EU-Gipfel in Sibiu: Enttäuschung über Deutschland groß

Klimaschutz und Schutz der Bürger – nur unter ferner liefen – Offener Brief von Fridays for Future

Beim letzten Gipfel vor der Europawahl im rumänischen Sibiu wollte die EU den Aufbruch in eine Zukunft ohne Großbritannien inszenieren – eigentlich. Doch ausgerechnet bei dem Zukunftsthema sperrte sich die Kanzlerin: Der EU-Rat setzte Klimaschutz nicht höher auf die Agenda. Die Bundesregierung beweist sich in Bezug auf das EU-Klimaziel für 2050 nicht handlungsfähig. Darüber zeigt sich die Umwelt- und Entwicklungsorganisation Germanwatch enttäuscht und besorgt. weiterlesen…

EU-Klimainitiative – Deutschland bleibt abseits

Acht Länder bilden Klimaallianz – ohne Deutschland – Giegold kritisiert

Vor dem EU-Gipfel in Sibiu forderten acht Mitgliedsländer, darunter Frankreich, den CO2-Ausstoß der Gemeinschaft bis 2050 auf netto null abzusenken. Zudem soll mindestens ein Viertel des EU-Budgets für den Kampf gegen den Klimawandel genutzt werden. Deutschland gehört der Allianz nicht an. Und das, obwohl sich Bundeskanzlerin Merkel bei eben jenem EU-Gipfel im Sibiu positiv über die Initiative äußerte: „Ich habe für die Bundesrepublik Deutschland gesagt, dass ich diese Initiative sehr unterstütze und dass wir bezüglich der 2050er-Ziele bei uns noch einmal nachdenken und auch unsere Ziele verschärfen oder schärfen müssen.“ Sie könne sich aber mit Blick auf die Abweichungen bei den Klimazielen für 2050 aber den neun „noch nicht voll anschließen“. weiterlesen…

Bessere Rahmenbedingungen erforderlich

BEE legt Szenario 2030 zur Umsetzung des 65%-Ziels vor

Der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) legt in einer Szenariorechnung vor, welche Ausbaupfade für Erneuerbare Energien im Stromsektor notwendig sind, um das 65%-Ziel zu erreichen. Die Bundesregierung hat sich mit dem Koalitionsvertrag Klimaschutzziele für 2030 gesetzt. Um das Sektorziel im Stromsektor zu erreichen, soll bis 2030 der Anteil Erneuerbarer Energien auf 65 Prozent gesteigert werden. „Diese Zielsetzung wurde zudem von der Kohlekommission als dezidierter Bestandteil des Gesamtbeschlusses zum Kohleausstieg und entsprechender Strukturwandelmaßnahmen bestätigt“, betonte Simone Peter, Präsidentin des Bundesverbands Erneuerbare Energie (BEE). (Foto: Strommasten und Windenergie bei Nauen, Brandenburg – © Dieter Fichtner für Solarify) weiterlesen…

Wasserstoff-Atome haften ultrakurz auf Graphen

Fundamental neue Einsichten in chemische Bindungen

Graphen wird als außergewöhnlicher Werkstoff gefeiert. Es besteht aus reinem Kohlenstoff und ist nur eine einzige Atomlage dünn. Dennoch ist es enorm stabil und sogar leitfähig. Für die Elektronik allerdings hat Graphen entscheidende Nachteile: Denn noch ist es nicht als Halbleiter einsetzbar. Wasserstoff-Atome auf Graphen könnten dies ändern. Forscher aus Göttingen und Pasadena (USA) haben einer gemeinsamen Pressemitteilung des MPI für biophysikalische Chemie und der Universität Göttingen zufolge jetzt sichtbar gemacht, wie Wasserstoff- Atome an Kohlenstoff-Atomen von Graphen chemisch binden und was dabei passiert. (publizierft in Science, 25. April 2019) weiterlesen…

US-Außenminister: „Arktis Schauplatz des globalen Wettbewerbs“

Abschlusserklärung des Arktischer Rates scheitert an USA

Eigentlich sind Umweltschutz und Nachhaltigkeit traditionell zentrale Anliegen des Arktischen Rates – aus gutem Grund: Nirgendwo vollzieht sich der Klimawandel so schnell wie dort. Doch ausgerechnet jetzt konnte sich das Gremium, dem die acht Anrainerstaaten der Arktis ange­hö­ren, nach einem Treffen im finnischen Rovaniemi nicht wie üblich auf eine gemeinsame Abschlusser­klärung einigen. „So etwas hat es in der mehr als 20-jährigen Geschichte des Arktischen Rates noch nicht gegeben“, sagte ARD-Korrespondent Christian Stichler, der am 07.05.2019 in der Tagesschau über das Scheitern des Rates berichtete. weiterlesen…

IPBES-Bericht wie erwartet negativ – was tun?

