EU-Parlament für „CO2-armen“ Wasserstoff

Trotz Grünen-Widerstands

Ein Bericht zur EU-Wasserstoffstrategie ist am 19.05.2021 vom Europäischen Parlament gebilligt worden. Darin wird „CO2-armer Wasserstoff“, der unter Nutzung von Erdgas hergestellt wird, als „Brückentechnologie“ befürwortet, schrieb Nikolaus J. Kurmayer auf euractiv.com. Die im Juli vergangenen Jahres vorgestellte EU-Wasserstoffstrategie will eigentlich Wasserstoff fördern, der vollständig auf Erneuerbarem Strom (etwa Wind- oder Solarenergie) basiert. In der Strategie wird aber auch sogenannter „CO2-armer Wasserstoff“ (auch „blauer Wasserstoff“ – siehe: solarify.eu/wasserstoff-farbenlehre) als Zwischenlösung angegeben, um die Produktion kurzfristig zu erhöhen. Der Industrieverband BDI sprach sich unterdessen gegen eine Fixierung auf grünen Wasserstoff aus, so die Frankfurter Rundschau. weiterlesen…

IEA fordert radikales Divestment

Sofortiger Investitions-Stopp in Kohle, Erdöl und Erdgas

Der Weg zum kritischen und ehrgeizigen Ziel von Netto-Null-Emissionen bis 2050 sei schmal, er bringe aber enorme Vorteile, so ein Sonderbericht der Internationalen Energieagentur (IEA) unter dem Titel „Net Zero by 2050: a Roadmap for the Global Energy Sector“ vom 18.05.2021. Nur mit einem radikalen Kurswechsel ließen sich die klimaschädlichen Emissionen bis 2050 auf netto null bringen. (Titel: IEA-Report „Net Zero by 2050“ – © iea.org) weiterlesen…

CO2 als Grundstoff für Chemikalien

Mikrobiell-elektrochemische Synthese – zuerst Formiat aus CO2 – dann Methan oder Propanol

Forschende der TH Mittelhessen suchen einer Medienmitteilung vom 19.05.2021 folgend Antworten auf eine Frage, die momentan viele bewegt: Wie kann man Grundstoffe für die Chemische Industrie aus CO2 und elektrischer Energie effizient herstellen? Sie arbeiten im Forschungsprojekt „Gasdiffusionselektroden für gekoppelte mikrobiell-elektrochemische Synthesen aus CO2 (Games)“. weiterlesen…

IRENA legt Grundstein für grünen Wasserstoffhandel

Collaborative Framework on Green Hydrogen eröffnet

Grüner Wasserstoff kann zum weltweiten Wirtschaftsgut avancieren, könnte global gehandelt werden, wie heute Gas, Öl und Kohle und dadurch die Energiesicherheit und den internationalen Handel auf kostengünstige Weise stärken. Allerdings wird Wasserstoff heute noch nicht in nennenswertem Umfang grenzüberschreitend gehandelt und es gibt kaum Infrastruktur. Grund genug für die IRENA-Mitglieder, sich auf die Herausforderungen bei der Entwicklung der Infrastruktur, Technologie und Zertifizierung zu konzentrieren, die für die Gestaltung einer globalen grünen Wirtschaft erforderlich sind – so eine IRENA-Medienmitteilung vom 19.05.2021. weiterlesen…

Standardisierung des PV-Recyclings

Projekt „ReSi-Norm“

Bis 2030 rechnet die International Renewable Energy Agency IRENA mit 2.840 Gigawatt an installierter Kapazität für Solarenergie. Einer Untersuchung des Fraunhofer ISE zufolge sind in Deutschland (Ende 2020) circa 54 GW bereits installiert – das entspricht zwei Millionen Anlagen. Auch wenn ihre Lebenszeit recht lang ist und sie bis zu 30 Jahre in Betrieb bleiben, müssen sie irgendwann entsorgt und im besten Fall recycelt werden. Dafür wird laut einer Medienmitteilung vom 19.05.2021 unter Federführung der Fraunhofer-Einrichtung für Wertstoffkreisläufe und Ressourcenstrategie IWKS ein ganzheitlicher Ansatz für das Solarmodulrecycling realisiert, der alle Faktoren zur Normung entlang des gesamten Wertstoffkreislaufs abdeckt. weiterlesen…

