Die Zukunft der Energieversorgung in einem Studiengang

Interdisziplinäre Vorbereitung

Dekarbonisierung, Digitalisierung, Dezentralisierung, Demographie (4D) – unter diesen Schwerpunkten diskutieren Industrie und Forschung den Klimawandel und seine Folgeerscheinungen. Die Hochschule München (mit 18.000 Studierenden eine der größten Hochschulen für angewandte Wissenschaften Deutschlands) vereint die Lehre zu den vier Megatrends im neuen berufsbegleitenden Masterstudiengang „4D – Moderne Energiesysteme und Mobilität“ – so eine Medienmitteilung vom 19.05.2021. weiterlesen…

Mehr sicherer Strom aus der Sonne

Elektrische Verschaltung von bifazialen Solarzellen verbessern

An einem „Elektrik-Trick der ganz besonderen Art“ (so eine Medienmitteilung der Westfälischen Hochschule vom 21.05.2021) arbeiten Elektrotechnik-Forschende gemeinsam mit mehreren Praxispartnern aus Deutschland und Europa. Es geht um eine verbesserte elektrische Verschaltung von bifazialen (zweiseitigen) PV-Zellen, woraus der englischsprachige Projektname „AMBiPV“ für „Adapted Modules for Bifacial Photovoltaics“ entstand. (Foto: Projekt „AMBiPV“ – © WH-21-52-EtG/BL) weiterlesen…

Schulze: Deutschland wird Vorreiter bei Erneuerbaren Energien im Verkehr

Bundestag beschließt neue Vorgaben für Förderung klimafreundlicher Kraftstoffe – ab 2023 Aus für Palmöl

Bis 2030 wird die Treibhausgas-Minderungsquote für Kraftstoffe von heute sechs auf 25 Prozent ansteigen. So sieht es eine Gesetzesänderung vor, die laut einer BMU-Medienmitteilung am 21.05.2021 vom Bundestag verabschiedet wurde. Demnach müssen Mineralölunternehmen künftig deutlich mehr Erneuerbare Energien einsetzen, um die CO2-Emissionen ihrer Treibstoffe zu senken. Mit dem Beschluss verbannt Deutschland zudem ab 2023 Biokraftstoffe auf Basis von Palmöl aus den Tanks. Neben starken Anreizen für den Einsatz grünen Wasserstoffs und die Förderung von Ladesäulen sollen künftig vor allem fortschrittliche aus Abfall- und Reststoffen gewonnene Biokraftstoffe gefördert werden. weiterlesen…

PV-Anlagen amortisieren sich energetisch nach gut 2 Jahren

UBA hat Ökobilanzen neu berechnen lassen

Windenergie und Photovoltaik sind die tragenden Säulen eines auf Erneuerbaren Energien basierenden Stromsystems. Je länger beispielsweise eine PV-Anlage betrieben wird, umso größer ist ihr Nutzen für die Umwelt. Das Umweltbundesamt (UBA) hat deren Energie- und Materialbilanzen sowie weitere Wirkungsindikatoren über den gesamten Lebenszyklus betrachtet und aktualisiert. Das UBA hat bei den neuen Berechnungen der Ökobilanzen die technologischen Weiterentwicklungen der Komponenten berücksichtigt. Auch das Recycling hat positive Auswirkungen auf die Ökobilanz, schreibt Sandra Enkhardt am 21.05.2021 auf pv magazine über die Aktualisierung. (Bild: Aktualisierung von Wind- und PV-Öko-Bilanzen – Titel © umweltbundesamt.de). weiterlesen…

Oman will Grünwasserstoff-Weltmarktführer werden

Sultanat strebt auch Spitzenplatz für grünes Ammoniak an

Oman will auf dem grünen Wasserstoff-Markt an die Spitze. Mit 25 Gigawatt Sonnen- und Windenergie sollen Millionen Tonnen grünen Wasserstoffs produziert werden, so eine Pressemitteilung vom 18.05.2021. Oman liege strategisch günstig zwischen Europa und Asien, eigne sich gut als Standort für das Projekt, und verfüge sowohl über viel Sonneneinstrahlung als auch Wind vom Arabischen Meer. Das Sultanat, bisher Erdöl fördernder Staat, will seine Ressourcen diversifizieren. Der kohlenstofffreie Wasserstoff könne vor Ort verwendet oder sowohl direkt als auch in Form von Ammoniak exportiert werden (Foto: Wahiba Sands, Wüste in Oman – © Andries Oudshoorn, CC BY-SA 2.0, commons.wikimedia.org) weiterlesen…

