Wind-Onshore weiter mit dramatischer Ausbauflaute

Tiefster Stand seit 20 Jahren

Der Ausbau der Windenergie ist im vergangenen Jahr fast zum Erliegen gekommen. Selbst in Niedersachsen, dem Windland Nummer eins, wurden lediglich 54 neue Anlagen in Betrieb genommen. 2019 gingen insgesamt nur 276 neue Windanlagen mit einer Gesamtleistung von lediglich 940 Megawatt ans Netz. Damit ist der Bau neuer Windgeneratoren an Land in Deutschland auf den tiefsten Stand seit mehr als 20 Jahren eingebrochen. Nach vorläufigen Zahlen wurden nur 276 neue Windenergieanlagen in Betrieb genommen – ein Rückgang von mehr als 60 Prozent Im Vergleich zum Vorjahr. Das geht aus einer Auswertung der Fachagentur Windenergie an Land hervor. Hauptgründe sind lange Genehmigungsverfahren, zu wenig ausgewiesene Flächen und viele Klagen. weiterlesen…

Dreimal billiger und viel gerechter

EU-Kohlenstoff-Grenzsteuer viel effizienter als französische Klima-Energieabgabe

Der Vorschlag der Europäischen Kommission für eine Kohlenstoff-Grenzsteuer hätte nur geringe Auswirkungen auf die französischen Haushalte, im Gegensatz zum eigenen Vorschlag des Landes, Energie zu besteuern, der die Entstehung der „Gelbwesten“-Bewegung auslöste. Ein Bericht vom 10.01.2020 von Aline Robert für EURACTIV France. weiterlesen…

Durchbruch bei ionenleitenden Kompositmembranen

Chinesische Wissenschaftler erreichen Leistungssteigerung von Flow-Batterien

Forscher unter der Leitung der Professoren Xianfeng Li und Huamin Zhang vom Institut für Chemische Physik (DICP) der Chinesischen Akademie der Wissenschaften in Dalian haben kürzlich eine ultradünne ionenleitende Membran mit hoher Selektivität und Leitfähigkeit entwickelt, die die Leistung von Flow-Batterien steigern kann. Die Studie wurde in Nature Communications veröffentlicht. weiterlesen…

Drohende Strom- und Klimaschutzlücke

20er-Jahre zur Dekade der Solarisierung machen

Deutschland droht schon in wenigen Jahren eine Stromlücke. Während Kern- und Kohlekraftwerke nach und nach vom Netz gehen, müssen fossile Energieträger in Mobilität und Wärme zunehmend durch strombasierte Alternativen ersetzt werden. Wie der Bundesverband Solarwirtschaft am 09.01.2020 mitteilt, appelliert gut ein Dutzend führender Bundes- und Dachverbände aus den Bereichen Mittelstand, Handwerk, Energie- und Immobilienwirtschaft sowie Verbraucher- und Umweltschutz in einem offenen Brief an die Mitglieder von Bundesregierung und Bundestag, noch in diesem Frühjahr „konkrete gesetzliche Schritte für einen beschleunigten Ausbau Erneuerbarer Energien einzuleiten“ und die Abschaffung des Photovoltaik-Förderdeckels – wie vom Bundeskabinett im Klimapaket versprochen – nunmehr „umgehend und ohne weiteren Zeitverzug gesetzlich umzusetzen.“ Die Absender des offenen Briefes (https://bsw.li/39SvBg6) vertreten die Interessen von mehreren 100.000 Unternehmen und mehr als 10 Millionen Bürgern. weiterlesen…

Die Energieparadoxe

Gerard Reids Blog „Energiespeicherung, Umwelt, Wärme, Erneuerbare Energien“

„Je länger ich in der Energiebranche tätig bin, desto mehr wird mir bewusst, wie kompliziert sie ist, wie abhängig sie von der Regulierung ist und wie eng sie mit der Politik verbunden ist. Es ist nicht nur die Tatsache, dass bestimmte Volkswirtschaften wie Russland oder Norwegen in hohem Maße von den Öl- und Gaseinnahmen abhängig sind, sondern auch die Entscheidungen und Ansätze, die verschiedene Länder treffen, die alle unterschiedlich sind. Dennoch werden sie von den folgenden Paradoxen beherrscht, und wenn wir sie nicht verstehen und uns nicht damit befassen, bleiben die Aussichten auf eine Bereinigung der globalen Energieversorgung begrenzt. weiterlesen…

