Supraleitung bei Raumtemperatur könnte möglich werden

Durch eng beieinander liegende Wasserstoffatome

Ein internationales Forscherteam hat am 03.02.2020 auf der Internetseite des National Laboratory Oak Ridge, Tennesee, veröffentlicht, dass Wasserstoffatome in einem Metallhydrid-Material viel enger beieinander liegen als jahrzehntelang vorhergesagt – eine Eigenschaft, die möglicherweise bei oder nahe der Raumtemperatur Supraleitung erleichtern könnte. Supraleiter übertragen Elektrizität ohne jeglichen Energieverlust aufgrund von Widerstand und würden die Energieeffizienz in einem breiten Spektrum von Verbraucher- und Industrieanwendungen revolutionieren. weiterlesen…

Batteriefabrik: Standort Münster weiter umstritten

Kleine Anfrage von Bündnis90/Die Grünen

Ausschuss-Saal - Foto © Gerhard Hofmann, Agentur Zukunft für SolarifySogenannte Good Governance sei der Regierung auch bei Förderung von Wissenschaft und Forschung „ein wichtiger Auftrag“ – so der parlamentseigene Pressedienst heute im bundestag, schreibe sie in ihrer Antwort (19/16874) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen (19/16078). Die Fragesteller hatten allgemein gefragt, inwiefern „öffentliche Vergabeverfahren in der Wissenschaft transparent und nachvollziehbar vonstatten gehen und Willkür entgegengetreten wird, damit das Vertrauen in den Forschungsstandort Deutschland und in die Freiheit der Wissenschaft keinen Schaden nimmt“. Im Besonderen ging es den Grünen um „das Vergabeverfahren der Batteriezellenforschung“, das derzeit vom Bundesrechnungshof geprüft werde – dort habe Bundesforschungsministerin Karliczek entsprechende Bedenken „nicht ausräumen können“. weiterlesen…

Klimanotstands-Beschlüsse vielfach mehr als symbolisch

Viele Kommunen meinen es ernst

Fridays-for-Future-Demonstration am Brandenburger Tor - Foto © Agentur Zukunft für SolarifyImmer mehr Kommunen rufen den „Klimanotstand“ aus. Das ist für viele mehr als ein symbolisches Anerkennen der Klimakrise, wie eine jetzt veröffentlichte Studie des Instituts für ökologische Wirtschaftsforschung zeigt. Kommunen, die es sich vornehmen, alle kommunalen Maßnahmen verpflichtend auf ihre Klimawirkung zu prüfen und dies mit einem breiten Monitoring verbinden, heben den Klimaschutz auf eine neue Ebene, so die Einschätzung der Untersuchung. weiterlesen…

Schon 1974: Sorge um CO2-Konzentration

Schon vor 46 Jahren erkannte William D. Nordhaus: „Menschengemachte Emissionen beeinflussen Klima“

Es ist alles schon lange bekannt: Schon 1974 entwarf der spätere (2018) Nobelpreisträger William D. Nordhaus, ein makroökonomisches Modell des langfristigen Wachstums. Seine bahnbrechende Arbeit „Resources as a Constraint on Growth“, erschienen in der American Economic Review, enthielt als erste eine Darstellung der Kohlendioxidkonzentration und des Klimas in einem solchen makroökonomischen Rahmen und analysierte, wie der Klimawandel zu möglichst geringen Kosten eingedämmt werden konnte – weiterentwickelt 1975 unter dem Titel „Can we conrol carbon dioxide?“. 1977 definierte Nordhaus die sogenannte Zwei-Grad-Grenze (solarify.eu/zwei-grad-grenze – s.u.). weiterlesen…

Antarktis-Gletscher schmilzt

Thwaites-Eismassen lassen Meeresspiegel steigen

Der riesige Thwaites-Gletscher in der Antarktis stand in den vergangenen Jahren im Rampenlicht, während Wissenschaftler ein mehrteiliges internationales Projekt zu seiner Untersuchung aus allen Blickwinkeln durchführten. Die Dringlichkeit ergibt sich aus Beobachtungen und Analysen, die zeigen, dass sich die Menge des Eises, das aus dem Thwaites-Gletscher fließt – und zum Anstieg des Meeresspiegels beiträgt – innerhalb von drei Jahrzehnten verdoppelt hat – und der Gletscher von der Größe Floridas oder Britanniens damit zu verschwinden droht. Die Wissenschaftler glauben, dass der Gletscher südlich von Argentinien in naher Zukunft noch dramatischere Veränderungen erfahren könnte – so eine Meldung des Earthobservatory der Nasa. weiterlesen…

