Neues Klimamodell für den Weltklimarat

AWI-Klimamodellrechnungen erstmals mit Grundlage für IPCC-Sachstandsbericht

Klimaforscher vom Alfred-Wegener-Institut (AWI) belieferten erstmals die Datenbank für den Weltklimarat direkt mit Ergebnissen aus ihren globalen Computermodellierungen – so eine AWI-Medienmitteilung vom 04.09.2019. Die Daten sind von besonderem Interesse, weil das zugrundeliegende, am AWI entwickelte Modell das Meereis und die Ozeane deutlich besser auflöst als herkömmliche Verfahren. Die Ergebnisse werden weltweit von Klimawissenschaftlern und Stakeholdern genutzt, um die Folgen des Klimawandels für den Menschen und die Natur zu bestimmen. weiterlesen…

Wettbieten um den Steinkohleausstieg

Ein Entwurf des Wirtschaftsministeriums

Dem Reduktionspfad der Kohlekommission folgend, wird dafür jedes Jahr eine bestimmte Menge an Steinkohle ausgeschrieben, die abgeschaltet werden muss. Im Rahmen dieser Ausschreibungen können die Betreiber der Kraftwerke dann anbieten, bei welcher Entschädigungssumme sie bereit wären, ihre Anlagen stillzulegen – einer Auktion gleichend. Für jede Ausschreibung soll jedoch vorab ein Höchstwert festgelegt werden und der letztendliche Zuschlag für die Abschaltprämie wird sich wohl nach einer Kombination aus Preis und CO2-Emissionen der betroffenen Anlage ergeben. weiterlesen…

„Deutsche Klimaforschung weltweit mit Spitzenstellung“

„Klimaschutz made in Germany“ – Karliczek setzt bei Klimaforschungsförderung auf Innovationen – 2,4 Mrd. bis 2023

Bundesforschungsministerin Anja Karliczek will durch einen CO2-Preis „klimaschädliche Anreize durch klimafreundliche ersetzen“. Das sagte sie am 09.09.2019 im Rahmen eines Pressegesprächs in Berlin, in dessen Verlauf sie die Fördermaßnahmen ihres Ministeriums für den Klimaschutz vorstellte. Sie „möchte, dass die Forschungsziele Teil des Klimaplans werden“, zu dem aber die Verhandlungen „noch laufen“. Die Forschungsförderung werde „einen Beitrag zum Klimaschutz leisten“. (Foto: PK im BMBF 20190909 – © Solarify) weiterlesen…

Deutsche Autohersteller in puncto Klimaschutz „auf der Zielgeraden“

Studie von Agora Verkehrswende bescheinigt BMW, Daimler und VW überraschend gute Chancen, ihre CO2-Zielwerte für das Jahr 2021 zu erreichen. Die Politik sollte sie jetzt mit „eindeutigen Signalen“ unterstützen.

Der Expertise, die der International Council on Clean Transportation (ICCT) im Auftrag von Agora Verkehrswende angefertigt hat, liegen Szenarien zugrunde, die auf öffentlichen Ankündigungen der Hersteller beruhen und aus den Produktstrategien der vergangenen Jahre abgeleitet sind. Danach besteht bei allen Herstellern „ein Potenzial zur Verbesserung des konventionellen Verbrennungsmotors“; ihre CO2-Zielwerte für das Jahr 2021 können die Hersteller jedoch nur mit einer „deutlich entschiedeneren Elektrifizierung der Neufahrzeugflotte“ erreichen. weiterlesen…

Mehr Hitze, weniger Kälte

ETHZ: Europa erwärmt sich

Lorenz und ihre Kollegen untersuchten Messwerte von europäischen Wetterstationen aus den Jahren 1950 bis 2018. In diesem Zeitraum analysierten sie die 1% Tage mit Hitzestress sowie die 1% kältesten Tage. Sie analysierten außerdem den jeweils heißesten Tag oder die kälteste Nacht pro Jahr und untersuchten, wie sich dieser Maximal- bzw. Minimalwert im Laufe der Zeit verändert hat. weiterlesen…

