Ein Staatssekretär bittet um Rausschmiss


Baake geht

Energiestaatssekretär Rainer Baake aus dem Bundeswirtschaftsministerium hat den designierten Minister Peter Altmaier um seine Entlassung gebeten, weil er die Energie- und Klimapolitik der kommenden Bundesregierung nicht mittragen will. Eigentlich ein normaler Vorgang, denn Staatssekretäre können als politische Beamte ohne Angaben von Gründen sofort in den einstweiligen Ruhestand versetzt werden. Baake ist dem jetzt zuvorgekommen. weiterlesen…

Rationale Revolution


Die Energiewende braucht nicht nur innovative Technologien, sondern einen radikalen Systemwechsel

Manifest und Weckruf von Jürgen Renn und Robert Schlögl

Energiewenden hat es seit der Entstehung des Lebens auf der Erde mehrfach gegeben. Sie waren fast immer mit revolutionären Veränderungen verbunden, etwa als Bakterien lernten, chemische Energie aus Sonnenlicht zu gewinnen. Vor etwa 2,4 Milliarden Jahren entwickelte sich eine Bakterienart, die eine spezielle Art der Photosynthese betrieb, nämlich eine, die Sauerstoff freisetzte – die vielleicht wichtigste Stoffwechsel-Revolution auf unserem Planeten, da sie es Organismen erlaubte, Energie direkt aus Sonnenlicht und Wasser zu erzeugen und somit die Entwicklung des Lebens völlig neu gestaltete. War Sauerstoff für bis dahin vorherrschende Lebensformen Gift, bildete es für die neu entstehenden die Grundlagen ihrer Existenz, so auch für den Menschen. Auch in der Menschheitsgeschichte waren Energiewenden mit revolutionären Veränderungen verbunden, zum Beispiel, als im 19. Jahrhundert die Nutzung fossiler Brennstoffe der industriellen Revolution einen wesentlichen, bis heute anhaltenden Schub verlieh. weiterlesen…

Altmaiers energiepolitische Schwerpunkte

Energieintensive Industrien sollen weiter Vorteile genießen

Den Netzausbau, die Umsetzung des Klimaschutzplans 2050, den Schutz der energieintensiven Industrie und eine deutsche Batteriezell-Produktion will der designierte Bundeswirtschafts- und Energieminister Peter Altmaier als seine energiepolitischen Schwerpunkte einer wieder aufgelegten Großen Koalition in den Mittelpunkt seiner Politik stellen.“ Die energieintensive Industrie wird von der besonderen Ausgleichsregelung nach der Einigung mit der EU-Wettbewerbskommission weiter profitieren,“, versprach er am 02.03.2018 bei der 16. Klausurtagung Energie- und Umweltpolitik des Wirtschaftsrates der CDU e. V. in Berlin. weiterlesen…

CDU-Wirtschaftsrat fordert EEG-Auslaufen für 2015


Versorgungssicherheit und Wettbewerbsfähigkeit gleichrangig mit Klimaschutz

„Kein EU-Staat hat mehr CO2-Emissionen in den vergangenen 30 Jahren eingespart als Deutschland. Trotz der großen bisherigen Erfolge bei der Energiewende liegen enorme Herausforderungen noch vor uns. Wir müssen jetzt die Weichen für das Energiesystem von Morgen stellen und die Energiewende in eine industriepolitische Gesamtstrategie für Wachstum und Innovationen einbetten“, so beginnt der 12seitige Forderungskatalog des CDU-Wirtschaftsrats „Energie-Agenda 2030“, den Wolfgang Steiger, Generalsekretär des Wirtschaftsrates, am 02.03.2018 Kanzleramtschef Peter Altmaier, übergab.
weiterlesen…

Elektromobilitäts-Förderung ungenügend

Keine Energiewende ohne Verkehrswende – Studie beleuchtet Voraussetzungen für Durchbruch der Elektromobilität

Deutschland soll zum Leitmarkt für Elektromobilität werden: Davon ist bisher nichts zu spüren, aktuell hat China die Nase vorn. Damit sich die Stromer hierzulande besser verkaufen, muss die Politik vor allem bestehende Unsicherheiten ausräumen. Eine Studie des Kompetenzzentrums Öffentliche Wirtschaft, Infrastruktur und Daseinsvorsorge an der Universität Leipzig benennt ganz konkrete Maßnahmen. Dabei bewerten sie ordnungspolitische Maßnahmen höher als Kaufprämien, wie Prof. Johann Nagengast am 16.02.2018 für das Portal Energyload schreibt. weiterlesen…

Fell: „Internationales Entsetzen über Klimaschutz-Versagen der deutschen Regierung“

Eine Kritik von Hans-Josef Fell – Präsident der Energy Watch Group (EWG)

