Defossilisierung der Ammoniaksynthese

Untersuchung am Beispiel der Ammoniak-Produktion im Gebiet Antwerpen-Rotterdam-Rhein-Ruhr: Grenzübergreifende Infrastrukturen spielen Schlüsselrolle

Die Forschungsinstitute EnergyVille/VITO (BE), DECHEMA (D), DVGW (D) und TNO (NL) haben in einem gemeinsamen Projekt technologische Optionen für die Defossilisierung der Ammoniaksynthese in der Antwerpen-Rotterdam-Rhein-Ruhr-Region (ARRRA) und deren Auswirkungen auf die Infrastrukturanforderungen untersucht. Laut einer Medienmitteilung der DECHEMA vom 15.07.2020 wurden drei Standorte in einem Umkreis von 185 km betrachtet, und gemeinsam eine Produktionskapazität von knapp 2 Millionen Tonnen pro Jahr aufweisen. Die Ammoniaksynthese nimmt in der chemischen Prozessindustrie eine zentrale Rolle ein und ist aufgrund des aktuell als Rohstoff verwendeten Erdgases auch einer der energie- und emissionsintensivsten Prozesse. weiterlesen…

Altmaier-Rede zum Kohleausstieg: „Fossiles Zeitalter zu Ende“

„Generationenprojekt“ – „etwas historisch Einmaliges“

In einer Rede vor dem Deutschen Bundestag in Berlin am 03.07.2020 bezeichnete Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier den Kohleausstieg als „Generationenprojekt – das fossile Zeitalter in Deutschland geht mit dieser Entscheidung unwiderruflich zu Ende.“ Die Kohleverstromung werde „rechtssicher, wirtschaftlich vernünftig und sozial ausgewogen“ beendet. Mit den geplanten Hilfen für die Kohleländer in Höhe von 40 Milliarden Euro könnten neue Arbeitsplätze geschaffen werden, bevor die alten wegfallen. Solarify dokumentiert die Rede. weiterlesen…

Bundeskartellamt nimmt Ladeinfrastruktur unter die Lupe

„Sektoruntersuchung im Bereich öffentlich zugänglicher Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge“

Um den Wettbewerb beim Ausbau und bei der Nutzung der Ladeinfrastruktur für Elektroautos zu gewährleisten, untersucht das Bundeskartellamt die aktuelle Praxis. Im Amtsdeutsch am 09.07.2020: „Sektoruntersuchung im Bereich öffentlich zugänglicher Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge“. Die Wettbewerbshüter reagieren damit auf Beschwerden von Nutzern und Dienstleistern. Mehr Wettbewerb auf dem Markt für Ladelösungen für Elektroautos macht es auch Dienstleistern einfacher, ihre Lösungen anzubieten. weiterlesen…

KFZ-Steuer steigt mit CO2-Ausstoß

Ziel der Regierung: 7 bis 10 Mio. Elektrofahrzeuge bis 2030

Die Bundesregierung hat den Entwurf des Siebten Gesetzes zur Änderung des Kraftfahrzeugsteuergesetzes (19/20978) eingebracht. Damit werden Beschlüsse aus dem Klimaschutzprogramm 2030 umgesetzt. Um den Anforderungen des Pariser Klimaschutzabkommens COP21 gerecht zu werden, will die Regierung die CO2-Emissionen im Verkehrssektor um mindestens 40 bis 42 Prozent verringern. Dabei sollten soziale Belange berücksichtigt, die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie gewährleistet und bezahlbare Mobilität sichergestellt werden. weiterlesen…

Teslas Giga-Factory doch mit PV-Dach

Erster öffentlicher Entwurf für E-Auto-Fabrik in Grünheide bei Berlin

Elon Musk hat auf der Tesla-Webseite den ersten Designentwurf seiner Giga-Fabrik bei Berlin veröffentlicht – mit PV-Dach. Das zuständige Landesamt für Umwelt erteilte jetzt eine Genehmigung für vorzeitigen Maßnahmenbeginn, damit kann Tesla nach der Rodung der Bäume mit dem Rohbau beginnen. weiterlesen…

Methan mit alarmierendem Aufwärtstrend

Atmosphärische Konzentrationen des zweitschädlichsten Treibhausgases erreichen Rekordniveau

