ESYS: Zehn Punkte für ein integriertes Energiesystem

Experten fordern systemübergreifende Ansätze für die Energiewende

Deutschland soll bis zum Jahr 2050 treibhausgasneutral werden. In genau zwei Wochen (am 20.09.2019) will das Klimakabinett entscheiden, wie dieses Ziel erreicht werden soll. Fest steht: Die Umsetzung ist kompliziert, und mit den verpassten Klimazielen für das Jahr 2020 ist Deutschland bisher nicht auf Kurs. Wie ist die Energiewende also noch zu schaffen? Fachleute des Akademienprojekts von acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften, Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina und, Union der deutschen Akademien der Wissenschaften „Energiesysteme der Zukunft“ (ESYS) geben der Bundesregierung in einer gemeinsamen Medienmitteilung zehn systemübergreifende Punkte mit auf den Weg. Einen wirksamen CO2-Preis über alle Sektoren sehen die Wissenschaftler als Leitinstrument für den Klimaschutz an. weiterlesen…

Erleichterung der Gold-Redox-Katalyse mit Elektrochemie

Effizienter chemikalien- und oxidantfreier Ansatz

Das hohe Oxidationspotenzial zwischen AuI und AuIII bedeutet, dass die Gold-Redox-Katalyse typischerweise stöchiometrische Mengen eines starken Oxidationsmittels erfordert. Die Autoren eines in Angewandte Chemie veröffentlichten Artikels berichten über das erste Beispiel eines elektrochemischen Ansatzes zur Förderung der goldkatalysierten oxidativen Kopplung von endständigen Alkinen. weiterlesen…

Weniger als ein Nanometer dickes Gold

Forscher erzeugen das dünnste Gold der Welt

Wissenschaftler der University of Leeds haben eine neue Form von Gold entwickelt, die nur zwei Atome dick ist – das dünnste freitragende Gold, das je erzeugt wurde. Die Forscher maßen die Dicke des Goldes auf 0,47 Nanometer – eine Million mal dünner als ein menschlicher Fingernagel. Das Material wird laut Advanced Science News als 2D betrachtet, da es nur aus zwei Schichten von Atomen besteht, die übereinander liegen. Alle Atome sind Oberflächenatome, es gibt keine „Massenatome“, die unter der Oberfläche versteckt sind. (Foto: Dünnstes Goldplättchen der Welt – © leeds.ac.uk) weiterlesen…

Experimenteller Nachweis für ungewöhnliche Spin-Konfiguration

CEC: Neues Paper in Angewandte Chemie International Edition

Die Umwandlung atmosphärischen Stickstoffs in Ammoniak ist ein lebenswichtiger Prozess auf der Erde. Ammoniak dient zur Herstellung von vielen Produkten wie Düngemittel, Reinigungsmittel bis hin zu Sprengstoffen. Biologisch betrachtet, sind Stickstoffatome als Bausteine von Proteinen in allen Organismen Bestandteile von Amino- und Nukleinsäuren. Eine Forschergruppe um Prof. Serena DeBeer (Abteilung Anorganische Spektroskopie) vom Max-Planck-Institut für Chemische Energiekonversion (CEC) in Mülheim an der Ruhr untersuchte die Struktur eines entscheidenden Cofaktors mit verschiedenen röntgenbasierten spektroskopischen Methoden. weiterlesen…

Farbige Mikroreaktoren nutzen Sonnenlicht

Produktion von Chemikalien mittels Solarenergie

Die Sonne ist die nachhaltigste Lichtquelle unseres Planeten, daher ist die direkte Nutzung des Sonnenlichts für die Photochemie äußerst attraktiv. In einem Artikel in Angewandte Chemie von Forschern aus Eindhoven und Potsdam über energieeffiziente solare Photochemie wird zum ersten Mal gezeigt, dass viele photonengesteuerte Transformationen durch Sonneneinstrahlung mit Hilfe von lösungsmittelbeständigen und preiswerten, lumineszierenden Solarkonzentrator-basierten Photomikroreaktoren effizient betrieben werden können. weiterlesen…

Deutsche Gletscher sterben auch

Greenpeace-Jugendliche fordern von MP Söder an Zugspitze wirksame Klimaschutzmaßnahmen

