8 Ratschläge im Kampf gegen den Klimawandel

UCONN: Schritte, die jeder gehen kann

„Jetzt, da die Silvesterparty vorbei ist, ist es an der Zeit, Luftballons und Weihnachtsglitter beiseite zu lassen – beides sind Geißeln für die Umwelt“, schreibt Elaina Hancock am 02.01.2019 auf UConn Today, der Medienseite der Universität von Connecticut (UCONN). Und sie zählt acht von ihren Kollegen vorgeschlagene Schritte auf, die jeder unternehmen kann, der etwas gegen den Klimawandel unternehmen möchte: UCONN-Wissenschaftler befürworten persönliche Veränderungen im Lebensstil, die zum Schutz der Umwelt für zukünftige Generationen beitragen können. weiterlesen…

17 Tonnen CO2 ein Mythos

Elektroauto-Akkus doch umweltfreundlich

Eine Studie aus Schweden sollte belegen, dass die Akkus eines Elektroautos das Klima mit 17,5 Tonnen CO2 belasten. Das Handelsblatt-Magazin EDISON begab sich auf Spurensuche. Solarify diskutierte den Sachverhalt bereits im November 2017 (siehe: solarify.eu/e-autos-umweltfreundlich). weiterlesen…

Solarstrom jetzt auch von Ikea

Schwedischer Möbelriese verkauft PV-Anlagen

Solaranlagen gibt es künftig auch beim schwedischen Möbelriesen. Für Ikea beginnt laut einer Pressemitteilung zum Verkaufsstart „ein nachhaltigeres Leben auf dem Dach“. Deshalb verkauft das Einrichtungshaus ab dem 09.01.2019 über seine Website SOLSTRÅLE Photovoltaik-Anlagen. Bislang war dieses Angebot, quasi im Pilotprojekt, nur in den Filialen in Kaarst, Eching, Walldorf, Ulm und Freiburg erhältlich. „Damit kann sich jetzt jeder in Deutschland über unsere Website ein individuelles Angebot erstellen lassen“, so Christiane Scharnagl, Nachhaltigkeitsmanagerin Ikea Deutschland. weiterlesen…

Batteriespeicher zur Spitzenlastkappung in Gewerbe und Industrie

mit freundlicher Genehmigung von Andreas Kühl – In Zusammenarbeit mit denersol

atteriespeicher sind ein Massenmarkt, zumindest als Energiespeicher für mobile Elektronik wie Smartphones, Laptops und zunehmend auch Elektro-Werkzeuge und E-Bikes. Da die Preise von Batteriespeichern rapide sinken, wird deren Einsatz auch in Gewerbe und Industrie immer interessanter. Dort ist oftmals das Einsparen von Netzentgelten heute lukrativer als eine Einsparung des „nackten“ Strom-Arbeitspreises. Anhand des Beispiels der Spitzenlastkappung wird Andreas Kühl, energynet, deshalb den Einsatz eines Batteriespeichers in einem Gewerbebetrieb im Folgenden anschaulich darstellen und bewerten. weiterlesen…

Regressive Folgen des Klimaschutzes

Klimapolitik muss Ungleichgewichte abmildern

Der Klimaschutz bleibt eine enorme Herausforderung dieses Jahrhunderts. Die unumgängliche Dekarbonisierung (Defossilisierung) wird einen massiven Wandel in unseren Volkswirtschaften erfordern. Heizung, Verkehr, Elektrizität und Industrie müssen in eine Welt ohne fossile Brennstoffe überführt werden. Landwirtschaft und Industrie müssen neue Wege zur Emissionsreduzierung finden. Dieses Ziel – so ehrgeizig wie unerlässlich – erfordert eine einschneidende Klimapolitik. Und die hat nahezu in allen Facetten negative Auswirkungen auf den geringer bemittelten Teil der Gesellschaft. Georg Zachmann, veröffentlichte als Mitautor kürzlich einen Text des Wirtschafts-Thinktanks Bruegel aus Brüssel über die Verteilungseffekte der Klimapolitik: „The distributional effects of climate policies“ (Verteilungseffekte der Klimapolitik). weiterlesen…

Durchbruch(?) in Katowice

NYT-Breaking News Alert

Am Samstag, dem 15. September 2018 um 16:09 New Yorker Zeit (22.09 MEZ) versandte die New York Times einen News Alert: „Diplomaten einigten sich, das Pariser Klimaabkommen am Leben zu erhalten, indem sie von jedem Land verlangen, sich an eine Reihe von Normen zur Messung seiner Emissionen zu halten. Die nach einer nächtlichen Verhandlungsrunde getroffene Vereinbarung fordert die Länder auf, ihre Pläne zur Emissionssenkung vor einer weiteren Gesprächsrunde im Jahr 2020 zu verschärfen.“ Aber in Katowice keine Begeisterung wie in Paris vor drei Jahren: Allseits nüchternes Echo. weiterlesen…