Scheuer räumt Handlungsbedarf bei CO2-Reduzierung im Verkehr ein

Minister: „Mit Verzicht und Verbot kommen wir nicht weiter“

Nach Zahlen der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AGEB) wuchs der Mineralöl-Absatz 2019 weiter – sowohl für Autos, Lastwagen und Flugzeuge, als auch für Heizungen; letzteres trotz der vergleichsweise wärmeren Witterung. Der Verbrauch von Mineralöl habe 2019 insgesamt um 1,7 Prozent höher als im Vorjahr gelegen, si die AGEB. Der Absatz von Diesel- und Ottokraftstoff sowie Flugbenzin habe einen leichten Anstieg verzeichnet. Entsprechend räumte Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) auch „erheblichen Nachholbedarf“ bei der geplanten Reduzierung des CO2-Ausstoßes im Verkehrsbereich ein. „Dass der Verkehrssektor einen wesentlichen Beitrag zur Senkung der CO2-Emissionen leisten muss, ist unbestritten“, sagte Scheuer dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). weiterlesen…

Verpasst, verschoben oder vergessen – Deutschlands desaströse Umweltbilanz

Von Artenvielfalt bis Klimaschutz: 2020 sollen in der EU und in Deutschland viele Umweltziele erreicht werden. Aber die Aussichten sind düster.

„Es ist nicht immer alles schlecht“, schrieb Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) kurz vor Jahresende 2019 auf Twitter. Und präsentierte „Erfolge in der Umweltpolitik“, darunter das Klimaschutzgesetz, das Verbot von Plastiktüten, den CO2-Preis, den Wildnisfonds oder das Aktionsprogramm Insektenschutz. Ihr Fazit: „In den vergangenen zwölf Monaten haben wir in der Umweltpolitik viel erreicht.“ Der Blick nach vorn ist deutlich trüber. Ein Ausblick von Bernhard Pötter in der taz berlin vom 01.01.2020. weiterlesen…

Wasserstoff fünf Mal schneller tanken

Helmholtz-Forscher entwickeln neues Konzept

Wasserstoff ist zwar ein sauberer Fahrzeug-Treibstoff, das Speichern des Gases gestaltet sich aber noch schwierig. Materialforscher des Helmholtz-Zentrums Geesthacht (HZG), entwickelten jetzt Wasserstoff-Tanks auf Leichtmetall-Basis. Im Fachmagazin Nature Scientific Reports veröffentlichen sie jetzt ein neues Konzept, mit dem diese erstmals bei unter 180 Grad Arbeitstemperatur fünf Mal schneller beladen werden könnten. weiterlesen…

Wird Ökostrom bald knapp?

EWI-Analyse: Deutschland verfehlt voraussichtlich das 65-Prozent-EE-Ziel

2019 sanken deutsche Treibhausgasemissionen zwar noch auf ein Rekordtief. Aber Forscher warnen: Künftig könnte ein Mangel an Ökostrom die Energiewende ausbremsen. Erneuerbare Energien sollen 2030 laut Klimaschutzprogramm 65 Prozent des nationalen Bruttostromverbrauchs decken. Eine am 06.01.2020 publizierte Analyse des Energiewirtschaftlichen Instituts (EWI) der Universität Köln zweifelt daran. Ein Team des EWI hat nämlich berechnet, dass Deutschland dieses Ziel verpassen könnte, wenn der Bruttostromverbrauch bis 2030 auf 748 TWh steigen wird. Gleichzeitig würde die Stromerzeugung aus Erneuerbaren auf 345 TWh ansteigen. Der Anteil Erneuerbarer Energien würde dann aber bei nur 46 Prozent statt der anvisierten 65 Prozent liegen. weiterlesen…

Bus auf Bestellung

EcoBus direkt vor die Tür

Auf dem Land kommt man ohne das eigene Auto meist kaum vom Fleck. Denn entweder gibt es gar keinen Nahverkehr, oder Linienbusse fahren nur selten. Ein Team um den Physiker Stephan Herminghaus, Direktor am Göttinger Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation (MPDS), hat deshalb mit dem EcoBus ein System entwickelt, bei dem Kunden einen Bus direkt vor ihre Tür bestellen können – so eine Medienmitteilung des MPDS. Das Besondere: Anders als viele Rufsysteme soll der EcoBus dem Nahverkehr keine Kunden abgraben, sondern das bestehende Liniennetz ergänzen. (Foto: Stephan Herminghaus und die Idee des Ridesharings: Menschen teilen sich nicht ein Auto wie beim Carsharing, sondern eine Fahrt – © MPDS) weiterlesen…