Strategien für erfolgreiche Sektorenkopplung

IntegraNet II: Gas- und Wärme-Institut und Fraunhofer UMSICHT arbeiten an einem Baukasten zur Gestaltung integrierter Energiesysteme

Strommasten und Windräder - Foto © Agentur Zukunft für SolarifyStromnetze stabilisieren, eine Abregelung Erneuerbarer-Energien-Anlagen vermeiden und die Dekarbonisierung vorantreiben – all das soll durch die Sektorenkopplung erreicht werden. Für die praktische Umsetzung gibt es allerdings kein Standardrezept. Im Gegenteil: Jede Region braucht eine eigene Lösung – abhängig von Faktoren wie geografischem Kontext, Netzinfrastrukturen und Verbraucherzusammensetzung sowie Interaktion mit benachbarten Gebieten. Modelle zur Entwicklung von spezifischen Strategien für eine erfolgreiche Sektorenkopplung entstehen im Projekt „IntegraNet II“. Näheres dazu teilte das Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT am 10.02.2020 mit. weiterlesen…

Wieder Temperaturrekord in der Antarktis

18,3 Grad Celsius

Am 06.02.2020 ist an der argentinischen Forschungsstation Esperanza an der Nordspitze des Kontinents mit 18,3 Grad Celsius die wärmste jemals in der Antarktis verzeichnete Temperatur gemessen worden. Das übertraf den dort am 24.03.2015 aufgestellten Rekord von 17,5 ° Celsius um fast ein Grad. Die Temperaturaufzeichnungen von Esperanza reichen bis 1961 zurück. Das melden neben anderen das argentinische Portal Perfil und CNN. weiterlesen…

Ammoniak als nachhaltiger Energieträger

Einfach zu transportieren und unkompliziert zu speichern

Ein bisschen Wasser, etwas Stickstoff aus der Luft, und Strom aus dem Windpark: Ammoniak besteht aus leicht verfügbaren Rohstoffen, und es wird als grüner Energieträger gehandelt. Hocheffizient kann aus Ammoniak wiederum Wasserstoff hergestellt werden, um nutzbare Energie zu erzeugen. Wissenschaftler der Universität Duisburg Essen (UDE) und des Zentrums für BrennstoffzellenTechnik GmbH (ZBT) entwickeln dafür eine innovative Anlage: den Ammoniak-Cracker. weiterlesen…

Klimawandel: 300.000 Hektar Wald in Deutschland abgestorben

Bergwaldprojekt e.V. pflanzt mehr als 37.000 Bäume zur Förderung naturnaher Waldentwicklung

Durch Orkan zertsörter Wald bei Rathenow - Foto © Agentur Zukunft für Solarify„Die Klimakrise hat uns längst erreicht. 300.000 Hektar Wald sind in Deutschland infolge der Dürrejahre 2018 und 2019 abgestorben. Die Ursachen sind menschengemacht. Fichten- und Kiefernmonokulturen, die mehr als die Hälfte der deutschen Wälder ausmachen, sind am stärksten gefährdet,“ heißt es in einer Medienmitteilung von Bergwaldprojekt e.V. vom 05.02.2020. Seit 30 Jahren engagieren sich tausende Freiwillige für den naturnahen Waldumbau von labilen Nadelholzforsten hin zu klimastabilen Mischwäldern. Durch die Pflanzungen und den Schutz von standortheimischen Baumarten sollen die unverzichtbaren Schutzfunktionen unserer Wälder für Trinkwasser, Klima, saubere Luft, Artenvielfalt erhalten werden. weiterlesen…

Fell: Trotz Trumps starke Bewegungen pro Klimaschutz

„Green New Deal“ der USA

Die globale Erwärmung müsse umgehend und umfassend angegangen, vermindert und letztendlich gestoppt werden, dabei reiche das Ziel der Klimaneutralität in Industriestaaten bis 2050 bei Weitem nicht aus. Wir bräuchten ganzheitliche Politikkonzepte, welche die großen Emittenten dieser Erde möglichst bis 2030 defossilisieren könnten – schreibt der Energieexperte Hans-Josef Fell in seinem Blog am 24.01.2020. Seit 2018 laufen solche Entwürfe meist unter Etiketten wie „Green New Deal“ (GND). Dieser Begriff und erste Konzepte kämen ausgerechnet aus dem Land, dessen Präsident sich vehement gegen jedes klimapolitische Handeln sträube, den USA. weiterlesen…

„Thermodynamisches Verbrechen“

Treibstoffe der Zukunft – Elektronen, Moleküle oder ein System? – ein Vortrag von Robert Schlögl