500.000 bis eine Million Arten vom Aussterben bedroht – wann ist der Mensch darunter?

Der Weltbiodiversitätsrat (Intergovernmental Science-Policy Platform on Biodiversity and Ecosystem Services) hat am 06.05.2019 in Paris seinen Globalen Bericht zum Zustand der Natur vorgestellt. Die Botschaft des Berichts ist eindeutig: Der Zustand der Natur verschlechtert sich dramatisch. Bis zu eine Million Arten sind vom Aussterben bedroht, viele davon bereits in den nächsten Jahrzehnten. Wertvolle Ökosysteme sind zunehmend geschädigt, ihre wichtigen Leistungen für den Menschen in Gefahr – so eine gemeinsame Pressemitteilung der Bundesministerien für Umwelt, Bildung und Forschung. (Titel: IPBES-Bericht 2019) weiterlesen…

Offener Daten- und Softwarepool benennt Ausbaubedarf für Energiewende

DLR-Forschungsprojekt „open_eGo“ ermöglicht volkswirtschaftlich optimale Planung der Netz- und Speicherinfrastruktur

Will Deutschland seine im Klimaschutzplan 2050 gesteckten Ziele erreichen, muss die Umgestaltung unserer Stromversorgung, insbesondere der Ausbau der Netz- und Speicher-Infrastruktur, konsequent vorangetrieben werden. Damit sich künftige Energiesysteme besser nach volkswirtschaftlich vorteilhaften Kriterien modellieren lassen, hat das Institut für Vernetzte Energiesysteme des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) im Rahmen des vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie geförderten Projekts „open_eGo“ („open electricity Grid optimisation“) einen offenen Daten- und Softwarepool entwickelt. Die integrierte Netzplanungssoftware „eGo“ erfasst eine Vielzahl an frei verfügbaren Netz- und Planungsdaten und ist nach den Prinzipien einer Open-Source-Entwicklung für alle Akteure der Energiewirtschaft uneingeschränkt zugänglich. Der Abschlussbericht zum open_eGo-Projekt ist am 26.04.2019 veröffentlicht worden. weiterlesen…

Energiewende in Gebäuden

geea-Maßnahmenpaket bringt Klimaziele in Reichweite

Die Allianz für Gebäude-Energie-Effizienz (geea) hat ein politisches Maßnahmenpaket vorgelegt, mit dem Deutschland im Jahr 2030 im Wärmesektor Treibhausgasemissionen im Umfang von 13 Millionen Tonnen zusätzlich einsparen könne. Es setze vor allem auf Fördermaßnahmen wie die lange angekündigte steuerliche Förderung für private Hausbesitzer, verbesserte Abschreibungsmöglichkeiten für die Immobilienwirtschaft, mehr Förderung von Einzelmaßnahmen, Effizienzhäusern und Nichtwohngebäuden sowie das gezielte Vorantreiben neuer Technologien. Gleichzeitig spielten Beratung und Kommunikation sowie die Verbesserung des Ordnungsrechts eine zentrale Rolle. Investoren, Hausbesitzer und Mieter sollten verstärkt über die Vorteile von Energieeffizienz informiert werden, wie die Deutsche Energie Agentur (dena) am 07.05.2019 mitteilte. weiterlesen…

„Aufbruchstimmung und Optimismus in der Energiebranche“

Kapferer: Energiewirtschaft wird wieder zur Wachstumsbranche>

Nach Jahren heftiger politischer Debatten und massiver Umbrüche kann die Energiebranche nach Einschätzung des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) wieder zur Wachstumsbranche werden. „Um die Energiewelt von morgen aufzubauen, muss massiv in die Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien und in neue Speichertechnologien investiert werden. Die Branche hat zudem die große Chance, sich mit der Mobilität ein ganz neues Geschäftsfeld zu erschließen“, so Stefan Kapferer, Vorsitzender der BDEW-Hauptgeschäftsführung. „In der Energiebranche wachsen Aufbruchsstimmung und Optimismus. Die Unternehmen entwickeln neue Geschäftsmodelle, setzen verstärkt auf Kooperationen sowohl mit Nachbarbranchen, als auch mit anderen Energieunternehmen. weiterlesen…

„G6“-Umweltminister erhöhen Druck auf sich selbst beim Klimaschutz

G7 ohne die USA bekennen sich zu langfristigen Klimastrategien und höheren Klimazielen für 2030

Sechs der sieben Umweltminister der G7-Staaten haben sich am 06.05.2019 im französischen Metz dazu bekannt, bis zum kommenden Jahr langfristige Klimastrategien und nachgebesserte Klimaziele für 2030 vorzulegen. Nur die USA sind nicht mit im Boot. Die Umwelt- und Entwicklungsorganisation Germanwatch wertet dies als wichtiges Signal. weiterlesen…