Autoherstellern drohen Millionenstrafen

Wegen Nichterreichung der CO2-Ziele

Schon wieder eine Horrormeldung für die europäischen Autohersteller: „Wer Ende 2020 das CO2-Flottenziel der EU-Kommission reißt, muss mit hohen Strafzahlungen rechnen. Branchenweit werden nach einer aktuellen Prognose, die der Automobilwoche exklusiv vorliegt, fast vier Milliarden Euro Strafen fällig. Aktuelle Nummer eins im Negativ-Ranking: Der Volkswagen-Konzern“, schrieb Rebecca Eisert am 07.12.2018 in der Automobilwoche. Es folgen Daimler und BMW. weiterlesen…

„Die Natur macht es uns vor“

thyssenkrupp-CTO im Solarify-Selbstgespräch

Reinhold Achatz, seit 2013 CTO bei thyssenkrupp – Head of Corporate Function Technology, Innovation & Sustainability, und in dieser Funktion zuständig für das innovative Projekt Carbon2Chem (s. solarify.eu/co2-als-rohstoff-carbon2chem), in dem 18 Partner aus Politik, Industrie und Wissenschaft bereits erfolgreich erproben, wie aus Hüttengasen Chemieprodukte oder Treibstoffe gewonnen werden können. Nachhaltigkeit und Technologie müssten einander unterstützen, so Achatz. Die Natur mache es uns vor: Hier habe über Millionen Jahre ein Gleichgewicht zwischen CO2-Emission und CO2-Verbrauch bestanden. Der Mensch habe dann aber fossile Energieträger in kurzer Zeit viel schneller genutzt, als sie in der Erdgeschichte aufgebaut worden seien. Damit sei das System des Kohlenstoffkreislaufes nicht mehr stabil. Achatz schließt daraus: „Wir müssen genau so viel CO2 stofflich nutzen und damit der Atmosphäre entziehen, wie wir in die Atmosphäre abgeben.“ Dazu gehöre „Carbon Capture and Utilization“ (CCU). weiterlesen…

„Der Klimawandel ist schneller als wir, und wir müssen eher früher als später aufholen, bevor es zu spät ist. Für viele, Menschen, Regionen, sogar Länder, ist dies bereits eine Frage von Leben und Tod.“
(UN-Generalsekretär Antonio Guterres in seiner Eröffnungsrede der COP24 am 03.12.2018)

Randnotiz

Es lebe der Verbrenner!
Die Wochenzeitung Die ZEIT beschäftigte sich mit dem frommen Wunsch der Wolfsburger Dieselbetrüger („Wir schaffen es noch einmal, den Automarkt zu revolutionieren“, so der neue VW-E-Mob-Boss Thomas Ulbrich kürzlich unfreiwillig komisch) irgendwann (etwa 2026 soll die letzte Verbrenner-Produktionsstraße in Betrieb gehen…) nur noch E-Autos zusammen zu schrauben und zwar ohne jeden CO2-Fußabdruck. Die besten Minister seien immer die ehemaligen Minister, pflegt Ex-Minister Klaus Töpfer gern zu scherzen, in diesem Fall trifft das auf Sigmar Gabriel zu: Der sagte in Wolfsburg, es hätte die VW-Pläne schon vor 20 Jahren gebraucht. Die Autoindustrie habe das aber selbst verhindert (von Beifall war in den Autogipfel-Berichten nichts zu lesen). NGOs feiern das Ende des Verbrenners, nicht zur Kenntnis nehmend, dass das Ableben des Zerknalltreibers (vulgo Selbstzünders) gar nicht nötig ist. Treibstoffe wie Oxymethylenether (kurz: OME) oder n-Octanol aus Wasser, Wind und Kohlendioxid, in den klassischen Verbrenner gegeben, treiben ihr Vehikel nahezu rückstandsfrei an. Längst müsste sich bis an den Harzabhang herumgesprochen haben, dass die Elektro-Kutschen zwar keinen Auspuff haben, diesen aber (zumindest derzeit noch) zu großen Teilen ins Kohlekraftwerk verlagern. Dass Batterien kaum recycling-fähig sind, steht auf einem ganz anderen Blatt, auf einem dritten die problematische Herkunft der Inhaltsstoffe (Menschenrechte!). E-Mobilität ist eine Übergangstechnik – nichts weiter. (Auch deshalb, weil schwere Baumaschinen, Lkw und oder Großraumflugzeuge nicht mit Strom betrieben werden können.) Aber wir einstige Klimamusterknaben laufen, wie soeben in Katowice wieder zu beobachten, schon wieder hinter der Blechmusik her – peinlich – lächerlich. Weil die angeblich so mächtige Autolobby („Arbeitsplätze!“, Arbeitsplätze!“) die hasenfüßigen Politiker wie Karnickel (wie passend!) vor der Schlange hypnotisiert. Es fehlt nicht am Wissen, es fehlt am Tun. Und an Mut.
-Gerhard Hofmann- weiterlesen…

Talanoa-Dialog

Talanoa ist ein traditionelles Wort, das in Fidschi und im gesamten Pazifik verwendet wird, um einen Prozess des integrativen, partizipativen und transparenten Dialogs zu reflektieren. Der Zweck von Talanoa ist es, Geschichten zu erzählen, Empathie aufzubauen und weise Entscheidungen für das Gemeinwohl zu treffen. Der Prozess von Talanoa-Prozess beinhaltet den Austausch von Ideen, Fähigkeiten und Erfahrungen durch Geschichtenerzählen. weiterlesen…