Keine Empfehlung für „Forschungsfertigung Batteriezelle“

Münster dennoch Standort für Batterieforschung

Die eigens dafür eingesetzte Gründungskommission hat keine Empfehlung für einen Standort zur Umsetzung der „Forschungsfertigung Batteriezelle (FFB)“ abgegeben und auch keine Rangliste erstellt. Anderslautende Berichte über die Diskussion in dem Gremium träfen nicht zu, schreibt die Bundesregierung – so der parlamentseigene Pressedienst heute im bundestag – in ihrer Antwort (19/12698) auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion (19/12049). weiterlesen…

Weißblaue Klima-Musterschüler

CSU prescht beim Klimaschutz vor

Als erste der drei Koalitionsparteien hat die CSU ein Klimakonzept verabschiedet. Parteichef und Ministerpräsident Markus-Söder sprach laut der CSU-Internetseite von einem „Klimaplan statt Klimaideologie“ – ein Seitenhieb auf die Grünen. Der CSU-Vorstand billigte im Rahmen einer Klausurtagung am Starnberger See einstimmig die neue „Klimastrategie“. Mit diesem Konzept will die CSU nun in die entscheidende Phase der Koalitionsberatungen über ein großes Klimaschutzpaket gehen. (Foto: Heizkraftwerk nahe Bad Tölz – © Dieter Fichtner für Solarify) weiterlesen…

BUND und WWF: Kopernikus-Bericht „Power-to-X“ mangelhaft

P2X veröffentlicht zweite Roadmap: Ergebnisse zur flexiblen Nutzung erneuerbarer Ressourcen vorgestellt

Mit dem Klimawandel nehmen die Konsequenzen unseres Lebensstils greifbare Gestalt an. Diese Konsequenzen sollen auf ein „erträgliches“ Maß reduziert werden. Zum Ende der ersten Förderphase wurde im Kopernikus-Projekt Power-to-X die vorhandene Roadmap überarbeitet, neue Technologien und gesellschaftliche Entwicklungen seien aufgenommen werden. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und der WWF Deutschland bemängeln in einer gemeinsamen Medienmitteilung am 06.09.2019 anlässlich der Veröffentlichung des Endberichts der ersten dreijährigen Projektphase des Kopernikus-Projektes Power-to-X, an dem sich die beiden Umweltverbände beteiligt haben, bei der Erforschung sogenannter Power-to-X-Technologien würden Umweltbelange bislang nicht ausreichend berücksichtigt. weiterlesen…

Städte natürlich kühlen

Ob Bäume die Temperatur in der Stadt abkühlen, hängt von ihrer Umgebung ab

„Wir wissen, dass Pflanzen das Klima in einer Stadt angenehmer machen. Nun wollten wir herausfinden, wie viele Grün­flächen es tatsächlich braucht, um eine deutlich kühlende Wirkung zu erzielen“, sagt Gabriele Manoli, ehemaliger Postdoc an der Professur für Hydrologie und Wasserwirtschaft der ETH Zürich und Erstautor der in Nature publizierten Studie. weiterlesen…

Verbesserte CO2-Reduktion

Dreiphasen-Photokatalyse zur Erhöhung von Selektivität und Aktivität auf hydrophober Oberfläche

Die photokatalytische CO2-Reduktionsreaktion (CRR) stellt einen vielversprechenden Weg für die saubere Nutzung verlorener erneuerbarer Energien dar, aber die schlechte Selektivität, die sich aus der konkurrierenden Wasserstoffevolutionsreaktion (HER) in wässriger Lösung ergibt, schränkt ihre praktische Anwendbarkeit ein. Im vorliegenden, am 16.08.2019 in der Zeitschrift Angewandte Chemie publizierten Beitrag wurde ein Photokatalysator mit hydrophoben Oberflächen hergestellt. Er ermöglicht einen effizienten Dreiphasenkontakt von CO2 (Gas), H2O (Flüssigkeit) und Katalysator (Feststoff). weiterlesen…