Vermehrter Zubau großer PV-Dachanlagen in Ost-West-Richtung mit kleinen Neigungswinkeln

Auswertung von 2000 bis heute

In einer jüngst verfassten Kurzstudie erstellten Wissenschaftler der Abteilung Energiesystemanalyse am Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE einer Medienmitteilung vom 19.05.2021 zufolge eine Auswertung des Marktstammdatenregisters (MaStR) und der EEG-Anlagenstammdaten für die Photovoltaik (PV). Wichtige Erkenntnisse der Analysen waren, dass mit 38 Prozent der neuinstallierten Leistung der Leistungszubau in Deutschland zunehmend im Segment „Aufdachanlagen größer 100 kW“ stattfindet, 22 Prozent der neu gebauten PV-Anlagen in West, Ost oder Ost-West-Richtung errichtet werden und 19 Prozent Neigungswinkel von kleiner als 20 Grad haben (Tabelle: Relative Anteile der verschiedenen Ausrichtungen. Quelle: Eigene Berechnung des ISE auf Basis MaStR-Daten registriert ab 31.01.2019 – © Fraunhofer ISE). weiterlesen…

Regierung definiert Grünen Wasserstoff

Schnellen Markthochlauf unterstützen

H2 grün - SymbolAls grüner Wasserstoff gilt nach einer Definition der Bundesregierung nur der, der innerhalb der ersten 5.500 Vollbenutzungsstunden eines Kalenderjahres in einer Einrichtung zur Herstellung von grünem Wasserstoff elektrochemisch hergestellt wird und bestimmte Anforderungen an den Strombezug einhält. Die Bundesregierung hat eine Verordnung zur Umsetzung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG, 19/29793) vorgelegt, mit der sie Details zu Wasserstoff, Gülleanlagen und Agro-PV-Anlagen regeln will. Konkret geht es darin dem parlamentseigenen Pressedienst heute im bundestag zufolge um eine Definition von grünem Wasserstoff und Folgen für die EEG-Umlagenbefreiung. weiterlesen…

F ü r   Bahn-Modernisierung – g e g e n   Kurzstreckenflüge

DUH will regionale Bahninfrastruktur klimafreundlich modernisieren

In der aktuellen Diskussion über Kurzstreckenflüge forderte die Deutsche Umwelthilfe (DUH) am 17.05.2021 ein Verbot innerdeutscher Flugverbindungen – immer dann, wenn das gleiche Reiseziel innerhalb von vier Stunden oder weniger mit dem Zug erreicht werden kann. Ein Beispiel hierfür sei die (erst kürzlich ausgebaute) Schnell-Strecke München – Berlin. Allianz pro Schiene-Geschäftsführer Dirk Flege hat sich für eine neue bahnpolitische Grundausrichtung ausgesprochen. weiterlesen…

Vibrieren statt rammen

RWE-Forschungsprojekt prüft neue Installationsmethode für Offshore-Fundamente

„VISSKA“ – hinter dieser Abkürzung verbirgt sich ein Forschungsprojekt, mit dem weitreichende Untersuchungen zur Vibrationsrammung in Bezug auf die Installation, die Schallemissionen und die Auswirkungen auf Schweinswale im Offshore-Windpark Kaskasi II vorgenommen werden sollen. Nach einer Medienmitteilung haben RWE Renewables, die itap GmbH, die BioConsult SH GmbH & Co. KG sowie die Universität Stuttgart (Institut für Geotechnik) und die Technische Universität Berlin (Fachgebiet Grundbau und Bodenmechanik) eine entsprechende Kooperationsvereinbarung unterzeichnet (Foto: RWE-Offshore-Windpark Kaskasi – © group.rwe). weiterlesen…

IEA steigert EE-Zubau-Prognose

Birol fordert „größere Investitionen in Solar- und Windenergie“

Die Erneuerbare Energien waren die einzigen Energieträger, bei denen die Nachfrage 2020 trotz der Pandemie stieg, während sie bei allen anderen zurückging. Das stellt der Renewable Energy Market Update 2021 der Internationalen Energie-Agentur (IEA) fest. Für dieses Jahr erwartet die IEA einen globalen Zubau von 270 Gigawatt, für 2022 knapp 280 GW. Im vergangenen November rechnete die Agentur noch mit einem Viertel weniger Zubau. weiterlesen…