milliardenschäden: Die Berechnungen großer Banken wie Barclays, Bank of America, Goldman Sachs oder Berenberg ergaben zuletzt Belastungen zwischen 30 und 107 Milliarden Dollar allein für die Sachversicherung, wie Christian Schnell im Handelsblatt vom 02.11.2020 schreibt. weiterlesen…

Kommissionsbericht: Bedrohung für Europas Natur

Am 30.10.2020 hat die Gemeinsame Forschungsstelle der Europäischen Kommission die 20. Ausgabe ihres Jahresberichts über Waldbrände in Europa, im Nahen Osten und in Nordafrika für das Jahr 2019 vorgelegt. In diesem in der jüngeren Geschichte weltweit verheerendsten Jahr in Bezug auf Waldbrände verbrannten mehr als 400 000 Hektar der europäischen Naturlandflächen und eine Rekordzahl an Naturschutzgebieten war von Wald- und Flächenbränden betroffen. weiterlesen…

Agrarpolitik der EU bis 2028 – Nullnummer fürs Klima?

Öko-Institut: 35 Milliarden Euro EU-Agrarsubventionen pro Jahr würden ohne deutliche Änderungen nichts zum Klimaschutz beitragen

Die bis 2028 gültige Gemeinsame EU-Agrarpolitik (GAP), die nach jetzigem Stand am 19. und 20. Oktober von den zuständigen Ministern verabschiedet werden soll, steht im Widerspruch zu den neuen EU-Klimazielen. Dies zeigt eine am 09.10.2020 vorgestellte und im Auftrag der Entwicklungs- und Umweltorganisation Germanwatch erstellte Studie des Öko-Instituts (Freiburg). weiterlesen…

Stickstoffdüngung heizt Klimawandel an

Nahrungsmittelproduktion setzt immer mehr zur Erderwärmung beitragendes Lachgas frei

Beim Klimaschutz wird ein wichtiger Aspekt bislang zu wenig berücksichtigt: Neben der Verbrennung fossiler Brennstoffe trägt auch die Landwirtschaft stark zur Emission von Treibhausgasen bei, unter anderem durch die Stickstoffdüngung. Durch sie erhöht sich die Konzentration von Lachgas in der Atmosphäre zunehmend und trägt damit zur Erderwärmung bei. Zu dem Schluss kommt ein internationales Team, an dem auch Sönke Zaehle, Direktor am Max-Planck-Institut für Biogeochemie in Jena (bgc-jena.mpg.de, beteiligt war. Dadurch dürfte es für die Weltgemeinschaft noch schwerer werden, die Ziele des internationalen Pariser Klimaabkommens zu erreichen. weiterlesen…

Schulze: „Das gemeinsame Verständnis wächst“

Weltweiter Biodiversitäts-Schutz ebenfalls Thema beim informellen Umweltrat

Hier stimmt die Biodiversität noch: Wasserfall im Regenwald Ecuadors 'El Manto de la Novia' - Foto © Gerhard Hofmann für SolarifyBei ihrem informellen Treffen am 30. September und 1. Oktober 2020 in Berlin haben die EU-Umweltminister unter anderem beraten, wie eine Anhebung des EU-Klimaziels für 2030 erfolgen kann. Im Mittelpunkt der Diskussion stand – laut BMU-Pressemitteilung vom 01.10.2020 – eine umfassende Folgenabschätzung der EU-Kommission zu den sozialen, wirtschaftlichen und ökologischen Auswirkungen eines höheren Klimaziels für 2030. weiterlesen…

Bedrohte Immobilien

Milliardenwerte in Küstenregionen in Gefahr

Nach IPCC-Schätzungen von 2013 steigt der Meeresspiegel bis Ende des 21. Jahrhunderts um 26 bis 55 Zentimeter an – aber nur, wenn der Ausstoß von Treibhausgasen deutlich reduziert wird, was bisher nicht der Fall ist. Im ungünstigsten Szenario rechnet der Weltklimarat IPCC mit einem Anstieg um 45 bis 82 Zentimeter. Schon zum Zeitpunkt der Veröffentlichung hielt es der IPCC aber für möglich, dass es auch deutlich mehr sein könnten. Neuere wissenschaftliche Untersuchungen hatten zuletzt in der Tat ergeben, dass auch noch extremere Varianten denkbar seien. weiterlesen…