Allmählich wird sichtbar, welche verheerende Wirkung die Große Koalition international erzielt, da sie die Erreichung der deutschen Klimaschutzziele für 2020 aufgegeben hat und in Deutschland die CO2-Emissionen seit Jahren sogar wieder steigen. Deutschland galt jahrzehntelang als internationaler Vorreiter im Klimaschutz. In anderen Ländern kämpften und kämpfen viele engagierte Politiker in ihren Parlamenten und NGOs in der Öffentlichkeit dafür, eine wirksame Klimaschutzpolitik durchzusetzen. Der Verweis auf die große Industrienation Deutschland, die das sogar zusammen mit dem Atomausstieg erfolgreich schaffe, gehörte zu den Standartargumenten weltweit. Gerade der schnelle Ausbau der Erneuerbaren Energien löste bei vielen Erstaunen aber auch Nachahmung aus, wie man an den über 100 weltweit kopierten EEGs schnell ablesen kann. Doch Deutschland ist zurückgefallen in der weltweiten Energiewende, ist längst kein Klimaschutz-Vorreiter mehr, wie Hans-Josef Fell am 20.02.2018 kritisiert. weiterlesen…

Zur Transformation der globalen Energiesysteme

Max-Planck-Forschungsinitiative zur sozio-technischen Gestaltung der Energiewende

Jürgen Renn, Robert Schlögl, Christoph Rosol und Benjamin Steininger stellten am 30.11.2017 eine Forschungsinitiative der Max-Planck-Gesellschaft zu sozio-technischen Aspekten der Energiewende vor. [note Für den Wandel von einer vor allem auf Kohle beruhenden Wirtschaft hin zu einer maßgeblich von Erdöl befeuerten Wirtschaft an der Wende zum 20. Jahrhundert steht die historische Aufnahme eines Ölfelds in Pennsylvania (USA). Mit dieser Transformation waren auch tiefgreifende gesellschaftliche Veränderungen verbunden. Foto © Deutsches Museum Archiv: BN25643]Die Welt verändert sich, aber nicht schnell genug. Die Erderwärmung, die durch die Zunahme von Treibhausgasen weiter fortschreitet, bereitet den politischen Entscheidungsträgern weltweit offenbar genug Sorgen, um endlich tätig zu werden. Die Pariser Vereinbarung, die im Rahmenübereinkommen der Vereinten Nationen über Klimaänderungen (UNFCC) inzwischen von 168 Mitgliedstaaten unterzeichnet wurde, hat sich das ehrgeizige Ziel gesetzt, die Treibhausgasemissionen bis Mitte dieses Jahrhunderts drastisch zu senken. Dabei soll der Anstieg der weltweiten Durchschnittstemperaturen auf höchstens 2° C und nach Möglichkeit sogar auf 1,5° C über dem vorindustriellen Niveau begrenzt werden. Forscher machen jedoch darauf aufmerksam, dass die Treibhausgasemissionen nach wie vor weiter steigen und sich diese Entwicklung noch einige Jahre fortsetzen wird – möglicherweise so stark, dass sich die Höchstgrenze von 2° C unmöglich aufrechterhalten lässt und erheblich höhere Durchschnittstemperaturen erreicht werden. weiterlesen…

Stadtstaaten gut bestückt mit Stromtankstellen

Hamburg verfügt über das dichteste Ladenetz

Der Verkehr ist bislang eines der großen Problemfelder bei Energiewende und Klimaschutz. Der Einsatz Erneuerbarer Energien auf Straße und Schiene kommt kaum voran, die aus unseren Mobilitätsbedürfnissen resultierenden Treibhausgasemissionen stagnieren nicht nur, sondern haben sich sogar erhöht. Für eine Verbesserung dieser Bilanzen setzen viele auf Elektromobilität, da batteriebetriebene Autos nicht nur lokal emissionsfrei sind, sondern beim Betrieb mit Ökostrom auch insgesamt kaum Klimagase verursachen, wie die Agentur für Erneuerbare Energien mitteilt. weiterlesen…

dena startet Studie zur urbanen Energiewende

Viele Städte und Kommunen in Deutschland stehen noch am Anfang / Unternehmen und Institutionen als Partner für Hauptstudie gesucht

Die Deutsche Energie-Agentur (dena) beginnt eine groß angelegte Studie, um einen strategischen und politischen Orientierungsrahmen für die urbane Energiewende in Deutschland zu entwickeln. Im Fokus stehen dabei Herausforderungen wie die Koordinierung der vielen Akteure, die Suche nach geeigneten Technologien und zukunftsfähigen Geschäftsmodellen, die zunehmende Digitalisierung sowie die Weiterentwicklung von Infrastrukturen. Das Vorhaben baut auf einer vom ifeu-Institut für Energie- und Umweltforschung im Auftrag der dena durchgeführten Vorstudie zum Stand der urbanen Energiewende in Deutschland auf. Die Auswertung umfasst 200 Studien und Projekte zu verschiedenen kommunalen Energiewendethemen. weiterlesen…