Regierung zur Förderung von E-Fuels

Vor allem im Blick auf die Entwicklungszusammenarbeit

Bundestag - Foto © Gerhard Hofmann, Agentur Zukunft für SolarifyDie Förderung sogenannter E-Fuels (synthetischer Treibstoffe) ist – so der parlamentseigene Pressedienst heute im bundestag – ein Thema der Antwort der Bundesregierung (19/16829) auf eine Kleine Anfrage der Bundestags-FDP-Fraktion (19/16007). Darin schrieb die Fraktion zunächst, dass E-Fuels – mittels regenerativ erzeugten Stroms aus Wasserstoff und CO2 hergestellt – etwa im Verkehrssektor weltweit Anwendung finden könnten. Ein Vorteil sei, „dass die bestehenden Verbrennungsmotoren den synthetischen Kraftstoff tanken können und dafür auch das bereits existierende Tankstellennetz genutzt werden könnte“. weiterlesen…

Strategien für erfolgreiche Sektorenkopplung

IntegraNet II: Gas- und Wärme-Institut und Fraunhofer UMSICHT arbeiten an einem Baukasten zur Gestaltung integrierter Energiesysteme

Strommasten und Windräder - Foto © Agentur Zukunft für SolarifyStromnetze stabilisieren, eine Abregelung Erneuerbarer-Energien-Anlagen vermeiden und die Dekarbonisierung vorantreiben – all das soll durch die Sektorenkopplung erreicht werden. Für die praktische Umsetzung gibt es allerdings kein Standardrezept. Im Gegenteil: Jede Region braucht eine eigene Lösung – abhängig von Faktoren wie geografischem Kontext, Netzinfrastrukturen und Verbraucherzusammensetzung sowie Interaktion mit benachbarten Gebieten. Modelle zur Entwicklung von spezifischen Strategien für eine erfolgreiche Sektorenkopplung entstehen im Projekt „IntegraNet II“. Näheres dazu teilte das Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT am 10.02.2020 mit. weiterlesen…

Wieder Temperaturrekord in der Antarktis

18,3 Grad Celsius

Am 06.02.2020 ist an der argentinischen Forschungsstation Esperanza an der Nordspitze des Kontinents mit 18,3 Grad Celsius die wärmste jemals in der Antarktis verzeichnete Temperatur gemessen worden. Das übertraf den dort am 24.03.2015 aufgestellten Rekord von 17,5 ° Celsius um fast ein Grad. Die Temperaturaufzeichnungen von Esperanza reichen bis 1961 zurück. Das melden neben anderen das argentinische Portal Perfil und CNN. weiterlesen…

Ammoniak als nachhaltiger Energieträger

Einfach zu transportieren und unkompliziert zu speichern

Ein bisschen Wasser, etwas Stickstoff aus der Luft, und Strom aus dem Windpark: Ammoniak besteht aus leicht verfügbaren Rohstoffen, und es wird als grüner Energieträger gehandelt. Hocheffizient kann aus Ammoniak wiederum Wasserstoff hergestellt werden, um nutzbare Energie zu erzeugen. Wissenschaftler der Universität Duisburg Essen (UDE) und des Zentrums für BrennstoffzellenTechnik GmbH (ZBT) entwickeln dafür eine innovative Anlage: den Ammoniak-Cracker. weiterlesen…

Klimawandel: 300.000 Hektar Wald in Deutschland abgestorben

Bergwaldprojekt e.V. pflanzt mehr als 37.000 Bäume zur Förderung naturnaher Waldentwicklung

Durch Orkan zertsörter Wald bei Rathenow - Foto © Agentur Zukunft für Solarify„Die Klimakrise hat uns längst erreicht. 300.000 Hektar Wald sind in Deutschland infolge der Dürrejahre 2018 und 2019 abgestorben. Die Ursachen sind menschengemacht. Fichten- und Kiefernmonokulturen, die mehr als die Hälfte der deutschen Wälder ausmachen, sind am stärksten gefährdet,“ heißt es in einer Medienmitteilung von Bergwaldprojekt e.V. vom 05.02.2020. Seit 30 Jahren engagieren sich tausende Freiwillige für den naturnahen Waldumbau von labilen Nadelholzforsten hin zu klimastabilen Mischwäldern. Durch die Pflanzungen und den Schutz von standortheimischen Baumarten sollen die unverzichtbaren Schutzfunktionen unserer Wälder für Trinkwasser, Klima, saubere Luft, Artenvielfalt erhalten werden. weiterlesen…