EU-Parlament für „CO2-armen“ Wasserstoff

Trotz Grünen-Widerstands

Ein Bericht zur EU-Wasserstoffstrategie ist am 19.05.2021 vom Europäischen Parlament gebilligt worden. Darin wird „CO2-armer Wasserstoff“, der unter Nutzung von Erdgas hergestellt wird, als „Brückentechnologie“ befürwortet, schrieb Nikolaus J. Kurmayer auf euractiv.com. Die im Juli vergangenen Jahres vorgestellte EU-Wasserstoffstrategie will eigentlich Wasserstoff fördern, der vollständig auf Erneuerbarem Strom (etwa Wind- oder Solarenergie) basiert. In der Strategie wird aber auch sogenannter „CO2-armer Wasserstoff“ (auch „blauer Wasserstoff“ – siehe: solarify.eu/wasserstoff-farbenlehre) als Zwischenlösung angegeben, um die Produktion kurzfristig zu erhöhen. Der Industrieverband BDI sprach sich unterdessen gegen eine Fixierung auf grünen Wasserstoff aus, so die Frankfurter Rundschau. weiterlesen…

IEA fordert radikales Divestment

Sofortiger Investitions-Stopp in Kohle, Erdöl und Erdgas

Der Weg zum kritischen und ehrgeizigen Ziel von Netto-Null-Emissionen bis 2050 sei schmal, er bringe aber enorme Vorteile, so ein Sonderbericht der Internationalen Energieagentur (IEA) unter dem Titel „Net Zero by 2050: a Roadmap for the Global Energy Sector“ vom 18.05.2021. Nur mit einem radikalen Kurswechsel ließen sich die klimaschädlichen Emissionen bis 2050 auf netto null bringen. (Titel: IEA-Report „Net Zero by 2050“ – © iea.org) weiterlesen…

CO2 als Grundstoff für Chemikalien

Mikrobiell-elektrochemische Synthese – zuerst Formiat aus CO2 – dann Methan oder Propanol

Forschende der TH Mittelhessen suchen einer Medienmitteilung vom 19.05.2021 folgend Antworten auf eine Frage, die momentan viele bewegt: Wie kann man Grundstoffe für die Chemische Industrie aus CO2 und elektrischer Energie effizient herstellen? Sie arbeiten im Forschungsprojekt „Gasdiffusionselektroden für gekoppelte mikrobiell-elektrochemische Synthesen aus CO2 (Games)“. weiterlesen…

IRENA legt Grundstein für grünen Wasserstoffhandel

Collaborative Framework on Green Hydrogen eröffnet

Grüner Wasserstoff kann zum weltweiten Wirtschaftsgut avancieren, könnte global gehandelt werden, wie heute Gas, Öl und Kohle und dadurch die Energiesicherheit und den internationalen Handel auf kostengünstige Weise stärken. Allerdings wird Wasserstoff heute noch nicht in nennenswertem Umfang grenzüberschreitend gehandelt und es gibt kaum Infrastruktur. Grund genug für die IRENA-Mitglieder, sich auf die Herausforderungen bei der Entwicklung der Infrastruktur, Technologie und Zertifizierung zu konzentrieren, die für die Gestaltung einer globalen grünen Wirtschaft erforderlich sind – so eine IRENA-Medienmitteilung vom 19.05.2021. weiterlesen…

Standardisierung des PV-Recyclings

Projekt „ReSi-Norm“

Bis 2030 rechnet die International Renewable Energy Agency IRENA mit 2.840 Gigawatt an installierter Kapazität für Solarenergie. Einer Untersuchung des Fraunhofer ISE zufolge sind in Deutschland (Ende 2020) circa 54 GW bereits installiert – das entspricht zwei Millionen Anlagen. Auch wenn ihre Lebenszeit recht lang ist und sie bis zu 30 Jahre in Betrieb bleiben, müssen sie irgendwann entsorgt und im besten Fall recycelt werden. Dafür wird laut einer Medienmitteilung vom 19.05.2021 unter Federführung der Fraunhofer-Einrichtung für Wertstoffkreisläufe und Ressourcenstrategie IWKS ein ganzheitlicher Ansatz für das Solarmodulrecycling realisiert, der alle Faktoren zur Normung entlang des gesamten Wertstoffkreislaufs abdeckt. weiterlesen…