Vier deutsche Gletscher sind verloren, einer liegt im Sterben – alle befinden sich auf bayerischem Staatsgebiet. Greenpeace-Jugendliche trafen am 04.09.2019 um 08.00 Uhr an der Talstation der Zugspitzbahn auf Ministerpräsident Markus Söder (CSU). Mit fünf Urnen mit Gletscherschmelzwasser forderten sie vom bayerischen Landesvater effektive Maßnahmen gegen die Klimaerhitzung. weiterlesen…

Geoengineering – der unberechenbare Eingriff

Kli­ma-Ex­per­ten laut Stu­die eher skep­tisch

Klima-Experten sehen neue Technologien im Kampf gegen die Erderwärmung, das sogenannte Geoengineering, eher skeptisch. Das ergab eine Studie der Universität Kassel, die in Nature Climate Change erschienen ist. Für die Studie befragten Kasseler Wissenschaftler über 700 Klima-Experten der Klimarahmenkonvention und des Weltklimarats, darunter Wissenschaftler und Verhandler, aus aller Welt. Nur unter bestimmten Umständen zeigen diese sich offen für Geoengineering, wie die Uni Kassel am 03.09.2019 mitteilte. (Foto: Als Geoengineering werden bestimmte Maßnahmen zum Kampf gegen die Erderwärmung bezeichnet. Ein Beispiel dafür wäre die Idee, Schwefeldioxid in die Stratosphäre zu leiten. – © Franziska Vogt für Solarify) weiterlesen…

Aus Energiewende muss „EnergieSystemWende“ werden

Reiner Lemoine Stiftung: Energiesystem muss ganzheitlich neu gedacht werden

Die Energiewende ist ins Stocken geraten. Um die Probleme zu überwinden, muss das Energiesystem als Ganzes reformiert werden. Dies zeigt eine neue Studie der Reiner Lemoine Stiftung (RLS). In der Studie gingen die Autoren den strukturellen Transformationshemmnissen auf den Grund. Dazu wurden die übergeordneten Entwicklungen im Energiemarkt in den letzten Jahrzehnten mit den zukünftigen Anforderungen einer dekarbonisierten Energiewelt verglichen. Die „Übersichtsstudie zur EnergieSystemWende“, die vom Reiner Lemoine Institut (RLI) erarbeitet wurde, zeigt auf diesem Wege die systemischen Hemmnisse der Energiewende und mögliche Lösungsansätze auf. (Studie: EnergieSystemWende – Titel © Reiner Lemoine Stiftung) weiterlesen…

Grüne Technik der Superlative

Golfstaaten rüsten sich für Zeit nach dem Öl

Die Vereinigten Arabischen Emirate zeigen, dass mit Erneuerbaren Energien viel erreicht werden kann. So wollen sie ihre führende Rolle auf den Energiemärkten sichern. In der Wüste geht nichts ohne Superlative – so scheint es. Neuerdings macht die größte Tankstelle der Welt auf überraschendem Terrain mit Superlativen auf sich aufmerksam: im Bereich der regenerativen Energien: Noor Abu Dhabi ist mit 1.177 MW die derzeit größte Photovoltaik-Anlage der Welt (siehe: solarify.eu/weltgroesstes-pv-kraftwerk-am-netz). Außerdem entsteht in Dubai ein Solarpark, der bis 2030 fertiggestellt werden und 5.000 MW Strom produzieren soll. Schon jetzt ist Dubai der weltweit führende Sonnenstromproduzent. Ein Bericht von am 03.09.2019 im Handelsblatt. weiterlesen…

Windkraft: Es droht eine Energiewende rückwärts

Energiewende wird scheitern, wenn Politik nicht mutiger erklärt, warum Windräder notwendig sind

Es war einmal eine Energiewende, voll von großen Verheißungen. Erneuerbare Energie sollte erst den Strom aus Atomkraft, dann den aus Kohle ersetzen. Und weil Wind und Sonne in Spitzenzeiten mehr als genug Strom lieferten, sollte ihr Strom auch noch die Batterien von Elektroautos füllen und Wärmepumpen betreiben. So sollte es aussehen, das saubere, klimafreundliche Deutschland, ein Vorreiter unter den Industriestaaten. Doch das grüne Märchen ist in Gefahr. Klagen von Naturschützern und Einwände von Behörden blockieren den Bau neuer Windräder. So wird sich das Ziel für 2030 kaum erreichen lassen. Ein Kommentar von in der Süddeutschen Zeitung vom 01.09.2019. weiterlesen…