Carbon2Chem - altes Stahlwerk Thyssen - Foto © Gerhard Hofmann, Agentur Zukunft für SolarifyDie Energiewende 1.0 wurde als „Stromwende“ konzipiert und setzt auf eine autarke Nutzung Erneuerbarer Elektrizität (EE). Davon kann nicht genug bereit gestellt werden, um allein das Stromsystem zu defossilisieren. Geschweige denn kann eine angedachte weitgehende Elektrifizierung des stofflichen Energiesystems mit diesen Ressourcen erfolgen. Das Energiesystem zu verkleinern, führt in die Irre. Daher müssen wir EE importieren, was stoffliche Energieträger voraussetzt. Wasserstoff spielt dabei zwar die Rolle des zentralen Bindegliedes, ist aber wohl nur bedingt eine Lösung für Endnutzer von Energie. Die Chemie an Grenzflächen ist die zentrale Wissenschaft und Technologie, die eine Energiewende 2.0 ermöglicht, die lokale EE durch global verfügbare ergänzt. Solarify dokumentiert den Vortrag über diese Problematik von Prof. Robert Schlögl, Direktor der Abteilung Anorganische Chemie am Fritz-Haber-Institut der Max-Planck-Gesellschaft in Berlin sowie Gründungsdirektor am Max-Planck-Institut für Chemische Energiekonversion in Mülheim a.d.R. , am 04.02.2020 im Magnus-Haus in Berlin. weiterlesen…

Perowskit-Tandemsolarzelle mit 29,15 Prozent

Rekord-Wirkungsgrad – einzigartige Rekordjagd in 12 Jahren – bald 30%?

Sonne über Berlin - Foto © Agentur Zukunft für SolarifyIm Rennen um immer höhere Wirkungsgrade von Solarzellen liegt ein HZB-Entwicklungsteam wieder vorne. Einer Medienmitteilung zufolge haben Gruppen von Steve Albrecht und Bernd Stannowski eine Tandemsolarzelle aus den Halbleitern Perowskit und Silizium entwickelt, die 29,15 Prozent des eingestrahlten Lichts in elektrische Energie umwandelt. Dieser Wert ist offiziell durch das CalLab des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme (ISE) zertifiziert. Damit ist die Überwindung der 30% Effizienz-Marke in greifbare Nähe gerückt. weiterlesen…

Mehr Akku, mehr Energiewende

Einer künftigen Batteriengeneration auf der Spur

Li-Ionen-Batterie am Berliner Effizienzhaus Plus - Foto © Agentur Zukunft für SolarifyBatterien mit einer Anode aus Kohlenstoff und Silizium speichern mehr Energie als Anoden aus reinem Kohlenstoff. Damit sind sie höchst interessant für die Energiewende. Um ihre Effizienz zukünftig zu steigern, untersuchte das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg Lithium-Ionen-Batterien mit Neutronen am Heinz Maier-Leibnitz Zentrum (MLZ) und entdeckten einen neuen Alterungsmechanismus, der sie von reinen Graphitanoden unterscheidet. weiterlesen…

Grüne wollen Forschungsumsetzung in Praxis fördern

Vom Labor in die Praxis

SDGs im Kreis - Foto © Agentur Zukunft für SolarifyBündnis 90/Die Grünen fordern in einem Antrag (19/16800), Forschungsergebnisse mehr und schneller vom Labor in die Praxis zu bringen. Die Abgeordneten setzen sich – so der parlamentseigene Pressedienst heute im bundestag am 28.01.2020 – für mehr regionale Innovationsökosysteme und mehr Ausgründungen aus der Wissenschaft ein und fordern, das Augenmerk stärker auf die großen gesellschaftlichen Herausforderungen zu lenken. Forschungsergebnisse, etwa aus den Themenfeldern Klimakrise, wachsende Ressourcenknappheit und neue Gesundheitsgefahren, müssten schneller umgesetzt werden können. weiterlesen…

Handelsblatt: „Wasserstoff-Thema – größte Gelddruckmaschinerie“

Gespräch Karliczek – Schlögl

Siemens-Elektrolyseur (Detail) auf der Intersolar 2018 - Foto © Gerhard Hofmann, Agentur Zukunft für SolarifyForschungsministerin Anja Karliczek und Chemie-Professor Robert Schlögl vom Max-Planck-Institut für Chemische Energiekonversion (CEC) in Mülheim an der Ruhr diskutieren im Handelsblatt-Interview Chancen und Risiken einer Wasserstoffwirtschaft – und mahnen zur Eile. Beide eine die Begeisterung für das Element mit der Nummer eins im Periodensystem. Langweilig wird das Gespräch mit dem Handelsblatt trotzdem nicht: Karliczek und Schlögl erklären die Farbenlehre aus blauem, grünem und türkisem Wasserstoff und warum Feuerland zum Saudi-Arabien der Zukunft werden könnte. weiterlesen…