Kann ein CO2-Preis nachhaltige Entwicklung finanzieren?


CO2-Bepreisung kann für viele Länder geeignetes Mittel sein, um SDGs teilweise zu finanzieren

von Ottmar Edenhofer mit Max Franks – mit freundlicher Genehmigung von Lutz Meyer, Fullberry Foundation
Ottmar Edenhofer, Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung und Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change, untersucht gemeinsam mit Max Franks, PIK, in einem Buchbeitrag (“Deutschlands neue Verantwortung“) inwieweit ein Preis für CO2-Emissionen die Finanzierung der Sustainable Development Goals finanzieren kann. Ausgehend von den zwei großen Übeln Armut und Klimawandel kommen sie zu dem Schluss, dass die Ziele des Pariser Klimaabkommens mit den bisher vorgelegten freiwilligen Beiträgen nicht erreicht werden können. Sie zeigen aber, dass ein CO2-Preis, entweder als Steuer oder als Emissionshandel auch jenseits der Klimapolitik erhebliche Vorteile bieten. Ihre Analyse lotet die Grundlage dafür aus, dass Nationalstaaten bereit sind, die CO2-Preise schrittweise anzuheben. Langfristig müssten diese nationalen CO2-Preise konvergieren, um den Trans­formationsprozess zu ermöglichen, den das Abkommen von Paris als Ziel formuliert. Sie gehen zunächst von einem CO2-Preis aus, der es noch mit hohe Wahrscheinlichkeit ermöglichen Würde, die Pariser Zwei-Grad-Grenze einzuhalten. weiterlesen…

Forschungspreis mit 1,5 Millionen Euro


Neue gemeinsame Auszeichnung von Max-Planck-Gesellschaft und Humboldt-Stiftung ab 2018

Die Alexander von Humboldt-Stiftung und die Max-Planck-Gesellschaft (MPG) setzen ihre gemeinsame Auszeichnung neu auf: Der Max-Planck-Humboldt-Forschungspreis ist künftig mit 1,5 Millionen Euro dotiert und wird ab 2018 an Forscher aus dem Ausland verliehen, die sich durch herausragendes Zukunftspotenzial auszeichnen. Die neue vom BMBF finanzierte Auszeichnung löst den Max-Planck-Forschungspreis ab. weiterlesen…

Perowskit-Solarzelle in Aktion aufgenommen


Mögliche Erklärung des hohen Wirkungsgrades

Perowskit-Kristalle könnten die Produktionskosten für Solarzellen drastisch sinken lassen, schreibt Jan Oliver Löfken in Wissenschaft aktuell. Denn: “Binnen weniger Jahre ließ sich ihr Wirkungsgrad von knapp vier auf mehr als 20 Prozent steigern”. Warum, war bisher unklar. Einen “verblüffenden Einblick in die für die Stromerzeugung wichtigen Prozesse” (Löfken) erlaubt nun ein Video der atomaren Bewegungen in dünnen Perowskit-Kristallen von Wissenschaftlern der Stanford-Universität – in Science Advances berichten sie über ungewöhnlich langlebige Verformungen der Kristallstruktur. Diese könnten zu einem besseren Verständnis des Transports elektrischer Ladungen in Perowskit-Solarzellen beitragen. weiterlesen…

Höchster Ökostrom-Anteil aller Zeiten: 35 %


ZSW und BDEW: Wind-Onshore (39 Mrd. kWh), Biomasse (23 Mrd. kWh) und PV (22 Mrd. kWh) Haupterzeugungsarten

Im ersten Halbjahr 2017 lag der Anteil von Sonne, Wind und anderen regenerativen Quellen an der Deckung des Strombedarfs in Deutschland erstmals bei 35 Prozent. Dies haben einer gemeinsamen Medienmitteilung des Zentrums für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) und des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) zufolge vorläufige Berechnungen ergeben. weiterlesen…

Verkehrte grüne Finanzwelt


GERMANWATCH-Blog-Beitrag von Gerrit Hansen

Ausgerechnet Teile der Finanzindustrie entwickeln sich zu Treibern einer grünen Transformation der Wirtschaft. Damit am Ende aber nicht die fossile Industrie den längeren Atem hat, müssen klare politische Rahmensetzungen, wirksame Preissignale und gesetzliche Regeln her, um das Pariser Klimaabkommen zu erfüllen. weiterlesen…

