Bericht: Preise für CO2-Zertifikate steigen drastisch

Der Wechsel von Kohle zu anderen Energieträgern könnte beschleunigt werden

Die Preise für europäische CO2-Emissionszertifikate könnten sich für die Jahre 2019-2023 bei durchschnittlich 35 bis 40 Euro pro Tonne einpendeln, heißt es in einem neuen Report von Carbon Tracker. Dadurch könnte der Wechsel von Kohle auf Erdgas und andere Energieformen beschleunigt werden, wie Claire Stam am 21.08.2018 in EURACTIV.com schrieb. Aus dem Englischen von Tim Steins. weiterlesen…

Blackbox Netzentgelte: Überhöhte Tarife

Tarife der Netzbetreiber vermutlich oft zu hoch – Überprüfung unmöglich

Die Stromverbraucher in Deutschland müssen für Bau und Betrieb der Stromnetze wohl mehrere hundert Millionen Euro im Jahr mehr zahlen als gesetzlich nötig. Dafür mehren sich die Indizien. Diese lassen sich jedoch nicht erhärten, weil weder die Netzbetreiber noch die Regulierungsbehörden die entsprechenden Daten und Regulierungsbescheide vollständig veröffentlichen – entgegen den gesetzlichen Vorschriften. Klagen vor Zivilgerichten scheitern an der mangelnden Beweisbarkeit, weil die Netzbetreiber aus angeblichen Geheimhaltungsinteressen ihre Kosten nicht veröffentlichen. Einer Pressemitteilung vom 22.08.2018 ist zu entnehmen, dass Agora Energiewende den Gesetzgeber zur Klarstellung des geltenden Rechts auffordert. (Titel: Stromnetzentgelte – Blackbox – Agora Energiewende, Raue LLP, RAP) weiterlesen…

Spritfresser auf dem Vormarsch

Deutsche kaufen immer mehr SUVs und Geländewagen

Die Deutschen kaufen immer mehr neue Autos – darunter auch deutlich mehr Fahrzeuge mit alternativen Antrieben als 2016 – deren Marktanteil stieg von 2 auf 3,4 Prozent. Allerdings ist auch der durchschnittliche CO2-Ausstoß aller neu zugelassenen Fahrzeuge 2017 angestiegen (+0,4 g/km). Denn verbrauchsstarke SUVs und Fahrzeuge der oberen Mittelklasse werden immer beliebter – während sich ähnliche emissionsärmere Pkw schlechter verkaufen. Das sind einer Medienmitteilung vom zufolge die zentralen Ergebnisse des jährlich erscheinenden Monitoringberichts der Deutschen Energie-Agentur (dena) über die Entwicklung CO2-effizienter Pkw. weiterlesen…

Fortschritt für solare Energieabsorption

Halbmetallische Kohlenstoffnitrid-Nanoblätter mit Mikrogitterresonanzstruktur für effiziente photokatalytische Wasserstoffproduktion

Auf dem Weg zur Lösung der globalen Energiekrise und Umweltverschmutzung mittels Erneuerbarer grüner Energie gilt Wasserstoff aufgrund seiner Umweltfreundlichkeit und hohen Energiedichte als idealer Energieträger. Hochinteressant dabei, Sonnenenergie zur Gewinnung von Wasserstoff aus Wasser zu nutzen, vor allem im Hinblick auf die Umweltkosten. In vielen Anwendungen bleibt jedoch der Mangel an stabilen, effizienten und kostengünstigen Katalysatoren für solche Systeme ein Hauptproblem. Ein Forscherteam dreier chinesischer Universitäten (Nanjing, Yangzhou und Zhenjiang) hat jetzt eine Alternative gefunden und in Nature Communications publiziert. weiterlesen…