Methan (CH4) ist nach Kohlendioxid (CO2) das wichtigste Treibhausgas, das zum anthropogenen Klimawandel beiträgt. Methan ist für 23% der durch CO2, CH4 und N2O verursachten globalen Erwärmung verantwortlich. Seine Konzentration in der Atmosphäre liegt 150% über dem vorindustriellen Niveau. Weil Methan rascher aus der Atmosphäre verschwindet (atmosphärische Lebensdauer 9 ± 2 Jahre), wirkt es auf 20 Jahre berechnet 86mal, auf 100 Jahre gerechnet 28mal stärker als CO2 auf die Atmosphäre. Methan trägt auch zur troposphärischen Produktion von Ozon bei, das Gesundheit, Lebensmittelproduktion und Ökosysteme schädigt. Wissenschaftler des Global Carbon Project haben die Zahlen in Earth System Science Data und Environmental Research Letters publiziert (s.u.). weiterlesen…

CDU-Wirtschaftsflügel hält umfassende EEG-Reform für dringend notwendig – Bayern will Umlage für Eigenverbrauch abschaffen

Laut Joachim Pfeiffer sollen die Erneuerbaren mehr Systemverantwortung übernehmen und sich dem Wettbewerb stellen – Söder denkt über PV-Pflicht nach

Mit dem Corona-Konjunkturpaket hat die Regierung beschlossen, die EEG-Umlage für das kommende Jahr auf 6,5 Cent pro Kilowattstunde abzusenken und dies kurzfristig über Mittel aus dem Bundeshaushalt zu finanzieren. Die dafür erforderliche Änderung der Erneuerbaren Energien Verordnung (EEV) verteidigte der wirtschaftspolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Joachim Pfeiffer. Bayern will die EEG-Umlage für Eigenverbrauch praktisch abschaffen und denkt über eine PV-Pflicht nach – so am 15. und 13.07.2020 im Portal pv magazine. weiterlesen…

Windenergie und Naturschutz: Warum beide Seiten einander kaum trauen

…und wie das zu ändern ist

Windenergie gehört zwar zu den meistversprechenden Formen Erneuerbarer Energien. Jedes Jahr sind jedoch Windgeneratoren für den Tod Hunderttausender fliegender Tiere wie etwa Fledermäuse verantwortlich, die mit den Rotorblättern kollidieren. Um einen konstruktiven Weg aus diesem grün-grünen Dilemma zu finden, müssten Windstrom-Unternehmen, Umweltexperten und Naturschützer miteinander kooperieren. Der Mangel an Vertrauen zwischen ihnen kann jedoch eine effektive und kreative Zusammenarbeit behindern. Mitglieder des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung (Leibniz-IZW) zeigten nun, dass gemeinsame Werte allein nicht ausreichen, um Vertrauen zwischen diesen Gruppen zu bilden. Einen stärkeren Einfluss auf die Zusammenarbeit haben Überzeugungen und Emotionen.
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Empa sucht die nächste Superbatterie

Was kommt nach der Lithium-Ionen-Batterie?

Der Bedarf an Batteriespeichern für Erneuerbare Energien wird in Zukunft massiv steigen. Könnten wir neben den bekannten Lithium-Ionen-Batterien auch umweltfreundlichere Modelle bauen, um wertvolle Ressourcen zu sparen? fragt Rainer Klose von der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt Empa in Zürich laut einer Medienmitteilung vom 13.07.2020. weiterlesen…

BEE kritisiert verspätete EEG-Novelle und fordert Einführung von CO2-Zöllen

BEE übt scharfe Kritik an Verspätung der EEG-Novelle

Der Entwurf der großen EEG-Novelle verspätet sich laut Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) bis nach der Sommerpause. „Es kann nicht sein, dass zentrale Entscheidungen zur Zukunft der Energieversorgung ständig vertagt werden“, kritisiert Simone Peter, Präsidentin des Bundesverbandes Erneuerbare Energie e.V. (BEE) einer Medienmitteilung vom 13.07.2020 zufolge.Gleichzeitig fordert der Branchenverband Zölle auf CO2 verursachende Importe. weiterlesen…