Tauender Permafrost setzt altes Treibhausgas frei


DGZ-Studie im Mackenzie-Delta in Kanada zeigt überproportional hohen Anteil von geologischem Methan

Der auftauende Dauerfrostboden in arktischen Regionen könnte in doppelter Hinsicht zur Verstärkung des Treibhauseffektes führen: Zum einen erhöht sich mit wärmerer Umwelt die oberflächennahe Produktion des Treibhausgases Methan durch Mikroben. Zum anderen öffnet der tauende Untergrund zunehmend Austrittspfade für uraltes Methan. Das ist das Ergebnis einer Studie von Wissenschaftlern des Deutschen GeoForschungsZentrums GFZ, des Alfred-Wegener-Instituts, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) und US-amerikanischen Partnern im kanadischen Mackenzie-Delta. Sie berichten davon im Fachjournal Scientific Reports. weiterlesen…

Alternative zu Strom und H2


Regierung vernachlässigt E-Fuels als Kraftstoffe der Zukunft

Die Bundesregierung singt – mit bisher geringem Echo – das hohe Lied der Elektromobilität. Dabei gibt es noch weitere klimaschonende Antriebe: synthetische Kraftstoffe, sogenannte E-Fuels oder Designerkraftstoffe. Zum Beispiel können Oxymethylenether (OME, siehe: solarify.eu/oxymethylenether), synthetische Verbindungen aus Kohlenstoff, Sauerstoff und Wasserstoff (CH3O(CH2O)nCH3), in einem herkömmlichen Dieselmotor praktisch klimaneutral verbrannt werden. Aufgrund ihres hohen Sauerstoffgehalts wird die Schadstoffbildung bereits im Verbrennungsstadium unterbunden. Laut Experten kommen OME in ihren Eigenschaften dem Idealkraftstoff der Zukunft bisher am nächsten. weiterlesen…

Klimagrenze rückt näher


Neue Forschungsergebnisse

Im Dezember 2015, am Ende der Pariser Konferenz COP21, kamen die Nationen der Welt im Rahmenübereinkommen der Vereinten Nationen zum Klimawandel überein, den Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur auf “deutlich unter zwei Grad” gegenüber dem vorindustriellen Niveau zu begrenzen und entsprechende, nachprüfbare Anstrengungen zu unternehmen. Allerdings wurde “vorindustriell” nicht definiert. weiterlesen…

Meereis fördert Wolkenbildung

Antarktis: Mikroorganismen und Weltklima

Die Erderwärmung wirkt sich auf die Entwicklung und Verteilung des Meereises in Arktis und Antarktis aus. Das polare Meereis beherbergt aber im Inneren eine Vielzahl von Mikroorganismen. Jedoch gibt es aktuell nur wenige und verstreute Beweise darauf, welche Auswirkungen die Erwärmung auf diese Mikroorganismen hat, und wie Veränderungen in polaren maritimen Ökosystemen das Klima selbst beeinflussen. Die Ergebnisse der PEGASUS 2015-Antarktis-Kampagne, geleitet von Rafel Simó und Manuel Dall’Osto vom Institut de Ciències del Mar CSIC in Barcelona mit einem internationalen Team von Forschern des italienischen Instituts für Atmosphärische Wissenschaften und Klima (ISAC-CNR), werfen ein neues Licht auf dieses Phänomen, das in einem Artikel in Scientific Reports veröffentlicht worden ist. weiterlesen…

Speichermonitoring veröffentlicht


Ende April 2017: 61.000 dezentrale Solarstromspeicher mit 400 MWh

Das Institut für Stromrichtertechnik und Elektrische Antriebe (ISEA) der RWTH Aachen hat zum dritten Mal in Folge sein jährliches im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) erstelltes Speichermonitoring veröffentlicht. Der aktuelle Jahresbericht ist ab sofort zum Download verfügbar und zeichnet ein umfassendes Bild der Markt- und Technologieentwicklungen dezentraler Solarstromspeicher in Deutschland. weiterlesen…