Schneller sozialverträglicher Kohleausstieg möglich

Vor Sitzung der Kohlekommission: WWF und LichtBlick veröffentlichen Kohle-Report

Deutschland kann sozialverträglich aus der Kohle aussteigen und so Klimabilanz und Wettbewerbsfähigkeit deutlich verbessern. Der nötige Strukturwandel in den betroffenen Kohleregionen hat bereits weitgehend stattgefunden. So ist die Zahl der direkt in der Braunkohle Beschäftigten in den vergangenen dreißig Jahren bereits um über 80 Prozent auf weniger als 20.000 zurückgegangen. Das zeigt der Report „Sackgasse Kohle – Warum die Kohlenutzung keine Zukunft hat“, den der WWF und LichtBlick anlässlich der Sitzung der Kohlekommission am 23.08.2018 vorlegen. Der Report analysiert umfassend die Rolle der Kohle im deutschen Energiesystem – vom Strukturwandel über den Klimaschutz bis hin zur Versorgungssicherheit. (Titel: Sackgasse Kohle – © WWF; Lichtblick;) weiterlesen…

Die Mischung macht‘s

Jülicher Forscher entwickeln schnell­ladefähige Fest­körper­batterie

Mit Festkörperbatterien werden aktuell große Hoffnungen verbunden. Sie enthalten keine flüssigen Teile, die auslaufen oder in Brand geraten könnten. Aus diesem Grund sind sie unempfindlich gegenüber Hitze und gelten als noch deutlich sicherer, zuverlässiger und langlebiger als herkömmliche Lithium-Ionen-Batterien. Wie das Forschungszentrum Jülich am 20.08.2018 mitteilte, haben Jülicher Wissenschaftler nun ein neues Konzept vorgestellt, das zehnmal größere Ströme beim Laden und Entladen erlaubt als in der Fachliteratur bislang beschrieben. (Bild: Der feste Elektrolyt dient als stabiles Trägermaterial für die Elektroden, die derzeit beidseitig per Siebdruck-Verfahren aufgetragen werden. – © Forschungszentrum Jülich, Regine Panknin) weiterlesen…

Windkraftausbau bricht ein

Zahlen de UBA – Fell: „sogar schneller als befürchtet“

Netto seien – so das UBA – im ersten Halbjahr nur etwa 1.633 Megawatt an neu installierter Windenergieleistung an Land und auf See gemeldet worden – mehr als 43 Prozent weniger als 2017 (2.880 Megawatt) – der schwächste Wert in einem ersten Halbjahr seit 2013. weiterlesen…

Wirtschaft warnt vor übereiltem Kohleausstieg

Konzerne fürchten Milliardenverluste – Netzagentur: Rein politische Entscheidung

Energieintensive Branchen schlagen (wieder einmal) Alarm: Der Kohleausstieg werde die Verbraucher Milliarden kosten, denn er könnte zu einer Verknappung führen, folglich die Strompreise antreiben, warnen Experten laut Handelsblatt. Über die Folgen für die deutsche Wirtschaft zeigt sich das Wirtschaftsblatt besorgt. weiterlesen…

Die Zeche zahlen die Kleinen

Mehr als 2200 Unternehmen beantragen Teil-Befreiung von EEG-Umlage

Die verminderte EEG-Umlage könnte für eine Rekordmenge von 119 Terawattstunden Strom gelten, wie aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Frage der energiepolitischen Sprecherin der Grünen hervorgeht. Julia Verlinden fordert angesichts des neuen Rekords eine Einschränkung des Kreises der begünstigten Unternehmen, wie Sandra Enkhardt am 20.08.2018 im pv magazine berichtet. weiterlesen…

„Gut gesetzter Vorstoß“

KlimazielCañete will EU-Klimaziele erhöhen

Die Diskussion habe gerade erst begonnen aber die Richtung stimme, kommentierte Georg Ehring auf der Internetseite des Deutschlandfunks den Plan von EU-Kommissar Miguel Arias Cañete, die europäischen Klimaziele zu erhöhen. Wenn Europa das Thema wichtig nehme, könnten andere folgen. Die Warnung des BDI vor europäischen Alleingängen sei deshalb „nicht richtig“. weiterlesen…