Empfehlungen der Forschungsnetzwerke

Konsultationsprozess für 7. Energieforschungsprogramm

Am 28.11.2017 trafen sich rund 80 Vertreter aus Wissenschaft, Forschung, Verbänden und Industrie im BMWi zur 6. Sitzung der Energiewende-Plattform Forschung & Innovation. Im Vordergrund stand der breit angelegte Konsultationsprozess für das kommende, 7. Energieforschungsprogramm. Erstmals sind alle relevanten Akteure der Energieforschung und -wirtschaft frühzeitig in die Weiterentwicklung der Forschungspolitik einbezogen. Vertreter der Forschungsnetzwerke übergaben zu sieben Themengebieten ihre Empfehlungen an das Ministerium – so eine bine-Information. weiterlesen…

2017 jetzt schon Grünstromrekordjahr

2016: 381 Mrd. kWh EE

2017 ist noch nicht zu Ende, doch bereits jetzt kann von einem Ökostromrekord gesprochen werden. Laut Berechnungen des Energieanbieters E.ON wurden in diesem Jahr bereits bis Mitte November 131 Milliarden Kilowattstunden (Mrd. kWh) Strom durch Solar-, Wind- und Wasserkraftanlagen produziert. Nach Angaben des Unternehmens wären damit schon sechs Wochen vor Jahresende zwei Mrd. kWh mehr Strom mittels dieser Energieträger erzeugt worden als im Gesamtjahr 2016 – auch wenn die offiziellen Zahlen für 2016 etwas anders lauten (s.u.).Das teilte die Agentur für Erneuerbare Energien mit. weiterlesen…

Wirtschaftlichkeit energieoptimierter Gebäude

Methoden und Benchmarks für die Praxis

Neubauten und sanierte Gebäude mit minimalem Energiebedarf zu realisieren, ist technisch problemlos möglich. Wann, für wen und in welchem Ausmaß der gewählte Baustandard aber wirtschaftlich ist, wird innerhalb der Fachwelt und der Politik kontrovers diskutiert. Das neue BINE-Themeninfo „Wirtschaftlichkeit energieoptimierter Gebäude“ (III/2017) stellt Betrachtungsweisen, Berechnungsmethoden sowie Projekte aus Immobilienwirtschaft und Forschung vor. Diese zeigen, dass ein energieoptimiertes Gebäude durch eine integrierte, ganzheitliche Planung in Verbindung mit einem Monitoring die Wirtschaftlichkeit erreichen kann. weiterlesen…

Kompensationsanlage soll EE-Strom stabilisieren

Anzahl der Einzelanlagen verringern

Forscher der der Friedrich-Alexander-Universität (FAU) Erlangen-Nürnberg entwickeln gemeinsam mit Partnern aus Wissenschaft, Energieversorgung und Wirtschaft eine sogenannte hybride Kompensationsanlage – eine Verbindung von Energiespeicher und leistungsfähigem Umrichter, der den Signalverlauf im Stromnetz beeinflussen kann. Damit soll die Zahl der Einzelanlagen verringert werden. Denn Netzbetreiber müssen neben der Verteilung des in vielen Wind- und Photovoltaikanlagen erzeugten Strom auch für eine gleichbleibend hohe Qualität in der Stromversorgung sorgen. Diese Qualität mit einzelnen Anlagen und Elementen zu sichern, ist aufwändig. weiterlesen…

Papst: Niemand darf Klimawandel-Folgen leugnen

Haltung der Klimaskeptiker „nicht angebracht“

Papst Franziskus hält die Haltung der Klimaskeptiker für nicht angebracht – er sagte am 29.11.2017 zur Eröffnung einer Tagung, die von der Katholischen Universität Costa Rica und der „Vatikanischen Stiftung Joseph Ratzinger – Benedikt XVI.“ ausgerichtet wurde, in einer Videobotschaft erneut warum. weiterlesen…

Wasserstoff direkt aus Sonnenlicht

DLR-Forschergruppe stellt mit HYDROSOL_Plant aktuell größte Testanlage für solarthermische Wasserspaltung vor

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) hat am 29.11.2017 gemeinsam mit internationalen Projektpartnern die bislang größte solarchemische Anlage zur Produktion von Wasserstoff präsentiert. Im Projekt HYDROSOL_Plant haben Wissenschaftler und Industrieunternehmen gemeinsam das Verfahren der direkten Wasserstoffherstellung durch Sonnenstrahlung weiterentwickelt. weiterlesen…

Peruanischer Bauer nimmt weitere Hürde im RWE-Klimaprozess

Gletscherschmelze infolge Klimawandels bedroht Anwohner

Ob RWE-Klimagase zur Schmelze eines Andengletschers beitragen, ist Gegenstand des ersten „Klimawandel“-Prozesses der Geschichte: Der peruanische Kleinbauer und Bergführer Saúl Luciano Lliuya nahm jetzt eine weitere Hürde. Unterstützt von Germanwatch hatte Luciano am 24.11.2015 beim Landgericht Essen Klage gegen RWE eingereicht. Der Grund: Die gewaltigen Emissionsmengen des Energiekonzerns gefährden seine Familie, sein Eigentum sowie einen großen Teil seiner Heimatstadt Huaráz. Ein durch den Klimawandel schnell wachsender Gletschersee wird zum Risiko für die 120.000-Einwohner-Stadt in den Anden. weiterlesen…

Ladezustand exakter und günstiger messen

Wie weit reicht’s noch? Neues kostengünstiges System zur Messung der Batterieladung

Damit Batterienutzer den Ladezustands ihrer Batterie und damit zum Beispiel Reichweite und Nutzungsdauer einschätzen können, werden aufwändige Batteriemanagementsysteme (BMS) benötigt, die ihrerseits Energie verbrauchen. Das Fraunhofer-Institut für Silicatforschung ISC in Würzburg entwickelt einer Mitteilung auf seiner Webseite vom 22.11.2017 zufolge im Projekt SoCUS kostengünstige Sensorsysteme, die direkt in die Batterie integriert werden und den Ladezustand zuverlässiger messen können als marktübliche Systeme. weiterlesen…

Transistor aus Graphen-Nanobändern

Aus wenigen Atomen

Einen Durchbruch in der Nanoelektronik meldete die eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt Empa am 29.11.2017: „Transistoren auf Basis von Kohlenstoff-Nanostrukturen „– was nach Zukunftsmusik klingt, könnte in wenigen Jahren Realität sein. Einem internationalen Forscherteam mit Beteiligung der Empa ist es gelungen, Nanotransistoren aus nur wenigen Atomen breiten Graphenbändern zu produzieren, wie sie in der aktuellen Ausgabe des Fachjournals Nature Communications berichten. weiterlesen…

Nationale CO2-Steuer und europäischer Mindestpreis schützen Klima am effektivsten

Emissionsverlagerungen ins Ausland und Stromimporte nach Deutschland vermieden

Ein mit einer nationalen CO2-Steuer gekoppelter europäischer Mindestpreis ist ein sehr wirkungvolles und effizientes Klimaschutzinstrument. Das ist das zentrale Ergebnis einer Studie, die der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) beim Think Tank Energy Brain Pool in Auftrag gegeben hat, um die Wirkung von CO2-Preisen auf die Strommärkte zu untersuchen.